Das Leben ist wild!


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Schokoladenschnute!

Genauso gut kann ich heute schreiben, denn es wird sich nichts mehr verändern in den kommenden zwei Tagen.

Es gibt mehrere Erkenntnisse.

Nicht jede persönliche Herausforderung erweist sich als schwierig.

Als ich für mich beschloss, dass ich einen Monat auf Süssigkeiten (vor allem meine heissgeliebte Schokolade) verzichte, da war ich hin- und hergerissen. Zum einen wollte ich auf etwas für mich alltägliches verzichten. Zum anderen auf etwas, was mir definitiv nicht in diesen Mengen gut tut. Harte Entscheidung. Im Laufe des Monats habe ich gemerkt: es fehlt mir gar nicht. Es ist noch nicht mal so, dass mich der berühmte „Jieper“ packt. Nichts. Erstaunlicherweise. Hart war nur die erste Woche. Da war ich sowas von kotzbrockig. *uiuiui*!!! Meine armen Mitmenschen. Das war – im Nachhinein betrachtet –  wohl der Entzug.

Weg von Angewohnheiten

Bei mir war es so, dass ich Schokolade nicht mehr nur als Genuss angesehen habe. Sie war ein Lückenfüller, wenn ich z.B. Langeweile hatte. Da war der Griff in die Süssikiste schon vorprogrammiert. Oder aber auch: „Oh – bis zum Mittagessen dauert es noch eine halbe Stunde, das halte ich nicht aus“ und schwupp – wieder was in die Futterluke. :( Das ist komplett weggefallen. Heute greife ich wieder vermehrt zu Obst. Und wenn Langeweile aufkommt, beschäftige ich mich eben anderweitig. Punkt.

Rückfälle, Ausfälle, Zwischenfälle

Ehrlich? Nein! Frau trixen lag nicht wie der Bürgermeister dieses Städtchens im Film „Chocolat“ irgendwann völlig schokoladenverschmiert auf der Fensterbank ohne zu wissen, wie sie dahin kam. Ich war zweimal einen Kaffee trinken und habe mich als Beiwerk für Rosinenbrötchen entschieden. Einmal hatte mein Sohn Muffins gebacken (glücklicherweise ohne Kakao), so dass ich als Mama schon einen essen musste. Aber das sind Begebenheiten, die kann ich glücklich als „noch mal gutgegangen“ deklarieren. Fällt ja nicht wirklich in die Süssigkeiten-Schublade. Oder? ODER??? :D

Mein nächstes Umfeld

Es ist nunmal so, wenn man diejenige ist, die die Einkaufsgewalt inne hat: was die Muddi nicht kauft, wird auch nicht gefuttert! Das ist Fakt. Würde ich also einen Monat auf Obst und Gemüse verzichten, dann kämen wir gefährlich nah an ein Skorbutproblem heran. Nicht nur ich, sondern die ganze Familie. Isst sie keine Schokolade respektive Süssigkeiten, lebt der Rest eben auch ein klein wenig gesünder. Wobei die Jungs sich das schon immer gut einteilen konnten. Es stehen immer noch Schokinikoläuse hier rum und keiner isst sie. Chips und Flips und sowas kaufe ich eh sehr selten, das gibt es bei uns nur zu besonderen Anlässen: einem geplanten Filmabend oder wenn Gäste kommen. Ebenso wie absolute Süssgetränke. Ich finde, das ist ein guter Weg.

Wie geht es weiter?

Ich werde jetzt nicht am 1.2. mit einer Tafel Milka da sitzen. Mein Kollege hat mir vorgestern ein großes „Kitkat“ geschenkt; das hängt an meinem Spind. Ob ich es gleich essen werde … ich glaube nicht. Meine unstillbare Lust und das Verlangen auf Schokolade ist komplett weg. Ich schätze, ich bleibe noch ein wenig auf dem Weg ohne die süsse Verführung. Es tut mir gut. Und es hilft mir im Projekt „Weniger werden“. Dazu kann ich sagen, dass ich ja seit 1.1. wieder konsequent aufschreibe, was da so an Essbarem in mich hineinwandert und tadaaaa: 2.6 kg Abnahme im Januar. Soviel wird es nicht im Februar werden, aber die Tendenz ist klar. Glasklar!!! :) Ich freu mich.

