Das Leben ist wild!

Montagsminimalismus!

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Die Woche startet früh für mich, denn ich bin Strohwitwe. Während mein Mann am Timmendorfer Strand eine Woche Fortbildung „geniessen“ darf, bleibt mir das Haus, der Hof, die Kinder, das Gut!

Gut – gutes Stichwort. Ich bin ja komplett angefixt. Am Wochenende habe ich mich durch alle möglichen Minimalismusblogs gelesen und allerhand Denknahrung bekommen. Danke Pu an dieser Stelle für die Tips! :) Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen, die sich dem Minimalismus verschreiben, eine ähnliche Blogdesignwahl präferieren. Schwarz-weis-klar-strukturiert. Jo. Da fall ich wohl aus dem Rahmen. :’D

Mit mehr Zeit geb ich Euch mal eine Liste durch mit interessanten Blogs zum Stöbern. :)

Letzte Woche habe ich unser Bad überarbeitet. Für diese Woche habe ich mir die Küche vorgenommen. Das ist der Ort, der fast immer im Chaos versinkt. Ist sie doch relativ klein, fasst sie unfassbar viel meines Hab und Gutes. Die Schränke sind voll. Diesmal meine ich nicht die Vorratshaltung (kennt ja die ein oder andere schon) – die hab ich weitestgehend im Griff (ich schätze, das war der Grundstein des Projektes „Minimalismus“, ohne es zu wissen). Es gibt eine Regel, die ich meinen BewohnerInnen mit auf den Weg gebe, wenn sie die Spülmaschine ausräumen und nicht wissen, wohin die Dinge gehören: kein Teil existiert allein. Ist so. Und das ist auch in meiner Küche so. Es gibt so gut wie nichts einzeln. Dosen, Gläser, Teller, Stifte, Schalen, Behälter aller Art … alles hat mindestens noch wenn nicht noch mehr Freunde.

Das ist in fast jedem Haushalt so. Ich möchte viele Dinge auch gar nicht missen. Gurkensalat zum Beispiel gehört immer in die gleiche Steingutschale aus Mallorca … und braucht immer das schon blinde Plexiglassalatbesteck, welches schon einen Riss hat. Pfannkuchen gehört untrennbar zur Aluschüssel. Milchkaffee – eigener Becher. Tee – für jeden eine andere Tassenart (merke: ein guter Darjeeling schmeckt am besten aus einer dünnwandingen Chinaporzellan-Tasse! Ist so.) Aber es gibt auch Schüsseln, da weiss ich echt nicht, warum die bei uns wohnen. Die müssen sich in einem unbedachten Moment mal hier eingeschlichen haben.

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Küchenchaos!

Minimalismus bedeutet für mich nicht, alles zu beseitigen und komme was wolle mit einer Schüssel auszukommen. Nein – es bedeutet, die Gegenstände, die mir im Alltag zur Last fallen, weil sie im Lauf der Jahre den Nutzen verloren haben, weil sie alt und kaputt, vergessen, verstaubt oder einfach unnötig sind, wegzugeben. Es gibt genug Gegenstände, die bleiben. Das müssen sie auch. Denn sie sind es, die das Leben in einem Haus zu etwas Besonderem machen. Sie geben die Würze, die Note … sie erfreuen. Jedes auf seine Weise. Das ist wichtig – nicht alles raushauen, was einem im Minimalismus-Fieberwahn auf den Zeiger geht, sondern dem Herz eine kleines Votumrecht gestatten. Und hoffen, dass es das Hirn nicht unterbuttert. Alles hat seine Zeit …

(Hm. Da müsst ihr jetzt wohl durch. Das Chaos regiert im Kleinen und deshalb ist grad mein Auge für den Alltagswahnsinn vor der Haustür etwas getrübt. Aber ich bin sicher, dass auch der mich wieder einholt, wenn ich mit dem Hausputz im eigenen Mikrokosmos durch bin. Bleibt dran. )

