Das Leben ist wild!


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Projekt 52#13

Natürlich mache ich auch noch andere Dinge, aber grundsätzlich drehte sich viel um das Thema „Nachhaltigkeit“. Und Ausdünnung … ja vor allem das.

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Wenn der Sommer kommt, kommt unweigerlich mit ihm der Drang, nach draußen zu gehen. Die Sonne geniessen und sich vom lauen Lüftchen die Seele streicheln zu lassen. Ich hab es so sehnsüchtig erwartet.

Nachdem wir uns mit neuen Holzpaneelen für die Terrasse eingedeckt hatten, oblag es mir, die Terrasse als zweites Wohnzimmer dekorativ herzurichten. :) Dafür musste ich lediglich im Fundus suchen und habe recht schnell ein paar alte Töpfe für meine kleinen geliebten Hornveilchen entdeckt.

Und wo ich schon bei den Pflanzen war, habe ich mich endlich, endlich um meine Agatha gekümmert. Das ist die einzige Pflanze mit Namen. Sie wurde nach Agatha Christie benannt und ist, im Gegensatz zu vielen Protagonisten der Agatha-Christie-Krimis, nicht totzukriegen. Im Gegenteil. Sie wuchert munter vor sich hin. Darf sie mit ihrem stolzen Alter von fast 20 Jahren auch. Sie hat ganz schön Federn Blätter lassen müssen und am Ende konnte ich ihren Plastikbottich gegen alternative Gefässe, die ich ebenfalls noch gefunden habe (manchmal ist es auch gut, wenn man sich nicht sofort trennen kann), eintauschen. In vierfacher Ausfertigung. Jetzt haben die ganzen Agatha – Bäumchen wieder Platz. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich sie alle im Haus lassen möchte, denn es ist schon arg viel, wenn sich so ein Baum plötzlich vermehrt. Mal sehen, wo ich sie hinvermitteln kann. O_o

Mit meinem Großen war ich versprochenerweise nochmal auf dem Domänenhof. Es ist schön, dass auch ein fast 12-jähriger Spass an Ausflügen mit Mama hat. Und vor allem an Ausflügen, bei denen man unbedingt schauen muss, ob das Kälbchen von vor zwei Wochen noch da ist. Er hat sich extra die Nummer gemerkt und es tatsächlich wiedergefunden. :) Mit einem Arbeiter haben wir uns super unterhalten, der die Kaninchengehege gesäubert hat und uns die Geschichte vom Einohrhasen erzählt hat (der ebenfalls wieder besucht werden musste). Und von den Hühnern, die dort ebenfalls gehalten werden, haben wir dann noch einige frische Ei-chen mitgenommen. :D

Den letzten Tag der Woche und zugleich den ersten Sommertag in diesem Jahr haben wir mit Freunden auf dem Mittelrhein-Klettersteig verbracht. Eine tolle Wanderung mit Klettersteigelementen. Ein bißchen Höhenangst habe ich ja schon, aber solange ich nicht nach unten schaue, ist alles gut. Ich habe mich plötzlich voller Sehnsucht an die Berge erinnert und die letztjährige Alpenüberquerung … die schmalen Wege, der Geruch des Waldes, die steilen Aufstiege und zielführenden Abstiege. Mit Menschen, die mir am Herzen liegen … :)


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Umgesetzt! Noch eine Nachlese …

Okay – aus morgen wurde übermorgen. Aber so ist das manchmal mit dem wilden Leben. Der reale Teil will einfach immer irgendwas von einem. ;)

Doch heute gibt es eine Nachlese zum Thema „Plastikmanagement – die Umsetzung“! Hier geht es vor allem um den Küchenbereich!

 

Was hat sich konkret verändert?

Der große Plastikproduzent wohnt im Supermarkt. Dieser hinterlistige Kerl steckt so gut wie überall. Überall? Nein – es gibt durchaus einige sehr gute Alterntiven. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich heutzutage in unseren Kühlschrank schaue.

Kühlschrank

Ein guter Teil der Familienlebensmittel wohnen – ob sie nun wollen oder nicht – im Kühlschrank. Dort fand sich immer ein Joghurt für die Kinder, Wurst war prima abgepackt, weil schnell zu greifen. Senf in der Tube war platzsparend und hier und da blitze eh immer irgendwas in Plastik durch. Das ist nun weitestgehend vorbei.

  • Joghurt gibt es selektiert im Glas.
  • Sahne ebenso.
  • Senf und Ketchup und auch ein Öl wurde nach Verbrauch im Glas neugekauft.
  • Remoulade, Kapern, Sardellen, Currypaste und all diese eher „seltsamen“ Kühlschrankzutaten sind eh im Glas.

Was sich leider irgendwie nicht gebessert hat, weil mir noch die Dosen fehlen (ich möchte zum Einkaufen auf Edelstahldosen umsteigen und im Kühlschrank zur Aufbewahrung eine Käseglocke nutzen, beides habe ich noch nicht)  ist definitiv der Bereich Wurst/Käse/Frischkäse.