Die Februar – Challenge

Tja – was soll ich sagen … ? Ich schätze, dieses Mal will und muss es sein. Die 7-Minutes-Workout-Challenge. Bodyforming ist angesagt. Ich messe dann mal meinen Körper an den entsprechenden Stellen ab und werde schauen, was sich in diesen vier Wochen verändert. Ich hab jetzt schon Fracksausen. Das wird in der Tat nicht einfach. Aber gut, das denke ich jedes Mal. Ihr seid wie immer herzliche eingeladen, mich auf meinem Weg zu begleiten oder in diesem Fall sogar mitzumachen!!! :)

 

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Obst oder Plastik?

Was davon kauf ich hier eigentlich??? Das frag ich mich manchmal. Gut, ab und an kaufe ich auch auf dem Biobauernhof. Aber auch dort findet man, wenn man sich umschaut, vermehrt plastikverpackte Produkte. Zum Einpacken habe ich allerdings die Wahl: Papiertüte oder Plastikbeutel.

Im Supermarkt sieht das schon anders aus. Egal ob Discounter oder nicht. Denn ich kann rein finanziell gesehen nicht alles frisch vom Markt oder vom Biobauernhof einkaufen. O_o Doch manchmal frage ich mich wirklich, wie das geht: da besteht der Großteil der Ware aus frischen Produkten und genau das erhöht den Plastikanteil um ein Vielfaches.

Was habe ich wohl gekauft? Obst und Gemüse? Oder doch vielmehr Plastik. O_o

Was habe ich wohl gekauft? Obst und Gemüse? Oder doch vielmehr Plastik. O_o

Eigentlich ein schlechter Scherz. Plastikverpackungen schützen das Lebensmittel vor Keimen und Schmutz. Und gibt uns dafür gleich mal ’ne Portion Weichmacher mit. Na herzlichen Glückwunsch. :( Wenn man sich die Lebensmittelskandale in den vergangenen Jahren anschaut, ist es eigentlich kein Wunder, dass der Mensch so langlebig ist. So vollgepumpt wie wir sind. Und das Stück Plastik, dass wir dafür verantwortlich zeichnen, hat noch eine größere Lebensspanne.

Ich hab jetzt mal alles ausgepackt. Das schlechte Gewissen sitzt mir im Nacken. :( Gut fühle ich mich nicht in meiner Plastikwelt. Ich bin doch keine Barbie …

Plasticplanet. In der Tat … hm. Umdenken ist hier gefragt. Von jedem einzelnen ein kleines Stück.


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Projekt 52#4

Während der vergangenen Woche habe ich eine Rundreise gemacht. :D So schaut es zumindest aus. Reicht von den Örtlichkeiten für mehrere Wochen.

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Rollen wir es von hinten auf … und fangen heute an. Ich wohne in der Rhein-Main-Ebene. Wie der Name schon sagt, vermutet man da heute keinen Schnee. Ist auch so. 9°C und strahlender Sonnenschein. ABER … wenn man nur zwanzig Minuten fährt ist man auf dem höchsten Punkt hier in der Nähe, richtig dicke im Taunus. Und zwar auf dem Großen Feldberg. Und da taucht man in eine Winterwunderlandschaft ein. Heute waren wir zu elft unterwegs. Elf Schneetouristen und 6 Schlitten. :) Der einzige FauxPas war vielleicht, dass wir auf dem Rückweg in den falschen Bus eingestiegen sind. Da es der vorletzte Bus war, der fuhr … schlecht. Er hat uns dann mitten auf dem Feldberg rausgelassen, an einer Bushaltestelle, an der man nur mit wildem Winken den richtigen Bus zum Halten bringen konnte. *puh* Glück gehabt!!! :D

Gestern war ich zum ersten Mal in diesem Jahr im Aroha. Ich mache das seit über einem Jahr und bin froh, eine Sportart gefunden zu haben, die mir so langfristig Spaß macht. Ist eine Mischung aus Aerobic und Kampfsport.

Und das war im Ürigen ein Tag, der nicht ausging, wie er geplant war. Irgendeiner aus der Familie kam auf die Idee „och – lasst uns doch das Wohnzimmer mal umräumen!“ Tüdeldüüüü … Nachdem das kleine Sofa dort in der Ecke stand (das war ursprünglich der Esszimmerbereich mit dem Riesentisch), jammerte mein Mann plötzlich. Wahnsinnsschmerzen. Statt der Fahrt zu IKEA wurde es dann die Fahrt in die Notambulanz. Die Spritze hätte ich nicht haben wollen. O_o Aber nach 13 Stunden Tiefschlaf war am nächsten Morgen wieder alles gut. Zu mir sagte der Arzt: „Und Ihnen geht es sicher gut, oder? Sie sehen so athletisch aus.“  Also – ganz ehrlich, ich bin mit Sicherheit schon mit einigen Attributen belegt worden, aber „athletisch“ war in über 40 Jahren noch nicht dabei. Noch nicht mal in der engeren Auswahl … :’D

