Das Leben ist wild!


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Im Urlaub – Kroatien!

Was alles geschah, bevor der Zirkus seine Pforten wieder öffnete. Ein kleiner Rückblick. :) Wie ihr wisst, habe ich gerade über ökologisch vertretbare Urlaube und meine Urlaubsvorbereitungen geschrieben. Was also ist draus geworden?

Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt und absolutem Inputstreik haben wir dann doch beschlossen, in den Urlaub zu fahren. Mit Auto und Wohnwagen hat man alle Zeit der Welt. Nur … wir wechseln uns normalerweise ab, aber jegliche Fortbewegungsmöglichkeiten mit Rad und Einbindung in den Strassenverkehr fallen für mich als Lenkerin durch das Handicap eines nicht funktionsfähigen Gleichgewichtorgans auf unbestimmte Zeit aus.

Wir sind zwei Tage gefahren, um an unser Ziel Kroatien – genauer Istrien – noch genauer Vrsar zu gelangen. Ehrlich? Ich war durch. Das Gute war, dass mir die Autofahrt durch die Bewegung den Schwindel abgenommen hat, der Nachteil allerdings war, dass sofort mit dem Aussteigen mein Körper das Schwindeln potenziert hat. O_o Das brauchte einige Tage, um sich wieder zu normalisieren. Und meine Hauptbeschäftigung im Urlaub war untypischerweise tatsächlich: Nixtun. Im Liegestuhl die Seele baumeln lassen. Schön im Schatten. Täglich ins warme wunderbare Meer hineingehen hat sich als Wohltat für mich herausgestellt.

Allerdings haben wir noch nie – nie – nie so wenig von einem Land kennengelernt wie dieses Mal. Weil wir doch allesamt etwas verpeilt waren vorm Urlaub, ist uns das ein oder andere Essential auch noch zuhause verschluppt gegangen und gar nicht erst mit in den Urlaub. Sodass wir z.B. ohne Reiseführer unterwegs waren (was noch das kleinere Übel war). Kein Peil von Sprache und Umgebung. Na toll. Und das Internet wollten wir bewusst mal Internet sein lassen. So wenig Input wie möglich eben.

Ich fasse mich deshalb auch kurz. Wie wird es werden, auf Plastik zu verzichten im Urlaub und ökologisch einigermaßen im Einklang mit Land und Leuten einzukaufen? Es geht – wenn man das möchte. :) Aber Geduld …

Der Campingplatz „Valkanela“ ist zumindest was nächtliche Ruhe angeht für uns ein Reinfall. Hier ist immer Highlife. Da muss ich schon beim Buchen geistig etwas neben der Spur gewesen sein, dass ich das nicht in den Bewertungen als für so wichtig genommen habe. Aber Tatsache … dieses Manko bedeutet eindeutig das „Aus“ für ein Wiederkommen. Unfassbar … Jede Bar bietet Lifemusik bis Mitternacht (Der Alleinunterhalter hat echt Glück, dass ich ein verträglicher Mensch bin) und ab dann dudelt im Hafen gegenüber oder irgendwo auf dem Meer ein Diskoschiff. Bis fünf Uhr morgens. Aber irgendwann hört man auch das nicht mehr. :( Und als wäre das noch nicht genug für arme ruhesuchende Urlauber:  jede Nacht hatten wir den Gesang der Zwerohreule.

Wiki sagt:“Abgesehen von der Verwechslungsmöglichkeit mit den Rufen der Geburtshelferkröte ist der Gesang der Zwergohreule unverwechselbar. Er ist ein peilsenderartiges, fast immer einsilbiges, etwas nasales und nicht besonders lautes „Djü“, das in Abständen von zwei bis 3,5 Sekunden oft stundenlang wiederholt wird. Zuweilen geht dem Hauptton ein Anlaut voraus, sodass der Ruf zweisilbig erscheint. Die Gesangsaktivität beginnt kurz nach Sonnenuntergang und endet in der Morgendämmerung.“ Da weisste Bescheid.

Wir haben beschlossen: wir erholen uns tagsüber.

Ausgiebig. :D

Im Gegensatz zu anderne südlichen Ländern ist hier alles grün. Auch Bourgainvilles wachsen in Hülle und Fülle. :)

Im Gegensatz zu anderne südlichen Ländern ist hier alles grün. Auch Bourgainvilles wachsen in Hülle und Fülle. :)

 

Aufgrund meiner Krankheit und der Ruhe, die ich wirklich brauchte, sind wir lediglich einmal nach Rovinj und einmal nach Pula gefahren. Mit Stop am Limski Fjord. Reichte völlig für mein armes Köpfchen. Wie gerne hätten wir die Naturparks erkundet und wären wandern gegangen. Das machen wir beim nächsten Mal. :D Versprochen.  In Pula sind wir auf einem Flohmarkt gelandet. Das ist wohl hier eher selten. Für mich ein Glücksfall: ich habe zwei kleine Emaille-Schüsseln für den Wohnwagen gekauft. Uuuuunnnndddd: einen Henkelmann!!! Ha! Davon mehr im zweiten Teil des Reiseberichts (das passt nicht alles hier rein).

