Das Leben ist wild!

Projekt 52#9

6 Kommentare

Im Zeichen des Fasching …

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Bis Donnerstag war noch alles normal. Relativ einfarbig. Ruhig. Mit meinem Spätdienst an Altweiberfasching wird generell die närrische Zeit eingeläutet. Da hatte dann auch das von mir trainierte Männerballett seinen Auftritt. Sehr genial übrigens. Auch wenn der eigentliche Auftritt komplett in die Hose ging. :’D Aber die Zugabe haben sie prima hinbekommen. Ich glaub, ein bißchen muss man sich da schon mal zum Affen machen können.

Die Faschingszeit hat allerdings auch ihre leisen Töne. Während sich das Leben bei vier meiner engsten Freundinnen gerade sehr schwer gestaltet, bin ich in ruhige Fahrwasser geschippert. Heisst aber auch, als Fels in der Brandung bin ich Anlaufstelle als Seelentröster und Katalysator. Als anderer Blickwinkel. Das Vierteilen allerdings klappt nicht so prima. :( Für eine Freundin war ich auf Standby geschaltet. Ich sagte ihr, wenn alle Stricke reissen, könne sie gerne die 240 km fahren und hier das Wochenende verbringen. Ist eh immer alles für Notfälle gerichtet. Die zweite Freundin wollte gerne mit mir zu einer Faschingsfete und dann fluppte noch der Geburtstag des Ehemannes der dritten am gleichen Abend dazwischen. Weil ich dann zu der zweiten nicht pünktlich kam und sie nicht Willens war, mir noch eine halbe Stunde zu gewähren,  ist sie mit dem Taxi  vorausgefahren. Ob sie nachts nach Hause käme, war ungewiss … Es ist sehr kompliziert gerade und belastet mich in manchen Momenten doch sehr. Auf dem alleinigen Weg durch die Nacht nach hause, war ich mir sehr nah und plötzlich überflutete mich ein Gefühl von Einsamkeit, dass ich nicht zu stoppen vermochte. Ich bin nicht mehr zu der Fete gefahren. Ich bin in mein Bett gekrochen. Und das war gut so. Zog aber einen ziemlichen Stress und einen uneinsichtigen Streit von beiden Seiten nach. :(

Und ausserdem  am nächsten Tag eine echt mistigtiefe Schnittwunde am linken Daumen. Himmel – das war eine Sauerei. Aber ins KH wollte ich nicht. Ist nur passiert, weil ich das Streitgespräch mit meiner Freundin hinter mir hatte und dann noch dachte, nach drei Sekt einen Weisskohl schnippeln zu müssen. Dabei hab ich mich so in Rage geschafft, dass das Victorinox-Kneippchen ratzfatz sauber gearbeitet hat. O_o Man wird mit einem roten Daumen zwangsläufig zum Kommentarmagnet! Ich weiss gar nicht, wie oft ich „Hey trix! I like!“ gehört habe an dem Wochenende.

Aber wie man sehen kann, hatte ich trotzdem noch Spaß. Der Engelchen-Abend war toll. Meine weltbeste Schwägerin war auch mit dabei und wir haben bis morgens getanzt. :) Und manchmal hat so ein Daumen ja auch Vorteile … man wird verwöhnt. Zum Beispiel beim Schnitzelessen! :D

Die Plastik-Challenge ist übrigens wie schon zu lesen war gestartet. Es läuft ganz gut. Im Moment brauchen wir viele Altlasten auf und ich reduziere bewusst die Einkäufe. Es gibt Wasser in Glasflaschen und frische Brötchen in Papiertüten  statt Toast in Plastikfolie. Noch ist es einfach zu händeln. Noch …

Ausgelesen habe ich „All die schönen Toten“  – zu finden in der Buchliste oben! Gerade bin ich bei „Wer Schatten küsst“ . Kurze Nachlese folgt morgen, denn ich werde heute die Fassenacht auf meine Weise beerdigen, indem ich mich mit einem Buch und einem Glas Roten kuschelig aufs Sofa verziehe, während mein Mann klettern geht.

Ich geniesse die Zeit, in der es nicht mehr so kalt ist und freue mich an den Farben um mich herum. Leute – es wird Frühling …

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

6 Kommentare zu “Projekt 52#9

  1. Der ganze Rummel geht ja an uns Berlinern total vorbei, diesmal hatte ich noch nicht mal den Fernseher an, um ein bisschen Helau ins Wohnzimmer zu bringen :-)
    Iiihh, so eine Schnittwunde am Daumen ist ja immer unangehm – ich wünsche Dir, dass sei ratz-fatz heilt. Nach drei Glas Sekt hätte bei mir noch Schlimmeres passieren können…mir fallen dann gerne mal große Messer vom Tisch. Bei mir muss man reaktionsschnell sein um zu überleben :-))))

    • Ohne Fasching würde mir was fehlen. Ist aber auch nicht leicht, sich hier in der Hochburg dem zu entziehen. :) Dem Däumchen geht es von Tag zu Tag besser … und ich sag noch zu meinem Mann: „Achtung! Scharf!“

  2. Autsch! Das klingt ja nur halbgut. Mit dem Daumen schon mal gar nicht (die bluten aber auch am besten von allen Fingern!) und mit den Freundinnen auch nicht. Da sitzt man irgendwie zwischen den Stühlen und kann nie was richtig machen. Aber schön, dass Du trotzdem ein wenig Spaß hattest und die Jeckenzeit genießen konntest ;-) Plastik beschäftigt mich derzeit auch sehr… LG, H.

    • Es ist im Moment schwer, ein kritisches Wort zu sagen – ich denke, sowas kann man in manchen Momenten nicht immer annehmen. Irgendwie doof … :(

  3. Stress mit Freundinnen… ihhhh… völlig überflüssig! Freundinnen sollen einen gut tun und wenn man sich schon anbietet fürs Trösten und Zuhören und Mitkommen… sollte einem Dank gebühren und kein Streitgespräch.
    Gute Besserung für die Schnittwunde. Ich drück die Daumen!

    • Das ist aber hier grad auch nicht einfach. Ich bin da einfach so, dass ich es durchstehe, weil ich weiss, dass meine Freundin grad nicht anders kann. ;)

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