Das Leben ist wild!

Eingeständnis!

18 Kommentare

Gestern abend erreichte mich ein sehr lieber Leserbrief!

Erst mal war ich überrascht und dann dachte ich: „Sie hat recht. Und sie hat mich geradewegs bei den Hörnern gepackt!“

Es geht konkret – und da hilft alles Rauswinden nix – ums „Weniger werden!“

Sehr scharfsinnig hat mir Nanne geschrieben, dass ich seit Februar das Thema so komplett rausgenommen habe. „Niemals!!!“ dachte ich erschrocken und wusste doch genau „Stimmt!“ Wie hat Casta das mal so schön geschrieben: „Wenn ich nicht drüber schreibe, könnt ihr davon ausgehen, dass es gerade nicht klappt!“ Bingo! Leider!

Auf jeden Fall hat es mich zum Nachdenken gebracht. Das Thema „Plastikmanagement“ war wirklich eine gelungene Ablenkung, die mir da in die Quere kam. Es hat mich herrlich in andere Bahnen geworfen. Doch im Hinterköpfchen gärt es in mir, dass ich aber gewichtsmässig so nicht bleiben möchte. Wieder rund und gefangen in einem Körper, der mit meiner sonstigen Geschwindigkeit nicht Schritt halten kann. Mir geht es nicht gut – und ich verdränge und schäme mich.

Ich fühle mich nicht im Einklang mit mir selbst. Und dass, obwohl ich nachhaltig gute Lebensmittel zubereite und meine Einstellung zur Nahrungsaufnahme sich ein Stückweit verändert hat. Natürlich kann ich alles auf meine Autoimmunschwäche schieben. Fakt ist, dass ich schlecht eingestellt bin und wir gerade die Dosierung der Medis umstellen. Mein Körper will die Kilos nicht loslassen. Der Stoffwechsel ist im unteren Level – aufgrund von wenig Sport, zu großen Portionen und höchstwahrscheinlich allein dem Gedanken an „Diätverhalten“.

Als ich vor ein paar Jahren (puh – so lange ist das doch noch nicht her) in den Spiegel schaute und mir dachte: „JETZT IST SCHLUSS!!!“ habe ich konsequent und mit ziemlich großer Disziplin und einem gefühlt unendlich langem Atem das Projekt „Abnahme“ durchgezogen. Und zu meinem Leidwesen ist dieser Gedanke nur halbherzig da. :(

Gerne würde ich ein Hauruck-Ding drauß machen. Ihr wisst schon: bittere Medizin schnell schlucken und ein tolles Ergebnis haben. Am besten sofort. Das geht leider nicht. Die Ohne-Zucker-Challenge hat mich auf den Boden gebracht und ich hatte einen guten Start ins Jahr. Das Gewicht ist rapide runtergegangen und mit ein bißchen mehr Sport konnte ich kleine Sünden ausgleichen.

Nur – wenn es dann stagniert und die Erfolgserlebnisse ausbleiben, zweifelt man doch plötzlich stark an sich und es ist gefährlich leicht, die Spur zu wechseln. Ich tue das. Und dann fällt es mir schwer, mir einzugestehen, dass da was grundlegend schiefläuft. Auf Biegen und Brechen geht es nicht. Und ich merke, es geht nicht nur mir so.

Für den Juli steht die Challenge schon. Drei pro Tag! Drei Mahlzeiten. Gesund, ausgewogen. Und wieder: weg vom Zucker. Ich möchte abnehmen. Und ihr dürft mich begleiten auf meinem Weg. Für den Juni heisst es nur: nicht mehr zunehmen! Das ist schon hart genug.

Danke liebe Nanne für den zarten Hinweis, der sich wie Wellen in mir ausgebreitet hat und sehr an mir gerührt hat. Ich bleibe dran!!! Und Tipps und Tricks bekommst Du auch!!! Sehr gerne.

