Das Leben ist wild!


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Liebling, wie war die Woche? #15

Der Countdown läuft. Die vergangene Woche war essenstechnisch gesehen ein Desaster. Ich bin hochgradig gefrustet und muss – muss – muss was unternehmen. Sonst war echt alle Disziplin der 25kg Abnahme  für die Katz. Aber ich krieg es einfach nicht hin. Puh … :(

Und bis zum Jahreswechsel seh ich da auch kein Lichtlein noch so klein am Horizont. Da muss ich jetzt wohl durch. Schadensbegrenzung.

Gegessen:

PicsArt_1387199745423Esperimentell war sicherlich die Wirsingsuppe (Rezept aus der Landlust) – kann man mal essen … muss man aber nicht. ;) Die Woche stand im Zeichen der Weihnachtsfeierei. Mit meinen Mädels war ich lecker essen und im Job gab es auch eine Feier. Ich hab nur leider das Fotografieren verpasst. O_o Um wenigstens ein wenig auszugleichen, gab es ansonsten viel Gemüse und Fisch und Quark und so ein Gedöns.

Getragen:

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Mich friert immer so. Deshalb bin ich meist mit Strickjacke oder Schal unterwegs. Überhaupt ist das eine sehr mummelige Jahreszeit. Uuuund ich dachte, ich knips mal nicht vorm Spiegel. :)

Gelesen:

Mir läuft die Zeit davon. Ich komm gar nicht zum Lesen, weil ich abends hundemüdig ins Bettchen falle. Somit bin ich immer noch beim „Lied von Eis und Feuer“. Ach halt … klar hab ich was gelesen: Weihnachtskarten. Die trudeln gerade aus ganz unerwarteten Ecken ein. Schön – mir freue sich. :)

Gehört:

Ally Macbeal … *A very Ally Christmas* Meine ganz persönliche Weihnachtsbegleitung.

Geraten und gelacht:

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Ach Mist – ich hätte es vorher vergrößern sollen. Mir glaubt ja keiner – und deshalb frage ich Euch: Wer ist der Pizzabäcker. Guckt mal, ob ihr das Gesicht vergrößern könnt. :’D Ich bin gespannt auf Eure Antworten.  Ob und wen ihr da seht.

Gefreut:

PicsArt_1387199872489Über einen leeren Kleiderschrank. Über Zeit mit der Familie während der Weihnachtsausflüge. Hier war eine Mammutausstellung. Meine Herren, waren die doch groß. Über die täglichen Botschaften meiner Teebeutel. Und darüber, dass ich einfach mal einen Wein aufmache, hinterher google, was das denn jetzt für einer ist und feststelle, dass ich einen 34 Euro Wein mit Sicherheit nicht im Bett trinken würde, wenn ich vorher drüber nachgedacht hätte. Das Leben ist zu kurz, um Dinge so lange ungenutzt aufzubewahren. ;)

Eine Woche noch … dann stehen die Ferien ins Haus und damit auch der Urlaub in den Bergen. Der Wilde Kaiser ruft ganz laut und ich freu mich sehr. Also dann … eine neue Woche … neues Glück.

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23!

Dreiundzwanzig Kleiderbügel haben gestern meinen Schrank samt dem dazugehörigen draufhängenden Teil verlassen.

Ausgemustert samt Behang! :)

Ausgemustert samt Behang! :)

Diese und eine ganze Armada an Klamotten. Das hat zu einer kompletten Umstrukturierung im Kleiderschrankinnenleben geführt. Plötzlich habe ich einen Überblick bekommen, wie viel ich von was habe. Bisher war das eher ein Gedanke von: T-Shirts hab ich genug, aber weiss der Bäcker, was da noch alles wohnt.

