Das Leben ist wild!


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Ein W-Impuls – an jedem Tag einsetzbar!

Es ist noch früh am Morgen,

gerade verschiebt sich das Tag- und Nachtgefüge und

die Helligkeit gewinnt die Oberhand über das Geschehen.

Sofern man hier von Helligkeit reden kann …

Die Kinder sind aus dem Haus und ich kehre mit einem heißen Milchkaffee in mein Bett zurück. Es ist ein fast tägliches Ritual (außer ich habe Frühdienst und muss noch vor dem frühen Vogel aus dem Haus).

Dies ist mal wieder ein Post für die Eiligen unter uns (ich schreib wirklich gerne für die Eiligen). Für diejenigen, denen der Schweiß ausbricht, weil die Zeit so rennt und noch soviel erledigt werden will in den letzten Tagen, Stunden und Minuten vorm Heiligen Abend. Ich verrate Euch nun ein Geheimnis.

Es geht weder schneller noch brauchen wir länger, wenn wir uns unter Druck setzen. Ich habe diesbezüglich viel experimentiert. Sicherlich gibt es Tage mit viel Inhalt. Termin reiht sich an Termin. Aber mein Gleichgewichtsausfall im Sommer hat mich gelehrt: wir ändern nichts daran, wenn wir in hektische Aktivität verfallen.

Nicht umsonst gibt es den Spruch: „In der Ruhe liegt die Kraft“.

Also habe ich für Euch heute morgen nur einen kleinen Impuls:

tief durchatmen, Kaffee trinken (bevorzugt im Bett oder an einem beliebigen Seelenlieblingsort) und in aller Ruhe den Tag beginnen. Es funktioniert und wir gehen gelassener an die Dinge heran.

Mit diesen kleinen Worten verabschiede ich mich in die Zwischenjahrespause. Ein paar Tage ohne das große Netz, reduziert auf Familie und die Natur. Auszeit. Freiheit. Lebenszeit.

Quelle: kalimera-geschenkemeer

Quelle: kalimera-geschenkemeer

 

Euch allen, wo auch immer ihr gerade seid, wünsche ich

einen zauberhaften Jahresausklang, ein frohes Fest

und einen genialen Rutsch ins neue Jahr.

Mögen sich all Eure Herzenswünsche erfüllen.

Bleibt mir gewogen! :D

Hohoho!

*


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Lethal Weapon!

Plötzlich war es da … eine Art klackern. Hm … was konnte das sein?

Das war die allesentscheidende Frage, die ich mir im Keller stellte, als das Geräusch losging. Vor unserem kleinen Ausflug in die Berge will ich nämlich noch alle Wäsche gewaschen haben (ist so ein Tick kurz vor Jahresende – alter Aberglaube, erzähl ich mal wann anders). Deshalb befand ich mich in den Tiefen des Hauses … bei hausfraulicher Tätigkeit.

Also – es klackte. Oben. Ob das der Kochtopfdeckel war, denn ich hatte gerade den Rosenkohl ins Kochwasser gegeben … Nee. Ist schon arg laut. Da fuhr es mir siedenheiss in die Glieder.

EIN

EINBRECHER!!!

Ich neige schon immer zu überbordender Phantasie. Aber dieses klackern konnte nur eins bedeuten: die Alarmanlage ist losgegangen. Mir kam nicht in den Sinn, dass die a) gar nicht eingeschaltet war und b) ich eher hellhörig werden sollte, wenn die Türen klappern oder die Fensterscheiben klirren. O_o

Egal! Leise pirschte ich mich hoch. Der Kater hinter mir her. Das Klackern wurde lauter. Hm. Eindeutig nicht der Rosenkohl. Okay – Riggs, bleib locker. Und hör auf, so irre zu gucken!!!