Milch bleibt im Tetrapak. Wir trinken sooo unfassbar viel Milch, das würde den Haushaltsetat sprengen. Bei Joghurt hatte ich ebenfalls diese Bedenken, aber wenn man es mal nachrechnet, ist durch den überlegten Einkauf ein Joghurt im Glas gar nicht teurer. Im Gegenteil.

 

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Vorratsschrank I

Ich kenne ganz viele Menschen, die ihre gekauften Produkte umfüllen. Ein „ichstaunemitoffenemmund“-Erlebnis hatte ich mal, als ich mir eine Tuppersammlung angeschaut habe. In einem mannshohen Küchenschrank. Der Typ bin ich wohl nicht. Ich fühle z.B. grundsätzlich Mehl und Zucker und alle diese Backzutaten nicht um. Damit aber kein Chaos im Schrank entsteht und ich alles gleich parat habe, habe ich mir schon vor 20 Jahren angewöhnt, die Dinge zu kategorisieren und in Kartons zu verpacken. Da passt a) gar nicht so viel rein, dass es schlecht werden kann (ich hatte noch nie irgendwelche Motten) und b) sieht es immer ordentlich aus.

  • Fixe – hab ich sukzessive aufgebraucht. Ich koche so selten damit und der Karton ist lediglich ein Überbleibsel. Das merkt man *räusper* am Verfallsdatum … ich hab ordentlich ausgedünnt.
  • Gewürze. Interessanterweise sind einige davon zur Neige gegangen und ich habe entdeckt, dass ich auch im Glas kaufen kann. Ein bißchen Plastik ist noch vorhanden, aber damit kann ich umgehen. ;)
  • Süssigkeiten. Gibt es überhaupt irgendwas, was nicht in dieses elende Plastik verpackt ist? Irgendwas? Ich sag es ganz ehrlich, ich mach ja gern mal Rumkugeln und so, aber immer wollen meine Kinder auch nicht die selbstgemachten Schokocrossies. ;)

Vorratsschrank II

  • Reis, Couscous, Bulgur und Nudeln gibt es im Karton.
  • Was verkocht wird, wird durch Produkte im Glas ersetzt. Sauerkraut. Ich habe z.B. das erste Mal in meinem Leben Sauerkraut im Glas gekauft. Es gibt nämlich Produkte, die esse ich seit ich denken kann (auch bei Muttern) schon von einer Marke. Die haben aber keins im Glas. Sei tapfer, trix … was Deine Buben können, kannst Du auch.
  • Tomatenmark gibt es in der kleinen Dose. Hier vielleicht eine nette DIY – Idee. Ich habe irgendwann mal die kleinen Dosen von beiden Seiten geöffnet und daraus Serviettenringe gemacht. Toll, wenn man mal eine Pasta-Party macht. ;)

 

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Frühstückscerealien

Wie gut, die habe ich schon lange im Glas aufbewahrt. Mir geht das dauerhafte Aufbewahren in Plastikdosen komplett ab, habe ich gemerkt. Einzige Ausnahmen waren hier: Kaffeepads und Kakao.

  • Seit ich Kakao trinke – und das tue ich, seit ich sechs bin, trinke ich Nesquik. Und ich hing immer an dem alten Karton, bis mein Mann sagte, wir sollten das usselige Teil doch mal austauschen. Und da gab es keinen Karton mehr, sondern nur noch Vollplastik. Aber dennoch haben wir die olle Dose ausgetauscht – in Vollplastik. O_o Jetzt wird der Kaba in einen Glasbehälter befüllt. Und eine Alternative zur Marke gibt es leider nicht! Nicht diskutabel! Nö!
  • Müsli. Schwierig. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich nicht einfach sagen kann (ähnlich wie beim Kaba): Müsli ist Müsli. Das ist es eben nicht. Ich esse nur ausgesuchte Sorten. Und meine Kinder auch. Und selbst, wenn es in Karton verpackt ist, ist die direkte Umverpackung Plastik. :( Warum nur? Ich habe mich jetzt mal für eine Großpackung Kölln entschieden. Die ist wenigstens nur einmal verpackt.
  • Alles andere war eh im Glas … Honig, Marmelade, Erdnussbutter, Nutella (auch nicht zu diskutieren, sorry).

Frisch auf den Tisch!