Der Reduktionsgedanke beschäftigt mich ja schon lange. Den unbewussten Anschubser hat mir – glaube ich – Meike Winnemuth verpasst, die vor ein paar Jahren ein Jahr lang ein blaues Kleid trug. Ich mag die Frau Winnemuth echt gern. Ihre Neigung zum Selbstversuch kommt mir sehr entgegen. Es zeugt von Mut, manche Dinge durchzuziehen (okay – vielleicht auch von ein wenig Verrücktheit). Sei es eine Weltreise oder (wie der aus der Zeitung gerupfte Artikel, den ich just vor ein paar Tagen beim Aufräumen fand,  von vor 10 Jahren zeigt) Brasilian Waxing. Sie zieht das durch. Und das Beste: es funktioniert. Es ist in jedem Fall eine Bereicherung. So wie jede Erfahrung eine sein sollte. Egal in welche Richtung sie schlussendlich abzielt.

So arbeitete es also in mir. Von kleinen Sätzen („Du bist ja shoppingsüchtig“) über Artikel bis hin zu medialem Input a la „Shopping Queen“. Faszinierend fand ich z.B., dass es Menschen im Showbiz gibt, die einen echt kleinen Kleiderschrank ihr eigen nennen und dann wiederum die Alltagsfrauen (ist nicht böse gemeint), die ganze Ankleidezimmer haben. Zig Prada – Taschen … Highheels bis zum Abwinken. Wann bitte tragen die das??? O_o Ich besitze schon einiges und ich würde meinen ich bin modeaffin, aber ich erlebe mich ganz oft dabei, bitter zu denken: „Und ich soll shoppingsüchtig sein?“. Danke auch an die vielen Blogs, die ich zum Thema „Minimalismus“ oder auch „Shoppingdiät“ lesen durfte. Der große Hammer ist nicht das Schlagwort sondern die leisen Töne zwischen den Zeilen, die mich bewegen und die es in meinem Köpfchen klicken lassen. ;)

Ein weiterer Baustein im Gedankenmosaik ist das Buch „Frauenzimmer“. Ich habe eine Vorliebe für Coffetablebooks. Allerdings nur bestimmte. Wohnbücher von Terence Conran und welche mit grandiosen Bildern der Geheimnisse der Welt. Vom ersten viele – vom zweiten wenige. Aber da ist auch ein Buch dabei – eben dieses „Frauenzimmer“ aus 2001, das ist heute wie damals zeitlos. Sowohl was die Kleidung als auch die Einrichtung der 16 Designerinnen anbelangt, die darin ihre Haustür und ihre Schranktüren öffnen. Im Laufe der Jahre habe ich schon einige gute Impulse daraus mitgenommen. Aber den Fokus habe ich nie auf die Kleidung gelegt – meist auf das Interieur. Da wäre z.B. Catherine Memmi (kannte und kenn ich soweit auch nicht) – ihre Wohnung und ihr Schrank bestechen durch eine unfassbare farbliche Harmonie. Die Palette besteht nur aus weiss, creme, schwarz, beige und marine. Das ist sowas von beruhigend. Egal ob Kleidung oder Wohnzubehör. DAS WILL ICH AUCH.

Will ich. Krieg ich aber nicht hin. Immerhin lebe ich mit drei Männern zusammen. Die einzige Farbneurotikerin hier im Haus bin ich. Aber ich möchte mich auf den Weg machen. Meinen Mann habe ich angesteckt, er hat gestern seinen Kleiderschrank ebenfalls entrümpelt.

Je nachdem, wie sich der Monat weiterentwickelt, reift es in mir, zu sagen: 2014 mit absolut minimiertem Einkauf. Noch trau ich mich nicht, einen Konsumstop einzulegen. Noch … Ich hab so viele Kleiderleichen oder Killefitz um mich herum. Das strengt mich grad wahnsinnig an. Dazu kommt, dass ich echt einiges an Gewicht zugelegt habe, der Sport liegt immer noch auf Eis. Ich könnte brechen. Aber ich bin ja dabei. Ich lass nicht locker. Für 2013 hab ich es weitestgehend gesteckt, in die Wohlfühlzone reinzukommen. Dafür bin ich gerade zu weit weg vom Thema und lebe nach der Maxime: bloss nicht mehr Hüftgold. Aber auch das wird 2014 wieder im Fokus stehen. Ehrlich gesagt bin ich fest davon überzeugt, dass eins das andere bedingt. Hängt irgendwie alles miteinander zusammen.