In der Küche merke ich, dass es Not tut – dieses Biest ist ohrenbetäubend laut. Es ist nämlich tatsächlich die Alarmanlage. Der Instinkt rät mir: ruf Deinen Partner an. Beim hektischen Wählen allerdings merke ich schon, dass die Idee total bescheuert ist. Gut – andere Option: ruf die Nummer auf der Alarmanlage an. Vor lauter lauter hör ich nicht, ob der jenige am anderen Ende der ist, den ich sprechen will. Irrationalerweise bin ich von dem Gedanken beherrscht, dass die Leute ja heutzutage permanent ihre Handynummern wechseln. Mir ist das suspekt … RIGGS!!! Ja – doch.

„Äh … spreche ich mit …“ Nach kurzer Bestätigung, erkläre ich ihm den Fall. „Bleiben Sie ruhig!“ (Ich glaub, da spielt mir jetzt meine Erinnerung einen Streich, aber es passt so gut!)

„Das ist Sergeant Murtaugh, ich bin Sergeant Riggs“ – „Freut mich und wie soll ich Sie nennen?“ –  „Sergeant Murtaugh und Sergeant Riggs!“

Lethal_weapon1

Quelle: wiki

Der nette Alarmanlagenbetreuer – nennen wir ihn doch auch einfach Murtaugh :’D – fragt mich, ob ich den Schlüssel für die Alarmanlage hätte. Yeap – hab ich. „Gut – dann machen Sie mal folgendes …“

So! Aus dem Klackern wird jetzt ein anhaltend lauter und furchtbar durchdringender Ton. Es klingelt an der Tür. Scheiße! Echt jetzt. Ob das schon die Einsatztruppe der Polizei ist? Aber würden die klingeln? Ich seh mich schon flach auf dem Boden liegen. Bewegungsunfähig.

Es ist … mein Sohn. Puh! Glück gehabt. Frau trixen, alias Riggs, begibt sich wieder an den Unglücksherd. Der Alarmton ist sowas von laut, dass ich den Raum wechseln muss, um meinen „Partner“ zu verstehen.

„So, Riggs! Ich kann Sie echt schlecht verstehen!“ –  „Ja, Murtaugh? Ich weiss, Murtaugh – geht mir ähnlich.“

Er bittet mich, einen Kreuzschlitz und einen Schraubenzieher zu organisieren. Denn er ist nicht vor Ort und hat gerade keine Möglichkeit vorbeizukommen. (HAHA!!!) Und da das mit dem Schlüssel nichts brachte … fahren wir härtere Geschütze auf. Oh weh!

Also starte ich die hektische Suche in der Rumpelwerkzeugkiste nach dem, was es braucht, und nie nie nie zur Hand ist!!! („Ich leg Sie mal kurz ab“ – diesen Satz werde ich den gefühlten fünf Stunden in der nächsten Viertelstunde noch öfter sagen …) Gut, dass mein Sohn da ist. Alles, was ich finde, ist ein Kreuzschlitz – ohne Aufsatz. Nee, oder? Riggs bricht langsam der Schweiß aus. Gott, ist das laut.

Es dauert, aber ich krieg das hin. Alle Teile dank männlicher Vororthilfe zusammengesetzt. Schraube, nach entsprechender Anleitung aufgedreht. Und dann … O_0

„Da müssten Sie jetzt eine Menge Kabel sehen!“

Oha! Jetzt fühle ich mich tatsächlich wie bei Lethal Weapon! Ich mutiere zum Bombenentschärfer! Fein gemacht. In Sekundenschnelle rasen sämtliche Filmszenen mit mißglückten Bombenentschärfungsversuchen an mir vorbei.

„Da sind zwei Drähte an der Batterie. Ziehen Sie einen!“ – „Äh – welchen?“ – „Egal!“ DAS MEINT DER NICHT ERNST! Jeder!!! Wirklich jeder weiss doch, was passiert, wenn man den falschen Draht kappt. Hallooooo!!!

