Das Leben ist wild!


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Adventskalender :)

Der erste Dezember ist schon ganz nah.

Wisst ihr was?

Da hab ich was für Euch:

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Nehmt Euch einen Moment Zeit. Jeden Tag. Setzt Euch gemütlich hin, stellt vielleicht eine heiße Tasse Adventstee neben Euch (obacht, nicht kippeln) und vielleicht mögt ihr dazu ein oder zwei Weihnachtsplätzchen naschen.

*

Ab dem 1. Dezember

findet ihr beim

Fräulein im Glück

den

Mehr-Geben-als-Nehmen-

Adventskalender

:)

 Ein Adventskalender, an dem eine Vielzahl toller Bloggerinnen und Blogger teilgenommen haben und mit ihren Ideen, Geschichten, Fotos, Impulsen die Adventszeit ein kleines bißchen weihnachtlicher gestalten. :)

adventkalender_Seite

Da hat das Fräulein im Glück aber ein schönes Logo gebastelt. :)

Viel Freude und einen zauberschönen 1. Advent wünscht Euch heute schon für morgen …

der kleine Weihnachtswichtel, der auch in diesem Kalender versteckt ist.

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest


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Alle Jahre wieder!

Gestern war es soweit. Die Weihnachtskiste wurde aus dem Keller geholt. Schon sehnsuchtsvoll erwartet von den Kindern.

Stufe für Stufe wandert mein Projekt weiter. Im vergangenen Jahr war es so, dass die W-Kiste rigoros aussortiert wurde. Der „Zuviel“-Gedanke hat mich ziemlich beherrscht. In diesem Jahr sind lediglich drei Blechkisten dazugekommen. Weil ich ja so gut wie alle Plastikschüsseln wegsortiert habe, hatte ich jetzt keine Keksaufbewahrungsdosen mehr. O_o So geht es manchmal …

Und ich finde, dass die Behälter schon ordentlich verschlossen sein müssen – wegen dem leckeren Geschmack.

Weiter habe ich mir Gedanken zum Thema „Nachhaltige Weihnachten“ gemacht. Das kommt zwangsläufig. Mit Kindern muss man da allerdings Kompromisse eingehen. Mir ist ein W-Baum gar nicht mal so wichtig, aber die Kinder lieben ihn. Und wenn wir ehrlich sind, sind genau solche Dinge es, die auch für uns als Kinder das Fest zu etwas besonderem gemacht haben. Ein festlich geschmückter Baum, die Keksdosen, die heimlich geöffnet wurden und aus denen die Plätzchen stibitzt wurden. Oder aber auch der Adventskranz. :)

Mit dem Adventskranz „plage“ ich mich schon seit Jahren. Einerseits möchte ich gerne einen Kranz. Und nicht aneinandergereihte Kerzenständer. Dann wiederum nervt es mich furchtbar, dass das Teil an Weihnachten verdörrt ist und man Angst haben muss, dass es beim geringsten Flammenflug die Hütte abfackelt. Ich verrate Euch was: wegen der Verdörrungsgeschichte habe ich vor zehn Jahren auch schon mal einen Plastikkranz gehabt. Das ging zwei Jahre gut, ist überhaupt nicht aufgefallen, außer „wow – sieht Euer Kranz noch toll aus am 24. … und am 30. … und …!“ :’D

Dann lief der Kerzenwachs runter, der Kranz war eingesuddelt und ich hab überlegt: „legst ihn halt in den warmen Backofen, da läuft der Wachs schon runter!“

Tja, was soll ich sagen? Ich hab ihn vergessen. Also … wie ein Kranz sah er danach nicht mehr aus. Eher ein grüner runder Klumpen. O_o Shit happens. Das war das Ende vom Plastikkranz. Und auch das Ende der grünen Aera in Sachen Adventskranz.

