Das Leben ist wild!

Ready for take off?

14 Kommentare

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit dem Reisen. Ein feines Thema für den Juli, das nicht in einen Post gepackt werden kann.  Liegt nah – jetzt wo der Sommer so herrlich über uns hereinbricht (manchmal. Ab und zu. Für ein paar Tage). Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber ich freue ich auf unseren Urlaub.

Auch, wenn er mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn in meiner plastikreduzierten Welt ist das noch eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Ich hab Euch das bisher noch nicht verraten, aber jetzt ist es Zeit, mich zu outen.

Wir sind Camper. So! Jetzt isses raus. „Ja. Und … ?“ fragen sich jetzt einige. Wer schon mal im Wohnwagen unterwegs war, weiss allerdings wahrscheinlich genau, was ich meine. Es ist so, dass Wohnwagen und Auto ein ausbalanciertes Gespann abgeben müssen. Damit unterliegt der Inhalt des Wohnwagens einer gewissen Kilozahl. Sonst sieht das alles sehr schlecht aus. Es ist nicht viel drin im kleinen Schneckenhäuschen, aber wie es der ökologische Teufel im Detail nun mal so will, sind die leichten Sachen vorranig aus all den bösen Stoffen, die ich ja nun vermeiden will. Melamin-Geschirr. Plastikdosen. Kunstoffsalatschüsseln. O_o

Da waren sie noch klein ... lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Da waren sie noch klein … lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Angehen kann ich das Thema allerdings erst, wenn der Camper aus seinem Winterlager heraus ist. Ich hab mir schon das Hirn zermartert. Wirklich. Gut ist, dass es langlebige Dinge sind. Wir haben den Wohnwagen nun schon zehn Jahre und ich glaube, kaputt gegangen ist nicht wirklich was vom Equipment. Manchmal hat die Langlebigkeit des Materials „Kunststoff“ auch durchaus seine Vorteile.

Auf der anderen Seite denke ich mir: naja … besser als permanent zu fliegen. Den Urlaub in Hotelbunkern zu verbringen. Wir reisen nah an der Natur. Minimalistisch sogar. Denn im Lauf der Jahre ist das mitgenommene Gepäck immer weniger geworden. Klar – es gibt auch je nach Campingplatzwahl unterschiedliche Standards. Wer denkt, Campingurlaub ist heile Lagerfeuerwelt, ist hier doch falsch gepolt. Da werden Highend-Grill, Satellitenschüsseln so groß wie LKW-Reifen, Fritteusen, Zweitkühlschränke und die Kapselmaschine für den morgendlichen Genusskaffee eingepackt. Man sieht viel in der Welt des Campings.

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Für uns war das immer unnötig. Nur die Senseo ist etwas, das mit muss. :) Aber Fernsehen ist nun mal nicht, man kann andere Dinge im Urlaub erleben und das sollten wir auch. Ich schätze, wir nehmen unseren Kindern nichts, indem wir mal einige Wochen auf das Kinderprogramm und die Spielekonsole verzichten. ;) Im Gegenteil.

Um aber auf das Thema „Melamin“ zurückzukommen … ich habe ein bißchen gestöbert und bin auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung fündig geworden. Wen das interessiert, der kann unter dem Stichwort „Melamin“ dort fündig werden. (Ich kann den entsprechenden Link auf Teufel komm raus nicht einsetzen. Warum auch immer … also muss es so gehen)

Weiter habe ich eine Seite gefunden, die Melamin-Geschirr in Deutschland herstellt. Die Qualitätsstandards sind hier natürlich eindeutig besser als bei der Massenware aus Fernost. Die Motive sind ebenfalls den Zeitgeist treffend. ;) Schaut mal hier!

In den kommenden Wochen werde ich den Kreis ein weniger enger ziehen … und mal schauen, was das nachhaltige oder einfach umweltfreundliche und dennoch spass- und erholungmachende Reisen ausmacht.

Achja … dieses Jahr wird es mal nicht Holland. Dieses Jahr geht es wirklich und echt und ohne Sommerstürme und Land unter in die Sonne. Kein Tropfen Regen!!! HA! :) Ich freu mich!

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

14 Kommentare zu “Ready for take off?

  1. Nicht übertreiebn liebe Trix! Sonst wird aus dem Camper eine Holzkusche und aus dem Auto ein Pferdegespann ;-)
    Wo gehts denn hin in die Sonne? Ich schwelge ein wenig mit, recht wehmütig, weil lieblingskerl und ich nicht zeitgleich Urlaub bekommen und nur 1, 2 Wochenenden Spontanurlauben…

    • :’D Oh weh … das wäre was. Nein, nein. In seinen Grundzügen bleibt das Schneckenhaus genau das was es ist: eine Wohlfühloase. Eine Zeitreise ist also nicht geplant. Wir fahren nach Kroatien. Und ich freu mich wie Bolle. Ich jage auch keinen Herd in die Luft. Versprochen!!!