Tja – und dann der Vormittag auf dem Amtsgericht. Das Foto fand ich insofern interessant, als dass es dort einen Meditationsraum gibt. Für cholerische Parteien. Oder so. Ich war nur als Zeugin geladen. In einem sehr komplizierten Verfahren; ich bin zwar involviert, aber aufgrund der Versicherungslage kann ich nicht aktiv sein. Ich bin das Auto der Lebensgefährtin meines Schwiegervaters gefahren und mir ist einer reingebrettert, der selbst das Auto seines Schwiegervaters gefahren ist. Und er sagt: „Sie war’s“. Nun klagt die Lebensgefährtin an wie auch der andere Schwiegervater. Einmal bin ich Zeugin, einmal Angeklagte. Verrucht irgendwie. Naja – der Prozess war diesbezüglich interessant, weil der Angeklagte gar nicht erschienen ist. Blödbeutel!!! Doofer!!!

Da kam der Mädelsabend am Freitag genau richtig. Meine Freundin hat uns Christröschen geschenkt. Die gedeihen auch unter widrigsten Bedingungen. Wie wir manchmal. ;) Und genau richtig kamen auch meine neuen Hausschluppis. Ich halte mich immer noch sehr zurück in meinem Einkaufsverhalten. Die alten haben jetzt 8 Jahre gehalten, aber jetzt sind die Löcher am großen Zeh so groß, dass es was luftig wird. Ich weiss gar nicht, wie die da reinkommen, ehrlich gesagt. Meine großen Onkel sind ganz zierlich, wirklich wahr. :D   Ich habe mich trotz dem Preises wieder für Birkenstocks entschieden. Die sind einfach am langlebigsten.

Mein Favorite-Essen diese Woche: Kürbispommes. Gigantisch lecker, super einfach. Einen Hokkaido in Pommesstreifen schneiden. Mit Pommesgewürz, Meersalz und Paprika sowie ein wenig Olivenöl würzen. 20 Minuten bei 200 – 230°C in Backofen. Na – die Temperatur und Zeit muss man etwas variieren, Hauptsache sie sind schön knusprig. Lecker dazu: Kräuterquark oder auch Hühnchen. :) Taste it.

So – und nun geniesse ich den Abend noch ein wenig. Kommt morgen gut in die neue Woche. Abenteuer warten sicher genug. :)


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Leben ist …

das, was passiert, während man andere Pläne macht. Hält es uns ab vom Leben? Nicht wirklich. Wir lassen uns ein auf den Strudel. Und das ist gut so!!! :)

Ich z.B. bin irgendwie gerade „zeitlos“: mit wenig Zeit zum Schreiben gesegnet. Weil soviel passiert. Jetzt sitze ich gerade im halb (!) umgeräumten Wohnzimmer und hab ein Glas Rotwein vor mir stehen. Ich schaue mich um und denke: so war das aber nicht geplant.

Mein Mann hat sich verhoben und wir sind statt zu Ikea zum ärztlichen Notdienst gefahren. Kleiner Pieks, Riesenschmerz und jetzt schläft er und ich verlebe den Abend … im kleinen Chaos.

Ist es nicht oft so? Man plant und denkt und strukturiert sein kleines Leben und plötzlich nimmt alles seinen eigenen irrsinnigen Verlauf.  Das Leben ist wild in so vielen Facetten, dass ich manchmal kaum Zeit zum Atmen habe.

Diese Woche haben mich viele Menschen „geplagt“ – jeder stellt mir eine Aufgabe. Der alte Mann an der Haustür, der nicht erschienene Angeklagte im Zivilprozess (der Typ ist mir ins Auto gefahren und … ach lange Geschichte), meine Freundinnen, denen es gerade in ihren Beziehungen nicht so gut geht. Mein Mann, der jetzt schlafend oben im Bett liegt. Selbst die Nachbarn, weil ihr kleiner eigensinniger Kater viel lieber hier bei uns ist. Ach – und den Exfreund einer Bewohnerin nicht zu vergessen, der leider ein klein wenig durchgeknallt ist und jetzt mit Drohungen versucht, das Mädel zurückzukriegen (bitte bleib standhaft).

