Das Leben ist wild!

Plastik vs. Holz … Rouuund 1!

22 Kommentare

Neues aus der plastikfreien Zone!

Ich schätze, jedes Material hat so seine schwarzen Schafe. Sehr skeptisch bin ich immer bei Holzwäscheklammern und bei Spülbürsten.

Das mit den Holzwäscheklammern bedarf eines erneuten Versuches und unten in der Waschküche liegen schon die neuen kleinen Bambusklämmerchen. Schauen wir mal.

Und das Thema „Spülbürsten“ habe ich in den vergangenen Jahren verdrängt. Die Spülbürste, die wir hatten, war von Ikea und hielt, bis sie dem Plastikmanagement von Frau trix zum Opfer fiel, lange Jahre. Ich hab sie immer mal mit in die Spülmaschine gesteckt, was sie dankbarerweise unbeschadet wieder und wieder überlebte.

Aber nicht ohne Grund hatten wir genau diese Bürste. Und kurz blitzte dieser Gedanke auch auf, als ich zum alternativen Holzwerkzeug griff. Kurz. Dann war ich wieder abgelenkt und die Bürste lag im Einkaufswagen. So schnell geht das.

Wisst ihr, ich mag funktionale Dinge. Einfach. Praktisch. Gut. Man erledigt die Dinge nur so gut, wie auch das Handwerkszeug ist. Ein stumpfes Messer kann alles zur Qual werden lassen. Egal ob man jetzt schnitzt oder Gemüse schnippelt.

Dazu muss man sagen: ich bin fies vor Spülzeux. Okay – ich habe eine absolute Aversie gegen Spüllappen. Niemals werde ich Menschen verstehen, die ohne Furcht einen patschnassen eiskalten Lappen aus dem Spülbecken angeln können und ihn dann auch noch *schauerüberdenrückenriesel* ausdrücken können. Bäh. Bäh. Bäh!!! Und was auch nicht geht, sind diese fisselsweichen oder mikrofleecigen Teilchen, die, wenn sie trocken sind entweder an der Haut schubbern oder wenn sie nass sind, wie nasses Tierfell an einem kleben. *aaaahhhh* … ich schweife ab!!! Ganz schlecht!

Deshalb sind Spülbürsten ein wichtiges Tool in meinem Haushalt. Langlebige wohlgemerkt. Aber die Holzbürste war ein Reinfall.

Nach einer Woche zeichnete sich ab, dass die Borsten ein eigentümlich widerspenstiges Eigenleben führen und überall hin zeigen – nur nicht in die vorgegebene Richtung. Habt ihr mal versucht, damit einen Topf sauber zu kriegen? Habt ihr? Die Borsten quaddeln in alle vier Himmelsrichtungen und Du weisst genau … nur nicht dahin, wo sie hin sollen.

Lebensdauer dieser Holzbürste war also ca. 3 Wochen, weil ich mich immer wieder damit rumgequält habe. Vorsorglich habe ich schon ein zweites Modell gekauft, als abzusehen war, dass die aktuelle Bürste den Weg alles irdischen geht. Aber auch diese überzeugt mich nicht. Sie war zwar dreimal so teuer, aber sie liegt ganz ungünstig in der Hand und das Putzen wird zum Akt, denn ergonomisch ist was anderes. In jedweder Hinsicht. Fühlt sich eher wie ein schweres Mordinstrument an als ein Küchenuntensil. Nachts hätte ich damit keine Angst in dunklen Ecken … O_o

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Kurzum – damals habe ich eine zweite Bürste aus Kunststoff mitgenommen. Man weiss ja nie. Ich tausch jetzt wieder Holz gegen Plastik. Denn in diesem Bereich taugt es für mich nichts, sondern käst mich bei der fast täglichen Nutzung komplett an. Die Lebensdauer ist ein wichtiger Faktor finde ich. Ich möchte nicht immerzu austauschen und wegwerfen müssen. Selbst wenn das Material umweltfreundlich ist. Da entzieht sich mir der Sinn.

Gibt es auch in Eurem Haushalt ebenfalls Dinge, die ihr – als Plastiknichtmöger – trotzdem behaltet, obwohl es naturfreundliche Alternativen gibt?

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

22 Kommentare zu “Plastik vs. Holz … Rouuund 1!

  1. Hi Trix,

    die Story ist einfach nur göttlich! Der böse Schwamm *haha* kann ich soooo nachvollziehen! Mag ich auch nicht besonders :-D
    Und als Mensch der beruflich u studiumsmäßig tagtäglich mit Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit konfrontiert ist bekommst du hiermit einen römischen Einser von mir verliehen. Deine Denkweise und Herangehensweise find ich ganz toll! :-)
    Ich selbst hab dem Plastik so gut es geht den Kampf angesagt. Und da war eine der ersten Investitionen der Herr Emil, der seither in großer oder mittelgroßer Variante mein täglicher Begleiter ist. Vielleicht kennst du ihn sogar, da er eigentlich aus Bayern kommt und sogar schon 23 Jahre alt ist: http://www.emil-die-flasche.de/index_home.php

    Worauf ich nicht verzichten könnte:
    – meine elektrische Zahnbürste. Ich mag normale Zahnbürsten leider gar nicht. Hab da immer das Gefühl dass die Zähne nicht gscheit sauber sind egal wie gründlich ich putze ;-)

    Liebe Grüße aus Wien,
    Eleni

    • Stimmt – bei der elektrischen Zahnbürste bin ich auch ganz weit vorn mit dabei.
      Aber ich finde das bei langlebigen Sachen gar nicht so schlimm – mich ärgert das Plastikzeug, das nur einmal benutzt wird, am meisten – Partybesteck, Kaffeebecher, überflüssige Schutzfolien. Allein wenn man sich mal vorstellt, was da im Flugverkehr Tag für Tag anfällt, wird einem ganz schwindlig…Lieber Gruß! Carola

      • Absolut! Oder der ganze Kleinkram in Krankenhäusern… wobei man da leider aus hygienischen Gründen oft keine Alternativen hat.