„Ich denke, wir schneiden den blauen Draht durch!“

Gut. Wenn er das will. Ich ziehe. Schwupp – *kneiftdieaugenzu* …

Äh. Ja. Guter Versuch. Aber es ist immer noch wahnsinnig laut. „Hat nix gebracht.“ – „Es geht noch weiter.“

Und erklärt mir die Bauteile des Geräts. Nee, oder? Und ich erklär ihm die bunte Farbwelt der Kabelage in diesem verflixten Mistteil. Irgendwie hab ich das bombensichere Gefühl, es ist wichtig, dass wir hier genau klären, was wo sitzt und vor allem: welche Farbe es hat. An das Teil, wohin ich soll, komm ich nicht ran. „Doch, doch. Sie können vorsichtig (sic!) den oberen Kasten auch noch abnehmen … das geht so …“

Ich tue wie geheissen, fudele mit dem inzwischen umoperierten Schraubenzieher herum und plötzlich …

WOW! Stille. Unfassbare Stille! Von neben mir kommt ein: „Mama, Du hast es geschafft!“ Aus dem Hörer ein „Gut gemacht!“

Das ist ja nochmal gut gegangen. Mein Sohn grinst wie ein Honigkuchenpferd. Was Murtaugh denkt, frag ich mich lieber nicht. Ich jedenfalls denke: „Heldin!“ Ha!

Manchmal ist es so einfach die Welt zu retten!

Auch für mich! :)

Okay … oder zumindest den kleinen eigenen Mikrokosmos. :)


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Wann sich die Mühe lohnt!

Wir leben in einem medizinisch wunderbar versorgten Land. Zumindest ein Großteil der hiesigen Bevölkerung ist bestens ausgestattet. Ich glaube fast, niemand geht so oft in Apotheken und zu Ärzten wie die Deutschen. Hab ich mal irgendwo gelesen. Wurde dann aber auch wieder widerlegt. Hab ich auch gelesen. Was man halt alles so findet – im Gesundheitswesendschungel. Gut – ich geb es zu, dass auch ich das Ärztesystem ab und an hinreichend nutzen musste. Immer befriedigend war es nicht wirklich. Am besten aufgehoben fühle ich mich derzeit bei meiner Freundin und Heilpraktikerin. Ich spreche sehr gut auf Akupunktur an und habe das große Glück, dass meine Krankenkasse offen gegenüber alternativen Heilmethoden ist und ich die Gebühren bis zu einem gewissen Grad abrechnen kann.

Mir geht es gerade allerdings um Grippe, Erkältung oder grippale Infekte. Wenn wir ehrlich sind, ist es ja meist eine simple Erkältung. Eine Grippe rafft mich eher selten dahin.

In 90% aller Fälle verläuft das dann bei mir so, wie es der alte Spruch sagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“ Mit wie ohne Medikamente. Die restlichen 10% sind Ausnahmeerscheinungen. Hartnäckiger Husten zum Beispiel. Bronchialasthmatische Anwandlungen. Da brauche ich etwas länger.

Es ist mir allerdings noch nie in den Sinn gekommen, mich grippeimpfen zu lassen ich und nehme auch keine vorbeugenden, immunstärkenden Nahrungsergänzungsmittel für teuer Geld! Irgendwie vertraue ich da auf meinen Körper, der sich schon wehren wird. Es gab einmal eine Zeit, da habe ich wirklich oft Antibiotika verschrieben bekommen … ich hab mich nicht immer besser dadurch gefühlt. Temporär, ja. Aber ich kann mich noch erinnern, dass alle Sinne einfach abgestumpft sind. Nahrungsmittel wurden zum grauen Einerlei. Das möchte ich nicht mehr und bin nun schon geraume Zeit „davon weg“. ;)

Im vergangenen  Sommer habe ich dann ein wenig vorgesorgt. Linden- und Holunderblüten gesammelt und getrocknet. Mohnsirup und Löwenzahnhonig hergestellt. Meine Familie hat mir dabei geholfen. Für die Buben war es faszinierend zu sehen, was die Mama da in ihrer Hexenkuchl so zaubert. Und by the way waren wir wirklich viel, viel an der frischen Luft.