Tagtäglich lavieren wir uns also durchs Leben. Beeinflusst von anderen Menschen und von sich ergebenden Situationen. Wir sind permanent in der Interaktion. Ich mag das Tempo. Es gefällt mir, sonst hab ich das Gefühl, einzuschlafen. Immer im Strudel des Tuns. Ab und an entschleunige ich. Aber eher selten. Ich geb es zu.

Zu diesem faszinierenden Ding, das sich Leben nennt. Unser Leben. Dazu habe ich einen Video-Clip gesehen. Es treibt mir ein bißchen die Tränen in die Augen, denn das Mädel hat recht, obwohl sie noch so jung ist. Aber hört selbst … und behaltet den Mut, ein klitzekleinwenig verrückt zu sein. Das Leben ist ein zauberhaftes Geschenk, das wir so ausgiebig wie möglich auskosten sollten. :)

Baby, someday we’ll be old …


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Haustürbegegnung!

Manchmal frag ich mich wirklich, was der liebe Gott mit mir so vorhat.

Eben klingelt es an der Tür und ich mache die Tür auf. Das Essen steht halb fertig auf dem Herd – der Zeitpunkt ist also eh schon nicht der Beste. Da steht ein Kerl vor mir. Völlig abgerissen. Runtergekommen.  Unrasiert. Drei Zähnchen noch im Mund und nuschelt etwas von Tieren und Zirkus – soweit ich ihn verstehe. Ob ich Geld für ihn hätte …

Ich schau ihn lange an. Lange. Und sage dann, wie ich es üblicherweise immer an der Haustür mache, dass ich nichts an der Haustür gebe. Es ist etwas Grundsätzliches. Punkt. Nicht diskutierbar, seit ich vor Jahren gutmütigerweise einer Drückerkolonne zum Opfer gefallen bin. Egal ob Krankendienste, Zeitschriftenverkäufer, Apfelbauern, Zeugen Jehovas. Es ist mir wurschtegal. Ich mache es nicht.

Naja – ausgerechnet da kommt auch noch das Prachtexemplar von Besuchskater hinter mir her und schaut mit zur Tür raus. Da explodiert er: „Für jeden Scheiß habt ihr Geld. Die am Supermarkt kriegen was von Dir und ich muss wieder rumrennen wie ein Bekloppter. Ein Euro tut Dir doch nicht weh!“ Mit diesen Worten und wildfuchtelnd macht er sich total angekäst auf den Weg. Ich bleibe sprachlos stehen. Der Kater auch.

Kleidercheck: alte Stiefeletten hab ich an den Füssen. Die Flohmarkthose für 2,50. Longsleeve und Strickpullunder. Eine alte Strickjacke. Und irgendwie, weil es mich friert, hab ich noch die übergroße Beanie meines Mannes an. Allerdings eine Bench.

Wohnraumcheck: ruhige Einfamilienhauswohngegend. Einzelstehend. Garten. Gepflegter Vorgarten ist in dieser Tristesse etwas anderes. Kinderspielzeug. Stöcke. Steine. Kreide. Böller. Familienauto vor der Tür. Großes.

Dieser Mann sieht nur Äußerlichkeiten und maßt sich an, mich wie den letzte Dreck behandeln zu können. Als großkotziges Arschloch, das keinen Blick für die Armut der Welt übrig hat. Geht es eigentlich noch?

Er schaut nicht hinter die Kulissen, Diskriminierung gehört doch eigentlich in die prollige Mittelschicht. Wisst ihr, ich könnt da echt an die Decke gehen. Diese Anmaßung über andere Menschen zu urteilen. Ich weiss doch gar nicht, was das Leben des anderen ausmacht!!! Und ihm geht es doch genauso. Wann sehen wir denn mal hinter die Kulissen?

Ab und an steht einer bei uns in der Innenstadt. Becherchen aufgestellt. „Ich bin arm“. Einigermaßen wetterfest angezogen. Die Geschichte dazu: er hat keine Lust, sich fest in einen Job zu pressen. Doch ja, eine kleine Wohnung hat er. 10 Meter weiter parkt er seine Vespa.

Im Supermarkt spricht mich ein stadtbekannter Sandler an. Ob ich ihm Geld für Filtertüten geben könnte. Die guten von Melitta. Ich nehme die Hausmarke und sage ihm, dass ich sie mit an die Kasse nehme, bezahle und ihm dahinter gerne gebe. Nein – das will er nicht, pampt er mich an.

