Das Leben ist wild!

Wann sich die Mühe lohnt!

8 Kommentare

Wir leben in einem medizinisch wunderbar versorgten Land. Zumindest ein Großteil der hiesigen Bevölkerung ist bestens ausgestattet. Ich glaube fast, niemand geht so oft in Apotheken und zu Ärzten wie die Deutschen. Hab ich mal irgendwo gelesen. Wurde dann aber auch wieder widerlegt. Hab ich auch gelesen. Was man halt alles so findet – im Gesundheitswesendschungel. Gut – ich geb es zu, dass auch ich das Ärztesystem ab und an hinreichend nutzen musste. Immer befriedigend war es nicht wirklich. Am besten aufgehoben fühle ich mich derzeit bei meiner Freundin und Heilpraktikerin. Ich spreche sehr gut auf Akupunktur an und habe das große Glück, dass meine Krankenkasse offen gegenüber alternativen Heilmethoden ist und ich die Gebühren bis zu einem gewissen Grad abrechnen kann.

Mir geht es gerade allerdings um Grippe, Erkältung oder grippale Infekte. Wenn wir ehrlich sind, ist es ja meist eine simple Erkältung. Eine Grippe rafft mich eher selten dahin.

In 90% aller Fälle verläuft das dann bei mir so, wie es der alte Spruch sagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“ Mit wie ohne Medikamente. Die restlichen 10% sind Ausnahmeerscheinungen. Hartnäckiger Husten zum Beispiel. Bronchialasthmatische Anwandlungen. Da brauche ich etwas länger.

Es ist mir allerdings noch nie in den Sinn gekommen, mich grippeimpfen zu lassen ich und nehme auch keine vorbeugenden, immunstärkenden Nahrungsergänzungsmittel für teuer Geld! Irgendwie vertraue ich da auf meinen Körper, der sich schon wehren wird. Es gab einmal eine Zeit, da habe ich wirklich oft Antibiotika verschrieben bekommen … ich hab mich nicht immer besser dadurch gefühlt. Temporär, ja. Aber ich kann mich noch erinnern, dass alle Sinne einfach abgestumpft sind. Nahrungsmittel wurden zum grauen Einerlei. Das möchte ich nicht mehr und bin nun schon geraume Zeit „davon weg“. ;)

Im vergangenen  Sommer habe ich dann ein wenig vorgesorgt. Linden- und Holunderblüten gesammelt und getrocknet. Mohnsirup und Löwenzahnhonig hergestellt. Meine Familie hat mir dabei geholfen. Für die Buben war es faszinierend zu sehen, was die Mama da in ihrer Hexenkuchl so zaubert. Und by the way waren wir wirklich viel, viel an der frischen Luft.

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Das kommt mir jetzt zugute. Ich arbeite schließlich auf einem Bazillenmutterschiff. Kollegen und Bewohner sind gleichermaßen den Freunden Husten, Schnupfen und Halsweh verfallen. Das Wochenende hab ich endlich das Bett hüten müssen. Sie haben mich erwischt!!! Und nehme nun meinen Mohnblütensirup ein, trinke brav Tee, hab ein Zwiebelpäckchen auf’m Ohr und lese „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen„.

Es scheint so, als brauche der Körper eine kleine Auszeit. Nicht, dass ich in Hektik verfalle. Es gibt kaum Geschenke. Alles ausgelagert. Den Weihnachtsbummel hab ich erfolgreich hinter mich gebracht. Und die Feiertage verbringen wir in den Bergen.

Worauf ich hinaus will: es lohnt die Mühe, sich in der Natur umzusehen. Ich warte immer noch auf den Gau. Wenn wir schmerzmittelresistent sind. Und wenn all die apothekenwichtigen Tröpfchen und Mittel kaum mehr helfen. Sie haben mit Sicherheit bei vielen Krankheiten ihre Berechtigung. Aber wie oft greift man bei simplen Erkältungskrankheiten zu Komplexmittel und Co. als Krankheitszeitraffer. Als Überbrücker und Kleinmacher der körpereigenen Empfindungen. Weil es bequem ist. Und das schlechte Gewissen auf der Arbeit lauthals ruft …

Vielleicht sollten wir uns doch öfter fragen: was hilft mir wirklich?

Hier bin ich ganz nah beim Konsumgedanken und auch bei der Plastikfreiheit (mal von den Inhaltsstoffen abgesehen).

In erster Linie Ruhe!!! Rückzug vom Leben. Zeit, sich fallen zu lassen. Das geht nicht immer, ich weiss … aber streckenweise. Früh zu Bett gehen. Die Wäsche mal Wäsche sein lassen. Obst und Gemüse essen. Sich bekochen lassen. So gerne. Es geht nichts über frische LebensMittel. Ingwertee. Selbstgemacht – ich mag den Duft der frischen Wurzel. Viel Wasser nebenbei. Und frische Luft. :D Die getrockneten Blüten und der Löwenzahnhonig. Da geht was!!!

Jetzt schließt sich der Kreis! Die Mühe lohnt sich also wirklich.  Jetzt. Und im Grunde … immer. ;) Seit achtsam mit Euch. Unsere Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Und:

gute Besserung allen Schnupfennasigen da draussen.

 

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

8 Kommentare zu “Wann sich die Mühe lohnt!

  1. Hallo Trix!

    ich habe schon so manche „Erkrankung“ im Keim erstickt mit leiser treten, ein heißes Bad, früh schlafen, warm anziehen, mal nur das machen, was mir Spaß macht und 5 gerade sein lassen.

    Mein Körper besinnt sich dann scheinbar auf seine eigenen „Waffen“

    Schöner Beitrag. Ich lese immer wieder sehr gerne Deine Beiträge!

    lg
    Maria

  2. Ach, da wünsch ich dir gute Besserung! Toll, dass du auch auf altbewährte Hausmittel zurückgreifst. Das gefällt mir! Und auch das Buch gefällt mir. Ich hab es auch gelesen. Eine Geschichte, die das Leben schrieb könnte man sagen.
    Lieben Gruß und ich wünsch dir schon mal schöne Weihnachten und komm gut ins neue Jahr!
    lg, Reni

  3. Gute Besserung Trixilein. Mir hilft auch immer ein Nasenöl und homöopathische Mittelchen – gegen Antibiotika bin ich mittlerweile resistent.

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