Das Leben ist wild!

Plastikmanagement!

5 Kommentare

So – der März ist angebrochen. Mein erster Einkauf ist gehalten und ich habe über die Faschingstage nur Getränke und Zutaten für eine Suppe eingekauft. Dankenswerterweise habe ich im Supermarkt das, was ich noch benötigte unverpackt bekommen. :)

Beim samstäglichen Frühstück habe ich mein Vorhaben mit meiner Familie besprochen und es wurden gleich mehrere Fragen ausdiskutiert.

Ein Haushalt komplett ohne Plastik?

Das funktioniert so nicht. Ich würde mal sagen, dass mein Sohn auswandern würde, wenn er ohne Lego auskommen müsste. Und auch die Tupperdosen haben sich in den letzten 10 Jahren als äußerst praktisch erwiesen. Und haltbar. Ich schätze, inzwischen sind sie ausgespült und ihre Beständigkeit spricht trotz Material für sie. Ich kann auch den Vorteil von z.B. Blechdosen nicht herausfinden. Heisst in dem Fall. Erst mal das Plastik, welches vorhanden ist, auf seinen Nutzen hin prüfen. Es ist nicht so, dass ich durch Entrümpelung ein plus an Müll verursachen will, wenn doch die Dinge, die wir im Haushalt benötigen, sinnvoll erscheinen.

Neumüllvermeidung!

Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich das Projekt auf eine Vermeidung von Neuplastik beschränkt. Weitestgehend. Wie gesagt, ich werde kein Shampoo anrühren. Und ich bin grad wirklich froh, dass wir aus dem Windelalter heraus sind. O_o Dazu hat der Familienrat ein wenig hin- und her überlegt, wo Plastik vermieden werden kann. Das Gros ist sicherlich in der Lebensmittelverpackung sowie im Beautybereich zu finden. Wobei ich z.B. gelernt habe, dass ein Tetrapak zu 90 % aus Papier besteht. Hier muss ich mich wohl mal kurz outen: mein Mann arbeitet bei Tetrapak. Super … jetzt haben wir einen kleinen Interessenkonflikt. Alles nicht so einfach.

Neue Wege!

Meine Kinder waren gleich voll dabei. Sie sind so erzogen, dass Müll in die Tonne und nicht auf die Strasse gehört. Was dann mit dem Müll passiert, erschließt sich ihnen natürlich so noch nicht. Zumindest nicht, dass sich ein Kind darüber groß Gedanken macht. Nun haben wir eine Liste erstellt, was wir verändern möchten und wo überall Plastikmüll zu finden ist, den es unter Umständen zu vermeiden gilt. Der Frühstückstisch ist da recht anschaulich. Was kann ausgetauscht werden, was muss unbedingt bleiben?! Glücklicherweise wird Nutella in Glas verpackt. Und auch die Marmelade und der Honig sind in einer positiven Umverpackung. :) Da wir viel Gemüse und Obst essen, werde ich als erstes Mal bei den örtlichen Bauern schauen, wie man da auch unter der Woche an frische Sachen kommt. Der Eierbauer meines Vertrauens fährt nämlich unter der Woche rum und verkauft an der Haustür. Das wäre prima. Denn einmal in der Woche ein Gemüseeinkauf funktioniert nicht. Und ich könnte es verpackungsfrei bekommen. Vom Wagen ins Haus tragen kann ich es auch ohne Tüte! :D

Das sind die ersten Überlegungen. Man kommt zwangsläufig vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich werde jetzt in den kommenden Tagen mein Einkaufsverhalten mal überprüfen. Die Frage ist auch: was kostet der Spaß? Beim Wasser hab ich gemerkt, da komm ich billiger weg. Interessant. Bei der Milch muss ich echt abwägen. Wir trinken mindestens einen Liter pro Tag. Am Wochenende können das auch mal 2-3 Liter täglich werden. Vor allem hab ich bisher nur Vollmilch im Glas gefunden und die vertrage ich nicht. Schon seit bestimmt 15 Jahren trinke ich die nicht mehr. O_o Ja nun. Der Start in Sachen Plastik – Challenge wird wohl eine Orientierungswoche werden. :) Und im Vordergrund steht: nützlich oder überflüssig. Ganz ohne – das sehe ich jetzt schon  – geht es zumindest in unserem Haushalt nicht.

Einen positiven Nebeneffekt hat es – auch das Thema, wie ich optimiere ich den Haushalt minimalistisch gesehen, schreitet dadurch weiter voran. :)

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

5 Kommentare zu “Plastikmanagement!

  1. Hallo Trix!

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben! Bei mir hat es auch mit Orientierung angefangen (was Dich jetzt nicht abschrecken soll *ggg*)

    Achtsamkeit ist der erste Schritt. Es braucht Zeit, bis man sich neu orientiert hat. Wichtig ist, dass man sich in der Zeit nicht selbst unter Druck setzt.

    Ich bin längt noch nicht bei 100% plastikfrei angekommen, da ich z.B. für Mozarella noch immer keine Alternative gefunden habe. Mein Versuch, diesen selbst herzustellen ist kläglich gescheitert…

    lg
    Maria

  2. Ich bin gespannt. Ich hab auch schon sehr gegrübelt und am WE waren wir mal wieder einkaufen. Gemüse und Obst in Plastik. Käse in Plastik. Wurst in Plastik. Milch im Tetrapak. Aber wenn der zu 90% aus Papier ist – wieso gebe ich den dann in den Plastikmüll? Mal im Ernst, da geht doch niemand hin und sortiert die Tetrapaks oder die Konservendosen aus! Am So (glaub ich) hab ich bei Galileo einen Test gesehen. Eine Person hat eine Woche nur LM aus Plastikverpackungen gegessen, eine hat es komplett vermieden. Vorher und nachher wurden die Urinwerte auf DEHP etc. überprüft. Dabei fiel schon mal als erstes auf, dass die Person „ohne Plastik“ schon echte Probleme hatte und z.B. Obst & Gemüse nur auf dem Markt kaufen konnte. Süßigkeiten ohne Plastikverpackung? Fleisch und Käse ohne Plastikverpackung? Ging gar nicht. Am Ende der Woche dann das Ergebnis, dass die DEHP-Werte im Urin der „Plastik-„Person um 200% gestiegen waren, bei der ohne aber „nur“ um 10% gesunken. ALSO: Ob das jetzt repräsentativ ist, lassen wir mal dahin gestellt sein. Und ob das DEHP dann wirklich so schädlich ist, wie es dort verkauft wurde, lassen wir jetzt auch mal so stehen, denn letztendlich ist ja immer ein bissl Panikmache dabei. Generell fand ich aber schon interessant, wie schwierig es ist, ohne Plastik in der LM-Industrie auszukommen. Und immer zum Biobauern oder auf den Markt? Das wird bei einem 4-Personen-Haushalt aber auf Dauer schon recht teuer. Wie Du sagst, Milch in Flaschen, das sind hier mal eben ein Unterschied von ca. 40 Cent pro Liter! Wir brauchen ca. 6-8 L pro Woche… Das geht irgendwann ins Geld… LG, H.

    • Ich glaube, ganz plastikfrei geht es nicht. Aber in einigen Bereichen kann man diesbezüglich sicher kürzer treten.

      Momentan bin ich noch beim Aufräumen und Verbrauchen. Aber glücklicherweise ist bisher nix neues an Plastik dazugekommen. Und unser Kühlschrank ist so erfrischend übersichtlich geworden. :D

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