Das Leben ist wild!


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Aus dem Leben einer …

Hausfrau!

*schluck* … Ja. Das muss man erst mal schreiben als weltoffene, aus dem Haus gehende und alles andere als konventionelle Dame von Welt trixtown.

Naja, wenn ich jetzt mal wirklich ehrlich bin, war „Hausfrau“ noch nie meine Hauptbeschäftigung. Ich mache das nur rein nebenberuflich. Nur, weil irgendeiner ja den Job übernehmen muss. Ach – und ich teile ihn mir. Prozentual gesehen gehen von dem echt harten Job nämlich ein paar Kinderarbeitsstunden (Zimmer aufräumen, Wäschekorbbefüllen, Altglas gegen Barzahlung wegtragen) und (hier kann man nur Dunkelziffern in den Raum werfen, aber es gibt sie) Männerarbeitsstunden (die ich vor allem im Winter beim Schneeschippen, aber auch bei so lästigen Dingen wie Fensterputzen nicht missen möchte) ab.

Die Stellenbeschreibung einer Hausfrau ist nicht schnell mal so gesagt und ich möchte auch nur teilweise darauf eingehen. Es wäre sonst ein unerschöpfliches Thema. Wenden wir uns also folgender Rubrik zu:  kümmern, dass das Haus einigermaßen in besuchsfähigem Zustand und auch sonst wohnlich hergerichtet ist. Ein Unterabsatz dieser speziellen Rubrik ist dem Thema: „Wie putze ich anständig und solide?“ gewidmet. Die einzelnen Bausteine dieser Thematik werden von Generation zu Generation in jahrmillionenalter Tradition weitergereicht. Ihr merkt es schon, ich werde schon jetzt Satz für Satz für Satz immer tiefer staubkörnchengleich in die Sache hineinbugsiert. HA. Ihr aber auch.

Jede/r hat Tips und Tricks und spezielle Anwendungsverfahrungen auf Lager, die innerfamiliär geheimnisvoll gehegt und gehütet werden. Der eine schwört auf jenes Zaubermittel, die andere liebt hingegen das andere Pülverchen.

Als junges Mädel schon war ich da wohl etwas revoluzzerhaft. Ich kann gar nicht sagen, was meine Mutter als Zaubermittelchen genutzt hat. Vielleicht war ich aber auch schon immer auf diesem Ohr taub. Das könnte ein Grund sein, warum ich nicht wirklich im Ranking der besten 100 Hausfrauen der Sparte „Putz&Teufel“ rangiere. Und doch … das Thema interessiert mich mehr und mehr. Es hat scheinbar auch im Laufe der Jahre latent an meiner Ehre gekratzt.

 … ähm … ja … seht selbst:

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und auch gerne genutzt wird

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aber wirklich der Hammer ist das hohe Aufkommen von

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Und das ist mit Sicherheit noch nicht alles. Das hat nichts mehr mit Mundpropaganda oder mit jahrtausendealter Überlieferung (ihr wisst schon – von der Trommel über die Lagerfeuergeschichten bis zur Werbepause) zu tun. Auch nicht, wenn man komplett mit der Zeit geht. Mit dem Strom fliesst. O_o

Tückisch, das Ganze. Fast könnte man von einer Kompensierung schlechten Gewissens reden. Denn auf Werbung falle ich im Allgemeinen auch nicht herein.

Woher kommt bloß diese wirklich total unnötige Hortung der verschiedensten Mittel und Pulver und überhaupt? (Und was schreibt sie hier überhaupt?)

Wisst ihr – nachdem ich nun eine völlig unspektakuläre April-Challenge zu Ende bringe (ich habe den Garten sommerfein hergerichtet und die Beete aufgehübscht), ist es vielleicht an der Zeit, dem Plastikmanagement mal auf Hausfrauenart die Zähne zu zeigen. Der Mai widmet sich der Reduktion all der überflüssigen Mittelchen. Sind sie denn tatsächlich überflüssig? Was ist hilfreich? Was kann weg? Womit wird Geld gescheffelt? Die Frage nach der Umweltbelastung beantwortet sich in diesem Fall meist von selbst.

