Das Leben ist wild!

Alles Plastik!

22 Kommentare

Anfang des Monats hat mich ja das Thema „Obst in Tüten“ ziemlich schockiert. Und ich hab im Februar mal eins gemacht: nämlich meinen Plastikmüll überprüft. (Manchmal denke ich ja: wenn mich einer sieht! Aber egal)

Jedes Mal, bevor der Plastikmüll den endgültigen Weg in die Tonne gefunden hat, hab ich ihn auf die Küchenwaage gestellt.

Das ergab 866 g und 550 g und 250 g und 275 g und 670 g und 692 g (je nach Tütengröße)! Für einen Monat Plastikmüllentsorgung aller Umverpackungen, Konserven, Toilettenartikel etc. ist das ein Gesamtgewicht von

3303 g.

Über drei Kilo Plastikmüll! O_o Ist das jetzt für eine 4-köpfige Familie samt Kater viel? Oder Mittelmaß? Das sind immerhin im Jahr ca. 40kg Müll. Nur Plastik.

Ich muss das überdenken und recherchieren.

Heute hab ich im Radio gehört: der deutschlandweite Verbrauch an Plastiktüten ist zurückgegangen. Von 7 auf 6 Mrd. Hallo? Geht es noch??? Nur mal so: ich habe vor einigen Wochen aus meinem alten Zimmer eine kleine Kiste mitgenommen. Darin: gesammelte Plastiktüten. Das haben wir früher so gemacht. Es war chick in Benetton – Plastikbeuteln seine Schulsachen herumzutragen. Das heisst, ich habe in dieser Kiste noch Tüten aus Zeiten, in denen die Ortschaften eine vierstellige Postleitzahl haben. Die Dinger sehen aus wie neu. Farbenfroh und vollkommen makellos. Da vergeht mal grad nix.

Wollen wir doch mal sehen, wie sich diesbezüglich im März umdenken lässt. Vielleicht gibt es ja einige Möglichkeiten, die Plastikflut einzudämmen. Allerdings – und das sag ich schon mal vorweg – bin ich auch ein sehr bequemer Mensch. Ich werde nicht dazu übergehen, mir meine Zahnpasta selbst anzurühren. Geschweige denn mein Shampoo. Oder vielleicht doch? Hm … alles hat seine Grenzen. Aber ich werde versuchen, das Plastikkonzept ein klein wenig ins Wanken zu bringen. Gute Challenge, wie ich finde.

Womit ich eine perfekte Überleitung zur 7-Minutes-Workout-Challenge hergeleitet habe, die … komplett in die Hose ging. Aber sowas von. Die ersten zwei Wochen waren so gut wie kein Thema. Ab und an bin ich entsetzt aus dem Bett gehüpft (nach dem Schlafengehen) und hab fix die sieben Minuten durchgezogen. Aber plötzlich kam irgendwas dazwischen und ich völlig aus dem Ruder. Es war nicht meins und dementsprechend gibt es keine Waschbrettbauchtrix zu sehen. :(

Schade eigentlich.

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

22 Kommentare zu “Alles Plastik!

  1. Dickes like, wir haben mal versucht 1 Monat ohne neu erworbenes Plastik auszukommen, da hat man kaum ein Chance, lustigerweise auch nicht im Bio Laden, da hat Plastik ebenfalls die Oberhand gewonnen, ob dann noch alles wirklich Bio und ohne Gifte ist wage ich zu bezweifeln.
    Aus der Kueche haben wir fast alles Plastik verbannt, nachdem wir den Film Planet Plastik gesehen haben. Wasser aus Plastikflaschen trinken wir schon lange nicht mehr, welcher man moechte schon dicke Brueste bekommen.-)

    • Es ist schon seltsam, dass sich ein so globales Aufreger – Thema nur so wenig bewegt. Aber es ist auch wirklich schwer, ohne Plastik durchzukommen. Gut. Ich werde es versuchen, soweit es geht. :)

