Das Leben ist wild!

Lass es gut werden …

4 Kommentare

Ein Tag, der von mir aus nicht sein müsste … ich bin gerade ziemlich aufgeregt und schreibe jetzt einfach, damit ich ruhiger werde und einfach da sein kann für meinen kleinen Kater. :'(

Im August letzten Jahres stand das Kerlchen einfach im Wohnzimmer und sprang auf meinen Schoß. Seitdem hat er sich mein Herz und das aller Familienmitglieder erobert. Im Februar, einen Tag vor meinem Geburtstag, ist er dann ganz meiner geworden. Und ich gehöre ihm. Mit Haut und Haaren.

Heute morgen kam er nach einer durchlebten (und mit Sicherheit furchtbaren) Nacht nach Hause und hat sich unter den Esstisch gelegt … nichts gefressen. Hm. Bei näherer Betrachtung haben wir festgestellt, dass sein linkes Auge komplett milchig ist. Blutunterlaufen … Da rutscht einem das Herz ziemlich in die Hose. Und glücklicherweise hat unser Tierarzt heute offen. Also – den Kater eingepackt und gleich hin. Ich bin ein Nervenbündel.

Es sieht nicht gut aus. Irgendwie hat er sich das Auge verletzt – er hat auch eine Schramme quer über der Nase. Also scheint ihn einer von diesen miesen dicken unfassbar bescheuerten Katern im Revier erwischt zu haben (Entschuldigung – aber ich muss jetzt schimpfen). Und zwar unglücklich. Der TA hat ihm gleich eine Spritze verpasst, Augentropfen ebenfalls und ihn uns mitgegeben. Mit Tropfen, Schmerzmitteln, Antibiose und der Nummer der Augenklinik in Frankfurt, falls es sich verschlimmert.

Schnelles Handeln war angesagt. Es steht auf Messers Schneide, ob er das Augenlicht behält. :'(((

Jetzt sitzen wir hier … ich schreibe und er liegt vor mir auf dem Teppich.

Es ist eine Ironie des Schicksals … ich lieb ihn ja auch, wenn er nur ein Auge behält. Schließlich kenne ich das. Mein Mann hat auch sein Augenlicht linksseitig verloren. Mit elf Jahren. Der Klassiker. Ein Pfeil hat ihn getroffen. Heute weiss ich, wie sich seine Eltern gefühlt haben müssen.

Ich schätze, man kann das nicht verstehen, wenn man selbst kein Tier hat. Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Tiere sind einfach da. Man hält kein großes Geschiss um sie. Wenn sie sterben, dann gehört das zum großen Kreislauf des Lebens.

Und dennoch … sie schleichen sich ins Herz hinein, verankern sich fest und geben alles an Hingabe und Liebe, was sie haben. Selbst so eigene Tiere wie Katzen. Und man kann gar nicht anders, als sich zu sorgen und sich zu kümmern.

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Langsam werde ich ruhiger … er schläft. Und gerade stand einer der Revierkater am Fenster und hat nach ihm geschaut. O_o So nah ist dieser Kater noch nie rangekommen. Erstaunlich.

Bitte, bitte … lass alles gut werden …

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

4 Kommentare zu “Lass es gut werden …

  1. Ach Liebelein!!! Ich drück Euch ganz doll die Daumen, dass alles gut geht und er fix wieder gesund wird!! Ich kann das nur zu gut verstehen, ich bin immer entspannt, wenn es um meinen Kater geht aber WEHE er hat was, dann dreh ich durch!! Also alles Gute und sag Bescheid, wie es ihm geht! Ganz liebe Grüße und Umarmung 😘❤️

  2. Daumen sind gedrückt…
    Katertiere sind verblüffend zäh, robust und erholen sich erstaunlich gut von sämtlichen Blessuren. Ich bin da ganz hoffnungsvoll, dass er sich gut erholen wird.
    Bussi (auch für den kleinen Herren im Pelz)

  3. Ich halte ganz fest die Daumen, dass alles wieder gut wird.
    Liebe Grüße, Ingrid

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