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

15 Kommentare zu “Montagsminimalismus!

  1. Und wenn Du bei Dir fertig bist, kommst Du mal bei mir vorbei, ja? *grins*
    Ich finde ja, man sollte grundsätzlich woanders aufräumen – da tut man sich viel leichter ;-)
    LG Kerstin

  2. Über eine Liste mit den entsprechenden Blogs würde ich mich sehr freuen! Ich lasse mich doch so gern inspirieren! :) LG, Julie

  3. Oh, wie schön, ich bin nicht alleine! ;-)
    Bei mir sammelt sich auch immer so einiges an und ich habe ein Problem damit, Dachen einfach wegzuwerfen. Ist doch noch gut! Aber leider bin ich zu verpeilt, um bei E.bay zu inserieren und so habe ich meine Eckchen, wo dieses Zeugs auf bessere Zeiten warten. Stöhn. Ich muss auch im Kleinen anfangen. Vielleicht schmeiße ich heute mal all die Gratispröbchen im Bad weg. WErden ja auch nicht schöner, je länger sie rumliegen…

    • Ich hab es nahezu aufgegeben mit e.bay (ich mach da jetzt auch einen Punkt! Warum macht ihr immer Punkte?). Das, wovon ich denke, ist vielleicht gut auf einem Flohmarkt aufgehoben, (wenn ich denn morgens um halb zehn, wenn ich ausräume, direkt einen hätte zum Verkaufen) gebe ich jetzt meist so ab. Mit dem Küchengerummel war ich beim Sozialkaufhaus im nächsten Dorf und hab sogar den Korb, den ich für den Transport hatte, dagelassen. :)

      • War das verständlich ausgedrückt? Eieiei – immer diese komplizierten Versatzschachtelungen. :’D

      • Die Punkte mache ich da immer rein, damit nicht jeder Depp, der danach googlet, auf unsere kleine Unterhaltung hier stößt!
        Mein letzter Flohmarktbesuch war sooo ätzend! Dominiks tolle süße gut erhaltenen Kinderkleidung wurde da versucht, auf Centbeträge runterzuhandeln und beäugt, als hätten wir einen ansteckende Krankheit. So erniedrigend! Das mache ich nie wieder. Da ist selbst wegschmeißen besser für die Seele. Ansonsten versuche ich auch im Kollegenkreis Kindersachen weiter zu geben. Da wird es bei wenigstens geschätzt.

        • *patschandiestirn* … achso! Und ja – Kindersachenflohmärkte sind der Horror. Wenn dann nur Abgabebasar – da muss man nicht lang rumdiskutieren. Allerdings bin ich da schon seit Jahren durch mit und gebe meine Klamotten an meine Schwägerin weiter. Da bin ich ganz bei Dir! Es wird geschätzt!

  4. Oooh man, ich gehöre auch zu den Sammlern..*hihi* Bei mit gibt´s eine bestimmte Schüssel mit der ich meinen Frikadellenteig zusammenrühre…wenn die mal nicht mehr da ist. :( — Bei mir wäre auch mal so ein Rundumschlag angebracht. Ich fange an..Heute!! Auf die Liste mit den Blogs freue ich mich auch. Schönen Tag und LG CLaudi

    • Frikadellenteig – geniales Wort. So hat auch noch niemand zu Hackes gesagt. :D Und ja – der gehört bei mir in die gleiche Schüssel, in der ich auch nur Eischnee zubereite. ;) Fang an. Ich bin gespannt, was passiert. Schreib einen Blog drüber, bitte! :D

  5. zur Küche habe ich auch noch einen Kleingarten, wo sich entsprechend noch weitere Preziosen und weiteres Sammelgut anfindet, Bestecke vielfältigster Art, Geschirr, das in der heimischen Küche nicht mehr soooo schön war, Schüsseln, die für jeden größeren oder kleineren Anlass oder Salat auf jeden Fall im Garten benötigt- dann aber auch zuhause fehlen würden… ;-)

    • Ihr seid mir Wortakrobaten. Kleingarten fürs Sammelgut. Ich schmeiss mich weg. Hopp – raus damit, meine Liebe! Da wächst Neues nach. Unkraut vergeht in keinem Garten. :D

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