In diesem Sinne … wo ich gerade dabei bin … hole ich jetzt noch ein, zwei verstaubte Koffer aus dem Keller (die gehen nach Uganda und bleiben dort – meine Freundin fliegt in zwei Wochen dort runter, um ein wenig nach einem Hilfsprojekt zu schauen) und entrümple alte Handtücher und Decken (so vorhanden) für das Tierheim in MZ. Die Igelchen werden sich freuen. :)


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Nichtstun für zwei Minuten!

Es gibt Zeiten, da neige ich zum „Zu viel“ und zum „Zu schnell“. So gehöre ich zum Beispiel als sehr ungeduldiger Mensch zu denjenigen, die schier wahnsinnig werden können, wenn  Befehle von mir an den Rechner nicht sofort – auf der Stelle – am besten vorauseilend  ausgeführt werden. Wenn es dann lädt und lädt und lädt … drücke ich gerne mal den ein oder anderen „Beschleunigunsknopf“. Völliger Irrsinn – es geht ja doch nicht fixer. Aber egal. Frau Ungeduld halt.

Oder ich will mich anstellen – Supermarktkasse. Der Klassiker. Immer, wenn ich es eilig habe, neige ich zu Kurzschlusshandlungen. Am besten mit einem vollen Einkaufswagen – schnell durch die Menge an die kürzeste Kasse. Zeitsparend ist anders. Und nervenschonend auch.

Ich arbeite an mir. Das tue ich. Oftmals atme ich tief durch. Wenn ich einkaufe, dann nicht mehr husch-husch zu Stoßzeiten. Das klappt meist ganz gut. Und da sich mein Einkaufsverhalten sowieso in den letzten Monaten drastisch reduziert hat, bin ich wesentlich entspannter geworden.

Was mich allerdings auf eine harte Probe stellt, ist, mal zwei Minuten einfach nur … nix tun. Ja – das geht schon – am Fenster stehen und mal hinausblicken. Kurz hinsetzen. Aber mal ehrlich. Irgendwas bosselt man doch immer. Mal eben noch schauen, ob jemand geschrieben hat. Ah – ein neuer Blog meiner LieblingsbloggerInnen. Oh eine Einladung zum Ruzzeln. Noch fix die Wäsche reinschmeissen. Kurz das Radio anstellen. Das Buch zur Hand nehmen. Durch die Wohnung laufen. Aufs Klo gehen … etc. etc. etc.

Für all diejenigen von Euch, denen es ebenso geht und die just in diesem Moment per Smartphone oder Rechner irgendwo an den Bildschirm gefesselt sind – hab ich was.

Macht mal nix … für sagen wir zwei Minuten! ;)

Und – wie war es? :)


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Liebling, wie war die Woche? #14

Tja – ihr Lieben … das Jahr neigt sich dem Ende zu. Kontinurierlich bleibe ich meinem Wochenrückblick treu, auch wenn die Fotos manchmal etwas spärlich sind. ;)

In der vergangenen Woche bahnte sich ein kleines bißchen Kranksein den Weg zu mir. Interessanterweise hab ich den Schnupfen mal einfach so ausgelassen und was mit Halsschmerzen begann, wuchs sich zu einer netten Einheit Bronchialasthma aus. Am Freitagmittag hat es mich dann mal eben aus den Latschen gehauen. Kopfschmerzen wie bei einem Migräneanfall (kenn ich gar nicht) – mir war sowas von schlecht, dass ich nur mit Müh‘ den Weg zum Bad geschafft hab. *würx* Mein Mann hatte gerade Mittagspause und dachte, er kommt mal vorbei … um dann festzustellen, dass seine Frau halbtot auf dem Bett lag. Füsse hingen noch runter … weil ich es nicht geschafft hatte, die Schuhe auszuziehen. Bei näherer Betrachtung war das Ausmaß doch – öhm – etwas größer und so sammelte er die Wasserkästen vor der Haustür ein – ebenso wie das Portemonnaie (wir wohnen ja glücklicherweise in einer ruhigen Gegend), die Daunenjacke im Flur hat er brav aufgehängt – die lag mitten im Weg. Die Einkaufstasche hatte ich zwischen Haustür und Küche irgendwie abgestellt und den Rest hab ich grad vergessen … hm. Na – egal.