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Das kommt mir jetzt zugute. Ich arbeite schließlich auf einem Bazillenmutterschiff. Kollegen und Bewohner sind gleichermaßen den Freunden Husten, Schnupfen und Halsweh verfallen. Das Wochenende hab ich endlich das Bett hüten müssen. Sie haben mich erwischt!!! Und nehme nun meinen Mohnblütensirup ein, trinke brav Tee, hab ein Zwiebelpäckchen auf’m Ohr und lese „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen„.

Es scheint so, als brauche der Körper eine kleine Auszeit. Nicht, dass ich in Hektik verfalle. Es gibt kaum Geschenke. Alles ausgelagert. Den Weihnachtsbummel hab ich erfolgreich hinter mich gebracht. Und die Feiertage verbringen wir in den Bergen.

Worauf ich hinaus will: es lohnt die Mühe, sich in der Natur umzusehen. Ich warte immer noch auf den Gau. Wenn wir schmerzmittelresistent sind. Und wenn all die apothekenwichtigen Tröpfchen und Mittel kaum mehr helfen. Sie haben mit Sicherheit bei vielen Krankheiten ihre Berechtigung. Aber wie oft greift man bei simplen Erkältungskrankheiten zu Komplexmittel und Co. als Krankheitszeitraffer. Als Überbrücker und Kleinmacher der körpereigenen Empfindungen. Weil es bequem ist. Und das schlechte Gewissen auf der Arbeit lauthals ruft …

Vielleicht sollten wir uns doch öfter fragen: was hilft mir wirklich?

Hier bin ich ganz nah beim Konsumgedanken und auch bei der Plastikfreiheit (mal von den Inhaltsstoffen abgesehen).

In erster Linie Ruhe!!! Rückzug vom Leben. Zeit, sich fallen zu lassen. Das geht nicht immer, ich weiss … aber streckenweise. Früh zu Bett gehen. Die Wäsche mal Wäsche sein lassen. Obst und Gemüse essen. Sich bekochen lassen. So gerne. Es geht nichts über frische LebensMittel. Ingwertee. Selbstgemacht – ich mag den Duft der frischen Wurzel. Viel Wasser nebenbei. Und frische Luft. :D Die getrockneten Blüten und der Löwenzahnhonig. Da geht was!!!

Jetzt schließt sich der Kreis! Die Mühe lohnt sich also wirklich.  Jetzt. Und im Grunde … immer. ;) Seit achtsam mit Euch. Unsere Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Und:

gute Besserung allen Schnupfennasigen da draussen.

 


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„Noch zweimal …“

…baden, dann ist Weihnachten!“ … oder so ähnlich. Die besten Geschichten passieren direkt vor unserer Nase. Ich bleibe heute mal im Bett. Erkältung. Dicker Kopf. Und so.

Mein großer Sohn liegt in der Badewanne. Plötzlich ruft es von nebenan.

„MAMIIIII!!! KOOOOMMMM MAAAAL“

Hm – das hört sich jetzt nicht so entspannt an. Ich versuch es mal, vom Bett aus zu regeln. Untergegangen scheint er ja nicht zu sein.

