Das Leben ist wild!

Umbrüche im Grünen! :)

7 Kommentare

Was ist wann wo zuviel?

Das ist ein zentrales Thema für mich! Nicht nur bezüglich dem Umgang mit Plastik und Vermüllung.

Generell gehen meine Überlegungen dahin, zu reflektieren und zu selektieren: was brauche ich, um mich wohlzufühlen? Vor einigen Monaten habe ich begonnen, das Haus auszumisten. Das geht mal eine längerer Zeit am Stück recht gut, kostet aber auf Dauer sehr viel Energie und Nerven. Ich fahre sehr gut damit, saisonal auszumisten und gezielt an den entsprechenden Stellen mein Hab und Gut zu minimieren.

Aber dennoch stellt sich mir immer wieder die Frage, wohin Minimalismus für mich zielt. Dabei habe ich festgestellt … ich unterscheide zwischen dem mir Nächsten, nämlich all die Dinge, die in den Schränken und Schubladen wohnen. Und die Dinge, die man gerne mal in Hamstermanier einkauft (gerade Duschgel war da ein echt gewichtiges Thema im Einkaufswagen).  Heute weiss ich: brauch ich nicht. Belastet mein Denken und Handeln viel zu sehr.

Dann sind da natürlich die Gegenstände, die ich aufbewahre, schlicht weil ich zu faul bin, sie zu entsorgen. O_o Schaut mal in unsere Garage …

Es gibt gefühlt also eine Million Dinge, die ich hier nicht brauche. Auch meine Mitbewohner aka Familie braucht sie nicht. Sammler und Jäger allesamt die Buben … So bin ich treibende Kraft in dem Bewusstsein, das Leben durch ein kleines Bißchen „Weniger“ lebhafter und vor allem zentrierter zu gestalten.

Jaaa … und jetzt kommen wir zum kleinen Dilemma in meiner Minimalismus-Welt (oder vielmehr meinem Weg dorthin).

Was ist mit den

Herzensdingen? Herzen-angelegenheiten? Herzens-wärmern?  Herz-allerliebstem? Herz-glücklichmachern?

Oder auch mit den Augenschmeichlern?

Erinnerung-bewahrern? Gedanken-gütern? Seelen-streichlern?

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Im Haus wie gesagt, kann ich inzwischen gut selektieren zwischen dem Notwendigen und dem Notverursachendem. Jetzt bin ich gestern den ganzen Tag im Garten gewesen und finde: wenn sich das Auge im Grün verliert, braucht es ein paar Brüche. Seltsamerweise stört es mich überhaupt nicht, wenn da einige Dekorationsstücke oder auch Umbrüche dazukommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht immer alles im Gesamten sehen muss, sondern mein Auge als Gradmesser für Herz und Seele und Geist fungiert und so  je nach Standpunkt die einzelnen wirklich rein dekorativen Gartenverschönerer sieht.  Vielleicht ist es auch gar nicht so viel. Gartenzwerge gibt es nicht bei uns, ich sag es nur mal … :’D Es sind mehr beruhigende Stängelchen, Kugeln und sowas, was sich liebevoll in die Beete und ins Gebüsch einbettet.

Und mein Herz hängt tatsächlich an alten Dingen. Genauso wie an fast vergessenen Worten. Ich mag es, wenn die Gegenstände, die mich umgeben, eine Geschichte erzählen können.

Gerne würde ich wissen, was für eine Geschichte mein neuestes Hab und Gut in sich birgt.

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Das kann man doch unmöglich wegwerfen, oder? Also – ich kann es nicht. Heute morgen hat es seinen Weg vom Sperrmüll (!) in der nächsten Straße auf unsere Terrasse geschafft. Ich habe die Waschschüssel gesäubert … und wenn ich weiss, dass es wetterfest ist, kommt es als Vogeltränke in den Garten. Ein kleiner Umbruch im Grünen quasi. ;)

Dawährend es sich einlebt, kann ich mich in der Garage austoben und sehen, was dort an unnützen und platzeinnehmenden Gegenständen so herumlungert. Versteckt und fast vergessen …

Fast …

 

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

7 Kommentare zu “Umbrüche im Grünen! :)

  1. Mein Freund ist ein großer Sammler von alten, schönen Dingen…mir ging das lange ab, aber langsam gewöhne ich mich an die besondere Ästethik, die diese Gegenstände besitzen. Ich werde nie ein großer Trödelmarktbesucher werden, aber das eine oder andere im Haushalt möchte ich nicht mehr aufgeben…lg Carola

  2. Hallo Trix!

    Also diese Waschschüssel hätte ich auch auf der Stelle mitgenommen und daraus eine Vogeltränke zu machen finde ich eine super Idee!!!

    Genieße Deine „eye-catcher“ im Garten!

    lg
    Maria

  3. Was für ein ungewöhnliches Stück! Hast Du das zusammen mit dem Metallgestell gefunden oder nur die Schüssel? So ganz aus einer Epoche scheint es nicht zu sein… aber spannend!

  4. Mit den Heruensdingen ist das so eine Sache. Man muss ja nicht alles aufheben, aber ein paar Stücke schon.

  5. Ich schlepp auch oft genug Dinge vom Sperrmüll rein, manche passen sich perfekt in die Wohnungsgestaltung ein, zuletzt ein kleiner Schreibtisch, passend zu meinem eigentlichen Schreibtisch, der ihn jetzt verlängert. Manche Sachen müssen auch rumstehen dürfen, als Erinneungsstücke und ich habe auch vieles von der Kategorie „Wer weiss, für was sich das mal noch verwenden lässt“ ;-) Wenn es einem dann doch nur auf die Nerven geht, kann man es immer noch zum Second Hand-Laden bringen.
    Liebe Grüsse, Marlene
    P.S.: Die Vogeltränke / Waschschüssel sieht ja echt historisch aus!

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