Es ist wie bei so vielem. Was brauche ich wirklich? Und – geht es nicht vielleicht auch anders? Vielleicht komme ich hier ein Stück den Wurzeln näher. Denn meine Urgroßmutter hatte doch mit Sicherheit nicht so eine Auswahl an strahlender und glänzender Zauberei. Aber ihr Job in Sachen Hausfrau war wahrscheinlich ungleich härter.

… in diesem Sinne …

Kleines PS. – das Plastik-Müllaufkommen im Hause trix lag im April bei unter 3 kg. Sehr gut. Es wird. Es kann aber auch noch besser. Yeap!

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Am Meer!

Schön war es.

Klammheimlich haben wir uns ab durch die Mitte gemacht. ;) Deshalb war hier ein klitzekleinwenig Ruhe angezeigt.

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Wir sind spontan für ein paar Tage in die Niederlande (Noord – Beveland) gefahren. Wer sich verkleinern möchte oder einfach mal ausprobieren, wie es sich mit „wenig“ anfühlt, der ist dort in einem kleinen Ferienhäuschen wunderbar aufgehoben und merkt wahrscheinlich sehr schnell, wie gut das tut.

 

ist das nicht zauberhaft. Diese knatschroten Tulpen und das strahlende Grün? Okay ... hier ist nichts in Unordnung.

 

Schon unter diesem Blickpunkt haben wir nur sehr minimalistisch gepackt. Ein kleiner und ein großer Koffer für vier Personen inkl. Bettwäsche. Und dennoch haben wir den kleinen Koffer ungenutzt wieder mitgenommen. O_o Na gut – da wurden dann auch noch die Spiele reingepackt und ein bißchen Klötterkram. Aber dennoch … manchmal frage ich mich, für wen das „Backup“-Klamotten-Paket denn eigentlich  ist?!

Das kleine Eiland mit seinen gefühlten fünf Dörfern ist sehr ruhig. Die Touristensaison hat noch nicht begonnen. Überall hängen bunte orangefarbene Wimpel. Bald ist Königstag. Und in vielen kleinen Ecken findet man viele kleine Kuriositäten. :)

 

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Wir hatten zauberhaftes Wetter und eine glückseligmachende Ruhe. Unsere Buben sind inzwischen so groß, dass sie lange schlafen, sich selbst beschäftigen und sogar morgens Spaß am Brötchenholen haben (yessss!!!). Da schmeckt der Kaffee im Bett gleich nochmal so gut. Ich habe die Zeit sehr genossen. Lange Spaziergänge am leeren Strand. Und die Seele baumeln lassen.

 

Am Abend hatten die Stiefelchen durchaus ihre Daseinsberechtigung. Tagsüber ... eher nicht.

 

So sehr ich Holland manchmal ob des Wetters auf den Mond schießen könnte, so überrascht es mich doch auch immer wieder mit Sonne und Wärme, wenn man sie gar nicht erwartet. Ich habe sofort ein Zuhausegefühl, wenn ich die kleinen Backsteinhäuschen sehe und die Gärten mit üppiger Blumenpracht. Natürlich. Verwegen. Und irgendwie so gar nicht akkurat (meistens) sondern wie ein alter Bauerngarten, der zum Verweilen einlädt.

 

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Heute hat mich der Alltag wieder. Das Haus fühlt sich sehr groß und voll an. Ich selbst fühle mich voll und rund an. :(

 

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Und wieder einmal hinterfrage ich, warum wir alles immer so anhäufen müssen in unserer Überflussgesellschaft. Wozu dieses und jenes? Eine kleine Auszeit in eine reduzierte Welt kann einem schnell erden und mit kleinen Dingen zufrieden machen.

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Mit dem Drachen fliegen die Sorgen davon. 4m Elliot Sigma.

 

Was braucht der Mensch wirklich um glücklich zu sein? ;)


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Farbenspiel!

„Im Licht der Ostersonne bekommen die Geheimnisse der Erde ein anderes Licht“

F. von Bodelschwingh

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Es geht auch ohne Plastikwindrädchen, die bunt im Wind herumrattern.