        • Ich könnt Euch da Storys erzählen … allein die Handschuhe. Ich arbeite ja auf einer Wohngruppe mit körperbehinderten Jgdlichen … da fällt einiges an. Ich lass die Handschuhe weg, so gut es geht.

          Ja. Wir benutzen alle in der Familie elektrische Zahnbürsten. Fühlt sich sauberer an. :)

          Lg

          • Würd ich auch gern aber ich vertrag das Spülmittel nicht so gut. Da nehm ich dann lieber welche statt Bläschen an den Händen. Und da gibts welche vom DM in einer Großpackung, die sind milchig weiß u durchsichtig, stabil, latexfrei,liegen ganz eng an und lassen sich wunderbar mehrmals verwenden. Das kann ich dann halbwegs mit meinem Gewissen vereinbaren ;-) Neulich hatte ich ein frisches Paar davon an wie ich Knoblauchsauce gemacht hab und danach haben die Hände das erste Mal nicht den ganzen Tag danach gerochen :-D Prädikat sehr empfehlenswert :-)
            LG

  2. Ich habe mir Holzspülbürsten an einem Marktstand bei uns auf dem Wochenmarkt gekauft – die sind gigantisch! halten jetzt schon ein gutes halbes Jahr, lassen sich mit etwas Essig super reinigen und zerkratzen nix. Echte Alternative zu Plastik!!!

  3. Genau diese erste Spülbürste aus Holz hatten wir auch. Sie kam mir sehr unhygienisch vor … dort, wo die Aufhängung ist. Die ging dann auch gleich ab, bäh! Jetzt sind wir auch wieder bei Plastik, obwohl mir anderes lieber wäre. Aber nicht so eine ‚Keulenbürste‘, die von einem Designer kreiert wurde, der noch nie gespült hat ;-)
    Ich seh‘ es mal so: Plastik an Lebensmitteln geht gar nicht; ansonsten muss man leider Kompromisse eingehen. Selbst Kosmetikartikel in Glasflaschen haben zumindest einen Kunststoffring oder ~zerstäuber. Man darf es nicht ganz so eng sehen …
    LG, Franka

  4. Diese Spülbürste vom Möbelschweden habe ich auch. Kaum todzukriegen. Und bei dem Preis fange ich noch nicht mal mit dem Nachdenken an.
    Ne Holzbürste finde ich total ekelig. Irgendwann fängt das Hoz an, Risse zu bilden, wo sich die lustigsten Tierchen drin suhlen, den Geschirrspüler überleben die eh nicht und ständig nachkaufen nutzt nur dem Verkäufer etwas. Der Umwelt jedendfalls nicht. Und ich frage mich auch ständig, welcher Baum dafür sterben musste. Dann lieber Plaste aus Recyclingmaterial- Plastik ist ja nicht ausschließlich Teufelswerk. Es kommt nur auf dem sinnvoll Einsatz an.

    • Der letzte Satz spielt eine große Rolle. Schlimm ist wirklich die Einmalplastikverbrauchergesellschaft. Zupp und weg.

      Naja … als Totschläger kann ich die andere Bürste ja mal aufbewahren. Falls sich ein Einbrecher am Kater vorbeiwagt.

  5. Was mir bei deinem Bericht aufgefallen ist: Hast du das Holz vor der Benutzung mit Öl behandelt? Dann wird es nicht eklig bzw. ich kann mir nicht vorstellen, was dann noch eklig werden könnte. :)

    Küchenutensilien aus Holz muss man (wenn es unbehandelt ist) immer vorher einölen. Egal ob Messer, Brettchen, Mörser oder oder oder. :) (Bambus ist eine Ausnahme, das ist aber auch eine ganz andere Pflanze mit vollkommen unterschiedlichen Eigenschaften.)

  6. Hallo trix,

    ich hatte Spülbürste, Nagelbürste im Bad und Abtropfgestell letztes Jahr von Plastik auf Holz umgestellt. Und wieder zurück auf Plastik. Weil das Holz schimmelte und das Metall an der Spülbürste rostete. Seitdem bin ich nicht wild auf weitere Öko-Experimente.

    Das neue Abtropfgestell ist aus Zink. Statt auf einem Holzbrettchen schneide ich schon länger superglücklich auf einem Keramikteller. So einfach. Holz in der Küche geht für mich seitdem gar nicht mehr. Angeblich ist Holz ja so hygienisch. Glaube ich nicht dran.

    Bei Edeka gibt’s tolle Spüllappen. Kompostierbar. Bunt. Wild?

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Ja … ich glaube, man sollte ruhig mal die Alternativen testen. Umschwenken kann man immer. Aber irgendwie war ich schon ein wenig enttäuscht von der Ausbremsung. ;)

      Edeka – da schau ich mal rein. Kompostierbar, wie genial. :D

  7. Meine Alternative ist ein Spülschwamm aus Edelstahl, mit dem bekomme ich jeden Topf sauber und der wird in Karton verpackt verkauft. Ja, man macht sich die Finger nass. Aber das ist ok für mich.

    lg
    Maria

    • Finger naß ist nicht das Problem, wenn ich den Schwamm selbst nass gemacht hab. Nur, wenn ich einen aus der Spüle fischen muss … der da schon so vor sich hinlebte …

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