Das ist alles eine Frage der Recherche. Obst und Gemüse gerne auf dem Markt. Ich mag es sowieso, mich und meine Familie saisonal zu ernähren. Es klappt gut und ist durch die Qualität und den achtsamen und überlegten Einkauf nicht teurer als im Diskounter. Aber man braucht einen gut sortierten Supermarkt, um ohne großen Zeitaufwand Alternativen im Lebensmittelbereich zu finden. Da kommen Feinkost Albrecht und Co. einfach nicht mit. Ich hatte wirklich Angst um ein Loch im Budget, aber dem ist tatsächlich nicht so. Wir essen weniger Fleisch, Wurst und Käse. Es ist vieles selektierter in der Auswahl geworden. Die Qualität verändert sich, genauso wie der Genussfaktor. Lieber weniger als mehr. ;)

Hinzukommt, dass ich eh eine Sammlerin bin. Ich mag es einfach, in den Wald oder in den Garten zu gehen und je nach Saison Pilze, Maroni, Bärlauch und diverse Zutaten für Marmeladen selbst zu pflücken. Und auch das Thema „Jagd“ verändert die Perspektive bezüglich des Fleischkonsums erheblich.

Ich bin auf dem Land großgeworden. Bei uns gab es immer selbstgemachte Marmeladen (ich wusste lange gar nicht, dass die auch eine andere Farbe als dunkles Rot haben können). Diskounter hat meine Mutter gemieden, die waren ihr suspekt. Metzger und Bäcker gehörten einfach dazu, wenn der nächste Supermarkt in der nächsten Stadt ist. Daran erinnere ich mich im Moment oft. ;)

Hardware

Vorweg: ich halte nichts von Neuvermüllung mit Altmaterial. Jeder hat irgendwann im Leben mal die Tupperphase. Sie ist so unausweichlich wie … die Midlife Crisis (ich spreche aus Erfahrung) und die Wechseljahre (hat noch Zeit).  Jedes Mal, wenn ich den Schrank öffne, denke ich an diesen uralten Spruch: „Ein Eierschneider ganz aus Holz, ach das ist mein größter Stolz!“. :’D Aber den hab ich noch nie besessen geschweige denn gesehen. Ist für mich allerdings das Sinnbild all des überflüssigen Killefitzes in den Untiefen der Küchenschränke. Aber ich schweife ab …

  • Brotdosen und Kurzzeitaufbewahrung für Ausflüge ist noch immer in der Plastikvariante vorhanden. All den billigen Klötterkram hab ich weggegeben. Für die Kinder habe ich mir ganz aktuell zu Ostern Edelstahldosen gewünscht. :) Nehme ich etwas zur Arbeit mit, gebe ich es in ein Weckglas.
  • Salatschüsseln und ihre Freunde. Ich hatte schon immer ein Faible für Nichtplastik, da ich mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Gerne alte Prilblumenschüsseln, Steingut- oder Emailleschüsseln. Ich habe eine Riesenschüssel, die bekommt meine Mama wieder zurück, da hat mir mein Mann ein Pendant aus Edelstahl spendiert.
  • Zwei Silikonbackformen bleiben, denn mir gehen diese irgendwann anfangenden Rostlauben nicht, die sonst immer fürs Kuchenbacken genutzt wurden. Schwer zu reinigen, immer am Durchrosten. Ich backe wohl zu wenig. Gut – oft wird es ein Blechkuchen und mein Sohn liebt ja Tassenkuchen. Es geht also auch anders.
  • Besteckschublade. Glücklicherweise ist unser Besteck nicht ummantelt. Und auch sonst erstaunlich wenig Plastikgriffe. Allerdings habe ich in der Essig-Öl-Abteilung, wo sich auch zwei Gefässe für Rührlöffel und Co. befinden, mal die Plastiksachen von den Nichtplastiksachen getrennt. Wenn wir ohne auskommen, werden sie outgesourced. :)

Ab und zu mal – Hardware

Schwieriges Thema. Ganz schwierig. Es gibt einen Bereich in unserer Küche, da tanzt das Plastik nachts Samba, wenn alles andere friedlich schläft. Dinge, die nur ab und zu mal rausdürfen. Auch hier: ich komm vom Land. Ich brauch keinen Zickzackzilles oder ein elektrisches Fleischmesser. Aber die Großeltern meines Mannes haben uns da einiges vererbt. Ich oute mich mal: Küchenmaschine (schweinsteuer, die kann nicht einfach weg und ab und zu leistet sie gute Dienste), Eierkocher (echt jetzt), Saftpresse (lektrisch), Saftpresse (tupperisch), Waage, Sandwichmaker, Zickzackzilles, Rührfix, Pürierstab, alte Kaffeemaschine, Bohnenzerkleinerer (ich hab jetzt echt überlegt wie es heißt) – Kaffeemühle (lektrisch).

Das möchte ich nicht entsorgen. Aussortieren ja. Das ist machbar. Aber ganz ohne ist nicht in meinem Sinne. Wo man da anfängt und aufhört, ist ein Prozess. Ich nutze viele dieser Hardware sehr selten, freue mich aber wirklich, wenn ich z.B. Karottensalat in der Maschine zerkleinern oder Orangen ohne großen Kraftaufwand und auch noch ohne Reste auspressen kann.

Das war also der Rundumschlag in Sachen Küche! Sicherlich fällt mir noch ab und zu etwas ein. Doch dem Ziel, Müll zu vermeiden, bin ich konsequent nähergekommen. Im April werde ich noch eine Plastikmüllwiegerunde ausrufen.