Nach zwei Ibus und zwei Stunden strikter Bettruhe hatte ich mich berappelt – ging ja nicht anders. Aber Teile meines Tagesplans hab ich einfach ausgelassen. Doch es gibt Dinge, die frau tun muss – egal wie …  den Auftritt des Jüngsten auf dem W-Markt z.B. – unglückliches Zusammentreffen von Krankheit und Showbiz. Doch nun …

Gegessen:

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Unten rechts … ein fixes Essen auf der Arbeit, als Beilage drei Telefone! Die Frikos sind nur mit Tartar. Besser ist das. Unten links – selbstgemachte CW. Oben rechts dann mal gesund gemischt. Ich steh total auf Nudeln-Brokkoli. Das ist eine geniale Mischung. Und oben links dann mein Highlight heute morgen. Ich war nämlich etwas traurig, dass ich im Bett besser liege als am Frühstückstisch zu sitzen, also bekam ich mein 2.Advents-Frühstück-Spezial! :) Mit Kerze und W-Serviette. Hach …

Getragen:

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Im Moment sieht man mich mit Schal, Tuch und allem, was den Schwanenhals wärmt. Ich trag ja eher uni … aber ich fand das T-Shirt klasse. :) Ich bin wirklich in Weihnachtslaune. Rechts auf dem Foto – man sieht es kaum, trage ich eine Anstecknadel – ich bin quasi eine Adventskalendertrix. Die Buttons hab ich im letzten Jahr gekauft und finde es prima, sie zu recylen. Jeden Tag ein neuer Button mit der aktuellen Zahl!

Gelesen:

Ich mache gerade mit dem „Lied von Eis und Feuer“ weiter. Also eins muss man sagen: der Kerl hat echt Ausdauer. Richtig klasse waren die Bände 3-6 … glaube ich. Das geht schon mal verschütt. In weiten Teilen hätte man die Bände kürzen können und was mich richtig geärgert hat ist, dass in einem oder zwei Bänden die Charaktere einfach mal pausieren. So etwas mag ich nicht, denn bei einem so dicken Epos entwickeln sich zwangsläufig Vorlieben und man will wissen, wie es weitergeht. Da das Buch eine sogenannte Point-of-View-Erzählweise hat, fällt das Zusammenführen von Handlungssträngen teilweise weg oder es kam noch nicht dazu (wir haben ja alle Zeit der Welt …).Ich halte aber durch. ;) Weil der Autor gut schreibt.

Nunja – das Motto ist  Programm: „Der Winter naht …“ mal schauen, wie kalt er wird.

Dann lese ich gerade die aktuelle „Neon“. Ich mag sie ganz gerne. Und zu alt dafür finde ich mich auch noch nicht, auch wenn man merkt, dass sie doch sehr auf das studentische Alter ausgelegt ist. Beautykillefitz sucht man dort wohl vergeblich. Es sei denn, es ist politisch oder sozialkritisch in einen Artikel zu pressen.

Gehört:

Meinen beiden Kinder bei der Hausmusik. *stolzgeschwelltemamabrust* :)

Gefreut:

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Über makellosen Eischnee. Wow – ich find das immer wieder beeindruckend. Über meinen Lindt-W-Kalender. Zu den kleinen Schokoladenüberraschungen gibt es jeden Tag ein Sprüchlein. Ich steh auf sowas. Damit kriegt man mich immer. Über den kindlichen Glauben an den Weihnachtsmann. Ein kleiner Ausschnitt gefällig? „Mama, ich weiss, wie der W-Mann das macht, dass er allen Kindern gleichzeitig was bringen kann!“ – „Achja?! Wirklich?! (erstaunter Blick, Augenbrauen hochgezogen)“ Ich erwarte jetzt die zwangsläufig kommende Antwort, dass es den W-Mann gar nicht gibt. Schade, eigentlich. „Aber klar. Zauberei. (theatralische Pause) Er hält einfach die Zeit an!“ Tja… alles hätte ich erwartet , aber dass es soooo einfach ist. :D Kinderglaube ist unerschütterlich. Im Zeitalter von Starwars und Harry Potter (wobei er dafür noch zu klein ist)  kommen ganz eigene Komponenten dazu. „Wer hat Dir das denn erzählt?“ – Achselzucken: „Der Papa!“ Und auch dieser Glaube ist allmächtig. ;) Wir Eltern sind Superhelden. Irgendwie. :)

