Das Leben ist wild!

Zahnfee! ;)

13 Kommentare

Es ist noch keine Langzeitstudie, aber für einen kleinen Einblick reicht es sicherlich.

Vor einer Woche habe ich meine herkömmliche Zahncreme (im Moment Weleda Rhitania) gegen ein unscheinbares Pulver ausgetauscht. Zufrieden gemacht hat mich die Alternative aluminiumverpackter Zahnpasta nicht und auch das Pflegegefühl war nicht so gut. Die vorherige (Ajona) war da noch deutlich besser. Aber wie gesagt – noch nicht ganz das Optimum.

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Also habe ich mir in der Apotheke für sehr kleines Geld eine Packung Kaiser Natron gekauft. Man fühlt sich ein bißchen Retro, wenn man den Karton in den Händen hält. Und irgendwie ist fühlt sich das gut an. :)

Bekannt ist Kaiser Natron vor allem als Backpulverersatz. Ist es doch eine wesentliche Zutat desselben. Oder aber als Hausmittel gegen Sodbrennen. Nicht verwechseln sollte man es allerdings mit Waschsoda (verwirrend, weil es in englischsprachen Ländern „Bakingsoda“ genannt wird)!!!

Ich habe mir das Pulver, das in fünf kleinen Einzelpackungen daherkommt, in ein Schraubglas umgefüllt. Zum Zähneputzen gebe ich dann einfach ein bißchen auf den Handrücken (so also fühlen sich Schnupftabaknutzer … ich find es immer noch ulkig) und nehme es dann mit dem vorher angefeuchteten Zahnbürstenkopf auf. Eine kleine Menge reicht vollkommen aus.

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Im allerersten Moment ist es etwas unangenehm … weil salzig. Ich versuche immer, den Geschmack auszublenden und ja nicht auf die Zunge kommen zu lassen. O_o  Das gibt sich mit der Zeit. Aber das Gefühl nach dem Zähneputzen ist einfach sagenhaft. Es fühlt sich durch und durch sauber an.

Fazit: eine einfache plastikeinsparende und umweltverträgliche Alternative!

Wer wissen möchte, wie sich Kaiser Natron noch nutzen lässt, der klicke HIER!

Was ich mich in manchen Momenten frage ist, wann genau wir Menschen angefangen haben, alles so kompliziert zu machen?

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

13 Kommentare zu “Zahnfee! ;)

  1. Deine letzte Frage finde ich spannend. Das frage ich mich auch oft. Wahrscheinlich war der erste Gedanke bei einer Innovation immer die Verbesserung/ Vereinfachung. Durch Vermarktung dann ein Muss?

    • Das Wort „Fortschritt“ wird meines Erachtens so oft überstrapaziert. In sehr vielen Bereichen. Alles ist besser! Ist es das? Ich habe gerade zwei Bücher gelesen, die mich da sehr nachdenklich gemacht haben. „Blackout“ und „Zero“. War zwar Fiktion, aber *schluck* sehr realistisch.

      • Wollte garnicht sagen, dass Fortschritt/neu immer besser. Ich frage mich halt, ob all das, was es heute gibt, gleich schon eine „Masche“ der Werbeindustrie war, um mehr Geld zu verdienen, oder ob nicht in manchen/vielen Fällen wirklich eine „gute“ Intention dahinter steckte, auch, wenn diese dann nach hinten losging bzw heute vielleicht nicht mehr zeitgemäß ist.

        • Ich hab das auch so verstanden. ;)
          Hm … ich glaube, als Produkterfinder musst Du überzeugt sein, von dem was Du tust.
          Schätze als Folge der Kriegszeiten und auch des darauffolgenden Wirtschaftswunders sind wir in eine Überflussgesellschaft mit fragwürdigen Produkten hineingerutscht. Ein Selbstläufer …

      • Blackout habe ich auch gelesen … erschreckend. Auch wenn es ‚fiction‘ ist, es zeigt unsere Abhängigkeit deutlich auf.