Das Amphietheater in Pula!

Das Amphietheater in Pula!

Ich glaube fast, für die Kinder waren zweieinhalb Wochen schnorcheln auch nicht die schlechteste Alternative. Unterbrochen von Tretbootausflügen zu den vorgelagerten Inselchen der Bucht. Seespinnen, Seeigel, kleine Sepias und allerlei adriatypische Fischarten sind immer ein Highlight. Okay  – vor den Krebsen hab ich schon ordentlich Respekt. Ich bin nämlich auch geschnorchelt. Ein bessere Physiotherapie kann man sich nicht vorstellen: steiniger unebener Untergrund und schnorcheln! :)

Einfacher Steg ... die Leute hier halten echt wenig Geschiss.

Einfacher Steg … die Leute hier halten echt wenig Geschiss.

Am Geburtstag unseres Großen haben wir eine Piratentour gemacht. Sundown with the Dolphins. Die See war dankenswerterweise flach wie ein Spiegel, sonst wäre das im wahrsten Sinne des Wortes übel für mich ausgegangen, da mir normalerweise schon auf dem Steg schlecht wird.

Sundown ... zauberhaft. Und gleichzeitig ging der Vollmond auf ...

Sundown … zauberhaft. Und gleichzeitig ging der Vollmond auf …

Delphine zu sehen, wie sie in aller Seelenruhe durch das Meer gleiten, war für mich ein Highlight. Schade ist nur, dass dies ein touristisches Angebot ist. Morgens um halb fünf fahren Scharen von Touristen auf kleinen Motorbooten hinaus aufs Meer. Abends nur die Hälfte davon … was auch schon reicht. Die Tiere sind unbeeindruckt und wenn sie nicht mehr wollen, sind sie einfach weg … Die Wahrscheinlichkeit, Delphine zu sehen, ist hoch, aber nicht 100 %. Gut so. ;)

Abgelenkt wurden wir nur kurzzeitig von dem Ausruf eines Mitausflüglers: „Die sind ja alle nackt!“ :’D Also – ich bade ja schon mal nackt ab und an in Holland. Und ich gehe in die Sauna. Und unsere Kinder wachsen ebenfalls recht tolerant auf. Aber das war schon strange. Ein Ausflugsboot mit Nudisten inmitten bekleideter Delphinbeobachter. Delphine?  Äh … wo waren nochmal die Delphine???

Meinen Sohn hat das auch sichtlich beeindruckt. Am nächsten Tag … „Mama, wie heisst nochmal dieser Stamm?“ – „Welcher Stamm???“ – „Na, die Nackten. Wie heissen die noch?“ – „Nudisten!“ Ich fall gleich vom Sitz vor Lachen … „Stamm“ ist gar nicht so schlecht als Eselsbrücke gewählt. Aber wir sind hier eben keinesfalls im Regenwald. „Ah – Nudisten. Stimmt!“

Aber wie war das jetzt mit dem Versuch, Plastik einzusparen und überhaupt?

Dazu mehr morgen, wenn sich der Kreis versprochen enger zieht. :) Lest wieder rein, wenn ihr mögt. :D

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22 Kommentare

Herrrrreinspaziert!!! Herrrrrreinspaziert!!!

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

hochverehrtes Publikum,

ich heisse Sie von ganzem Herzen

W*I*L*L*K*O*M*M*E*N

Quelle: pinterest

Quelle: pinterest

Treten Sie ein, atmen Sie durch, nehmen Sie Platz. Ja – auch die Butterbrote dürfen ausgepackt werden. Es ist für jeden etwas dabei. Fühlen Sie sich bedingungslos wohl – seien Sie zuhause. :)

Der zauberschöne, bunte und vielfältige Zirkus vom wilden Leben geht von Neuem auf Wanderschaft. Zirkusdirektorin trix nimmt Sie mit auf die vollkommen plastikfreie, papierlose, manchml sinnfreie, feinsinnige, wertschätzende

R*E*I*S*E

in das Land hinter der sturmumwölkten Stirn, dicht bei den scharfsinnigen Augen und hellhörigen Ohren … in das Land der einmalig wunderbaren Gedanken!

Quelle: pinterest

Quelle: pinterest

Treten Sie ein, lassen Sie sich verzaubern und vor allem

mitnehmen …

Unsere kleine Zirkusdirektorin ist immer noch ein klitzekleinwenig gefangen in der sich drehenden Welt, so dass ihr ab und zu schwindelig wird. Das Rauschen im Ohr wird zur Grunduntermalung einer liebenswerten Lebensshow. Das – meine Damen und Herren in aller Herren Länder – ist das Rauschen des Lebens. Der Wasserfall der Sinne und wir wollen eintauchen und uns trotzdem wohlfühlen.

Denn …

DAS WILDE LEBEN GEHT WEITER!!!

Quelle: pinterest

Quelle: pinterest

Herrreinspaziert!!!

Herrrreinspaziert!!!

:)