Das Leben ist wild!

Das Zahnradprinzip!

16 Kommentare

Es bedarf jetzt der Spekulation, wieso ich nicht schon wesentlich früher manche Dinge so konsequent (mehr oder weniger) angegangen bin, deshalb halte ich mich damit nicht auf. Schlußendlich lebe ich im Hier und Jetzt. Und an diesem Punkt stelle ich fest, dass sich, wenn man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst, Vieles ineinander greift.

Zu Beginn meiner Reise war es vor allem das Thema „Ausmisten“ – mich befreien von all dem Kruscht, der um mich herumliegt. Von jedem Zuviel trennen. In dieser Phase bin ich immer noch. Mir kam nämlich mit voller Wucht das Thema „Plastikmanagement“ in den Weg, welches auch ein nicht kleines Maß an Umdenken mit sich brachte.

In den letzten Tagen stelle ich vermehrt fest, dass ich nach dem Zahnradprinzip lebe. Die einzelnen Rädchen „Minimalismus“ und auch „Plastikfreiheit“ oder „Konsumgedanke“ und „Achtsamkeit“ funktionieren alle gemeinsam in einem großen Ganzen.

Quelle: Pinterest

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Manchmal überfordert mich alles zusammen. So groß der Wunsch nach Einfachheit in meinem Leben ist, so schwierig ist die Umsetzung in manchen Bereichen. Wie gesagt … Zahnräder greifen ineinander. Und ich bin der Uhrmacher, der diese Rädchen am Laufen hält. Sie geschmeidig macht, ihre Funktionen beobachtet und gegebenenfalls anschiebt.

Da heisst es „Sortieren“!!!

Quelle: Pinterest

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Reibungslos läuft das hier auf keinen Fall. Im Moment ist eines dieser Zahnrädchen meine Gesundheit. Mir schwirrt seit 8 langen Wochen der Kopf. Irgendwie ist es kein Spaß, so lange ein Gefühl von Dauerbetrunken zu haben. Damit muss ich klarkommen. Und setze das Zahnrädchen an seinen rechten Platz …

Das nächste Rädchen (gerade ein kleines) hat in feinen Buchstaben „Abnahme“ eingraviert. Leider kaum noch lesbar. Es ist ein wenig abgenutzt und führt ein stiefmütterliches Dasein. Ich setze es an einen Platz, wo es mich an mein Ziel erinnert, aber es gehört momentan eher zum Rand des Zahnradgebildes. Es kostet zuviel Kraft, es gescheit einzufügen.

Ein zentrales Zahnrad ist auf jeden Fall der Umgang mit dem Gesellschaftsproblem „Plastik“ – ich habe in der vergangenen Woche einen Film dazu gesehen, der mich stark beeinflusst hat. Eine Schulgruppe hat untersucht, wie viel Plastik sich in Sand am Strand befindet, im abgelaufenen Wasser der Waschmaschine … und und und. Sehr krass!!! Ich war versucht, sofort alle Klamotten, die nicht aus reiner Baumwolle sind, wegzuschmeissen.

Womit das eine Rad das nächste angekurbelt hat. Es ist einfach immer noch zuviel. Ich möchte nicht in einem leeren Haus leben. Aber ich möchte weniger haben. Durch die Kinderzimmerrenovierungsgeschichte hat sich ein Sperrmülltermin ergeben. Entsorgt wurden vier große und eine kleine Matratze. Zwei Kommoden. Ein Badunterschrank. Einzelteile eines Bollerwagens. Ein Regal. Plastikbehälter. Ein alter Schwalbereifen. Kleinkram.

So greifen sie also ineinander, die Zahnrädchen. Wir können sie auch einfach „Leben“ nennen. Achtsames Leben. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, mir läuft die Zeit davon. Ich kriege nicht alles unter einen Hut. Wenn ich hier drehe, stagniert sinnbildlich das andere. Aber so ist es nicht.

Denn das ist eben das Zahnradprinzip. Das Ineinandergreifen und Anschubsen macht, dass alles in Bewegung ist. Es geht ja gar nicht anders. Und wenn ich nun das eine Rädchen etwas langsamer laufen lasse, bedeutet das nicht, dass es rausgefallen ist oder den Rest ausbremst. Es ist im Fluß. Langsam, beständig …

wie ein Mantra.

Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger …

Innehalten und weitergehen. „Your focus determines your reality.“ Leo Babauta. ;)

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

16 Kommentare zu “Das Zahnradprinzip!

  1. Eins nach dem anderen liebe Trix! Nur das Abnehmen… das geht auch ganz nebenbei. ;)
    Oliver 2.0

  2. Ja, Oliver hat Recht. Eins nach dem anderen. Step by Step. Abnehmen steht bei mir auch ganz, ganz hinten auf der Prioritätenliste. Bussi Claudi

  3. Bloß nicht hetzen, das ist richtig. Und du hast so recht, es gibt wichtigeres als Zahlen auf der Waage. Gesundheit zum Beispiel.

  4. Der Zahnrad-Vergleich ist wirklich sehr treffend. Das Gleiche habe ich letztens auch festgestellt, als ich einem Bekannten möglichst kurz erklären wollte, warum ich bestimmte Dinge (nicht) mache. Das war gar nicht so einfach, weil man schnell vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt. Zum Glück war er ein geduldiger und interessierter Zuhörer. ;)

  5. Ich sehe es auch so: es ist ein höchst komplexes Gebilde. Man sollte wohl nicht zuviel von sich selbst erwarten und dem Perfektionismus ‚ade‘ sagen. Verhaltensänderungen sind nicht in kürzester Zeit zu bewältigen; es dauert. Und alle diese Rädchen greifen ineinander … was nützt ’no plastics‘ wenn man dann andere Schadstoffe konsumiert?! Nur langsam, eins nach dem anderen, dann wird das schon.
    LG und alles Gute für die Gesundheit!

    • Und so entfaltet sich ein Fächer. Und man entdeckt, dass das Thema sehr tief ist und so viele Facetten hat. Das kann nicht alles von jetzt auf gleich funktionieren. Ich hab mir ein wenig mehr Ruhe und Gelassenheit verschrieben. Und plötzlich wird alles wieder etwas leichter.
      lg :)

  6. Vielleicht gönnst du dir kleine Freiheiten? Raus aus dem Zahnrad, rein in die Natur. Setz dich ans Wasser, schau ihm beim Fließen zu. Staple Steine übereinander zu kleinen Türmen, beobachte eine Ameise, lass deine „Seele baumeln“. Denk an nichts.
    Ich wünsche dir auch alles Gute für deine Gesundheit!
    LG, Reni

  7. Pingback: Gedränkte Wochenübersicht aus der Welt der Psychologie Blogs | Seelenklempnerei Winkler

  8. Hallo Trix!

    Was für ein Glück, dass ich entdeckt habe, warum ich keine Beiträge von Dir mehr sehen kann. Ich habe inzwischen alles nachgelesen, was mir entgangen ist.

    Und diesen Beiträg hätte ich auf keinen Fall missen wollen! Danke schön, mir geht es auch manchmal ähnlich. Der Kopf schwirrt vor lauter Dingen, die ich alle tun will.

    Ich freue mich schon darauf, wieder regelmäßig von Dir zu lesen!

    lg
    Maria

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