Seit Jahren haben wir nun einen Weidenkranz. Geschmückt mit immer dem gleichen Filzschnee und den aneinandergereihten Gewürzen. Als Topping hat er ein paar getrocknete Orangenscheibchen. Und heute merke ich mal wieder, dass ich glücklicherweise in eine schon immer etwas nachhaltige Richtung tendiere. :)

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Dann wäre da natürlich die Tannenbaumfrage. In‘ Wald gehen? Abhacken? Im Supermarkt mit den Wocheneinkäufen einladen? Einen zertifizierten Ökohändler finden? Gar nicht so einfach. Aber es geht. Und ist noch nicht einmal so schwer. :)

ROBIN WOOD ist inzwischen von einer kleinen Gruppe Aktionisten zu einer professionellen, bundesweit engagierten Umweltorganisation geworden. Auf dieser Seite findet ihr Euren Weihnachtsbaum der Wahl.

Dort steht für jedes Bundesland eine kleine Auswahl an Verkaufsstellen mit Tannenbäumen aus ökologischen oder zertifiziertem Anbau. :)

Wir haben immer den Tannenbaumverkäufer vor Ort gewählt. Da konnte man, wenn es schneite, auch den Baum mit dem Schlitten abholen. :) Aber ob er aus nachhaltiger Forstwirtschaft kam, weiss ich leider nicht. Hat sich in diesem Jahr aber erledigt. Wir sind nämlich zu einer Veranstaltung eingeladen und bekommen einen Baum geschenkt. Kleines Dilemma. Dort kann ich jetzt nicht nachhalten, woher er kommt. Aber dafür ergab sich folgendes:

Ich bekam nämlich von meiner (mittlerweile angefixten plastikfreien und nachhaltigen Schwägerin) eine Whatsapp:

*Zum Thema Nachhaltigkeit und Wegwerfgesellschaft … Wir könnten doch eigentlich über ein Weihnachtsbaumsharing nachdenken.*

Wir brauchen den Baum nämlich nur bis zum 20.12., weil wir nach Tirol fahren und da könnten wir ja … weil sie brauchen ihn dann ab dem 21.12. … HA! Das ist natürlich dann doch wieder gut. Bleibt nur die Frage des Transportes. Aber sowas geht zur Not auch mit dem Bollerwagen. trixtown hat schon Kurioseres gesehen. Abgemacht!!! So tun wir es. :)

Und unser restlicher Schmuck? Tja – der besteht schon seit jeher aus vielen selbstgebastelten Teilen. Komplizierten Sternbasteleien aus Papier, Salzteighängerle, Wollengeln und sogar eine kleine Krippe aus Bethlehem ist dabei. Klar – auch ein paar verrückte und bunte Dinge, aber das machte den Baum und die Weihnachtsdekoration ja auch spannend.

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* ja … genau … hier … so mittig …

da stellt ihr Euch jetzt mal die Deko vor … *

Da isse jetzt auch … :D

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„Mama, noch die Kette mit den Heiligen drei Königen, die fehlt.“ … recht hat er – und so hänge ich diese auch noch auf. Aus Papier. Damit die Weihnachtsmänner Gesellschaft haben. So ist das also mit den Erinnerungen. Und den Ritualen. Mein Sohn weiss genau, was sich in dieser Kiste befindet. Und er weiss auch genau, welche Plätzchen gebacken werden müssen: Tsunamis.

Und das machen wir dann nächste Woche … :D

 

 

 


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Katerkummerupdate!

Das Wochenende haben wir überstanden. Ganz lieben Dank für all die Daumendrücker und Genesungswünsche an Balou. Ihm muss das Näschen jucken vom ganz vielen dran Denken. Der kleine Kater leidet nicht mehr so arg sehr viel, seit er das Schmerzmittel und die Augentropfen bekommt. Und er lässt es sich auch meist brav verabreichen. Nur die fiesen, fiesen Tabletten, um die Infektion von innen zu bekämpfen, die will er einfach nicht. Da müssen wir echt mit allen Tricks arbeiten.