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

18 Kommentare zu “Eingeständnis!

  1. Liebe Trix, ich bin mir sicher- wenn es eine schafft, dann Du! Ich glaub an Dich! Du Heldin des Dranbleibens!!!

    • :* Nächstes Jahr zum Avon – Frauenlauf würde ich gerne etwas geschmälert kommen. Das ist ein gutes Ziel!!!

      • Jawohl! Immer gut, einen fixen Termin zu haben. Freu mich jedenfalls auf Dich. Und Sandy. Frauenlauf mit ganz vielen lieben Menschen.
        Bin auch wieder einmal ERNSTHAFT beim Abnehmen… und auch wie Du brauche ich JETZTHIERUNDSOFORT schnelle Ergebnisse, weil ich ja -anders als Du- auch zu frühem Frust und schnellem Aufgeben neige (blöde Sache das!). Also Tag 2 mit Pulverdiät. Könnte aber mittlerweile die Tapete von den Wänden knibbeln und verspeisen. WW war doch alltagstauglicher und einfacher durchzuhalten… na, das bleibt mir immer noch, wenn ich ein paar Tage eine akzeptable Ausgangsbasis geschaffen habe. :-)

  2. Hallo Trix!

    Was hast Du für eine Autoimmunerkrankunge? Ich gehe davon aus Schilddrüse?

    Da kann ich auch ein Lied singen…

    lg
    Maria

    • Yeap. Hashimoto. Braucht kein Mensch …

      • Willkommen im Club. Braucht echt keiner.

        Hast Du es schon mit einem Kombipräperat versucht wo auch T3 drinnen ist? Das hilft bei Gewichtsproblemen.

        Kennst Du das Buch „die gesunde Schilddrüse“ von Mary Shomon? Da schreibt sie sehr viel darüber.

        lg
        Maria

        • Ein Kombipräparat nehme ich nicht. Bisher L-Thyrox 100 – aber das Gelbe vom Ei ist es irgendwie nicht. Ich schwimme in Schilddrüsenhormonen und alles ist durcheinander lt. der letzten Blutabnahme. :( Ich schau mir mal das Buch an – dank Dir für den Tip!

  3. Trixlein, super!!! Wir fahren nächstes Jahr zusammen tank und schlank nach Berlin!!! Ich freu mich schon!! Wie Du weißt, habe ich das Verdrängen ja erfunden aber wenn due Hose kneift, dann kneift sie. Da hilft alles nix, da müssen wir ran an den Speck. Entsoannt aber eindeutig 😃 Gglg, Sandra

  4. Pieps…. ich mach auch mit. Wie Sandy „mit ohne KH“. Da ist der Zucker auch gleich mit wech. Gerne würde ich wieder nach Bärlin mitfahren. Es war soooo schön damals. Ein nie gekanntes und unvergessliches Erlebnis. Ich und Erfolg im Sport. Das war schon was Besonderes.

    Wir sind alle kleine Sünderlein. Aber die Hoffnung, dass es nochmal klappen kann darf man nicht aufgeben. Und wir kriegen die Kurve wieder. Das gesunde Essen pusht mich gerade gewaltig. Ich fühle mich schon schlanker. Nur das sieht man noch nicht.

  5. Ich weiß nicht, ob ich was dazu sagen „darf“, weil ich von dem Problem mal so überhaupt gar nicht persönlich betroffen bin.

    Früher musste ich auch auf mein Gewicht aufpassen. Das ist inzwischen nicht mehr so – weil ich mich „einfach“ daran halte, was ich theoretisch alles weiß und was ich anderen immer wieder empfohlen habe. Vor allem ging es bei mir aber darum, ausgewogen zu essen.

    Ob es drei oder fünf (kleinere) Mahlzeiten am Tag sind, ist egal. Von LowCarb, Schlank im Schlaf und solchen Sachen halte ich persönlich nichts.

    Womt ich zur Eingewöhnung sehr gut zurecht gekommen bin, ist „nur“ darauf zu achten, nicht weniger als die von der WHO empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse zu essen und eher an die 7-10 Portionen Gemüse und Obst zu essen, die inzwischen von manchen Forschern empfohlen werden. (Da die WHO-Empfehlungen weltweit gelten, ist davon auszugehen, dass das wirklich das absolute Minimum ist.)

