Das Leben ist wild!

Wie isst sich’s denn so?

12 Kommentare

Vielleicht ist es an der Zeit, zurückzublicken.

Wie läuft dieser Sommer so essenstechnisch? Nun – ehrlich gesagt, so bescheuert wie fast jeder Sommer essenstechnisch läuft. Nur, dass ich geneigt war, weil ich WW so bocksatt hatte, auf einen anderen Zug aufzuspringen.

Ich entferne mich allerdings ziemlich von meinem Final. Anders kann man es nicht nennen. Während der vergangenen Wochen habe ich mich sehr kohlehydratarm ernährt. Ich habe Brot, Nudeln, Kartoffeln und all die bösen, bösen KHs weggelassen. Das geht zwei Wochen gut, dann fällt die Laune ins Bodenlose. Mein Körper merkt wohl positiv an, dass es mir gut tut, mich nicht mit Lebensmitteln vollzustopfen, die wie Wackersteine im Magen liegen. Aber meine Laune steigt deshalb nicht wirklich. Und noch blöder: mein Gewicht sinkt dadurch ebenfalls nicht wirklich. Ich halte. Was ja immerhin schon mal gut ist.

Die Empfehlung meines Tagesbedarfs an Kohlenhydraten liegt bei 240 g pro Tag. So in etwa. Lasse ich alle offensichtlichen Kohlehydratlebensmittel weg, joah … dann komm ich immer noch auf eine gute Tagesmenge. Mir war gar nicht bewusst, was alles wie viel von dem Zeuch enthält!!!

Was es ist, was mich zweifeln lässt an all dem Gedöns? Da kommt einiges zusammen. Schon bevor Casta sich herzhaft Luft gemacht und den Schlussstrich gezogen hat, ob der ganzen Abnahmegeschichte, lauerte ein kleines Männlein in mir und nagte an dem, was ich tat. Das kann doch nicht wirklich der Weisheit letzter Schluß sein, was ich mir hier antue? Mal ehrlich. Ich esse schon so lange nach WW – und das ist von all den kuriosen

Ernährungsumstellungsichheissegarnichtdiätgeschichten

noch die angenehmste Sache. Wie ich schon mal erwähnte (und es wahrscheinlich noch in zig weiteren Blogs mir selbst und anderen eintrichtere): ich möchte so gern aus der Vielzahl der Möglichkeiten etwas finden, was zu mir passt und bei dem ich mich nicht gegängelt fühle. Ich weiss doch, wie es geht. Himmel!!!

Eben habe ich eine Reise durch alte WW-Zeiten angetreten. Was ist da viel passiert… Ich darf manchmal nicht drüber nachdenken.  Einige sehr wichtige  Blogeinträge haben mich grad auch wieder ein bißchen umgehauen. Ich habe dort einen Teil meines Lebens der vergangenen zwei Jahre gelassen … es hat mich bewegt und verändert. :'( Aber mein Weg ist inzwischen ein anderer. Das weiss ich. Mein Problem ist lediglich, dass ich so weich und sentimental bin. Manchmal kann ich nicht glauben, wie sich alles verändert hat … und ich mein jetzt nicht mal mein Gewicht.

Das mit dem Gewicht war so: ich hab verdammt hart gekämpft. Diese ganzen Challenges und Wetten … dieser Austausch, das Seelenstreicheln, wenn es nicht geklappt hat. Irgendeinen gottverdammten Sinn muss es doch gehabt haben. Ich kann doch nicht hier stehen und den Rückzug antreten? Zurück auf Ü80??? Nix da. Lieber wander ich aus. Jetzt ist der Sommer vorbei und ich weiss, im Sommer hat das noch nie gut geklappt. Der Winter kommt und ich muss – ganz alte trix – mit kleinen Zielen anfangen. Und ich muss sie wohl auch aussprechen … sonst drücken sie mich nicht.

1. Besinn Dich! Hör auf Dein Herz und nicht auf Deinen Magen. Ich brauche all das Futter nicht. Mir geht es nicht schlecht. Und ich bin auch nicht am Verhungern. Es tut nicht Not, alles Essbare hineinzustopfen.

2. Entrümpele weiter! Für Hermine: wenn Deine Umgebung geordnet ist, dann kommst auch Du zur Ruhe. Irgendwie hindert uns ein aufgeräumtes Zuhause am Futtern. Es passt nicht zusammen. Außerdem kannst Du Dich dann auf andere Dinge konzentrieren. Vielleicht ist es aber auch,so, dass wenn Du aufräumst, Du keine Zeit zum Reinstopfen hast. ;) Hier ein Link dazu.  Karen Kingston hat sich wohl ziemlich damit befasst – sie wurde in einem Buch, das ich gelesen habe, dazu aufgeführt.

2. Nicht allzu viel Schnickschnack. Bleib Deinem „ich“ treu. Je natürlicher Du isst, umso einfacher wird es. Was nutzt uns eine Obst – Diät, wenn wir Obst ein Leben lang ungern gegessen haben?

3. In Maßen. Sag ich ja immer. Man kann fast alles essen. In Maßen. Mit Genuss. Aber eben nicht immer und in jeder beliebigen Menge.

4. Du musst es wollen. Ich glaube, das ist der Knackpunkt. Solange ich es nicht wirklich will und solange mir mein Gewicht nicht weh tut, wird sich nichts ändern.

