Das Leben ist wild!

Bärlauch!

7 Kommentare

Am vergangenen Samstag war Waldtag! Mit einem ganz klaren Ziel: wir sammeln Bärlauch!!! Ich könnte mich da nämlich reinsetzen. Es gibt in der Nähe von trixtown eine Fasanerie mit einem angrenzenden Wald. Schon, wenn man an der Straße dort vorbeifährt, duftet es im Moment überall nach Knoblauch. In diesem Fall ist es allerdings Bärlauch, der dort in Unmengen vorkommt.

Aus dem gesammelten Bärlauch machen wir eine Paste, die man wunderbar übers Jahr aufbewahren kann. Einen Teil habe ich jetzt mal eingefroren, aber laut Rezept sollte es auch im Kühlschrank so lange halten. So bin ich allerdings auf der sicheren Seite. Übrigens habe ich zum ersten Mal etwas im Glas eingefroren. Ich bin zuversichtlich, dass da nichts schief geht. Ist ja keine Kohlensäure drin! ;)

Vorher freue ich mich immer sehr aufs Sammeln, ich bin so sehr gerne im Wald unterwegs.

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Bärlauch gehört – falls jetzt ein Raunen durch die Leserschaft geht – nicht zu den geschützten Arten. Ich kann beruhigen, es ist komplett unmöglich, den Bärlauch hier auszurotten. Der ganze Wald ist voll damit. Und der Wald ist groß! ;)

Generell sollte man dennoch achtsam sein beim Pflücken von Bärlauch. Er ist leicht zu verwechseln mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Wobei nur der Bärlauch in einzelnen Blätterstengeln wächst. Bis jetzt sind wir noch putzmunter …

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Mittendrin – oder genauer gesagt, während dem ausgiebigen Waschen (was wirklich sehr wichtig ist) – bin ich mir nicht sicher, ob die Aktion nicht doch etwas ausartet. Das Waschen ist echt, echt langwierig, weil man jedes Blatt gut putzen sollte. Und hinterher ebenso gut wieder abtrocknen. O_o

Aber es lohnt sich. Spätestens, wenn man das Zeug durch die Küchenmaschine gejagt hat und mit Salz und Öl verfeinert … dann ist alles wieder im Lot.

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Sieht aus wie ein Kuhfladen – schmeckt aber gigantisch gut.

Dies ist eine Bärlauchpaste, da ich mich nicht auf ein Pesto festlegen wollte.

Das Grundrezept hierfür lautet:

750 g Bärlauch

60 g grobkörniges Meersalz

375  ml neutrales Öl

So habe ich z.B. gleich an diesem Abend ein bißchen Paste mit Butter verknetet und eine bezaubernde und superleckere Bärlauchbutter bekommen. Wenn ich ein Pesto möchte, kann ich einfach noch die übrigen Zutaten dazugeben – inkl. ein wenig Olivenöl. Was geht noch? Grillgut marinieren zum Beispiel oder einen Quark damit anrühren … Möglichkeiten gibt es viele. Probiert es ruhig mal aus. :)

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Das Ganze ist also absolut regional und zudem noch selbstgewählt plastikfrei!

Und hier noch ein Tip für all diejenigen, die gerne in der Natur unterwegs sind und ebenso auf Selbstgemachtes stehen! :)

Es gibt die Seite www.mundraub.org! Dort finden sich allerlei Sammler, Erntebegeisterte und Pflücker zusammen und man kann schauen, wo in seiner Nähe etwas Sammelswertes aus der Natur zu finden ist. Sehr genial!!!

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

7 Kommentare zu “Bärlauch!

  1. Hallo Trix!

    Ich habe ja auch schon Bärlauchpaste gemacht, vorige Woche habe ich Bärlauch geschenkt bekommen und am WE im Garten selbst gepflückt.

    Was ich total genial finde ist, in die Maschine, wo die Paste gemixt wurde, im Anschluss Topfen und ein bisschen Sauerrahm einzufüllen und noch einmal durchzumixen.

    Das ergibt einen absolut genialen Aufstrich!

    lg
    Maria

  2. Hallo Trix,

    Bärlauch finde ich ja auch genial! Mein Vater geht immer sammeln und macht auch eine Paste, die er in Eiswürfelfächern portioniert :-) Muss mir Dein Rezept auch mal anschauen und etwas basteln; das macht richtig „gluschtig“, wie wir sagen ;-)

  3. Habe den Post zwar jetzt erst gelesen, aber er kommt wie gerufen. War am Samstag im Wald und hatte solche Lust Bärlauch zu pflücken. Wusste nur nicht so recht, was dann alles damit anzufangen ist. Jetzt weiß ich es :)

  4. Wir machen auch noch Bärlauchsalz: einfach eine ordentliche Portion (einmal geschreddert in der Maschine) mit 1 Kilo Meersalz mischen und trocknen lassen. Das dauert so 3-4 Tage, an denen man rühren muss. Macht sich hübsch in jeder Mühle und schmeckt legga…
    Mein Pesto bekommt als Extra noch Cashewkerne und Grana Padano mit rein :-)
    Und an der Fasanerie bin ich schon langgefahren.

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