Wunderschön, wenn im satten Grün des Lavendels, der noch ein bißchen Zeit, Sonne und meine Geduld braucht, bis er seine lilafarbenen Stengelchen in die Höhe reckt, schon mal ein farblicher Vorbote die Stellung hält. :)

Morgen werden bei uns traditionell die Ostereier gefärbt. Die Kinder freuen sich schon wie Bolle und Mama auch. Es ist wie überall. Je weniger Stress man sich macht umso schöner wird die Aktion. Wenn ich heute noch frische Rote Beete bekomme, dann teste ich mal den natürlichen Rotanstrich.

Ich mag Rot … in allen Facetten.


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In der Küche!

Vor ein paar Tagen hat rage von MamaDenkt sich Gedanken über Küchen gemacht. Daraus hat sich ein Blogstöckchen verselbständigt, das ich doch gerne aufgreife (ich hab da Spaß dran). Da ich mich derzeit wirklich viel in meiner Küche aufhalte, habe ich das Thema heute mal aufgegriffen.

Als wir vor einigen Jahren hier in dieses Haus gezogen sind, mussten wir zuerst einige Veränderungen im Küchenbereich vornehmen. Die Küche befindet sich für mich an einem recht stiefmütterlichen Ort. Sie ist klitzeklein und, da sie auf der Nordseite des Hauses liegt, zudem echt dunkel. Sonne kommt dort äußerst selten rein. Sie war komplett abgeschottet vom Rest der Wohnung und wir haben erst mal einen Durchbruch in den Wohnbereich gemacht. Ich schreib mal „Wohnbereich“, denn wir haben kein klassisches Wohnzimmer. Für uns war ein großer Familientisch wichtiger, an dem das Leben tobt, als eine solide Fernseh-Sofa-Kombination. ;)

Die alte Brotschneidemaschine auf der eidottergelben Wand über dem Türsturz. :)

Die alte Brotschneidemaschine auf der eidottergelben Wand über dem Türsturz. :)

Zurück in die Zwergenküche. Einer meiner Lieblingsplätze ist auf der Anrichte. Ihr habt richtig gelesen. Mit einer Tasse warmen Tee und einem Buch kann man dort wunderbar drauf sitzen und z.B. der Suppe beim Köcheln zusehen, gelegentlich umrühren und schauen, was sich vor der Tür so tut (nicht viel, btw). Ein Vorhang hätte alles noch dunkler gemacht und so habe ich bei unseren niederländischen Nachbarn einen Sichtschutz in Form einer selbstklebenden Fensterfolie (im unteren Fensterbereich) mit Muster abgeschaut. Dank u well. :)

Die Eckdaten:

In dem 2.70m auf 2.40m großen Raum befindet sich eine inzwischen zwölf Jahre alte Ikea – Einbauküche mit der Eichenfront „Ulriksdal“ (gibt es nicht mehr). Wir haben sie aus unserer alten Küche mitgenommen und etwas umstrukturieren müssen.

In der Küche gibt es einen winzig kleinen Gang (1.50 m auf 0.80 m), der zum Flur geht.

 

Warum geschlossene Fronten?

Ganz einfach. Bislang war ich ziemlich chaotisch und ich bin absolut keine Putzfee. Wir hatten schon offene Regale und mich hat dieses wilde Rumgestehe schier narrisch gemacht. Ich wollte dieses ganze Sammelsurium hinter verschlossenen Türen und weil ich höchstwahrscheinlich ein wenig neurotische Züge habe, habe ich selbst in den Schränken kleine Kartons, die den Inhalt gut sortieren. Inzwischen ist allerdings viel Kruscht aus den Schränken weggekommen und wahrscheinlich kann über kurz oder lang auf einer Seite die Oberschrankpartie weggenommen werden.

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Was ist mir wichtig an meiner Küche?