5. Kleine Ziele. Richtig. Nicht den großen Berg. Hey – ich bin Beppo!!! Nur ein wenig. Also: im September möchte ich die 65 dauerhaft vorne sehen.

6. Realistisch sein. Ich will ja nicht spindeldürr sein. Ich möchte in einem für meine Größe und meine Proportionen guten Bereich. Das Fenster sieht so aus: 60 – 63kg. Passt.

7. Bleib entspannt. Bleib entspannt. Bleib entspannt. Aber damit meine ich nicht, werd nachlässig. Nee, nee, nee.

So – und nun dreh ich mich wieder auf die Seite mit meinem ebook-Reader … und kuriere mich aus. Diese Surferei durch die WW-Seite, meinen und andere für mich wichtige Blogs hat mich so nervös gemacht, dass ich einfach mal schreiben musste. :)

Advertisements

Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

12 Kommentare zu “Wie isst sich’s denn so?

  1. Danke liebe Trix, Deine Worte machen mich sehr nachdenklich. Ich lebe gerade im Chaos….Chaos im Kopf, Chaos in der Wohnung, den Vorratsschränken und Schubladen………….Chaos in meinem Leben. Dein Vergleich mit Beppo ist wunderschön. Nicht die ganze Straße sehen, sondern nur immer ein Stück.. Atemzug, Strich und Schritt…….Atemzug, Strich und Schritt …. Drückerle Claudi

    • Liebe Claudi! Weisst Du, eigentlich hab ich es nur geschafft, weil ich mich so blankgemacht hab. Ich wollte dann, einmal aufgedeckt, nicht mehr zurückziehen. Es fällt mir auch jetzt schwer, zuzugeben, dass ich zurückgefallen bin in alte Verhaltensmuster. Vor einem Jahr habe ich gute 10 Kilo weniger gewogen. Jetzt bin ich sicherlich auch eine andere Gewichtsklasse, aber das sei mal zweitranging. Die Frage ist die: wohin willst Du? Und die solltest Du Dir ganze ehrlich beantworten. Du bist jetzt schon lange dran – und was ich mir wünsche ist, Zielsetzungen zu lesen und irgendwann, wenn diese erreicht sind, neue Zielsetzungen. Mach Dich offen, auch wenn es schwerfällt. Wieviel wiege ich … wieviel möchte ich im September oder meinetwegen bis Ende Oktober abnehmen. Fertig. Und dann durchziehen. Und dabei vielleicht auch die anderen Baustellen angehen. Schritt für Schritt. Du musst nicht alles umkrempeln. Nur … geh los. Und bleib dabei. Schmeiss die Gummibärchen weg. Ich hab den größten Respekt davor, schon allein 5 Kilo abzunehmen. Für mich als Hashimoto bedeutet das, wenn ich nicht komplett unter Druck gesetzt werde und in meinem Rhythmus abnehme … 5 Monate Disziplin. Geht auch in drei. Ist aber schwer. Richte in Deinen Blog einen Tag ein, an dem Du Deine Kilozahl und Deine Abnahme und den Weg dahin beschreibst. Schau Dir die Erfolge an. Bleib dran. Du kannst das, wenn Du willst!!! :) lg

  2. Klingt gut! Du wirst schon schaffen, was Du Dir vorgenommen hast 😃und Du hast schon bewiesen, dass Du sehr konsequent sein kannst! Also nimm den Besen und such Dir die erste Platte!

    • Ich hab oben echt lang drüber geschrieben … es ist immer dasselbe Thema und irgendwann möchte ich mal fertiggekehrt haben. :D Ich schaff das. YEAH!!! Ich schaff das. Ich schaff das. Ich schaff das.

      • Ich hab schon mit der ersten Platte angefangen … immerhin zwei Tage in den Punkten und immer noch wenig Kohlenhydrate. Ich glaub, ww wird mich nicht so schnell los. Auch wenn es mich manchmal annervt. ;)

  3. Ich verstehe Dich gut und bin von und ganz bei Dir. Ich unterschreibe viel von dem, was Du schreibst. Leider stecke ich selbst noch in der theoretischen Phase. Aber ich weiß, dass die praktische folgen wird, wenn der Leidensdruck groß genug ist und ich mich wirklich nicht mehr wohlfühle. Derzeit ist noch alles ok. Könnte besser sein, aber es ist ok. Himmel…ich bin fast 44 – da muss ich nicht Größe 38 tragen… Hauptsache, es geht mir gut und ich ernähre mich einigermaßen gesund und bewege mich. Ich wünsche Dir viel Erfolg, liebe Trix.
    LG
    Kerstin
    PS: ach ja: die innere Ordnung kommt bei mir nur, wenn es um mich herum ordentlich ist!!! Ist draußen Chaos, so auch in mir!

    • Theoretisch können wir praktisch alles. Naja – wie ich schon mal erwähnte, begehrt werden wir alle. Und irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es heisst: der Sommer ist da und nicht die Bikinisaison. :) Ich geb es zu. Letztes Jahr war ich von hinten betrachtet mehr Ziege als Kuh (hoffentlich lesen das nur Frauen) und das war nicht so schön. :(

  4. danke, mir mal wieder aus der Seele geschrieben…Nehme mir die Punkte vor und zu Herzen :-) LG K

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s