Das Leben ist wild!

In der Rhön!

8 Kommentare

Oh was bin ich fertig … aber supererholt. Kennt ihr dieses Gefühl von „zufrieden erschöpft“ sein? Das hat man, wenn man ein Wanderwochenende hinter sich lässt. Das Glücksgefühl, das sich ausbreitet, wenn man am Gipfel angelangt ist oder auf einer besonders schönen Wiese oder in der Einkehr auf ein Stück Kuchen einen Latte Macchiato. :)

Wir haben ein traumhaftes Wochenende in der Rhön verbracht. Man soll es kaum glauben, wie nah manche Schätze liegen. Normalerweise keine zwei Stunden Anfahrt (es sei denn man landet im Freitagsnachmittagsverkehr und fährt um und um den Pudding) und schon befindet man sich in einer waldbedeckten intensiv grünen Landschaft.

Gewohnt haben wir im Rhönschafhotel Krenzer! Bitte unbedingt mal reinschauen. Sensationell freundliches Hotel. Kleines Beispiel: die erste Nacht war für einige von uns etwas suboptimal. Ich z.B. kann sehr schlecht auf diesen Antiallergiekissen schlafen. Gib mir ein Federkissen und die Welt ist in Ordnung. Scheinbar ging das auch einigen anderen so. Eine der Hausdamen hat unser Gespräch über die etwas verkorkste Nach wohl mitbekommen und sprach uns beim Frühstück an. Für die kommende Nacht wurden alle Kissen ausgetauscht. Ohne viel „Federlesen“ :). Und ohne dass man als Gast das Gefühl hat, man geht auf die Nerven. Das Essen war ebenfalls uiuiui! Und hausgemachtes Bier resp. Apfelwein rundeten die schöne Zeit im Hotel ab.

Wir haben uns dort mit einigen lieben Mitwanderern der Alpenüberquerung getroffen. Eine Wanderung wird nochmal so schön, wenn man mit einem Menschen gut laufen UND reden kann. Und wenn das auch noch zwei Menschen sind, die sich in der Botanik eins a auskennen, dann ist das sowieso der Hauptgewinn (zumindest für mich – ich lerne mit Begeisterung).

Wilde Lupinen

Der Hochröhner ist ein Premiumwanderweg, der auf 175 km Länge durch die Röhn führt. Ein Großteil davon geht durch das Biosphärenreservat Rhön. Und auf einem kleinen Teil der Langen Röhn sind wir gelaufen.

Eine abwechslungsreiche knapp 20 km lange Tour, die uns nach einem stetig steilen Anstieg auf den höchsten Punkt am Heidelstein brachte. Grandiose Aussichten hat man hier sowieso auf alle Gebirge rundherum: den Vogelsberg, Hunsrück, Taunus …

Wir haben uns entschlossen, die eigentliche Tour von knapp 16 km noch ein wenig zu erweitern und sind ein Stück zum Stirnberg hinauf und am Hochmoor entlang weiter gegangen. Bestechend sind mit Sicherheit die großen Flächen wilder Lupinen, ein violettes Blumenmeer, welches sich über einen Großteil des Wegverlaufs erstreckt. Ein Traum … zumindest für mich. Ich mag sie sehr. :)

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Gestartet sind wir übrigens am Steinernen Haus, direkt an einem Basaltsee gelegen. Wisst ihr, ich schreibe mal nicht zu ausführlich – ich finde ja immer, ein bißchen überraschen sollte man sich schon vom Wanderweg selbst. :)

Die Milseburg

Wenn ich ehrlich bin, war ich ganz froh, dass die abschließende Wanderung am Sonntag von „die Seele baumeln lassen“ geprägt war. Unglücklicherweise hatten wir am Hotel auf der Terrasse meinen Geldbeutel und den Proviant liegenlassen (ich weiss nicht, was schlimmer für mich war … ich glaube … letzteres. Im Portemonnaie war eh kaum was drin). Das verzögerte unseren Abmarsch vom Waldparkplatz unterhalb der Milseburg noch mal um eine halbe Stunde. Eine halbe Stunde im Schatten auf Baumstämmen sitzen, Girsch anschauen, die Stiche mit Breitwegerich einreiben …

Die Milseburg am Sonntag zu besteigen, ist mit uns noch gefühlt einer Million Menschen eingefallen. Wir waren zwar beim Auf – und Abstieg alleine unterwegs, da wir fern des ausgetretenen Waldweges unterwegs waren (oder antizyklisch), aber oben war es schon recht voll. Dennoch: sehr, sehr lohnenswert.

Dort oben sollte man ohne Hektik sein und man kann wirklich im wahrsten Worte die Seele baumeln lassen. :)

Highlight: ein Schwalbenschwanz! :) Handtellergroß …

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Ich hoffe sehr, dass ich die Ruhe und Erholung noch ein paar Tage mitnehme … und eins steht schon mal fest: dort geht es irgendwann wieder hin.

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

8 Kommentare zu “In der Rhön!

  1. Das wird hier langsam ein Reiseblog! Schönschönschön – ich brauche auch dringend Urlaub. Immerhin Mittwoch mal einen Tag frei….

    • Jo – ich arbeite gerne breitgefächert. Für jeden is was dabei. Schließlich ist das Leben wild! :D Geh raus, Liebes. Das Havelland hat mit Sicherheit auch wunderschöne Ecken. Und sogar Fernwanderwege … HA! lg

      • Wandern um des Wanderns Willen hab ich noch nie nich gemacht! Kombiniere ich immer mit Pilze Suchen oder Konfliktgesprächen ;-)
        Ja, zumindest der Fernradwanderweg Berlin-Kopenhagen liegt vor der Tür. Und der Havellandradweg – beides natürlich große Strecken völlig indentisch. 10 von den 115 kilometern kennen wir schon :-)
        Gott- ich frag mich, wann werden wir endlich in der Lage sein, die Umzugskartons und das Baumaterial im Schuppen zu ignorieren und einfach stattdessen Wandern zu gehn? Hmmm… man weiß es nicht!

  2. Ich wandere sehr gerne…aber trotzdem war ich lange nicht mehr unterwegs. Schade eigentlich, wenn man Deinen schönen Bericht liest. Da will man gleich selbst in die Wanderstiefel springen! LG

    • Spontan geht das bei uns auch irgendwie nicht. Es gibt immer so viel nette Sachen zu erleben. Von daher war ich froh, dass jemand die Location ausgewählt hat. Und nach einem Mal waren sich alle einig: das darf alljährlich wiederholt werden. :)

  3. Hi Trix, ein schöner Reise-Blog. Leider bin ich eine absolute Wandermuffeline :( . Das is nix für mich. Aber immer wieder schön zu lesen. Ich reise nur mit meinem eigenen Kissen. *grins* LG Claudi

  4. Wieder mal ein Beweis dafür, dass man in nicht allzu weiter Entfernung Wunderbares erleben kann, was ich in meinem Köln-Blog ja auch ständig als Thema habe. – Die Mischung in deinem Blog gefällt mir.
    LG, Franka

    • Danke für das Kompliment! Das freut mich immer zu hören/lesen. Tja … oft bewahrheitet sich der Spruch: „Sieh das Gute liegt so nah“. lg

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