      Füllt Eure Wochenenden gut – mal ohne Hammer und Zange und so! :)

      • Werden wir versuchen… vielleicht klappt es ja.

        Oh schön. Kroatien mag ich auch noch mal besuchen. Als ich mal in Dubrownik war, war ich 3 oder so… Tolles Meer. Viele Inseln. Besucht ihr mehrere Zeltplätze? Oder darf man da auch wild campen?

        • Nein. Wir bleiben an einem Ort. Es ist für die Jungs einfacher. Denn Freunde zu finden, wenn man permanent weiterzieht, ist nicht so einfach und schlußendlich mit Kindern etwas unentspannt. O_o Wir sind in Istrien direkt am Meer auf einem Campingplatz. Mal schauen, wie es wird. Wir haben auf blauen Dunst gebucht. Und irgendwie hab ich so gar kein Bild von Kroatien. :D Also irgendwie ein Abenteuerurlaub. Huuuuuu …

  2. Bei allem Bemühen um plastikfreies Leben: Ich finde auch, dass man auch mal 5 gerade sein lassen muss. Wenn du nun alles Melamin ersetzen würdest, wäre nicht nur alle schwerer, sondern du würdest durch Neukäufe ja auch wieder die Umwelt belasten. Dafür macht ihr eben Urlaub, der die Umwelt anderweitig wenig belastet. Es ist schwierig, abzuwägen. Aber im Urlaub sollte man nicht mit schlechtem Gewissen herumlaufen. (btw: Plastik ist ja auch nicht gleich Plastik …)
    Liebe Grüße und weiterhin Vorfreude,
    Franka

    • Genau. Irgendwie geht es ja auch – oder vor allem darum – Neuvermüllung zu vermeiden und aus den schon vorhandenen Resscourcen zu schöpfen. Es gibt natürlich auch Holzbrettchen bei uns. Die Kaffeebecher sind aus Warmhaltealu. Der Brotkorb aus Weidengeflecht. :)

      Und alles in allem erstaunlich wenig „Material“ … wohin auch damit? ;)

  3. Hallo Trix!

    Gleich mal vorab, der erste Link zum Dokument vom Bund funktioniert nicht, ich glaube da fehlt ein Doppelpunkt.

    Ich musste wieder mal sehr schmunzeln bei Deinem Bericht, nachdem ich auch schon einige Campingplätze von innen gesehen habe. Die Geschichte mit den Sat-Schüsseln und dem Griller etc.

    An Deiner Stelle würde ich mal prüfen, was mich besonders stört. Möglicherweise ein total zerschnittenes Plastikschneidebrett, das bei jedem neuen Schneiden Plastikteile ins Gemüse frei gibt.

    Wichtig ist glaube ich die Art der Verwendung, wenn erhitzte Nahrungsmittel mit Fett auf Plastik treffen, dann gelangen am meisten Schadstoffe ins Essen.

    Es wohl eine Frage der Prioritäten, die man dann setzt.

    Ich freue mich über weitere Berichte!

    lg
    Maria

    • Danke Maria für den Hinweis. Ich hab es jetzt gedreht und gewendet und es will nicht. Aber so wie ich es oben dann schlußendlich beschrieben habe, muss es halt auch gehen. :)

      Was mich besonders stört, ist das Essen auf nicht ordentlichem Geschirr. Das fühlt sich manchmal irgendwie seltsam an. Alle Schneidbretter sind schon aus Holz. Wir haben da nicht so viel. Frühstücksbrettchen werden auch als Schneidbrettchen genutzt.

      Ich schau mal, wie es sich entwickelt. lg

  4. Wie wäre es mit Bambus? Da wird Geschirr (leicht!) bei uns im Allerweltladen verkauft. Im Internet habe ich auch welches gefunden von BIOBU. Das wäre doch vielleicht etwas, schließlich ist es kompostierbar. Aber wäre eben auch eine Neuanschaffung…
    LG Nanne

  5. Hi Trix, ich gehöre auch zu den Campern. Als Kind mit den Eltern im 4-Mann-Zelt (2 Schlafkabinen), später im Wohnwagen, dann als Teenie wieder Zelt, denn im Wowa wollten wir nicht mehr mit den Eltern auf engstem Raum zusammen sein. Ich liebe diese Art von Urlaub. Jetzt haben wir einen festen Platz und der Wowa ist so alt, das er nicht mehr bewegt werden kann/sollte. Ich wünsche euch einen supertollen Urlaub. LG Claudi

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