„Was ist denn los?“ (Man muss nicht schreien, geht auch so …)

„Ich glaub, ich hab das Bad überschwemmt!“

„Dann nimm doch ein Handtuch und wisch es weg.“ O_o

„Mami – komm doch mal!“

Also gut. Ich hieve mich schwerkrank aus dem Bett und gehe nach nebenan. Mit großen Augen betrachte ich die Überschwemmung und meinen Sohn. Er schaut mich an. Ich die Überschwemmung. „Wie ist denn das passiert?“

Er holt tief, tief Luft. „Ja also … ich hab aus Versehen das Bad überschwemmt. In der Badewanne gab es ein Seebeben. Die darauf folgende Spannungsentladung verbreitete sich in Wellenform. Weisst Du, Mami – wie ein riesiger Tsunami (rudernde Armbewegungen durch das komplette Badezimmer). Und dann schwappte das alles über den Badewannenrand … Genauso ist das passiert.“

Was lernen wir? Auch mit 12 Jahren ist der kindlichen Phantasie keine Grenze gesetzt. Gepaart mit dem Lernstoff in Erdkunde und dem lebensnahen Erfahrungsfeld im heimischen Badezimmer ist damit der Grundstein für gute Ausreden gelegt.

Da fehlen selbst der Mama die Worte …


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Du bist, was Du isst!

Gerade in der kalten Jahreszeit wird das nochmal für mich deutlich. Ich sag es jetzt mal einfach frei heraus: ich werde mit Sicherheit niemals Vegetarierer, geschweige denn, dass ich auf den Superhype „vegan“ aufspringe.

Ich bin, was ich esse: ein von der Evolution geprägter Allesfresser. Hört sich jetzt irgendwie doch eklig an, wenn ich es schreibe. Ich merk es grad selbst. Allesfresser.
Während der vergangenen Wochen, gerade dann, als die kalte Jahreszeit eingeläutet wurde, habe ich einiges gesehen und gelesen zum Thema „achtsamer Umgang mit Lebens-Mitteln“. Im Moment gerade z.B. lese ich „Der Metzger, der kein Fleisch mehr isst …“ von Karl Ludwig Schweisfurth. Das ist insofern sehr interessant, weil es von der Basis aus geschrieben ist. Der Metzger – also derjenige, der das Handwerk der Tierschlachtung gelernt hat – und der Umgang mit dem Tier – von der Massentötung hin zu einem achtsamen Tod und einer artgerechten Haltung. Der Satz geht weiter „… wenn er nicht weiss, wo es herkommt!“

Das zeigt in etwa meinen Weg auf. Den, den ich gerne gehen möchte. Nachdem ich vor ein paar Wochen eine Dokumentation über Hühnerhaltung konventionell vs. artgerecht und biologisch gesehen habe, kann ich kein bißchen Hühnerirgendwas mehr in den Wagen packen. Geht nicht. Ich bring es nicht über mich.
Jetzt muß ich 40 werden, um so zu denken. Wo war das denn vorher, bitteschön??? O_o

Ich glaube, es ist ein Prozess. Allesfresser. Ja – das bin ich. Aber ich möchte wissen, woher die Lebens-Mittel kommen, bevor sie zu Lebens-Mitteln werden. ;) Ich rede nicht mehr von einer Produktpalette. Ich esse doch keine Produkte – ich esse ganz einfach einen Apfel oder ein Rinderhüftsteak. Ehrlich gesagt: ich möchte so vieles wissen. Denn nur das Wissen gibt mir Sicherheit. Seid neugierig!!! Das sage ich schon meinen Kindern!

Und … ich bin ja nicht umsonst etwas kräftiger, als eigentlich der Plan vorsieht. Ich esse unfassbar gern. Anders: ich geniesse unfassbar gern. Und zwar die gesamte Bandbreite. Aber vielleicht ist hier ein Umdenken angesagt.

Als wir noch nicht in einer Überflussgesellschaft zuhause waren, da war unser Essverhalten ein anderes. Fleisch – gutes Fleisch  (der Begriff „ein schönes Stück Fleisch“ ist mir da noch im Kopf) gab es sonntags. Der Braten. Die Roulade. Das war kein Alltagsessen. Das war etwas besonderes, dessen Zubereitung Zeit in Anspruch nahm.

Zeit, die ich unter der Woche nicht immer habe.