Sicherlich kann man locker 10.000 Euronen und mehr für eine wirklich hochwertige und perfekte Küche ausgeben. Küchengeräte, hochwertige Holzarten, maßgerechter Einbau vom Fachmann. Das alles hat seinen Preis. Und teilweise sogar zu Recht. Für jemanden, der das Kochen liebt, ist das legitim. Ich koche. Punkt. Auch so, dass es schmeckt. Aber ich brauche keine Highend-Geräte. Für mich muss meine Küche wohnlich und kinderfreundlich sein. Sie muss Macken abkönnen und den Alltag einer Familie aushalten. Die Schränke müssen ausreichen, um den Inhalt gut und luftig aufnehmen zu können. Meine Küche trägt Kratzer und verschüttete Milch oder mal einen klebrigen Rest Sauce mit Fassung. Sie kann wunderbar ab, wenn die Kinder auf der Anrichte stehen, um sich etwas aus dem Schrank zu holen oder aus dem Fenster schauen. Auf mancher Fete ist sie durch den Durchbruch dennoch das Herz der Party, weil eben Platz auch auf dem engsten Raum ist (und das meine ich wörtlich. Hier ist schon eng, wenn man mal zu zweit rumwerkelt).

Ich wollte keine weisse Küche. Und ich wollte auch keine Hochglanzfront. Das ist nicht praktikabel für eine Familie mit Kindern und einer Katze.

Mir fehlt mit Sicherheit ein wenig Raum – z.B. ein kleiner Tisch wäre prima. Und die Müllbehälter ärgern mich auch oft. Aber gut … Irgendwann habe ich eine Wand eidottergelb gestrichen und kleine Bilderrahmen dran gehängt. Eine alte Brotmaschine hängt über dem Durchbruch und mein Kartoffelpüreestampfer an der Wand. Die Küche lebt und atmet …

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das ist das, was ich von einer guten Küche erwarte, die mich lange begleiten soll. Wir werden wohl zusammen alt. :)


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Löwenzahnhonig!

Normalerweise heisst es immer „bei Vollmond“. Ausnahmsweise allerdings spielt sich das Nachfolgende bei strahlendem Sonnenschein ab. Highnoon.

Highnoon also. Und ich bin mit meinen beiden Buben und dem inzwischen bewährten Henkelkörbchen unterwegs ins Feld. Genauer gesagt, an einen für mein Vorhaben sicheren Ort: der kleine Abenteuerspielplatz in trixtown. Sicher, weil dort kein Hund Pipi macht – wie ich mal stark vermute. Ich habe vor einigen Tagen auf der Seite der gruenezwerge ein Rezept gefunden, in dem sie beschreibt, wie man Löwenzahnhonig herstellt.

Wir haben also bei wunderschönstem Wetter ein Körbchen voll Löwenzahnköpfchen gepflückt. Es ist immer wieder schön, dass meine beiden Lieblinge das so mitmachen. :)

Der nächste Arbeitsschritt ist, dass man die gelben Blütenstände vom grün drumherum befreit. Das habe ich etwa eine Stunde gemacht … mit dem Ergebnis, dass ich von den benötigten 300 g gerade mal 100 g zusammengefriemelt hatte. Das liess sich mit einem eiskalten Cosmopolitan ganz gut überstehen, aber dann dachte ich „… drauf“  und habe den Rest mitsamt dem grünen Drumherum in den Topf gegeben.

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Das Ganze muss dann über Nacht in einem Liter Wasser und mit drei Scheibchen Zitrone versehen vor sich hin ziehen. Am nächsten Morgen giesst man den Sud durch ein Sieb in einen Topf ab und fügt 1 Kilo Zucker dazu. Einmal kurz aufkochen lassen und bei kleiner Flamme ca. 1 1/2 Stunden vor sich hin simmern lassen.

Die Kochzeit variiert etwas … man kann die Tellerprobe machen und ein bißchen Sirup auf ein Tellerchen geben und testen, ob sich schon kleine Fädchen bilden, wenn man mit dem Finger reintupft.

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Wie Marmelade etc. einfach in vakuumverschließbare Gläser umfüllen und sich im Winter auf eine leckere Beigabe zum Tee oder schon vorher als Brotaufstrich freuen! :D

Ich habe ja jetzt das Grüne drangelassen und ich muss sagen: es tut der Süsse keinen Abbruch, schmeckt überhaupt nicht bitter! :)

Hier nochmal das Rezept in Kurzform:

300 g Löwenzahnblüten

mit 3 – 4 Scheiben Zitrone

in 1 Liter Wasser geben und über Nacht ziehen lassen

abseihen und 1 kg Zucker dazugeben

Kurz aufkochen und dann ca. 1 1/2 Std.

vor sich hinköcheln lassen.

Umfüllen  – fertig!