In der Landeshauptstadt sitzen in der der elitären Einkaufsmeile zwei Punks mit ihrem Hund. Sie albern herum und legen einen Behälter vor sich. Ich schmeisse etwas Kleingeld rein und wir wünschen uns lachend einen guten Morgen.

Es mag vielleicht seltsam klingen, aber wenn es etwas gibt, was ich mir erwarte, ist der Respekt vor meiner eigenen Entscheidung. Ich hasse es, wenn mir etwas aufgezwungen wird, von dem ich denke, ich kann es selbst entscheiden.

Nein. Ein Euro tut mir nicht weh. Ich muss in anderen Dimensionen sparen. Ich habe auch vollkommen andere Probleme als dieser Mensch eben. Aber das weiß er nicht. Er kann nur eine Einschätzung abgeben von dem, was er sieht. Ich könnte kotzen wegen soviel Borniertheit. Er weiss weder, wo noch wieviel ich spende. Weiß nichts von evtl. Ehrenämtern. Hilfsbereitschaft und Mitmenschenpflege.

Alles, was er sieht, ist eine Frau in einem Einfamilienhaus. Und ein gepflegter Kater, der zur Tür rausschaut …


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Projekt 52#3

Der Alltag hat mich wieder. Seltsam, dass in der ersten Woche gleich alles ausgeschöpft werden muss. Ärzte abklappern, Hausaufgaben ohne Ende, Stress im Job. Es ist doch noch ganz am Anfang des Jahres … wir haben doch Zeit. :)

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Hm. Das Motto der Woche scheint dieses Mal „Retro“ gewesen zu sein. Wobei … das ist nicht retro. Das ist echt. :D Wir haben im Keller eine uralte Nähmaschine stehen. Funktionsfähig. Und mein Sohn hat zu Weihnachten ein Nähset (ein Kistchen voller Stoff, ein Kistchen mit Utensilien) geschenkt bekommen. Das musste gleich ausgenutzt werden. Irgendwie läuft das falsch in dieser Familie – ich kann grad so Knöpfe annähen. Alles weitere wird schon schwierig … Und retro war dann wohl auch das Konzert am Samstag. Ich hatte ganz vergessen, wie unaufgeregt die Simon&Garfunkel-Musik ist. Den Altersschnitt hab ich mit meinen zarten 40 Jahren gesprengt. O_o Irgendwie hab ich da nicht nachgedacht.

Aller guten Dinge sind aber  drei!!! Heute war der erste Besuch bei meiner Mutter. Und irgendwas findet sich da immer. Dieses Mal war es meine allererste Stereoanlage. Ich weiss noch … alle anderen hatten Kompaktanlagen. Der Hit damals. Ich wollte das nicht und hab mich für eine Sanyo-Baustein-Anlage entschieden. Für mehr reichte meine Kohle, die ich zur Konfirmation bekommen hatte nicht aus. 1400 DM kostet die Anlage und ich bin heute wirklich begeistert.  Ausprobiert wurde sie auch gleich. Läuft wie’s Lottchen. Von den Schallplatten waren die Jungs begeistert. Da lief dann in der beschaulichen guten Stube „Paranoid“ von Black Sabbath. Sehr abgefahren. Weiteres Kramen in den Schubladen förderte auch noch die alten Singles von meinen Eltern hervor (Himmel, jetzt hat sie die Schellackplatten entdeckt!). Schön … wirklich sehr amüsant das Ganze!!! Ihr seht auch noch ein Foto mit einem Rezept. Das ist von meiner verstorbenen Oma. Sie hat immer Briefe aus Österreich geschickt – meist mit einem vielleicht etwas offenherzigen Spruch. So wie hier das Rezept für einen Nusskuchen – mit dem Hinweis, nicht zu dick zu werden. Oh Mann … :’D

Abschließend kann ich sagen, dass das Spazierengehen wieder Spaß macht. Der Frühling kommt augenscheinlich. Es stimmt mich allerdings ein wenig traurig, dass es überhaupt kein einziges Mal dicke liegenbleibende Flocken vom Himmel geschneit hat. Schade eigentlich.

Wisst ihr, ich glaube, ich packe die Wintersachen mal noch nicht weg … ich hab da so im Gefühl, dass da noch was geht. Trotz Sonnenschein und erster Hornveilchen … ;)

Neues in der „Buchliste 2014“: „Marina“ und „Anni und Alois“ … und endlich fertig: „Das Lied von Eis und Feuer“ :)


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Es wird weniger!

