Das Leben ist wild!

Putzmittelflut!

16 Kommentare

Ein weiterer Schritt in Richtung bewussteres Leben, bewussterer Umgang mit meiner Umwelt war meine Mai-Challenge. Anfang des Monats habe ich alle möglichen (und unmöglichen) Putzmittel im Hause trix hervorgekramt und bin bald aus den Latschen gekippt, für was man alles einen speziellen Reiniger  „braucht“.

Ihr könnt Euch vorstellen, wenn man wissen will, wie es anders gehen könnte, muss man es auch wirklich ausprobieren. Ja – ich habe überdurchschnittlich viel geputzt. Normalerweise gehöre ich nicht zur dauerputzlappenschwingenden Fraktion, sondern tue dies nur äußerst ungern. Notwendiges Übel und so …

Aber nun zur Auswertung.

Nein! Man braucht nicht wirklich viel.

Küche!

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Dort habe ich zwei Wochen lang, denn ich mag wegwerfen nicht sonderlich, den Fettlöser aufgebraucht. Sogar mit in den Urlaub hab ich ihn genommen. Konsequent genutzt verbraucht man eine halbe Flasche (die bis dato rumdümpelte) in zwei Wochen und kann sich ohne weiteres hochrechnen, was da an Plastikmüll und Umweltschlonz anfällt.

Das Spülmittel habe ich a) durch ein ökologisch abbaubares ersetzt, b) dieses dann auch noch verdünnt und c) in einem 5l Kanister zum Umfüllen gekauft. Von den beiden Ceranfeldreinigern habe ich einen verschenkt an einen Freund, der gerade umgezogen ist.

Was ist also notwendig? Im Alltag fast nur das Spülmittel. Damit lassen sich alle Flächen reinigen. Was will man mehr? Das Zubehör für die Spülmaschine ist auch noch notwendig, lässt sich aber prima von Plastikeinzelverpackung auf Großpackung umstellen. Ich denke, wenn man eine Spülmaschine nutzt, dann sollte man sie auch pflegen, sonst ist es schnell vorbei mit der Langlebigkeit von Gläsern und Co. Mal abgesehen von der Spülmaschine selbst.

Bad!

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Alle drei braucht es nicht wirklich. Tatsache. Im Moment verbrauche ich noch die Reste, habe aber schon weiter experimentiert. Wir haben im Bad sehr wenig Plastik. Unsere Dusche hat einfache Glaswände, das war mir beim Einbau wichtig. Weiss man aber auch erst, wie gut das ist, wenn man in einer Gegend wohnt, die den höchsten Wasserhärtegrad weit und breit hat. Nach dem Duschen einfach gleich mit einem Abzieher drangehen und mit einem Tuch trockenwischen. Es bleiben keine Rückstände. Dusch- und Badewanne, Waschbecken und auch die Toilette – lässt sich einwandfrei mit verdünnter Essigessenz reinigen (die es auch noch in der Glasflasche gibt, *froi*).

Böden!

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Den Allzweckreiniger habe ich verschenkt, der Glasreiniger wird gerade aufgebraucht. Beides muss man nicht nachkaufen, habe ich festgestellt. Auch hier tut es die Essigessenz in Kombi mit dem Spülmittel prima. :) Wahlweise nehme ich inzwischen auch Waschsoda!

Heisst jetzt:

Essigessenz verdünnt ist ein reines Wundermittel. Unser Laminat hatte immer Schlieren. Das war zum Fürchten. Viel hilft nicht immer viel. Ich nutze im Wechsel Essigessenz und Waschsoda. Nach gefühlten 10 Mal putzen ist der Schlonz runter und der Boden sieht beneidenswert gut aus. Waschsoda als auch Essigessenz gibt es in umweltfreundlicher Verpackung in der Drogerie.

Waschsoda ist zudem noch ein Alleskönner. Wenn denn mal Rückstände im Topf bleiben (angebraten oder diese fisseligen Nudelstreifen) einfach ein wenig in Wasser aufkochen. Ich war begeistert. Man kann es auch als Bleichmittel in die Weisswäsche geben, die Toilette entkalken, Holzbrettchen wieder aufrüschen und so weiter.

Spülmittel als Fettlöser in der Küche, auf dem Tisch … na ihr wisst schon. Ebenso als Fensterputzmittel mit einem Spritzer Essigessenz ins Wasser gegeben. :) Funktionert einwandfrei. Und dann würde ich schon fast sagen: that’s it.

Ich verbrauche nun alle überflüssigen Putzmittel oder verschenke sie. Es lohnt sich, ein wenig im Netz zu stöbern und nach alten Hausmitteln zu schauen, denn irgendwie hat man ja schon immer gereinigt. Es ist oft nicht mehr Aufwand, als all die bunten chemischen Keulen zu nutzen, aber weitaus besser für das Gleichgewicht unserer Umwelt.Weiter habe ich festgestellt – und jetzt lacht nicht – dass gute Putzlappen echt weiterhelfen. Sie sind Gold wert. Meinem Mann sei dank, der auf Märkten schon mal ganz gerne bei diesen haushaltswarenanbietenden Ständen hängenbleibt, gibt es in unserem Haushalt solche Koi-Mikrofaser-Tücher. Hammer! Einfach der Hammer! :D (Neeeeiiiin – ich mache keine Werbung!!!)

Fazit: eine sehr lehrreiche Challenge.

Ich bleibe dran.

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

16 Kommentare zu “Putzmittelflut!

  1. Tolle Sache, Kompliment!
    Der Franzose und ich sind da auch konsequent: Wir putzen einfach nicht mehr. Keine Chemie und alles riecht ein bisschen nach uns. :)

    Lieben Gruß,
    Oliver 2.0

  2. Essigessenz nehme ich seit Jahren, einfach nur genial!

  3. Cool! Aber Waschmittel für die Wäsche hast du nicht als Putzmittel gerechnet? Ich hab vor 1,5 Jahren auch vieles entsorgt (Fenster putzen geht eh gut mit anderem, ich glaub wir haben Spülmittel genommen). Aber ich könnte den Allesreiniger mal noch wegreduzieren :-) So eine Inventur ist eine gute Idee! LG, Marlene

  4. Richtige Putztücher finde ich auch wichtig, deshalb denke ich nicht, dass das Blödsinn ist. :)

    Zum Putzen verwende ich vor allem Essig(essenz), Zitronenessenz, Back-Natron und Kaffeesatz zum leichten scheuern. :)

  5. Ein sehr interessanter Artikel. Das Waschsoda merke ich mir mal vor und demnächst mache ich auch noch mal ‚Inventur‘. Wir haben sowieso schon mächtig reduziert und es ist wohl wahr, dass man früher auch mit irgendwas Natürlichem gereinigt hat und das ging auch.

  6. Mein Putzschrank ist leer: Spülmittel, Scheuermilch. Zitronensäure zum Entkalken der Senseo, Waschmittel.

  7. Ja. Ich putze Laminat, Fenster, Kacheln, alles nur mit Spülmittel. Als Konzentrat. Spart Einkäufe, Platz und Müll.

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