 


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Happy Halloween?

Manchmal bringt die Natur interessante … Veränderungen zustande. Mutationen, die wir so nicht an jeder Straßenecke finden werden. Absonderlichkeiten.

„Beeindruckend, nicht wahr!“ heisst es bei den X-Men.

Beeindruckend war erst mal nicht das, was ich dachte, als ich den kleinen Kürbis eben in der Küche aufgeschnitten hatte. Eigentlich hab ich mich sogar ziemlich erschrocken, als ich mit dem Löffel die Kerne herausholen wollte und ich mich plötzlich einer Art Sojasprossen auf Betriebsausflug gegenübersah. Halloween wahrscheinlich …

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Okay … dann dachte ich:

„Beeindruckend, nicht wahr!“

 

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… und funkte gleich meinen Mann per whatsapp an, was ich denn bitte jetzt damit machen solle und ob er sowas schon mal gesehen hätte? Ganz der Pragmatiker kam nur ein „EINPFLANZEN“ (ja doch, ich hör doch nicht schlecht) zurück. Das meinte ich aber gar nicht. Eher: muss ich jetzt darben oder kann ich den Kürbis bedenkenlos essen?! Ich hab mich für … essen entschieden.

Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet, aber so wirklich schmecken wollte er mir nicht …

Den Kürbis habe ich gestern gekauft – im Tegut. Tja … warum passiert also so etwas? Im Grunde ist es tatsächlich eine Art Mutation. Denn normalerweise keimt ein Kürbis wohl nur innerlich, wenn das Äußere, seine Hülle, vergangen ist. Das, was dort passiert ist, nennt man Viviparie … Im Falle des Kürbis eine Störung der Kommunikation zwischen dem Inneren und der Außenwelt.

Kleiner Artikel, der das besser erklärt, als meine kleine Klugscheisserei. ;)

Und nun koch ich mal die Eier, die mein Sohn morgen mit in die Schule nehmen muss. Hartgekocht. „Kannst auch alle vier gleichzeitig kochen, Mama.“ – „Okay!“ – „Das geht schneller!“ … aaaahhh jaaaa!!!


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Alles hübsch?

Die Nachlese zum Thema, wie man Plastik vermeiden kann, hält im Bad wohl noch eine Weile an.

Dort ist es nicht so einfach wie in der Küche, was vielleicht auch daran liegt, dass die Auswahl wesentlich minimierter ist. Schon alleine, was wir als Familie im Bad aufbewahren, ist reichlich reduziert. Aber auch das war ein Prozess, der, wie ihr an den Fotos erkennen mögt, nicht von heute auf morgen geht und noch lange nicht ausgereizt ist.

Wie es begann: nun, auch hier war vorrangig im vergangenen Sommer wichtig, erstmal auszumisten und soweit möglich auszudünnen. Ich kaufe seit geraumer Zeit keine Produkte mehr auf Vorrat. Wir haben in trixtown noch nicht all zu lange einen DM. Da kaufe ich aber gerne ein. So musste habe ich also, wann immer sich die Gelegenheit bot, wie ein Eichhörnchen kurz vor der Wintersaison, den halben DM leergekauft – vorrangig natürlich Duschgel und Shampoo! Natürlich? Ich weiss nicht, was es ausgelöst hat.

Damit war schlagartig Schluß im vergangenen Frühjahr. Allein schon meiner seelischen Verfassung wegen, bin ich überhaupt nicht mehr einkaufen gegangen und habe begonnen, aus dem Vorhandenen zu schöpfen. Dabei sind Unmengen alter Duschgels, die überhaupt nicht mehr gut rochen, dem Müll anheim gefallen. Und ich beschloss, nicht mehr nachzukaufen. Bis heute (!) brauche ich noch auf. Unfassbar, wenn man sich das mal überlegt.

Da wir wenig Stauraum haben (bewusst), wurde auch der Bereich „Handtücher“ reduziert. Ich war mal auf Toilette bei einer Familie im Familienbad und mich traf der Schlag. Wirklich – ich habe sie durchgezählt. Da hingen quer durchs Bad verteilt wohl an die 30 Handtücher. Ich dachte erst, ich muss mich verzählt haben, aber es war tatsächlich so. Das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. O_o

Um jetzt so langsam die Kurve zum Plastik zu bekommen …

Was hat sich konkret verändert!