So – und nun verkrümele ich mich wieder unter die Decke. Ausruhen. Gesundwerden. Ach … da fällt mir noch was ein:

Gesundung:

Ich nehm sie ja – aber ich versteh eines nicht. Sie helfen prima und ich muss kein schulmedizinisches Antibiotikum nehmen. Die Rede ist von

Angocin ist rein pflanzlich und ich falle nicht in die komplette Krankheitsspirale. ABER ich nehme davon ja auch gerade 5 x täglich 4 (VIER) Tabletten. Heisst – ich habe zwei Riesenpackungen Tabletten hier. Warum um alles in der Welt kriegt man die Inhaltsstoffe nicht in 1 (EINE) Tablette??? Meinetwegen auch zwei. O_o Nein – VIER! Ich versteh es nicht … ehrlich! Vielleicht liest das ja der Hersteller und kann mir die Frage beantworten. ;)

Und nun – ab unter die Decke, frau trixen. Gesundwerden! :)


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Egal wie – Beeilung Frau trix!

Gestern war schon nicht schlecht. Was alles in einem kleinen unpassenden Zeitfenster gleichzeitig eintreffen kann – meine Herren …

Mann in Wien, Kind 1 auf einem Geburtstag, Kind 2 im Theater, trix herself arbeitet, Schwiegermutter trifft in trixtown mit dem Zug ein. Soweit noch gut. Das aber alles so gut wie gleichzeitig passiert … ist eher selten. Ankunft in F des Mannes um 19.55h. Geburtstagsbeginn Kind 1 um 15.00 – Anfkunft abends Kind1 – da nicht anders möglich bei der Lieblingsschwägerin um 19.00h. Beginn Theater Kind 2 auch um 19.00h. trix arbeitet von 16.30-22.30h. Ankunft Schwiegermutter 15.00h. DAS geht so nicht. Also – alle Kinder verteilen, sich auf ein gutes Netzwerk an anderen Eltern verlassen und auf die Lieblingsschwägerin. Delegieren kann man übrigens wunderbar über whatsapp. :’D.  Achja – und hoffen, dass der Flieger von Wien landen darf, weil auch noch dieser unglückselige Xaver über Deutschland fegt.

Zu allem Überfluss werde ich krank. Nein – ich bin es eigentlich schon. Erstaunlicherweise habe ich mich über das Jahr gut gehalten. Ich war das letzte Mal fies krank im Februar. Na egal. Jetzt isses eben wieder soweit. Und weil es ja manchmal so kommt, wie es kommt, habe ich heute abend eine 10köpfige Abendgesellschaft zuhause sitzen. Raclette sei dank können die sich ihre Teller selbst belegen. Dennoch. Ohne Liste geht es heute nicht. Das macht mein Hirn nicht mit. :(

Die „Wie der Nikolaus nicht zum Nikograus wird“ – Liste der Frau trix:

  • Duschen
  • Schmerzmittel einfahren
  • einkaufen für die Gäste
  • Wein kaltlegen
  • gebrannte Mandeln zubereiten als Give away (optional)
  • Mittagessen zaubern
  • Tisch decken und vorbereiten für abends
  • Standdienst auf dem W-Markt für die Grundschule
  • Flötenkonzert vom Kleinen
  • Schmerzmittel einfahren
  • optional Frustpunkt stechen lassen *heul*
  • Umziehen (nochmal duschen? – Nee – das Deo muss es reissen)
  • gut aussehen, gute Laune verbreiten und eine vorbildliche Gastgeberin sein (optional)
  • dem Mann das Abräumen überlassen
  • ins Bett fallen (in Klamotten – optional)

In Anbetracht der Zeit (geduscht hab ich immerhin schon) heisst es jetzt: spute Dich, mein Kind! *aaaaahhhhh*


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Liebling, wie war die Woche? #13

Viel! So war die Woche. Viel! Vor allem das Novemberprojekt „Schubladendenken“ hing wie ein Damoklesschwert über mir. Ich neige dazu, alles jetzt und gleich zu wollen und kann mich recht schnell für eine Idee entflammen und möchte sie natürlich dementsprechend gleich umsetzen. DAS GEHT NICHT!!! Zumindest nicht mit Schubladen, die entrümpelt werden wollen.