In Teil II der „Umgesetzt!“-Reihe dürft ihr mich exklusiv ins Bad begleiten. ;) Und ein bißchen putzen dürft ihr auch herzlich gerne mit mir. :)


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Nachgedacht! Eine Nachlese …

Die Monatschallenge „Plastikmanagement“ neigt sich dem Ende zu. Und gleichzeitig ist es erst der Anfang der Reise. Da ich unmöglich alles in einen Post packen kann, muss ich ein wenig unterteilen. Der gedankliche Teil kommt zuerst, der praktische folgt hernach. :)

Während des vergangenen Monats habe ich für mich persönlich gemerkt, dass der Umgang mit den Dingen, mit denen wir uns umgeben,  immens wichtig ist. Zum einen möchte ich schöne, praktische und bezaubernde Gegenstände haben und zum anderen wurde mir wieder einmal klar: ich brauche nicht viel. Ich bin echt kein „Öko“ – wahrscheinlich weit davon entfernt. Zwar naturverbunden, aber ich habe durchaus einen Sinn für die praktische und auch formschöne Seite des Wohnens. Ich möchte dabei geniessen und nicht zurückkehren ins 19te Jhd.! Auf jeden Fall zahnt mein Gedanke des Minimalismus mit der Reduktion des Plastikhaushalts ineinander. Nicht alles, was ich in Plastik weggegeben habe, kam in einem Ersatzmaterial zurück. Aber ich möchte auch gesund leben und dies an meine Kinder weitervermitteln. Sie haben ein gutes Verständnis dafür, woher die Lebensmittel kommen, die wir verbrauchen. Es muss nicht immer bio sein, regional finde ich manchmal fast wichtiger. Der Bauernhof um die Ecke ist anschaulicher als die Bio-Ananas beispielsweise. Es ist auch ganz gut, mal zu erkennen: Erdbeeren wachsen nun mal nicht im Februar! ;) Zumindest nicht hier.

Es gab für mich zwei Hauptfragen in diesem Monat (neben all denen, die sich währenddessen auftaten!).

Kann man beim Kauf von alltäglichen Dingen und Lebensmitteln den Plastikmüll auf ein Kleinstmögliches reduzieren?

Da bin ich wohl echt blauäugig rangegangen. Und das merkte ich schon so ziemlich beim ersten Schritt in den Supermarkt. Nicht jeder Supermarkt ist geeignet für den plastikfreien Familieneinkauf. Bei Feinkost Albrecht war ich überhaupt gar nicht im vergangenen Monat, da dort ja so gut wie alles in Konserve oder Plastik umverpackt ist. Meine Spielplätze waren der Wochenmarkt, der Biobauernhof und der große und außerordentlich gut sortierte Supermarkt im nächsten Dorf. Bäcker natürlich auch. Metzger nicht, merke ich gerade.

Plastikmanagement sollte auf jeden Fall familienkompatibel sein, sonst fährt das Projekt ziemlich schnell gegen die Wand. Wenn die Kinder unzufrieden sind und nicht verstehen, was da plötzlich an Umstrukturierung passiert, werden sie nicht so ohne weiteres mehr mitziehen. Der Spaß und die Freude am Entdecken neuer Möglichkeiten spielt Kindern zu. Sie machen das gerne. Forschen, Entdecken, Wissenwollen.

So sind wir also oftmals im Familienverbund einkaufen gegangen. Die Buben sollten bewusst mitschauen und aussuchen. Spannend.

Man kann ergo nicht „einfach mal so“ umstellen. Der Monat war geprägt von Recherche. Ich habe wahnsinnig viel gelesen und bin auf die Reise gegangen durch mehrere Blogs zum Thema Nachhaltigkeit. Man findet, wenn man das möchte, wirklich viele gute Anregungen und Ideen. Und das Beste: man ist nicht allein. Irgendeinen Tip für irgendeine vermeintlich unlösbare Aufgabe findet sich immer. Manchmal dauert es eben etwas … ;)

Und so kann ich sagen: ja, es ist möglich, den neu hinzukommenden Plastikmüll zu reduzieren. Ehrlich gesagt, ich habe mich nicht mit der stundenlangen und räumlichen Suche nach unverpackten LMs begeben. Was es nicht gab, das hab ich einfach weggelassen und eine Alternative gesucht. Geht prima. Ich habe fast den ganzen Monat den Müll gewogen, aber ich schätze, ein einigermaßen repräsentatives Ergebnis gibt es erst im April. Denn interessanterweise hat sich vieles geleert und ich habe quasi einiges an Verpackungsaltlasten ensorgen müssen. Einmal Kuchl aufräumen und konsequent Dinge aufbrauchen und schwupp ist der Müllberg wieder gewachsen.

Kann man denn in einer Plastikwelt, wie die, in der wir  leben, zurück oder hin zu alternativen Materialien und sind sie genauso funktional und auch noch haltbar? 