Wenn man in die Drogerie geht, ist es wohl auf den ersten Blick schwer, eine Alternative zu finden. Wie schon Casta kommentierte, ist es aber auch verflixt heikel, mit Glasflaschen in der Dusche rumzuhantieren. Ich kenne mich – der Elefant im Porzelanladen ist eine kleine Maus gegen mich, wenn ich Schaum um mich herum habe. Was also tun???

Glücklicherweise gibt es so gut wie keine Plastik-Hardware! ;)

Glücklicherweise gibt es so gut wie keine Plastik-Hardware! ;) Auf dem Foto links das ist übrigens ein Fahrradkörbchen aus Geflecht. Gut, da drin wohnen die Kinderbadespielzeuge. Playmo … Brillen … Schleichtiere …

Körperpflege

Ich geb es zu: ich kann ganz schwer mit fiesen Gerüchen umgehen. Mundgeruch, Körpergeruch … also Stinkeschweiss. Das muss nicht sein. Selbst wenn man sich selbst nicht als soooo schlimm stinkend wahrnimmt: die anderen tun das meist schon. Eine sommerliche Busfahrt kann da schon eine Herausforderung sein. Es gibt nur einen Satz, den man sich merken sollte: pfleg Dich gut und stinke nicht! :)

Duschgel, Shampoo und Deo gehören dazu wie Zahnbürste und der Tupfen Zahnpasta darauf. Ihr werdet jetzt lachen, aber ich z.B. stinke wirklich nicht. Ich muss auch nicht täglich duschen. Als wir über die Alpen gelaufen sind, war ich echt fies vor den Bädern (Frauen können so Schweine sein …). Am dritten Tag dann musste ich aber einfach mal duschen. Da wir mit wenig Gepäck gelaufen sind, habe ich zum Wandern immer ein Trägershirt getragen. Im Bad hab ich mal dran gerochen und zufällig kam eine Mitwanderin dazu. „Und? Stinkt, was?“ – ich war sehr erstaunt und sagte: „Öhm. Nö. Erstaunlicherweise überhaupt nicht“, woraufhin sie (ernsthaft) mir das Hemd aus der Hand nahm und dran roch. O_o „Oh tatsächlich.“ Ich schweife aber ab, das Thema beschäftigt mich eben des öfteren im Alltag.  Vielleicht deshalb die Hamsterkäufe???

  • Duschgel – brauche ich tatsächlich noch auf.
  • Shampoo – ich bin umgestiegen auf festes Shampoo von Lush, das ich in einer Metalldose aufbewahre. Erstaunlicherweise funktioniert es prima. Ich vermisse das herkömmliche Shampoo nicht.
  • Spülung – bin ich umgestiegen auf Apfelessig. Meine Haare sind superfluffig. Ist also ebenfalls praktikabel. Allerdings muss ich die Spülung nach dem Duschen auftragen und dann über der Badewanne ausspülen. Remember: der Elefant und so.
  • Deo – nicht diskutabel. Seit 20 Jahren benutze ich Rexona. Und ja – es hält, was es verspricht.
  • Handseife – da hatte ich immer schon mal Anwandlungen von fester Seife. Und hab das jetzt konsequent umgesetzt. Im Gäste-WC werden die Reste der Flüssigseife aufgebraucht.
  • Zahnpasta und Co. Wir benutzen alle vier elektrische Zahnbürsten und nur auf Reisen mal normale. Wenn überhaupt. Da fällt bei weitem nicht soviel Abfall an. Was die Zahnpasta anbelangt, bin ich auf Ajona umgestiegen in der Metalltube. Dabei ist mir aufgefallen, dass wir die bei uns früher zuhause auch immer hatten, weil meine Eltern starke Raucher waren. Alternativ gibt es auch von Weleda Zahnpasta in Metalltuben. Merke ich mir mal vor. :)
  • Badezusatz – oh ich liebe es, zu baden. Ich habe, da ich das nur selten tue und es für mich ein Luxus ist, immer kleine Päckchen gekauft. Je nach Stimmung. Aber das ist wirklich viel unnötiger Killefitz. Mit dem Badezusatz von Lush bin ich glücklich. Aufbewahrt wird er in einem Glasgefäss. Ist gut portionierbar und duftet einfach lecker.
  • Das notwendige Papierchen – vergesst es. Versucht mal, Toilettenpapier ohne Umverpackung in Plastik zu finden. Es gab mal eins bei DM. Warum eigentlich nicht mehr? Und Frau Krautwaschls Umfunktieren von Einmalhandtüchern (die man in öffentlichen Toiletten ziehen kann), mag ich nicht mitmachen. Mein armer Poppes …