Heute morgen war ich beim TA mit ihm und er sieht es ganz positiv, aber die Heilung braucht Zeit. Noch sieht man die Linse nicht, da das Äuglein komplett milchig und teilweise noch blutunterlaufen ist. Da ist noch ordentlich Druck dahinter.

Den ganzen Tag trägt er es mit einer Engelsgeduld.

Aber nachts, meine Freunde … nachts geht das hier wirklich rund. *jammer* Zwischen halb fünf und fünf hat er sich wohl soweit erholt, dass der Drang nach draußen zu wollen und nicht das Indoor-Katerklo zu nutzen so richtig groß wird. Und wo geht er dann hin???

Immer auf meine Seite des Bettes. Und wenn davorstehen und jammern nichts hilft, springt er rauf und wandert mich ab. Dann werd ich abgeschlabert und angefiept. Heute morgen hat er sich dann resigniert neben mich gerollt und sich kraulen lassen. Er ist wohl auch wieder eingeschlafen. Die zweite Runde fiepen und kraulen war dann verbunden mit „ich hab Dich lieb, ich fress Dich auf!“ Hausarrest kann schon ganz schön ätzend sein. Und das Indoor-Katerklo benutzt er dann doch wohl oder übel. Ist ja dann doch ein Braver!

Nun. Jetzt bin ich immer noch etwas zerknittert. Aber der Kerl liegt hier und schläft. Suuuuper.

Dafür musste ich heute morgen an anderer Stelle dann doch mal wieder „Tschakka“ rufen: nämlich als in der Dusche ein weiteres Duschgel zur Neige ging. Yes. Jetzt sind es nur noch 1 1/2 in der Plastikummantelung. Es wird. Man muss nur Geduld haben (und sich sauber halten :’D).

Und für die Milchfrontleser: ich bin doch weichgeklopft. Ich hab mir das mal überlegt und wir sparen durch überlegtes Einkaufen so viel, dass ich mir im Moment auch Milch in Glasflaschen leisten kann. Das geht zwar nicht zum Bauern, dafür sparen wir Unmengen an Plastikmüll ein. Und die Milch schmeckt (gefühlt) besser. ;)


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Lass es gut werden …

Ein Tag, der von mir aus nicht sein müsste … ich bin gerade ziemlich aufgeregt und schreibe jetzt einfach, damit ich ruhiger werde und einfach da sein kann für meinen kleinen Kater. :'(

Im August letzten Jahres stand das Kerlchen einfach im Wohnzimmer und sprang auf meinen Schoß. Seitdem hat er sich mein Herz und das aller Familienmitglieder erobert. Im Februar, einen Tag vor meinem Geburtstag, ist er dann ganz meiner geworden. Und ich gehöre ihm. Mit Haut und Haaren.

Heute morgen kam er nach einer durchlebten (und mit Sicherheit furchtbaren) Nacht nach Hause und hat sich unter den Esstisch gelegt … nichts gefressen. Hm. Bei näherer Betrachtung haben wir festgestellt, dass sein linkes Auge komplett milchig ist. Blutunterlaufen … Da rutscht einem das Herz ziemlich in die Hose. Und glücklicherweise hat unser Tierarzt heute offen. Also – den Kater eingepackt und gleich hin. Ich bin ein Nervenbündel.

Es sieht nicht gut aus. Irgendwie hat er sich das Auge verletzt – er hat auch eine Schramme quer über der Nase. Also scheint ihn einer von diesen miesen dicken unfassbar bescheuerten Katern im Revier erwischt zu haben (Entschuldigung – aber ich muss jetzt schimpfen). Und zwar unglücklich. Der TA hat ihm gleich eine Spritze verpasst, Augentropfen ebenfalls und ihn uns mitgegeben. Mit Tropfen, Schmerzmitteln, Antibiose und der Nummer der Augenklinik in Frankfurt, falls es sich verschlimmert.

