Das Leben ist wild!

Der Hut heisst Hut, weil …

10 Kommentare

… er behütet.

In der Regel passt einer davon auf den normalsterblichen Kopf. Letzten Winter habe ich wie eine Wilde Boshi-Mützen gehäkelt. Sind ein paar schöne Exemplare dabei, die bei der gestrigen Spiegelparade immer noch recht gut aufs hübsche Köpfchen gepasst haben.

Und nun ist der Herbst ganz nah. So langsam schleiche ich um die Schublade mit den Mützen. Draussen färben sich die Blätter langsam in sattes Rot und sanftes Gelb. Es knistert, wenn man durch die Alleen läuft. Ja – es wird Herbst.  Auch vor der Haustür. Die gesammelten Kastanien fanden genau so ihren Platz wie ein Maiskolben, das Sammelsurium an Spazierstöcken, Schnitzhölzern und die Kürbisse. :)

trix hat den Herbst einbestellt ... :)

trix hat den Herbst einbestellt … :)

Zeit, den nächsten Schritt gen Minimalismus zu gehen. Kennt ihr das? Wenn der Herbst und der unsäglich feucht-kalte Winter vorbei ist, kann es nicht schnell genug gehen, um die wärmenden Strickwaren in den diversen Schubladen und Wandschränken zu verstauen. Genau! In beidem. Soviele habe ich davon. Gut, wir sind auch eine vierköpfige Familie … aber … wie war das mit dem obigen zweiten Satz meines Posts? ;) Naja … und so wird es auch im Frühjahr nichts mit Ausmisten, weil man dermaßen die Schnauze voll hat von kruscheligen Haaren, Mützenfrisuren, feuchtem Handschuhgedöns und all diesen Erinnerungen an die kalte Jahreszeit. Aber jetzt!!! Jetzt gerade in diesem Augenblick ist das anders. Heute freue ich mich auf den Herbst. Aufs Einmummeln, Einpacken, Behüten!

Winterwarme Strickwaren!

Winterwarme Strickwaren!

 

Gestern ist dann alles, aber auch alles aus der Abteilung „Winterwarme Strickwaren“ auf den Wohnzimmerboden geflogen. Weihohwei!!! So viel also … ob ich es vielleicht doch besser im Schrank gelassen hätte? O_o

Wohlgemerkt: ich musste mich auf einen Stuhl stellen, um den kompletten Haufen aufs Bild zu kriegen.

 

 

Wisst ihr – ich unterscheide sehr wohl zwischen Minimalismus und karger Zweckdienlichkeit. Ich finde den Sinn nicht in letzterem. Mir wäre bei manchen Dingen nicht wohl dabei … wenn ich nur ein Teil von davon hätte. Neulich las ich in einem Blog so etwas wie (ich weiss nicht mehr ganz genau, es hat mich erschreckt) „wir besitzen drei Teller“ oder lasst es vier sein … das ist schlußendlich egal. Erschreckt hat mich der Nachsatz: wir bekommen nie Besuch. Und da hört für mich der Minimalismus auf. Das ist strange. Wenn ich schon nur meinen Schrank so fülle, dass ich nur vier Teller habe, dann werde ich es auch nicht drauf anlegen, dass ich jemand in mein Haus einlasse zu einem gemütlichen Essen, zu einem Abend mit Wein und gemütlichem Schnack. Wenig ist in Ordnung. Doch ein Glas für meine Freunde und ein Teller Suppe sollte schon möglich sein. :) Und sei es nur für einen Einzigen …

Okay, meine Mützen teile ich nun überhaupt gar nicht, aber auch hier möchte ich doch eine kleine Auswahl haben. Ich bin farbneurotisch und kann (nein!!! Ich kann es wirklich nicht) mit einer braunen Mütze zu einer schwarzen Jacke rumlaufen. Blöd, ich weiss, aber … aber es geht einfach nicht. Da bin ich eigen. Aber ich brauche definitiv keine drei schwarzen Mützen und die ollen Kappen von vor 10 Jahren auch nicht mehr. Warum sammelt sich immer so viel an? *seufz*

PicsArt_1381238229266Rausgeflogen (manchmal leichten, manchmal schweren Herzens): grüne selbstgefilzte Stulpen, die so hart sind, dass ich sie noch nie anhatte. Könnten einen prima Gipsersatz abgeben. Zerfluste Mützen und solche, die irgendwie eh schräg auf dem Kopf aussehen. Ein ganzes lila Ensemble … Mütze, Schal und Stulpen. Schlechte Qualität – durchgenudelt nach nur einem Jahr. Kindermützchen. Handschuhe, mal einzeln, mal kaputt, mal hässlich wie die Nacht. Ach und … Kaputzen zu Jacken, die nicht mehr existent sind und die ich schon Jahre gesucht hatte …

tja … die können jetzt wohl auch weg.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Der Wandschrank bleibt tatsächlich leer. Alles passt in unsere zwei Schubladen der alten Kommode in unserer Diele. Und das ist nicht schlecht für einen Vier-Personen-Haushalt.