  2. Hej Trix, tjaaaaa… Huhn oder Ei? Entweder hängt die gesamte Zahnputzindustrie und Billiarden von Arbeitsplätzen an der Zahnpastatube und nur deshalb wurde sie erfunden… Oder wenn es wirklich so grandios ist, würde da nicht jeder Natron verwenden? Ich weiß es nicht. Bei mir kommt Natron in den Kuchen und bei Sodbrennen auch in den Magen. Mit Backpulver die Zähne putzen habe ich auch mal irgendwo gelesen, soll auch hübsch bleichen, allerdings stand da auch ein Hinweis, dass das bitte nicht längerfristig angewendet werden soll, weil… Begründung vergessen. Denn ich fand das so derartig widerwärtig im Mund, dass ich eine Langzeitbenutzung eh nicht in Betracht zöge.
    Insofern finde ich es sehr heldenhaft, was Du alles machst, um die Welt um eine Zahnpastatube zu erleichtern. Dafür bewundere ich dich.
    Lieben Gruß
    MCL

    • Weiterentwicklung ist ja nicht schlecht, aber vielen Bereichen wird sie so überstrapaziert. Sicher – es muss nicht Natron sein, aber Tatsache ist: es funktioniert. Über vieles bin ich ja auch dankbar. ;)

      Genau das ist, glaube ich der Punkt: eine Zahnpastatube weniger macht die Welt nicht besser, aber wenn das schon mehr Menschen denken … und ja, der Verzicht auf eine Plastiktüte vielleicht auch nicht. Aber im umgekehrten Fall hat man ja auch oft so gedacht: ach … eins kann ja nicht schaden.

      Und so trage ich tapfer mein kleines Fähnlein hoch. :) Und irgendwie stecke ich an. Eine meine Freundinnen sagte am Wochenende: „Also trix, ich muss da dauernd drüber nachdenken.“ Und hat gleich nach einer Alternative für die kleinen Wasserflaschen, die sie ihrer Tochter in die Schule mitgibt, nachgedacht. Das fand ich schon einen guten Schritt in die richtige Richtung. lg :)

  3. Moin liebe Trix, auch ich reihe mich in den Kreis Deiner Bewunderer ein. Kaiser Natron nutze ich schon lange…zum Zähneputzen allerdings noch nicht. Tipp: Die 5-er Packungen bekommst Du auch bei „dm“ (ist vllt. billiger als aus der Apotheke). Daumen hoch und liebe Grüße Claudi

  4. Oha – da muss ich dann mal beim nächsten Besuch dort nachschauen. Ich persönlich finde ja, dass man bei dm viele Schätze findet.
    Und … probier es ruhig mal zum Zähneputzen aus. :D lg trix

  5. Hallo Trix!

    Ich kann in meiner Apotheke das Speisesodas in ein mitgebrachtes Glas direkt abfüllen lassen, dann fällt gar kein Müll an.

    Speisesoda habe ich immer zu Hause, weil ich damit das Backpulver selber mache (Anleitung auf meinem Blog) Mit 100 gr Speisesoda bin ich ein halbes Jahr ausgekommen, habe dafür nicht einmal 1,– Euro bezahlt, und unzählige Kuchen gebacken.

    Zahnpaste verwende ich derzeit von Weleda Calendula, nach kurzer Gewöhnung schaffe ich es nichtg mehr, „normale“ Zahnpaste zu verwenden, weil die viel zu scharf ist. Das Reinigungsgefühl ist mit der Zeit auch immer besser geworden. Ich bin (abgesehen von der Verpackung) sehr zufrieden.

    Vielleicht probiere ich auch mal Natron.

    lg
    Maria

  6. Ich benutze auch die in der Alu-Tube und würde gerne weg davon. Der Salzgeschmack würde mich nicht stören (Weleda hat auch eine mit Salz), aber ich bin mir nicht sicher, ob Natron gut für den Zahnschmelz ist. Da muss ich erst noch mal suchen …
    LG.

  7. Wenn du grade schon so schön am Experimentieren bist, versuch doch das hier mal: http://www.swak.de/
    Ich hab mich vor einigen Wochen bei einem Besuch im Ökodorf Sieben Linden davon überzeugen lassen und probiere grade selbst mal eine Swak aus. Wie sich das Teil längerfristig auf meine Zähne auswirkt, kann ich also noch nicht sagen, aber bisher bin ich zufrieden.
    Auf jeden Fall ist sie umweltfreundlicher als herkömmliche Zahnbürsten. Bürstenköpfe aus Plastik entfallen, weil man ja nur alle paar Wochen ein kleines Stück Holz austauscht. Und Zahnpastatuben entfallen auch, weil man keine Zahnpasta mehr braucht.
    Auf jeden Fall werde ich die Variante mit Natron mal probieren bzw. im Hinterkopf behalten, meine alte Zahnbürste ist ja noch da. :)

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