Schnelles Handeln war angesagt. Es steht auf Messers Schneide, ob er das Augenlicht behält. :'(((

Jetzt sitzen wir hier … ich schreibe und er liegt vor mir auf dem Teppich.

Es ist eine Ironie des Schicksals … ich lieb ihn ja auch, wenn er nur ein Auge behält. Schließlich kenne ich das. Mein Mann hat auch sein Augenlicht linksseitig verloren. Mit elf Jahren. Der Klassiker. Ein Pfeil hat ihn getroffen. Heute weiss ich, wie sich seine Eltern gefühlt haben müssen.

Ich schätze, man kann das nicht verstehen, wenn man selbst kein Tier hat. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Tiere sind einfach da. Man hält kein großes Geschiss um sie. Wenn sie sterben, dann gehört das zum großen Kreislauf des Lebens.

Und dennoch … sie schleichen sich ins Herz hinein, verankern sich fest und geben alles an Hingabe und Liebe, was sie haben. Selbst so eigene Tiere wie Katzen. Und man kann gar nicht anders, als sich zu sorgen und sich zu kümmern.

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Langsam werde ich ruhiger … er schläft. Und gerade stand einer der Revierkater am Fenster und hat nach ihm geschaut. O_o So nah ist dieser Kater noch nie rangekommen. Erstaunlich.

Bitte, bitte … lass alles gut werden …


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Habseligkeiten!

Zwei anstrengende Wochen sind vergangen. Immer, wenn in trixtown großer Markt und Rummel und TamTam ist, steht hier die Welt kopf. Und es ist gleichzeitig der Marker für die vor uns liegende Weihnachtszeit. Alle, die vorher sagen: „Was macht ihr Weihnachten?“ werden rigoros abgebügelt mit den Worten: „Das sehen wir nach Markt“. Weihnachten ist nämlich in unserer Familie nicht wirklich einfach. Und man muss aufpassen, dass nicht irgendjemand angekekst unterm Tannenbaum sitzt und sich den Wachs auf den Kopf tropfen lässt … Aber das ist ein anderes Thema.

Jetzt beginnt die Zeit für meine Kinder, in denen eifrig Bilder ausgeschnitten werden („Du hast da nicht wirklich Paprika hingeklebt?“) und die Wunschzettel an den Weihnachtsmann und das Christkind ständig überarbeitet werden.

Was wünsche ich mir? „Nichts!“ habe ich geantwortet, als mein Mann mich neulich fragte. Stimmt das so? Kann ich sagen: „Ich bin wunschlos glücklich?“ Nun – seit Jahren wünsche ich mir eine Denby „Never drip“. Der Klassiker unter den Teekannen. In einem warmen Braunton. Und einen Gärtner. Den fänd ich auch nicht schlecht. Einen Gärtner für ein Wochenende. Zum Laub einsammeln und Sträucher schneiden und den Garten in seine Wintermontur packen.

Wisst ihr – zum 40sten habe ich eine Haustür geschenkt bekommen (nicht drüber nachdenken …) und da finde ich einen Gärtner jetzt nicht soooo abwegig.

Und sonst? Ein paar Budapester Chelsea Boots von Marc’o Polo. In schwarz. Aus der Kollektion des vergangenen Jahres. Ich hinke hinterher. Und ich kriege sie vorerst nicht, weil ich im Sommer mit meinem Sohn die Verabredung getroffen habe („Mama – so viele Schuhe … O_o), keine Schuhe in 2014 zu kaufen. Und was soll ich sagen? Es klappt super. Manchmal ist es etwas hart, denn Schuhe können wahre Seelenstreichler sein, aber mal ehrlich: brauchen tue ich wirklich keine neuen.

