Das Leben ist wild!

Im Sozialkaufhaus!

7 Kommentare

Heute war ich wieder im Sozialkaufhaus, um eine ganze Ladung Gläser hinzubringen. Weil ich mir aber nicht sicher war, was die dort so alles gebrauchen können, bin ich mal reingegangen. Kurz. Nur kurz. Fatal. O_o

Es ist wirklich ein Haus mit Dingen für kleines Geld. Als alte Flohmarktliebhaberin war das streckenweise ein Mekka für mich und ratzfatz wurden alle minimalistisch veranlagten Regungen im Keim erstickt. Glücklicherweise hatte ich lediglich 3 Cent im Portemonnaie, weil ich im Moment chronisch blank bin und mit EC – Karte kann man nicht bezahlen, was ich auch sehr gut finde.

Ich war erstaunt, was dort alles abgegeben wird. Von Sofas, Schränken, Betten … alle Jahrzehnte bunt gemischt. Bei manchen Dingen dachte ich allerdings, nee … dann lieber neu. Da hängt so der Muff der Jahre und der Besitzer drin. Da geht es eher gen gut gemeint als gut. Dann gab es eine Abteilung nur mit Kinderspielzeug. Es ist alles in Räume unterteilt. Jetzt weiss ich auch, wo der Kuscheltierfriedhof ist … grusel. Oder die Kuscheltiervermittlungsstelle … noch gruseliger.

Meine Abteilung ist von jeher allerdings die Dippemess. Geschirr aus den 70ern … Melitta … dunkelrote Steingutservice … mein Herz schlug schneller. Und was hab ich mich geärgert, dass ich nichts mitnehmen konnte. Das ist wirklich eine Schwäche von mir … dieses alte, alte Geschirr, bei dem sich jeder freut, dass es endlich aus dem Haus ist, lässt mich nostalgisch schwärmen. Und ich benutze es auch noch. Das Gute daran ist nämlich die Spülmaschinentauglichkeit! HA!!!

Quelle: Pinterest Oh Du schöne Melitta-Welt! :)

Quelle: Pinterest
Oh Du schöne Melitta-Welt! :)

Eine Bücherabteilung gab es auch. Leider wenige Kinderbücher – aber ansonsten alles querbeet. Auch neuere Romane. Ich denke, dort werde ich demnäxt mal stöbern. Denn so sehr mich alles andere gruselt, so kann ich doch ganz gut mit gebrauchten Büchern. Ich weiss nicht warum – wahrscheinlich hingebungsvolle Liebe. ;)

Ehrlich gesagt, ich weiss jetzt schon genau, wie das ausgeht. :(

Quit pro quo. Ich bringe eine Wagenladung Killefitz aus dem Hause trix vorbei und nehme ein winzikleinesbißchen was mit.

Habt ihr auch solche Vorlieben? Irgendwas, an dem ihr nicht vorbeigehen könnt (es sei denn, im Geldbeutel herrscht grad gähnende Leere.)?

Gefährdet sehe ich mein Projekt „Minimalismus“ nicht. Für mich ist all das Entrümpeln schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Und es heisst für mich auch nicht, weisse und kahle Wände sowie leere Regale (soviele haben wir nicht). Eine gute Mischung aus aufgeräumt und übersichtlich, das hätte ich gern. Da ich meinen Hang zum Chaos kenne, haben wir größtenteils eh keine offenen Ablageflächen mehr und auch in der Küche lässt sich alles hinter Türen verschließen. Denn mich macht das rappelig. Hatten wir früher, brauch ich nicht mehr.

Und ich trenne mich gerade auch gerne. Ein anderer kann es gebrauchen. Und mir tut es nicht weh – im Gegenteil, es lässt mich freier atmen. :) Ist eh alles abgeschrieben (für die Buchhalter unter Euch).

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

7 Kommentare zu “Im Sozialkaufhaus!

  1. milchkrüge, lach sind mein untergang

  2. Wo ist denn ‚dein‘ Sozialkaufhaus??? Bei mir findet sich bestimmt auch noch das eine oder andere, was abgegeben werden möchte…

  3. Ohhhh, den Geschirrschrank würde ich genau so nehmen wie er dasteht. Zur Not nur die grüne Kaffeekanne mit dem grünen (!) Porzellanfilteraufsatz. *schwelg*
    Ich komme eben schlecht um alles Grüne drumrum. Außerdem sind bunte Zeitschriften mein Steckenpferd. Da werde ich schnell schwach. Also bis auf die nächsten 340 Tage…

    • Du tapferes Mädchen!!! Glücklicherweise gibt es viele Zeitschriften inzwischen zum Onlinestöbern. Ich weiss – ist kein Ersatz – ich hab nämlich auch so eine Sammelleidenschaft für Zeitschriften. Aber immerhin … :)

      • Online kickt das nicht so wirklich. Ich bin irgendwie der haptische Typ und muss auch mal was abheften, rausreißen, mit mir in der Tasche rumschleppen können. Meine liebste Erfindung ist der Drucker: Strickmuster ausdrucken, völlig zerfledern und dann einfach nochmal ausdrucken. Das ist toll!

        • Yeap!!! Ich auch. Ist echt nur ein kleiner Ersatz … wenigstens gucken kann man. Ich hab soviele Schnippsel oder Seiten hier, die ich unbedingt aufheben musste und die mir nach Jahren noch wichtig sind. Ohne geht das fast gar nicht. Ich liebe meine Zettelwirtschaft. :D

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