Geräumt:

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Oben seht ihr den letzten Akt meiner Novemberentrümpelung. Diese Bank ist ein andauernder Ablageplatz und irgendwie … schafft mich das. Ja- ich gebe zu. Im November hatte ich keinen Nerv mehr dazu, aber mit vereinten Kräften haben wir gestern morgen das Teil abgeräumt, alles richtig verstaut oder entsorgt. Ich habe gleich meine Tischdeko drauf gestellt – dann ist gewährleistet, dass es erst einmal eine Weile genauso bleibt. HA!

Geweihnachtet:

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Eine weitere ungeplante, aber doch wohltuende Minimalisierung des Weihnachtszubehörs. Mit Kindern ist Weihnachten eben eine ganz andere Welt. Da sammeln sich selbstgebastelte Herzensstücke im Laufe der Jahre an. Eine Armada an Papiersternen, eine Fimo-Krippe und so weiter. Aber man kann es auch im Zaum halten und nur die wirklich wichtigen Dinge behalten. Oben rechts sind Erbstücke, die bestimmt schon 50 Jahre alt sind. Unten rechts – die Ansammlung vor der Zuordnung in Mülltonne und Co.

Getragen:

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Ihr habt mir echt gedanklich im Nacken gesessen. Mein einziger Gedanke war: „Farbe“! :’D Und ganz links sind übrigens meine leckeren Rentierleggins. Hach sind die kuschelig!!! :)

Gegessen:

Ich bin grad irritiert, weil ich keine Fotos auf meinem Samsung finde. Hmmmm … aber ich sag ja, es war alles was viel diese Woche. Aber was habe ich gegessen. Gemüsesuppen, Salat, Raclette. Und die üblichen Verdächtigen in der Weihnachtszeit: mal ein Stück selbstgemachten Stollen (ohne Marzipan und diese ekeligen Zitronat- und Orangeat – Knödel.) und Spekulatius. Tüdeldü.

Gelesen:

Nix. Außer Rezepte. Der Schwedenkrimi hat mir eine Lesepause eingebracht. Ich bin ratlos, was ich jetzt lesen soll … na dann dreh ich den Spieß doch mal rum. Ideen? „Die Klasse? Irgendjemand?“ :D

Gehört:

Geht nur in der Vorweihnachtszeit. „The reindeer section“ – Son of evil reindeer. Die CD ist
ein Mitbringsel vom letzten Schottlandurlaub. Mit in dieser „losen“ Band ist zum Beispiel ein Bandmitglied von Snow Patrol … neben weiteren knapp 30 Leuten.

Gefreut:

Darüber, dass ich keine Anzeichen einer Winterdepression verspüre. Meine Heilpraktikerin hat mir eine Dauernadel gesetzt, damit ich nicht runtergezogen werde. Aber ehrlich gesagt: mir macht das Leben gerade (mal abgesehen von solchen Situationen gestern) große Freude. :) Himmel – kein Vergleich zum Mist vom letzten Jahr. Und weiter freue ich mich, dass ich nicht zunehme. Ich schätze, irgendwie spinnt mal wieder die Schilddrüse, aber auch das kommt gerade durch Akupunktur wieder ins Lot. Fein.

Kommt gut durch die Woche … ich hoffe, die ersten Schneeflocken zeigen sich bald. Kurz, ganz kurz hat es mal geschneit, an dem Tag, an dem es durchgängig -5°C waren. Wahnsinn, oder? O_o


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Der seidene Faden!

Ich arbeite in einem Internat für körperbehinderte Menschen. Manchmal habe ich Wochenenddienst. Meistens sind die Dienste ruhig. Nur ein Bruchteil der BewohnerInnen ist da. Viele sind zuhause.