Ich möchte das gern ändern. Das Zeitfenster krieg ich nicht umgebaut, aber vielleicht das Verhältnis der Lebens-Mittel, die wir hier zu uns nehmen. Es ist schon jetzt so, dass es nicht täglich Fleisch gibt. Wir vermissen es nicht.

Zumindest nicht über einige Tage. Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, mal einen Speiseplan aufzuschreiben, der ausgewogen ist. Einen „Vorbild“-Plan. :D

Essen ist Genuss. Du bist, was Du isst.


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Im W-Rausch!?

Heute wird ein schwieriger Tag. Ich weiss, es ist vielleicht nicht unbedingt zielführend, dies schon vor neun Uhr morgens zu schreiben. Aber heute ist wirklich eine Herausforderung. Und dieses Gefühl schleppe ich schon seit Tagen mit mir rum.

Warum?

Weil ich gleich in die Stadt fahre, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Schwierige Kiste. Wer Kinder hat, weiß, dass man kein minimalistisches Weihnachtsfest (geschweige denn komplett plastikfrei) umzusetzen vermag. Ich zumindest kann es nicht. Die Wünsche meiner Kinder respektiere ich. Öhm … meistens.

Rückblick: „Mama, das ist mein Wunschzettel! Ich hab alles aufgeklebt …“! „–„! „Na gut, die Paprika kannst Du auch weglassen!“. „Ach so, aber über das Induktionskochfeld, den Standmixer und die Edelstahlschüsseln (hach – es bleibt was hängen) sollten wir vielleicht doch dann auch mal reden.“ – „Warum???“ …

Letztes Jahr hat er ein kleines Topfset und eine Pfanne bekommen. Wenn er mal auszieht, ist er ausgerüstet. O_o Aber ein Induktionskochfeld im Kinderzimmer geht jetzt doch einen Tacken zu weit. Dann weiche ich doch lieber auf die Lego-Wünsche aus.

Der Große ist inzwischen vom BMX abgekommen und wünscht sich lieber ein Airbrush-Set. Bücher, Skaterrampen und neue Fußballschuhe … all sowas.

Und ich? Ich wünsch mir immer noch nichts. Aber wenn man Menschen in der Familie hat, die seit Wochen Wunschzettel fordern, dann wird man mürb. Um des Frieden willens. Sonst gibt es irgendeinen Mist, den ich wirklich nicht gebrauchen kann. In meinem Teil der Familie haben wir diese Schenkerei abgestellt. Meine Mutter freut sich, wenn wir an Weihnachten zusammenkommen. Zeit ist ein wichtiges Gut, wenn die Eltern älter werden.

Aber in der Familie meines Mannes wird hartnäckig auf Wunschzettel bestanden. Schwierig. Und da hier der klassische Schwiegertochter – Fall vorliegt, bin ich bei manchen Dingen beugsam. So wünsche ich mir ein Buch. Oder zwei. Und zwar über die Hühnerhaltung. So!!! Und wenn sie möchten, können sie mir einen Gutschein für zwei Hühner meiner Wahl schenken.

:’D Ich würde zu gern die Gesichter sehen.

Oh während ich schreibe, kommen mir noch mehr Ideen. Ich möchte nämlich im Frühjahr ein Hochbeet anlegen. Dafür müssen die alten Rosensträucher (ich höre das Aufstöhnen jetzt überall, aber ich kann mit diesem Rosengedöns nicht) weichen. Da wäre ein Gutschein vom Baumarkt auch nicht schlecht. Ha!

Und im Gegenzug? Denn der ist ja in meinem Fall auch da. Schwierig. Wirklich schwierig. Ihr seht, ich muss schauen, welche Inspiration kommt, wenn ich in der Stadt bin. Hoffentlich steh ich das durch. Meine Lust, mich durch die Menschenmassen zu quälen ist klein. Online bestellen mag ich gerade auch nicht.

Ich bin kniesig.

Ja, das bin ich …