Während der Grundgedanke ja war: ich reduziere lediglich meinen Plastikabfall, hatte ich plötzlich ein großes Interesse, auch das Plastik, das es fest installiert im Haushalt gibt, zu reduzieren. Es hat sich einfach verselbständigt. Denn durch die Recherche kamen all die Informationen bezüglich der Schadstoffe hinzu. Das hat mich vor wenigen Wochen überhaupt gar nicht tangiert. O_o Aber je mehr ich in die Materie eintauchte, desto doofer fand und finde ich es. Nun denn – dann tausche ich eben auch hier aus. Schüsseln und Aufbewahrungsmöglichkeiten standen hier an erster Stelle.  Maria von wiederstandistzweckmässig hat in ihrem Blog das schöne Wort „Ökobilanz“ ins Spiel gebracht. Nach Möglichkeit habe ich also versucht, schon Vorhandenes zu nutzen. Naja  und im Moment gibt es eben z.B.  noch keine neu ausgewiesene Backschüssel. Und außerdem stelle ich fest: ich habe gar nicht so viel Hardware in Plastik,  da ich schon immer auf natürliche Materialen stehe. Aber ich schätze, eine Tupperphase macht wohl jeder mal mit im Leben. Für mich war klar: ich gehe jetzt nicht in den nächsten Laden und kaufe Neuware nach.  Das widerstrebt meinem Minimalismusgedanken. Also habe ich erst mal eine große Fuhre zum Sozialkaufhaus gebracht. Dort kann es sicher irgendjemand weiter gebrauchen. Und wenn schon kaufen, dann hier oder auf dem Flohmarkt schon vorhandene Dinge und nicht neu hergestellt. So schließt sich der Kreislauf.  :)

Das Thema ist einfach sehr faszinierend. Ich hänge noch einen Monat dran. Denn ich hätte sonst das Gefühl, die Sache nicht gescheit zu Ende gebracht zu haben. Wobei … ist so etwas Allumfassendes jemals zu Ende? Ist es nicht vielmehr so, dass sich ein Grundgefühl einstellt, für einen gesünderen Mikrokosmos?

Rein theoretisch kann ich praktisch alles! Dieses war der erste Streich … und der zweite folgt sogleich morgen!!!


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Bärlauch!

Am vergangenen Samstag war Waldtag! Mit einem ganz klaren Ziel: wir sammeln Bärlauch!!! Ich könnte mich da nämlich reinsetzen. Es gibt in der Nähe von trixtown eine Fasanerie mit einem angrenzenden Wald. Schon, wenn man an der Straße dort vorbeifährt, duftet es im Moment überall nach Knoblauch. In diesem Fall ist es allerdings Bärlauch, der dort in Unmengen vorkommt.

Aus dem gesammelten Bärlauch machen wir eine Paste, die man wunderbar übers Jahr aufbewahren kann. Einen Teil habe ich jetzt mal eingefroren, aber laut Rezept sollte es auch im Kühlschrank so lange halten. So bin ich allerdings auf der sicheren Seite. Übrigens habe ich zum ersten Mal etwas im Glas eingefroren. Ich bin zuversichtlich, dass da nichts schief geht. Ist ja keine Kohlensäure drin! ;)

Vorher freue ich mich immer sehr aufs Sammeln, ich bin so sehr gerne im Wald unterwegs.

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Bärlauch gehört – falls jetzt ein Raunen durch die Leserschaft geht – nicht zu den geschützten Arten. Ich kann beruhigen, es ist komplett unmöglich, den Bärlauch hier auszurotten. Der ganze Wald ist voll damit. Und der Wald ist groß! ;)

Generell sollte man dennoch achtsam sein beim Pflücken von Bärlauch. Er ist leicht zu verwechseln mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Wobei nur der Bärlauch in einzelnen Blätterstengeln wächst. Bis jetzt sind wir noch putzmunter …

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Mittendrin – oder genauer gesagt, während dem ausgiebigen Waschen (was wirklich sehr wichtig ist) – bin ich mir nicht sicher, ob die Aktion nicht doch etwas ausartet. Das Waschen ist echt, echt langwierig, weil man jedes Blatt gut putzen sollte. Und hinterher ebenso gut wieder abtrocknen. O_o

Aber es lohnt sich. Spätestens, wenn man das Zeug durch die Küchenmaschine gejagt hat und mit Salz und Öl verfeinert … dann ist alles wieder im Lot.

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Sieht aus wie ein Kuhfladen – schmeckt aber gigantisch gut.

Dies ist eine Bärlauchpaste, da ich mich nicht auf ein Pesto festlegen wollte.