Vor einigen Monaten habe ich auf dem Blog der Konsumrebellin ein leuchtend grünes Zitat entdeckt, dass mich seitdem als eines meiner Lieblingswortschätze begleitet:

Quelle: http://konsumrebellion.wordpress.com/2014/05/16/haben-versus-sein/

 

Laut Wiki und im Verständnis vieler vor allem älterer Menschen bezeichnen Habseligkeiten die letzten armseligen Dinge, die wir besitzen. Das, was wir in der Not noch bei uns haben. Vor fast genau zehn Jahren dann allerdings ist es zum Wort des Jahres gewählt worden, weil der Ausdruck „das weltliche Haben mit dem unerreichbaren Ziel des menschlichen Glücksstrebens “ verbinde.

Habseligkeiten – eine Denby wäre für mich so etwas. Ein Wunsch, der mich schon so lange begleitet, aber immer und immer wieder von „es ist doch nur eine Teekanne“ und „ich brauche sie nicht, ich will sie nur haben“ begleitet wird. Hm. Würde sie mein Sein verändern? Würde sie? Oder würde damit ein so zauberhaftes Wunschbild gleich einer Seifenblase zerplatzen? Weil sie doch tropft? Weil die Farbe scheußlich ist?

Nun – ich habe noch ein paar Wochen, darüber nachzudenken, was ich mir wünsche. Wünsche, die hauptsächlich die Schenkenden beglücken, weil sie sich selbst keine Gedanken mehr machen müssen. Mein Mann weiß, wie er mich glücklich machen kann. Er weiß auch, dass ich kein materielles Geschenk brauche, davon sind wir weit entfernt und uns selbst genug.

Tatsächlich ist es so, dass sich das Denken enorm verändert, wenn man bewusst einkauft. Im Oktober habe ich einen Monat lang nichts gekauft. Und es hat mich nicht gezogen. Meine Versuchungen liegen – äh – eher woanders. Und landen meist auf den Hüften. Ich kann tatsächlich die Spontan – Einkäufe des Jahres an einer Hand abzählen. Manches musste, anderes durfte gekauft werden. Der letzte Kauf gestern war eine Teebox aus Holz. Denn wir haben auch einige Teebeutel hier. Und die ganzen Kartonagen haben mich verrückt gemacht. Der lose Tee lässt sich ja super unterbringen … aber die kleinen Fitzelsdinger. Grmpf …

Gestern endlich war der erste graue Nachmittag, der mich sagen ließ: „Weihnachtszeit liegt in der Luft, wir sollten Tee kochen und die Spekulatius auf den Tisch stellen“.

Mein Sohn antwortete aus vollem Herzen: „Ja!!! Ja. Mama!“ :)

Zeit. Zeit ist etwas, was ich mir wünsche!!! Jetzt hab ich es. HA! Zeit verändert das Sein enorm. :)

 

(… aber nicht, dass daraus jetzt ein Funkwecker wird … O_o )


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Dotti und Theodora!

Das ist die Geschichte von Dotti und Theodora. Die einmal sein werden.

Ihr wisst es nicht, aber seit Moooonaten spukt in meinem Kopf eine Idee herum.

Diese Idee war plötzlich gestern von jetzt auf gleich nur noch ein Fitzelchen weit von der Realität entfernt. Aber von Anfang an …

Vor einigen Monaten habe ich das Buch „Anni und Alois“ gelesen und war sooo begeistert. Vor allem hat mir die Hühnergeschichte sehr gut gefallen. Die Anni züchtet nämlich ihre eigenen Hühner. Nicht irgendwelche – sondern sogar eine ausgefallene Sorte. :) Seitdem finde ich die Hühnerhaltung gar nicht so abwegig. Meine Oma hatte auch Hühner … und eine Ziege. Wieso nicht auch ich?

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel ... :D

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel … :D

Als ich diese Idee das erste Mal im Sommer kundtat („nächstes Jahr haben wir Hühner!“) schauten mich zwei Augenpaare entgeistert und eines begeistert an. Mein Jüngster hat genauso gern wie ich verrückte Ideen. Aber natürlich war mir klar, dass das nicht aus einer Laune heraus gehen kann.

