Das Leben ist wild!

Weniger!

9 Kommentare

Dieses kleine Wort kann einem sichtlich an die Nieren gehen. In allen Belangen. Denn oftmals ist es in unserer Überflussgesellschaft, in der auch ich es mir kommod eingerichtet habe, nicht einfach, das Weniger zu leben.

Weniger … ein Vorsatz? Ein Motto? Ein Ziel? Ein Weg?

Jetzt bin ich kein ausgewiesener Minimalist, finde aber ein Weniger im Kleiderschrank als auch in den Räumen, in denen ich mich aufhalte, sehr beruhigend. Überhaupt habe ich schon des öfteren festgestellt: wenn mein Umgebungsbild ruhiger ist, fühle ich mich in mir drin auch aufgeräumter. Und dann fällt es mir leichter, mich von überflüssigen Kilos zu trennen. Von überflüssigen Gedanken ganz zu schweigen.

Vorige Tage habe ich damit angefangen, wieder ein Stück weiter auszumisten. Schluß zu machen. Ungeliebt sind da vor allem

N*E*W*S*L*E*T*T*E*R

Interessanterweise ist es ein ziemlich langer Weg gewesen, bis mir aufgefallen ist, dass ich das einfach abschalten kann. Jetzt lacht nicht … normalerweise klicke ich immer an, dass ich nicht über all den superinformativen Killefitz informiert werden möchte, der mir da noch zusätzlich in Form eines virtuellen Infobriefes zugestellt wird. Das klappt. Aber ich hatte da ein paar „Leichen im Keller“, die ich aus irgendeinem Grund über Jaaaaahre toleriert habe. Unfassbar. Wie das geht?

Ich habe mehrere Email – Postfächer. Aus irgendeinem Grund habe ich mein allererstes Postfach beibehalten. Es ist schon 16 Jahre alt und ich hänge aus wahrscheinlich sentimentalem Grund (oder weil ich mich nicht nur an das große G binden will) daran. Und seit genauso langer Zeit bekomme ich dort diese ungeliebten Infobriefe. Vom Auktionator. Vom Wald-und Wiesenhobby. Und von dem Anbieter des Postfach selber. Und ich lösche sie in regelmässigen Abständen ungelesen. Hab mich damit abgefunden. Aber ich kam nie und nimmer auf die Idee, sie einfach … abzubestellen. Weil ich sie ja nie bestellt hatte. Ergo – sind sie wohl im Service inbegriffen. Also – da hab ich echt auf der Leitung gestanden. Und vor einer Woche dann – da hab ich mir die Mühe gemacht, mal so einen Brief zu öffnen und zum Ende zu scrollen. „Unscribe“ – hach … das geht? Das kleine Zauberwort hat mich sofort eingefangen. Wie einfach sich man manch lästiger Dinge doch entledigen kann. :’D

Was diese kleine Geschichte sagen will? Manchmal ist nur ein kleiner Schritt in Richtung Veränderung notwendig, damit wir uns klarer und besser fühlen können. Hier war es ein Klick. Und vorher ein genauer Blick. Vieles nehmen wir als gegeben hin. Es ist so. Es war schon immer so. Es wird immer so sein. Aber das ist ein falscher Gedanke.

Wir haben ja noch viel Zeit vor uns. Zeit, die wir mit der positiven Veränderung leben können. Ich werde dieses Jahr 42. Vielleicht finde ich ja mit diesem Alter als Leitbild die Antwort auf alle Fragen. Vielleicht bin ich die Antwort. O_o Egal – ich schweife ab. Wenn ich also wieder mal denke: es war schon immer so. Dann führe ich mir vor Augen, dass meine wahrscheinliche Lebenszeit nochmal 40 Jahre andauert. Was können wir nur in dieser Zeit bewegen!!!

Weniger … ein Vorsatz? Ein Ziel? Ein Weg! Ein Weg, den ich in diesem Jahr beschreiten will werde. Im vergangenen Jahr habe ich schon sehr bewusst damit begonnen. Weniger Plastik. Weniger Umweltbelastung. Ich setze dieses Weniger fort. Weniger Klimbim im Ganzen. :)

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

9 Kommentare zu “Weniger!

  1. Super Thema! Ich habe das auch vor einiger Zeit konsequent gemacht und trotzdem trudeln immer noch mal wieder Newsletter ein. Viel schwieriger ist es aber noch, die Papier-Werbung einzudämmen. Da muss man teils schriftlich widersprechen und dann haben die noch einen gewissen Vorlauf – d.h. einige Kataloge sind jetzt schon vorkonfektioniert und trudeln dann – trotz Widerspruch – noch in den Briefkasten. Ein Wahnsinn! Aber die Mühe wert, finde ich.

    • Wobei ein „Bitte keine Werbung“ – Aufbepper schon echt viel rausnimmt. Vor allem die per Post kommenden in Plastik verschweissten Supermarktblättchen fand ich immer gruselig. Es ist – wie Du sagst – die Mühe wert. :)

  2. Guten Morgen!
    Jetzt musste ich echt lachen… habe ich doch tatsächlich heute morgen meine Newsletter abbestellt und nun lese ich Deinen Artikel. Herrlich.
    Liebe Grüße für den Tag!
    Oliver 2.0

  3. ich bin gerade beim übersiedeln und ich schließe mich deinem Motto voll und ganz an: WENIGER !!! Es geht und es ist total befreiend !!

  4. Für mich ist es ein Weg, einer, der wahrscheinlich den Rest des Lebens dauern wird. Denn inzwischen greift der materialistische Minimalismus auf das ganze Leben über, auf Einstellungen und Verhaltensweisen, die auch überdacht und geändert werden müssen.
    Liebe Grüße,
    Ingrid

    • Ja – das glaube ich allerdings auch. Dadurch, dass Leben ja Bewegung ist, unterliegen wir ja auch dem Einfluss von Außen. Und es kommt und geht permanent etwas. Ich versuche bewusst, in diesem Jahr das Ganze mal zu steuern. Zumindest was das „Gehen“ von Gegenständen angeht. Der Rest folgt sicherlich auch nach … da es ja doch ein Prozess ist. :)

  5. Hallo Trix!

    Einge sind sehr hartnäckig und ignorieren unscribe – ich habe sie auf die Spamliste gesetzt und weg sind sie. Ich sehe sie nie wieder.

    Auch eine Lösung finde ich!

    lg
    Maria

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