Zu Lush sollte ich generell sagen: geht mal in diesen Laden. Einfach online bestellen ist vielleicht etwas gefährlich, denn man sollte schon mal die verschiedenen Seifen durftmässig testen. Kräutershampoo riecht wirklich gruselig und bei vielen Seifen fühlte ich mich ins Alter von 5 Jahren und in ein rosa Prinzessinnenkostüm versetzt. Das geht gar nicht. Beim Shampoo war z.B. für mich das einzige gut duftende ein Jasmin-Shampoo. Riecht wie ein frisch aufgegossener Jasmin – Tee. :)

Hier also viele Plastikrestposten und aktuell noch in Benutzung befindliche Dinge. Im Badschränkchen ist meines Erachtens nicht wirklich viel für eine vierköpfige Familie. Oder? Oder???

Hier also viele Plastikrestposten und aktuell noch in Benutzung befindliche Dinge. Im Badschränkchen ist meines Erachtens nicht wirklich viel für eine vierköpfige Familie. Oder? Oder??? Ach und die Colgate ist inzwischen outgesourced und ich bin auf Ajona umgestiegen.

 

Im Badschränkchen

Das Heiligtum vieler Frauen. Die Schatzkammer der bunten Farben und wohlduftenden Fläschchen. Ich schminke mich kaum. Lippenstift ja … aber ich war, was das betrifft, während der entscheidenden Zeit wohl sehr im Grunge-Fieber und ein Ök! : D Perfektes Augenmakeup … öhm. Also ist auch meine Auswahl begrenzt. Von Mascara und Kajal bekomme ich zudem immer wildes Augenribbeln.  Ein Kajalstift lebt alibihaft bei mir, man weiss ja nie. Weil ich im Winter und Frühjahr so blass war, habe ich allerdings statt der normalen Tagespflege ein Produkt mit etwas Bräuner verwendet.

Hier muss ich generell noch nach Alternativen suchen, wobei meine Tagespflege immer sehr lange hält (sie war auch mal im Glas, manchmal ist Relaunching nicht immer toll). Da meine Nachtpflege zur Neige geht, werde ich hier ein Produkt im Glas kaufen. Ganz ohne Plastik geht es hier oftmals nicht. Wie gesagt, abschminken fällt meist weg. Ich habe allerdings ein Reinigungspeeling, das noch aufgebraucht werden muss. Ich werde wahrscheinlich berichten können, wenn die Umstellung auf neue Produkte kommt. :( So sorry. Aber manchmal geht es einfach nicht so schnell. Obwohl ich ungeduldiger Mensch es sicher gern so hätte.

Meine Schwester hat früher lange Jahre bei Lancaster gearbeitet … ich war immer ziemlich gut mit Düften versorgt. Das reduzierte sich im Lauf der Jahre von alleine. Es gibt ausgewählte Düfte, die ich nun mal gerne nutze. Siehe oben, meine lieben Damen und Herren … ihr wisst ja jetzt! Hm. Genau!

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Gäste-WC. Ups – da ist der Gaul mit mir durchgegangen und ich habe schräg fotografiert. Ich persönlich finde, dass man immer was zu schauen haben sollte und so hängen dort überall gerahmte Fotos von schönen Dingen und Orten. Die Gäste dürfen auch die Flüssigseife aufbrauchen. ;) HA!

 

Ich werde in einigen Monaten noch einmal eine Nachlese der bis dahin aktualisierten Badsituation machen. Es wird sich sicher noch etwas verändern. Möglichkeiten zeigen sich viele auf. Bitte entschuldigt die dunklen Bilder, aber mein Blitz ist etwas mau. :/