    Dadurch hatte ich eine einzige Richtlinie, an der ich mich orientieren konnte.

    Noch dazu eine „Regel“, die kein Verbot ist. „Denk nicht an einen rosa Elefanten“ – das Phänomen kennst du bestimmt. :) Es ist zwar schwerer, „positive“ Regeln erst einmal zu finden und für sich individuell zu formulieren, aber es ist anschließend viel einfacher, diese Regel einzuhalten.

    Wenn der Körper ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist, „giert“ er nicht nach ungesunden Nahrungsmitteln – die durch ihren Geschmack unserem Körper nur vorgaukeln, dass sie genau das liefern, was der Körper braucht.

    Zu viele Regeln sind problematisch. Wenn du z.B. aber anfängst, erst „nur“ Zucker zu reduzieren, dann kannst du das vielleicht zwei Monate machen, bis du dich daran gewöhnt hast. Dann kannst du das nächste in Angriff nehmen.

    Da du dir ein sehr langfristiges Ziel gesetzt hast, kannst du dir auch ruig Zeit lassen. Viel wichtiger als zählbare Erfolge sind dauerhafte Verhaltensumstellungen – dann kommen die niedrigeren Zahlen auf der Waage von ganz alleine.

    Ich denke, du hast genug Wissen, dass man dir nichts erzählen braucht – aber ich bin mir sicher, dass du die Umsetzung auch noch hin bekommst. :) Lass dich nicht entmutigen. :)

  6. Dank Dir für die gute Antwort. Die Theorie ist fest eingebrannt. Ich hab das ja lange praktiziert. :) Mit gutem Erfolg und dem Effekt, mich sehr wohl und gesund zu fühlen. Mir kam da leider im Privatleben etwas dazwischen, was mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat … Aber nun bin ich grds. wieder bereit, das Thema anzugehen und die Theorie in die Praxis umzusetzen. Kleine Ziele stehen im Vordergrund – und dass mit Zeit! Ich bleib dran!!! Schließlich habe ich es schon mal geschafft. lg

  7. Ach, ich bin auch nach drei Tagen immer noch ein bisschen geplättet! Ich bin gespannt von dir und deinen Erfolgen (!) zu hören.

    Ich kann das alles so gut nachvollziehen, weil ich eben auch mehr mit mir herumtrage, als mir gut tut und als gut für mich ist.

    @Stadtpflanze: Wenn das „einfach“ so einfach wäre. Ich habe so viele emotionale Blockaden und Ängste, die mir im Weg stehen. Was theoretisch gut ist, das weiß ich, aber es gelingt mir nicht es umzusetzen. Das Zuviel-Essen hat auch einen Nutzen für mich, es dient meiner Beruhigung, hilft mir abends beim Abschalten. Ich tue mir auf der Arbeit was Gutes, wenn ich nen Schokoriegel esse. Alternativen versuche ich einzuüben, aber es fällt mir schwer. Es ist eben ein extrem verinnerlichtes Programm.

    Liebe Grüße aus Bremen!
    Nanne

  8. Ich esse so 7 mal am Tag. Überwiegend Rohkost. Extra aus der Hand. Nicht zerkleinert. Bin wohl mittlerweile Frutarierin. So Leute fand ich früher immer komisch. :) Am besten sich selbst keinen Druck machen und einfach reinschlittern, weil man süchtig wird. Nicht sich extra vornehmen, ich werde jetzt Veganer oder irgendeine andere Richtung. Mir schmeckt das alles, seid ich keine Säfte, keine Cola mehr trinke. Der Körper verlangt regelrecht nach Obst. Die Zahnfarbe ist toll. Plink!

    • Liebe Tanja, aus Deinen Kommentaren hier wie dort habe ich schon einiges für mich rausziehen können. Du hast recht: keinen Druck machen. Davon versuche ich gerade wegzukommen. Nicht „sofort“ – man muss einen Weg gehen, bevor man irgendwo ankommt. Am besten durch „Tun“! :)

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