Normalerweise bin ich für eine Gruppe zuständig. Am Wochenende ist dies anders. Da sind wir mit drei pädagogischen MitarbeiterInnen für sechs Gruppen zuständig. Die BewohnerInnen können klingeln und dann kommt einer von uns. Es klingelt … aber dort, wo es klingelt, ist eine Kollegin, denn es ist ihre Gruppe. Es klingelt nochmal. Hm. Im gleichen Moment geht die elektronische Tür auf. Am Schritt erkenne ich – das hört sich nicht gut an und springe auf. „Komm schnell rüber, er hat einen Anfall!“ ruft mir eine Bewohnerin zu … und ich bin schnell.

Das sind die Momente meines Jobs, die mich so sehr angehen. Es liegt nicht in meiner Zuständigkeit, dass das und wie es passiert. Da fällt ein junger Mann einfach um. Epilepsie. Das, was da gerade passiert, nennt man einen „Grand Mal“. Der „typische „große“ Anfall mit Bewusstseinsverlust, Sturz, Verkrampfung und anschließend rhythmischen Zuckungen beider Arme und Beine!“. Jetzt muss es schnell gehen. Als ich dazu komme, ist er nicht mehr bei Bewusstsein. Das Gegenmedikament ist schon verabreicht. Eine Minute. Eine lange Minute völliger Weggetretenheit. Unsicherheit – kommt er zurück? Ich streife mir die Handschuhe über und wir versuchen den jungen Mann sanft auf die Seite zu legen. Der komplette Hinterkopf ist voller Blut. Unglücklicherweise ist er bei seinem Sturz gegen einen Lifter gestossen. Platzwunden am Kopf sind scheusslich … Ich bin interessanterweise ruhig und versuche die Ruhe auf meine Kollegin zu übertragen. Eine weitere Kollegin versorgt uns mit Material  und während der junge Mann langsam das Bewusstsein bekommt und dabei immer wieder aussetzt … halte ich ihn. Er will in seiner Orientierungslosigkeit nicht liegen. Richtet sich auf. Ich bleibe hinter ihm. Meine Gedanken kreisen nur noch um das, was gerade vor mir passiert. Halten. Einfach Halt geben. Es fühlt sich an wie in einem Kokon. Das Geschehen verlangsamt sich auf eigenartige Weise.  „Wir müssen die Blutung stoppen“ – klare Anweisungen, einfache Handlungen. Ein kurzes Anblicken: „Alles ist gut“ Wir rufen den Notarzt. Die Minuten verrinnen. Er verliert sich immer mal wieder in Trance. Aber das Medikament wirkt.

Nach einer halben Stunde ist es vorbei. Die Sanitäter haben ihn mitgenommen. Er kann selbst laufen. Redet klar. Dennoch … Er ist erschöpft. Wenn so etwas passiert, schläft er meist 20 Stunden wie ein Stein. Der Körper hat alle Reserven aufgebraucht.

Wir stehen auf dem Balkon. Es muss kalt sein dort draussen, damit ich mich spüren kann. Jede tut, was ihr gut tut. Eine raucht. Ich esse eine Mandarine. Das Schälen des unscheinbaren Obstes fokussiert mich. Hält mich im Jetzt. „Immer mit Dir!“ sagt meine Kollegin. Im Sommer mussten wir in einem Dienst dreimal den Notarzt rufen. Man fühlt sich wie im falschen Film.

Um halb elf ist mein Dienst rum. Er endet etwas später, weil auf meiner Gruppe der Freund einer Bewohnerin nicht gehen will. Himmel. Was ist das denn heute? Zuhause. Ich bin froh, jetzt zuhause zu sein. In gewohnten Bahnen. Alles hat seinen Platz. Ich laufe durch das Haus, will eigentlich nur in mein Bett. Mein Hals schmerzt. Morgen werde ich Halsschmerzen haben.

Morgen früh werde ich zudem meine Buben wecken. Es wird ein normaler Montag morgen werden. Und ich werde dankbar sein, dass wir alle gesund sind. Manchmal braucht es nicht mehr. Glück ist ein kleiner kostbarer Teil meines Lebens.