Der erste Funke war entzündet. Als wir bei Manufaktum waren im Sommer, fand mein Mann ein tolles Buch über Hühnerhaltung. HA!!! Und gestern kam er zu mir.

Wir haben gerade Markt und ich hatte Standdienst (wir verkaufen fünf Tage lang im Familienverbund Grünkohl … aber das ist eine andere wilde Geschichte). „Du, Schatz. Der Cliff (ein Freund) kauft am Montag auf dem Viehmarkt Hühner. Er sagt, wenn Du einmal in der Woche zum Füttern kommst, kannst Du auch zwei kaufen und bei ihm unterbringen. Die Eier kannst Du auch haben.“

Das … wirft er mir so hin. AAAAAHHHHH!!!! Da bin ich ganz schön herumgesprungen. Ich und Hühner!!! Da brauchte ich auch gar nicht lang überlegen. „Ja, ich will!“ :D Nachts um eins habe ich meinem Hühner-Freund noch gleich eine Nachricht geschickt und heute wollten wir uns treffen, um alles zu bereden.

Bis zum Treffen war alles klar bei mir. „Lucy“ … das ist ein hervorragender Name für ein Huhn. Lucy heisst auch die Protagonistin eines meiner liebsten Filme … Und das andere? Von „Mullewapp“ bis „Petterson und Findus“ habe ich alle Hühnernamen runtergeleiert. „Theodora“ (sprich: Thsiodora)! So werden sie heissen. Wunderbar. Wahnsinn. Naja … aus Lucy wurde Dotti. Was ich noch viel toller finde. :)

Wir haben uns also heute auf dem großen Jahrmarkt in trixtown getroffen. Am Grünkohlstand. Und haben über Hühner geredet.

Oh und wie bin ich übergesprudelt vor Begeisterung. Wisst ihr, man kann mich von jetzt auf gleich begeistern. Das ist ein tolles Gefühl. Die Energie durchfährt mich dann in Strömen und alles pulsiert wie wild. „Ja – ich will. Ich komme supergerne zum Füttern vorbei. Haltet ihr die Hühner im Garten? Ihr wohnt doch noch in der Edelstraße?!“ -“ Äh …“ – „In trixtown!!!“ – „Naja. Wir sind im Februar umgezogen. Wir wohnen nicht mehr in Hochheim.“

Katscheng. O_o

Diese kleine Detail hat mir mein Mann unterschlagen. „So. Nicht …?“

„Nein – wir wohnen in …“ (halbe Stunde Autofahrt entfernt) Dieses Detail war mir in der Tat unbekannt. Meinem Mann allerdings auch muss ich zur Ehrenrettung sagen.

Mit großen Augen schaue ich meinen Freund an. Dotti und Theodora sind ganz weit weg.  „Oh nein. Ich fürchte, dann kann ich doch nicht einsteigen … bei unserer Hühnerconnection.“

Ich bin wehmütig. Aber im Nachhinein ganz froh. Ich mache ja gerne spontane Dinge. Aber was, wenn ich nicht mit der Hühnerhaltung klargekommen wäre? Ich lese mich jetzt ernsthaft ein.

Im Februar habe ich Geburtstag … und meine Freundinnen, denen ich die Story erzählt habe,  hatten heute abend schon eine wunderbare Geschenkidee!!! ;)

… Fortsetzung folgt … :D


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Pläne!

Heute gibt es „nur“ ein paar Gedanken. Mir geht es im Moment nicht so gut und ich kämpfe gesundheitlich doch noch sehr. Zwar lebe ich den Alltag, aber einfach ist es nicht immer.