Das Grundrezept hierfür lautet:

750 g Bärlauch

60 g grobkörniges Meersalz

375  ml neutrales Öl

So habe ich z.B. gleich an diesem Abend ein bißchen Paste mit Butter verknetet und eine bezaubernde und superleckere Bärlauchbutter bekommen. Wenn ich ein Pesto möchte, kann ich einfach noch die übrigen Zutaten dazugeben – inkl. ein wenig Olivenöl. Was geht noch? Grillgut marinieren zum Beispiel oder einen Quark damit anrühren … Möglichkeiten gibt es viele. Probiert es ruhig mal aus. :)

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Das Ganze ist also absolut regional und zudem noch selbstgewählt plastikfrei!

Und hier noch ein Tip für all diejenigen, die gerne in der Natur unterwegs sind und ebenso auf Selbstgemachtes stehen! :)

Es gibt die Seite www.mundraub.org! Dort finden sich allerlei Sammler, Erntebegeisterte und Pflücker zusammen und man kann schauen, wo in seiner Nähe etwas Sammelswertes aus der Natur zu finden ist. Sehr genial!!!


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Projekt 52#12

Geht es Euch auch so? Zieht es Euch auch mit aller Macht nach draussen? Mich wie verrückt. Ich sauge die Sonnenstrahlen auf und ärgere mich, wenn es dennoch so fröstelig kalt ist. Aber … er kommt. :)

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Ich liebe den Frühling, ist er doch der Vorbote der warmen Jahreszeit und Glücksbringer in vielen bunten Farben. Wenn ich nicht noch tausend andere Dinge zu tun hätte … ich würde meine Zeit im Garten im Liegestuhl inmitten von all dem satten Grün und seinen bunten Farbtupfern verbringen. Aber bis ich dahin kam … passierte noch einiges.

Am Montag war ich zum ersten Mal mit dem Kater beim Tierarzt. Er ist ja ein kleiner Spanier und meine Nachbarin sagte mir, dass er wohl noch nicht alle Impfungen durch hat. Also – gleich zum Checkup mit dem Kerl. Dies lief ziemlich problemlos. Er ist einfach ein gutmütiger kleiner Kerl. Alles gut überstanden … bis … ja bis er nachmittags plötzlich eine dicke Backe hatte! O_o Na super! Wieder beim Tierarzt angerufen und wieder konnten wir gleich vorbei kommen. Die zweite Autofahrt fand er schon nicht mehr soooo toll und den Tierarzt plötzlich mit Spritze Nr. 2 auch nicht mehr so prickelnd. Diagnose: keine Nebenwirkung der Impfung wie von mir befürchtet sondern ein kleiner Kampf mit einer dicken Hummel, die ihn dann ratzfatz in die Backe gebissen hat. Der Sommer kann ja heiter werden. Hoffen wir mal, dass er draus gelernt hat.

Dann war ich – ebenfalls zum ersten Mal – auf der Suche nach Alternativ-Produkten für die Körperpflege. Spannend. Ich war im „Lush“. Ein Laden, in dem man plastikunverpackte Produkte wie Shampoo und Körperseifen und ähnliches bekommt. Ein Shampoo und einen Badezusatz habe ich mitgenommen. Das Shampoo riecht superlecker nach Jasmin. Bei all der Auswahl fand ich nicht viele Seifen gut riechend. Bin da aber auch sehr eigen. Das meiste hatte etwas von Rosa-Blubber-Duft oder wie Kräuterbeet unter der Erde. Nein – besser … der Geruch von feuchten Fussballschuhen, an denen noch Gras dranhängt.  Nicht so verführerisch.

Den Rest der Woche habe ich nur draussen verbracht. Der Garten ruft mit aller Macht. Und möchte gehegt werden. Bei Sonnenschein kein Thema. Mit einem neugierigen und jagdbegeisterten kleinen Kater etwas anstrengend. Jedes Rascheln animiert zu tigerartigen Anfällen und Kampfeslust, wo immer sich das gegnerische Schere-Frauchen-Gespann befindet. Am Ende musste ich ihn einsperren, sonst würde ich heute noch schneiden … :D

Und in den Wald ging es auch … was ich dort gemacht habe, erzähle ich Euch später. Das braucht einen gesonderten Blog. :)

Die Woche abgerundet haben wir mit dem ersten Flohmarktbesuch des Jahres. Ich suche ganz dringend eine sehr, sehr große Steingutschale oder Schüssel. Gefunden habe ich weder sie noch neue Eierbecher. Dafür einen kuriosen Schuhverkäufer mit geschätzt dem Inhalt eines Schuladens. Womit bewiesen wäre, dass Schuhe eindeutig immer im Rudel vorkommen. Meins wäre es nicht. Ich kaufe ja schon viel und gerne Second Hand, aber bei Schuhen hört das auf. Brrrrrrr …

Ihr Lieben – ich begebe mich zufrieden und müdig zur Ruh. Morgen beginnt die letzte Woche der Plastikchallenge. Aber ich habe das Gefühl, noch ganz am Anfang zu stehen, trotz dass ich schon sehr weit vorangekommen bin. Im Grunde genommen kann man sagen, dass der März dem Ausschleichen und Informieren und dem Recherchieren vorbehalten war. Empirisch exakte Müllmessungen sind hier schwierig. Ich habe zwar gewogen, aber ich schätze, dass das April-Ergebnis wesentlich besser wird. Dann fallen die Zusatzentsorgungen nicht mehr so ins Gewicht. :)

Startet gut in die Woche … wo auch immer ihr seid!