Es gibt ja einige Facetten von mir. Und über alles zu berichten hat seine Zeit. Wie ich das alles nebeneinander oder miteinander laufen lasse, frag ich mich manchmal selbst. Das liegt an meinem Wassermann-Wesen: viele Ideen – chaotische Umsetzung. Wobei … ich finde, ich bin ein wenig weniger chaotisch. Das tut gut. Eine gewisse Grundstruktur hat ja noch niemandem geschadet.

Heute also ein kleines Update zum Thema „Weniger werden“. Bis Januar 2013 war alles gut. Die 25 abgenommenen Kilogramm haben mein Leben wesentlich erleichtert. Aber dann habe ich aus unerfindlichen Gründen (und dem ein oder anderen Stück Kuchen) bis Herbst wieder 10 Kilo zugenommen. Unverhältnismässig viel in kurzer Zeit. Jeder Versuch der Abnahme wurde torpediert und ich wusste, es ist gerade einfach nicht an der Zeit. An der Zeit war das Minimieren meines Hab und Gutes, das Reduzieren des Shoppingwahns als Ausgleichshandlung für entgangene Seelenstreicheleien. Zu Erkennen, wenn etwas aussichtslos ist, gehört nicht zu meinen Stärken. Ich bin stur. Aber in diesem Fall habe ich mal zeitweilig das Abnehmen ad acta gelegt und mich auf anderes besonnen.

Der Supergau an Weihnachten: die 70 überschritten. Himmel!!! Und ich hab mich wirklich am Riemen gerissen. Woran lag es also? Ich schieb vieles auf das Hashimoto. Mein Stoffwechsel ist ein Arsch. Echt jetzt. Sorry für die derbe Ausdrucksweise, aber da geht nicht viel. Es ist ein tägliches Überlisten und Austricksen, damit er auf Touren kommt. Meine L-Thyrox-Dosis liegt bei 100. Mehr muss ich nicht sagen, oder? :( Hab ich im Sommer noch 63 gewogen – lag ich Ende des Jahres bei 72. So sieht es aus. Ihr dürft geschockt sein.

Ich war es ziemlich. Und jetzt war endgültig klar, alles Rumhampeln hilft hier nichts. Ich muss der Sache auf den Grund gehen. Seit meine Heilpraktikerin mich dementsprechend akupunktiert, stagniert immerhin das Gewicht. Die Schilddrüse ist ein kleines Biest.

Seit zwei Wochen mache ich nun wieder konsequent Weight Watchers. Und es funktioniert. Ich bau das Ganze natürlich nach meinen Bedürfnissen um – so dass ich abends auf KHs verzichte und die Sattmacherportionen, die man da essen darf, die lasse ich auch meist in diesen Mengen wegfallen, aber ich esse gesund. Und das ist, was zählt. Und siehe da. 2 kg abgenommen seitdem. Hinzu kommt mit Sicherheit, dass ich die Süssigkeiten weiter konsequent weglasse. Täglich wandert abends eins von meinen „Tag geschafft“-Stäbchen von einem in den anderen Becher.

Alkohol trinke ich in Maßen höchstens am Wochenende. Mal ein Glas Sekt oder Rotwein. Ansonsten bin ich auch in diesem Bereich trocken.

Diese Süssigkeiten-Challenge ist ganz wichtig für mich. Wann immer ich mich langweilte, hab ich mir was Schokoladiges reingepfiffen. Und das tut einfach nicht gut. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich auf Entzug war in der ersten Woche. Ich hätte nicht gedacht, dass Zuckerentzug so heftig ist. Mir war permanent schwindlig, ich war unkonzentriert und streckenweise eine soziale Zumutung für mein Umfeld. So kotzbrockig war ich drauf. Langsam pendelt es sich ein und mir und den Menschen um mich herum geht es wieder gut. :)

Man kann sagen, ich habe mich auf den Weg gemacht. Endlich. Wurde ja auch Zeit. Denn eins möchte ich nicht mehr: zurück zu meinem Höchstgewicht nach den Schwangerschaften. Ab und an werde ich hier updaten. Denn es wird ein wichtiges Thema sein für 2014.

Für den Februar habe ich mich tatsächlich für die 7 Minutes Workout Geschichte entschieden. Ich frag mich jetzt schon, warum ich das tue. Aber wenn ich mich vier Wochen später sehe, werde ich wissen, warum. ;) Mein Mann macht das seit 2012 in abgewandelter Form und seit Dezember mit dieser App. Tja … was soll ich sagen. Respektables Bodyforming macht der Kerl. O_o *uiuiui*

So – und nun – ran an den Speck! :)