Merke: es wird nichts diesbezüglich neu angeschafft. Nichts. Nada.

PicsArt_1381238272778

… okay … häkeln geht vielleicht noch. Und die Ergebnisse kann ich ja auch verschenken! Denn irgendwo hin muss die Wolle ja! :D

Und nun? Wie sieht es bei Euch in der Hutschachtel aus?

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

10 Kommentare zu “Der Hut heisst Hut, weil …

  1. Ich würde mich auch freiwillig als Abnehmerin für eine Mütze melden – wenn du da noch Bedarf hast. :D

    Ich bin in Winter-Sachen dermaßen schlecht ausgestattet. Ich habe EINE Mütze – in schwarz. Punkt. Ich besitze bestimmt vier paar Handschuhe, aber die sind immer erst auffindbar, wenn ich ein neues paar gekauft habe, weil ich die anderen im kompletten Haushalt nicht finden kann! *nerv*

    Deine herbliche Außen-Deko ist absolut wundervoll! Ich könnte dich sofort für meine Deko engagieren! :)

    Ich wünsch dir einen tollen Abend.
    LG, Julie

  2. Deine Deko gefällt mir auch total gut! Ich bin da oft ein bisschen bequem…leider. An Mützen habe ich gar nicht sonderlich viel, weil ich immer aussehe wie meine Mutter, wenn ich eine überziehe. Und wir hatten ja nicht sooo ein tolles Verhältnis. Da frier ich lieber und sehe aus wie ich :-) Auf Rügen habe ich aber mal eine Ausnahme gemacht..lieber Gruß, Carola

    • Ich bin da eher auch sparsam. Manchmal packt es mich … aber auch ich gehöre nicht zu den dekoverliebten Menschen. Wenn es fix geht und kein großer Aufwand bedeutet – gerne. Ansonsten versandet die Ambition ganz schnell. ;)

  3. Oje, ich müsste auch mal ausmisten. Dringend…. Das meiste ist noch im Keller im Karton (der Umzug im April *räusper*), aber ich weiß genau, wie es endet, wenn ich da rangehe. Wenn ich nicht in absoluter „Ausmist“-Stimmung bin, dann wird das nix. Von „Ach, die Mütze hast Du doch da und da gekauft/angehabt“ oder „der Schal war mal teuer“ bis hin zu „Hatte ich zwar noch nie an, mach ich aber sicher noch“ ist alles dabei an Ausreden, wenn ich mich nicht trennen kann.
    Und das Schlimmste: dann ist wieder Platz im Schrank.
    Du verstehst? Dann ist wieder Platz für NEUE Dinge.
    Hmpf.
    LG
    Kerstin

  4. Hi Trix, ich hab nur Handschuhe und Schals zu bieten. Die werden aber ständig gesucht, wenns Wetter draußen so ist, das man sie dringend braucht. Mützen trag ich nicht und meine Männer auch nicht……..Teller habe ich viele, Besuch leider nur sehr, sehr selten und ehr recht wenig.. :( .. hmmmmm …. macht mich nachdenklich…Deine Außendeko find ich superschön. Für meinen Hausflur leider nicht das richtige. LG Claudi

    • Die Deko steht vor der Haustür, Nudel! :’D Na- dann nimm doch die Teller als Aufhänger für ein paar gemütliche Winterabende mit Kartoffelsuppe oder Kürbiscremesuppe mit Freunden!!! :)
      Weisst Du – ich schätze, das ist auch ein Grund für die Unmengen an Winterware bei uns. Ich suche ständig. Und hab nie das Passende da. :/

  5. Sehr gut! Das mache ich gleich heute nach. Wir befüllen zu zweit drei Schubladen, die Hutablage vom Kleiderständer ist voll mit Schalgedöns und ich glaube, in dem einen Karton ist auch noch Zeux. Das geht nun wirklich nicht so weiter! Da ich ständig strickender Weise Nachschub produziere, muss rigoros ausgemistet werden. Dankedankedanke.
    Nächste Woche hätte ich bitte gerne die entsprechende Motivation in Richtung Spocht. Geht das?

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