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Trenn Dich!

Heute war ich mal wieder im Sozialkaufhaus. Ich tu mich schwer, Dinge einfach wegzuwerfen, obwohl sie noch ihre Funktion voll erfüllen. So kann ich also nicht einfach ausmisten. Denn: ich trenne mich zudem auch äußerst ungern. Nicht umsonst bin ich umgeben von so vielen Dingen des täglichen Lebens. Nützlich oder nicht sei mal dahingestellt.

Während ich also vor einigen Monaten noch dachte – wow – ist ganz leer geworden in der Küche, weiss ich heute: es geht immer noch was. Vorgestern abend habe ich mir nämlich diesen Film von einer Familie aus Hamburg angeschaut, die einen Monat ohne Plastik leben wollte und dabei erheblich ihre Giftstoffwerte im Körper verbesserte. Alles haben sie rausgeschmissen. Beim Zuschauen dachte ich nur: soviel Plastik besitzen wir gar nicht. O_o Und auch bei Familie Krautwaschl aus der Steiermark: ein Nachttischen aus Plastik mit einer Plastiklampe oben drauf??? Öhm … ich schätze, ich bin perse schon anders gepolt. Deshalb gibt es nicht ganz so viel auszutauschen. Wir leben hier viel in Holz und Metall und Stoff. Ich käme jetzt nicht auf die Idee, mich mit Plastikmöbeln zu umgeben. Noch nicht mal mehr auf der Terrasse … Aber gut.

Da bin ich durchs Haus gewandert: klar gibt es offensichtliche Plastikansammlungen. Im Bad und in der Küche. Dann gibt es verstecktes Plastik. In Kleidung und gemischt in Alltagsgegenständen. Nicht zu vergessen die Kabelage, die sich quer durch so ein Haus zieht. Es gibt Grenzen. Mein Anliegen ist nicht, komplett ohne Plastik auszukommen. Es muss familienkompatibel sein. Ich schätze mal, eine Reduktion ist schon mal ein guter Schritt.

Wenn mein Sohn sagt: „Mama, ich nehm gar keinen Joghurt mehr.“ ist das nicht im Sinne des Erfinders. Der Stracciatella-Joghurt war nicht seins. Der Kleine allerdings findet den Vanillejoghi total genial. So muss es Zugeständnisse geben.

Womit ich wieder in der Küche wäre. Ich habe zwei Backschüsseln, eine Salatschüssel, bestimmt sechs Brotdosen, Kinderteller, Becher und Brettchen entsorgt. Alles Plastik. Dazu noch Messer, Backpinsel, Kinderbesteck und Eierbecher. Ebenfalls hauptsächlich Plastik. Gegangen sind btw. noch eine Luftmatratze (selbstaufblasend), ein Toaster, ein altes Holzregal und unzählige Kochbücher und Co. Achja – nicht zu vergessen zehn Spiele und Puzzle. O_o  Und ich dachte, ich hätte schon reduziert. Am schwersten fiel mir, jetzt lacht nicht, mich von einem bestimmt 20 Jahre alten lilafarbenen Plastiksieb zu trennen. Unten schon leicht angeschmolzen. Oft benutzt, viel geliebt. Ein Erinnerungsstück. Das ist einfach aus dem Haushalt meiner Eltern mitgewandert. Aber ich muss sagen – genauso wie bei den Bodumeierbechern, auf die ich immer so stolz war und die ich direkt aus Dänemark importiert habe – nur der Gedanke hält mich auf. Das eigentliche Weggeben ist nicht schlimm. Ich KANN loslassen. Sehr gut sogar.

Im Bad hab ich weitergemacht … nachdem ich am Dienstag bei „Lush“ war und dort eine neue Welt entdeckt habe (und Karmakundin geworden bin :’D), stand der Inhalt unserer Regale ebenfalls wieder auf dem Prüfstand. Auch hier ging ein ganzer Müllsack. Manchmal braucht es einfach zwei Anläufe, um sich zu trennen. Aber die Luft, die der Raum und die Regale plötzlich haben, ist grandios.

Aber nun ist es wieder Zeit für den Garten … genug geräumt. Geht doch auch ein bißchen in die Sonne, hm. :)

 


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Genügsamkeit!