    • Leider sind gerade im Biobereich noch mehr Lebensmittel in Plastik verpackt als sonst. Aber wenn man sich nach Alternativen umschaut, findet man auch welche. Ich finde halt Bauernmärkte super und habe zum Glück auch einen Fleischer gefunden, wo ich unverpackt kaufen kann.

      lg
      Maria

  2. Oh wow …. Ich habe gerade meinen Liebsten gefragt und er meint wir produzieren sicher mehr Plastikmüll als ihr – zu zweit! Das finde ich jetzt ein klein wenig schockierend. o.O.
    Ich glaube das sollte ich im März mal beobachten… Ich werde dir berichten!

  3. Krass! Aber man kommt ja teilweise nicht drumrum. Was macht man bei Saft? Plastikflasche oder Tetrapak. In Glasflaschen gibt es die bei uns nicht mehr zu kaufen. Genauso wie Milch. Joghurt sehr selten…. Ich ärgere mich auch darüber, aber ich hab noch keine Lösung gefunden… LG, H.

    • Hallo Hermine!

      Von den Verdünnsäften gibt es noch Alternativen in Glas bzw. machen wir das selbst. Milch hole ich beim Automaten und Joghurt bereite ich selbst zu bzw. gibt es den in mehreren Geschäften im Glas.

      Viel Erfolg bei Deiner Suche!

      lg
      Maria

      • Du Glückliche! Bei uns gibt es nur (selten) Direktsaft im Glas, aber ohne Pfand. Und beim Joghurt stört mich, dass es immer nur die 500g Gläser sind… Kleiner wäre schön, oder wie früher Milch am Automaten…

        • Hallo Hermine!

          Bei uns gibt es immer mehr Milchautomaten. Als ich zu suchen begann, waren es gerade mal 2, ein halbes Jahr später gibt es 4. So bin ich flexibler und kann, wenn ich unterwegs bin Milch holen, ohne Umwege zu machen.

          Einer liegt auch in Fahrradnähe, da fahren wir hin, wenn ich nicht unterwegs bin.

          Joghurt kann man sehr einfach selbst machen, aber wenn Dir 500 gr zu viel sind, dann ist das wohl keine Alternative.

          lg
          Maria

  4. Hallo Trix!

    Mit dem Thema beschäftige ich mich jetzt schon seit gut 6 Monaten und ich habe es in der Zeit geschafft, meinen Plastikmüll um ca. 80% zu reduzieren, was ich persönlich sehr beachtlich finde.

    Aus der Küche habe ich fast alles an Plastik verbannt (darüber schreibe ich gerade eine mehrteilige Serie) und bin sehr zufrieden, wie es läuft. Mittlerweile habe ich fast keine Baustellen mehr offen.

    Wenn man sucht, findet man auch plastikfreie Lösungen und nicht immer muss man alles selber machen, um zum Ziel zu kommen.

    Es gibt zum Glück auch immer mehr Läden, wo man ohne Verpackung einkaufen kann und der Bauernmarkt ist auch eine gute Alternative.

    lg
    Maria

  5. Von TX nach D ist das sicher ueberfluessig, aber ich schleppe immer meine Stoffbeutel im Kofferraum rum damit ich mein Gekauftes da rein tun kann ohne die Plastikbeutel vom Geschaeft zu benutzen. Manche Geschaefte geben da jetzt auch schon 5 Cents Rabatt wenn man seinen Stoffbeutel bringt. D ist TX da weit voraus.

    Was anderes zu bedenken ist auch, wenn es das Produkt nur in Plastik gibt, z. B. Shampoo, es in grossen Mengen zu kaufen. Da ist zwar dann eine groessere Flasche, aber ich denke eine grosse Flasche ist immer noch weniger Plastik als zwei kleine, vielleicht, eventuell?