Im Sommer 2013 bin ich über die Alpen gelaufen. Das war nach einem verheerenden Winter mit viel, viel Seelenqual und Schmerz mein Weg über den Berg. Befreiend. Dort oben in den Bergen habe ich zu meinen Wurzeln zurückgefunden und konnte gesunden. :)

Natürlich gab es inzwischen viele kleine und große Tageswandertouren, aber wer einmal eine so minimalistische und wirklich überwältigende Tour gemacht hat, der weiss, dass diese Wanderungen nur ein kleiner Tropfen sind, um das Fernweh zu stillen.

 

272 Abstecher zur Seespitze Oase Alpentour 2013_07_22 IMG_0493

Und heute lag er im Briefkasten … der Wanderkatalog 2015 der Oase Alpin.

Dieses Jahr machten uns die späten Sommerferien und dann auch noch mein Ausfall des Gleichgewichtorgans einen fetten Strich durch die Rechnung.

An Abnahme war nicht zu denken. Nur daran, das Debakel im Rahmen zu halten. Doch seit ein paar Tagen bin ich diesbezüglich wieder gut in der Spur und ich habe festgestellt, dass es mir leichter fällt, diszipliniert zu bleiben, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Was hat das mit dem Wanderkatalog zu tun? Ganz einfach: nächstes Jahr WILL WILL WILL ich in die Berge. Doch um dort hinauf zu kommen, benötigt es Kondition, einen gesunden Körper und Lust, die Last mit Freude zu nehmen.

Ich bin stur und sehe nicht ein, wieso der jetzige Zustand bleiben sollte. Es wird ein harter Weg, aber schlußendlich kann nur ich ihn bestimmen. Alle, aber wirklich alle Kilos sind wieder auf den Hüften. :( Und das Leben erscheint mir derzeit grad nicht so besonders schön. Gerne wäre ich einfach nur gesund und körperlich wieder fit – so wie im vergangenen Jahr.

Es ist an der Zeit, die Baustellen anzugehen und wieder zu kämpfen. Manchmal ist das ziemlich schwer. Hier denke ich immer an Nanne und ihre Email an mich … mit furchtbar schlechtem Gewissen. Ich möchte mich nicht davon ermutigen lassen, dass das Gewicht so hochgeschossen ist. Manchmal denke ich: „Wenn ich täglich ein Stück Schokoladentorte oder Nussplunder essen würde, hätte ich wenigstens noch kulinarisch was davon gehabt.“ Egal … ich sollte nicht über Vergangenes klagen.

Seit einigen Tagen habe ich den Schrittzähler, der mich seit Oktober letzten Jahres begleitet, gegen einen sogenannten Fitbit getauscht. Den hat mein Mann am Wiener Flughafen gefunden. Die Versuche, den Besitzer rauszufinden, sind fehlgeschlagen und so wird er jetzt von uns genutzt. Also … von mir. Das einzige Manko ist das Armband. Aber da bin ich schon dran, dass mir meine Schwägerin ein Stoffarmband näht. :D

Der kleine Fitbit als Begleiter soll mir weiterhelfen. Dort kann ich mein Essverhalten überprüfen und meine Bewegungseinheiten anschubsen. Das ist ein Punkt, der strategischen Überlegungen der Operation „Abnahme“.

Ein weiterer ist die Belohnung! Ich möchte im nächsten Jahr eine Mehrtagestour in den Bergen machen. Das ist das Ziel. Und das geht nur, wenn die körperlichen Voraussetzungen da sind.

Heute abend also werde ich den Katalog erst einmal meinem Mann aufs Kopfkissen legen … :D Und dann werden wir sehen, wohin es mich respektive uns im nächsten Sommer hinverschlägt. Gerade regt sich ein optimistischer kleiner heller Funke. Und das tut gut.

Manchmal braucht man nur einen kleinen Schubs, damit man seinen Weg wieder vor sich sieht … und die Gedanken, die ich zum Bergwandern schon seit einigen Wochen hege, wurden plötzlich durch den Katalog zu etwas Konkretem.

Nun denn: gehen wir es an, oder?!