Wenn man sich mit dem Thema „Plastikmüllvermeidung“ beschäftigt, wird man zwangsläufig genügsamer. Wir leben  – wie ich schon öfter erwähnte – in einer Zugriffsgesellschaft. Egal, wonach uns der Sinn steht: wir bekommen es innerhalb kürzester Zeit. Wenn nicht aus dem eigenen Garten, dann aus dem nächsten Supermarkt (wir haben fünf große davon). Geht dies nicht, bleibt immer noch die unendliche Bestellweite des Internets. Ist irgendwie anstrengend. Dem Lauf der Zeit haben sich auch Lebensmitteldiscounter wie z.B. Aldi, deren Philosophie es war, nur eine kleine Produktauswahl zu haben, ein Stückweit gebeugt. Ich kann mich erinnern, wie die Frau eines Bekannten, sie kommt aus Vietnam, mal sagte: „Ihr habt hier gar keine Reisauswahl!“. Die beiden habe ich in unseren „Globus“ – Markt geschickt. Unendlich viele Produkte. Da steht man davor und findet vor lauter Körnern den Reis nicht mehr. O_o Wozu frage ich mich. Wozu? Ich rede nicht von drei oder fünf … sondern von ungefähr 30 verschiedenen Sorten.

Markenvielfalt für ökologische „Nichtnachdenker“ ist das Paradies. Für Menschen wie mich, die sich a) gegen Plastikvermüllung entscheiden und b) sowieso schon unentschlossen sind in vielen Bereichen ihres Lebens, ist das eine Qual.

Meine Söhne z.B. dürfen sich immer jeder vier oder fünf Joghurts aussuchen, die sie mitnehmen dürfen. Das kann aufgrund der absolut artenreichen Joghurttheke schon mal ein wenig dauern. Es verhält sich da ähnlich wie vorm Spielzeugregal. ;) Alles, aber auch alles muss genaustens angeschaut und geprüft werden, ob sich nicht noch was besseres findet. Vollgepackt – nach gefühlten zwei Stunden – kamen die Buben zurück. Der Kleine hatte nur Vanillejoghurt mit Smarties. Hm … das funktioniert so nicht. Ich finde es klasse, dass er sich auf ein Experiment eingelassen hat. Die Alternative war nämlich der große Halbliterjoghurt im Glas (Vanille) und die Smarties (Karton) getrennt. Er kann dann wahlweise noch Müsliflakes dazu geben. Für den Großen gab es statt dem kleinen Plastikjoghi ebenfalls eine Halbliterportion im Glas. Mischbar mit Frühstückscerealien.

Die Auswahl ist stark reduziert. Es gibt ja oftmals nur sehr wenige Auswahlmöglichkeiten an Joghurts im Glas. Pur ist es meist sogar nur der vollfette Joghurt. Toller Geschmack. Ich hab es vermisst.

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Das langersehnte Eis wurde eine Großpackung statt dem Wunsch nach Eis am Stiel nachzukommen. Mit der richtigen Sorte ist das kein Problem. Auch hier ist genaues Schauen angesagt. Die Qual der Wahl verkleinert sich.  :)

Was ich gesteckt habe: Wurst und Käse. Da weiss ich inzwischen, wo das Plastikvorkommen etwas reduziert ist und kaufe eben dort ein.

Bei vielen chemischen (aber auch im Lebensmittelbereich) Must-haves entscheide ich mich für Großpackungen. Es war uns nicht möglich, Geschirrspülpulver ohne Plastikverpackung zu finden. Der vermeintliche Kartonschnapper entpuppte sich als Mogelpackung. Wir gingen davon aus, dass es wie beim Waschmaschinenpulver ist und das Pulver lose im Karton aufbewahrt wird. Dass dann doch noch eine Umverpackung aus Plastik da war, konnte man von aussen nicht erkennen oder erschütteln.

Wenn ich früher also oftmals auf „Verdacht“ eingekauft habe, ist mir der Spaß inzwischen zu verschwenderisch, da die Produkte, die nicht eingeschweisst sind, oftmals mehr kosten. Ich lasse sie bewusst im Laden.  Finde ich sehr schade. Der Wochenmarkt an sich ist da die beste Alternative. :)

Alles, was jetzt an Plastik rausfliegt, wird soweit möglich durch Glas oder Papier ersetzt, so dass sich dieser Müllberg reduziert.

Was auffällt ist, dass durch die reduzierten Auswahlmöglichkeiten der Kühlschrank bewusst leer bleibt. Der Inhalt ist auf wenige Lebensmittel reduziert. Und es fehlt interessanterweise auch nichts wirklich. Mir wird jetzt erst bewusst, dass ich vieles einfach nur so (mal eben auf Vorrat) da hatte.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Thematik „Minimalismus“ mal auf meinen Einkaufswagen beschränkt. Und soll ich Euch was sagen: es stört mich nicht im Geringsten! :) Wenn ich etwas nicht bekomme, fahre ich nicht von Markt zu Markt. Das ist eine Frage der Zeit und der unnötigen Rumgurkerei mit dem Auto. Es gibt selten etwas, was wirklich lebensnotwendig ist. Alternativen gibt es fast immer. Und sei es nur, das schon Vorhandene aufzubrauchen …