    Waschbrettbauch? Ja, ich habe auch noch ein paar knallrote Rockie Jeans von vor vielen Jahren. Irgendwann pass ich da mal wieder rein! Irgendwann. Die werden nicht weg minimalisiert.

  6. Plastik ist ja schon lange mein Thema Nr. 1 im Haushalt.
    Ich nutze nur noch Stoffbeutel zum Einkauf und vermeide so einen Wahnsinn wie Einmalplastiktrinkbecher.
    Shampoos etc. ohne Plastikverpackung sind meistens leider sehr teuer, der Markt weiß den Kunden schon auszuquetschen wie eine Biobanane…und zugegebenermaßen ist es unter der Dusche auch praktischer, wenn man die Tube quetschen kann statt lang schütteln zu müssen.
    Getränke kaufe ich generell in Glas, obwohl das Angebot im Supemarkt unterdessen erschreckend gering ist.
    Trotzdem kommt bei uns auch noch einiges in den gelben Sack, ich kann nicht für jedes Lebensmittel einzeln auf Märkte und Bioläden zurückgreifen. Außerdem verteuert sich das Leben dadurch ungemein.
    Trotzdem, auch kleine Schritte sind Schritte in die richtige Richtung.

  7. Wow – ich lese gerade sehr begeistert all die Kommentare. Maria, ich schau mal in Deine Reihe dazu rein. Ich glaube, ein Großteil an immer wieder neu angeschafftem Plastik findet den Weg über die Küche in den Haushalt. Das ist echt heftig. Wochenmärkte haben wir auch. Da fahre ich dann mit dem Auto hin … O_o Am Samstag ist bei uns Wochenmarkt. Das heisst … ich muss mir auch über längere Lagerung und sowas Gedanken machen. Uiuiui – das wird ein interessantes Projekt.

    • Hallo Trix!

      Ja ein bisschen mehr planen muss man schon, aber es lohnt sich!

      Und es ist echt ein langer Weg – ich arbeite jetzt schon seit gut 6 Monaten daran und bin noch immer nicht angekommen… Mit jedem weiteren Schritt fühlt es sich aber noch besser an und das bestärkt mich beim Weitermachen.

      lg
      Maria

  8. Hi Trix,
    was das Plastik angeht bin ich allmählich ernüchtert. Wir lassen schon so viel wie möglich davon direkt im Laden und versuchen plastikfrei einzukaufen. Trotzdem trage ich mindestens 3 gelb Säcke pro Monat in den Keller und dann später an die Straße.
    Das Plastikproblem wird sich meiner Meinung nach leider erst regeln, wenn der Ölpreis so stark gestiegen ist, dass es sich lohnt an Alternativen zu denken. Dann werden wir als Konsumenten vermutlich die Zahnpasta abfüllen lassen können, ebenso das Shampoo und man wird über andere Verpackungen nachdenken.
    Man muss ja auch ehrlich sagen, dass Plastik eine tolle Sache ist. In der Medizin z.B. wäre vieles gar nicht möglich ohne diese Erfindung und ich denke niemand von uns will Plastik ganz verbannen, aber es wird halt völlig damit übertrieben. Kein Grillsommer ohne Massenweise Plastikgeschirr im Angebot anstatt sich zu trauen benutztes Geschirr zurück nach Hause zu tragen nach dem Picknick.
    Leider sehe ich auch einfach keinen massentauglichen Anreiz Plastik einzusparen (abgesehen etwas gutes für die Natur zu tun) und der scheint leider nicht massentauglich.

    • Da bin ich Deiner Meinung. Wir sind nur kleine Rädchen. Erst wenn im Großen über Alternativen nachgedacht wird, ändert sich die Plastomanie grundlegend. Ich unterscheide im Moment zwischen überflüssig und nützlich! :) Ganz plastikfrei geht es zumindest in einem Haushalt mit zwei Kindern und einem Kater nicht.

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