Das Leben ist wild!


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Plastik und bio!

Es gibt durchaus Grenzen in meinem Bemühen um ein nachhaltiges Leben. Chapeau für all die fleissigen Bienchen, die verschiedene Pflegeprodukte oder aber Haushaltsmittelchen selbst herstellen. Ich hab dafür kein Händchen. Und keine Zeit.

Deshalb versuche ich, in Bereichen, wo mir das Selbstherstellen abgeht, ökologisch korrekte Alternativen zu finden. Und da bin ich bei einem für mich großen Aufreger gekommen. Was von außen noch gut aussieht … hat meistens noch eine zweite Verpackung … verstecktes Plastik.

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Außen in Pappe und dann … kommt oftmals doch Plastik raus :(

 

Zum Beispiel Teebeutel. Manchmal muss es einfach fix gehen und da sind Teebeutel, die ich in den Biomüll entsorgen kann super. Bio-Beutelchen sind sogar noch besser. Und dann geht der Ärger los. Wieso sind so viele Bioteesorten in Plastik verpackt??? Das versteh ich nicht. Will man hier das Besondere hervorheben? Besonderer Tee – besondere Verpackung? Wenn man das Aroma schützen will, kann man ja meinetwegen auch noch eine separate Umverpackung aus Papier nehmen. Geht doch auch. Wenn man unbedingt auf den Verbraucher eingehen will.

Das gilt übrigens für viele biologische Lebensmittel … zu 90 % in Plastik verpackt. Doof. Echt doof. Leider haben wir hier im Rhein-Main-Gebiet noch keinen Laden, in dem man ohne Verpackung einkaufen kann. So wird ein zerowaste-Leben schon fast zur Unmöglichkeit. Und gesetzt den Fall in einer Großstadt wie Frankfurt eröffnet ein Laden, dann werde ich dort nicht hinfahren, denn irgendwie steht auch Fahrt und Zeit nicht in Relation mit dem Ergebnis. :(

Dasselbe beim Waschmittel. Ich verzichte doch nicht auf herkömmliches Waschmittel (kommt übrigens ohne Plastikverpackung aus), um dann mit dem nachhaltigeren Produkt mehr Müll zu produzieren. Da will ich das Gesamtpaket: gut fürs Wasser – gut für die Müllvermeidung. Ich habe neulich mal die Firma Sodasan angeschrieben, bis jetzt aber noch keine Antwort darauf erhalten. Leider … Ich sag Bescheid, wenn sie mir erklären können, warum sie ihr Pulver nochmal in eine Plastiktüte packen. Und sie sind ja nicht allein damit.

So suche ich und hab ein ungutes Gefühl beim Kauf von Bioprodukten. Ein deutlicher  Minuspunkt. :( Ehrlich gesagt – für mich muss es nicht immer bio sein. Das funktioniert so einfach nicht. Ich persönlich finde, wenn man ein ökologisch wertvolles Produkt herstellt, sollt man dies in aller Konsequenz tun. Das fängt beim Saatgut an und hört bei der Verpackung auf.

Ich hab jetzt also doch viel gesucht und bin bei folgenden Produkten gelandet:

Wasserenthärter von Sodasan – in der Papiertüte

Waschmittel von Frosch – ohne Plastikumverpackung

Spültabs von dm – da löst sich alles auf und ist umweltverträglich abbaubar

und für den Tee to go

Yogi-Tee – Verpackung nicht aus Plastik

 

Wie ist Euer Umgang mit dem Thema? Verzichtet ihr schon mal auf Bio der Verpackung wegen oder welches ist für Euch das kleinere Übel? Wie kompromissbereit seid ihr?

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Sich im Leben verlieren!

Der Februar ist vorbei. Ich muss sagen: glücklicherweise. Es ist so viel an Leben passiert, dass ich mich glatt ein Stück darin verloren habe. Im zweiten Monat des neuen Jahres muss ich ein wenig mehr als üblich auf mich aufpassen. Ich freue mich über den noch so kleinsten Sonnenstrahl. Hege und pflege meine Seele mit Wärme. Und dennoch … dennoch fällt mir alles schwerer. Herz, Kopf und Bauch verlangen nach Licht. In jedweder Form.

Heute weiss ich, es ist bald geschafft und der Frühling kommt mit all seiner Macht. Er nimmt mich wieder mit auf eine glücklichere Reise. Tja – ich bin ein melancholisches Wintermädchen … im Nebel gehe ich verschluppt.

Vereinfachen

Glücklicherweise ist in unserer kleinen Familie eine Art Routine eingekehrt, denn wir befinden uns immer noch auf dem Weg hin zu einem Weniger. Mein Projekt Schlafzimmer gedeiht. Ich habe mich durch eine Vielzahl an Schlafzimmerblogs (das kann auch schiefgehen … *husthust*) getackert. Irgendwie war viel Killefitz unterwegs. Aber ich habe mir dadurch auch Gedanken machen können, was wir ändern können. Ich sage bewusst wir, denn solche Entscheidungen trifft man am besten immer mit dem Partner. ;) Ergo ist alles rausgeflogen, was nichts im Schlafzimmer zu suchen hat. Das hat Zeit gebraucht. Wäsche, Bügelbrett und Co. werden rigoros hinter den Schrank verbannt (wir haben durch die Dachschräge ein verkleinertes Schlafzimmer, jedoch offenbart sich hinter dem Schrank noch ein begehbarer Aufbewahrungsraum). Der Crosser, den mein Mann vom Sperrmüll gerettet hat, ist in den Saunakeller gewandert.  Um der getragenen Kleider Herr zu werden, die sonst immer auf die Bettumrandung geflogen sind, haben wir hinter der Tür eine Garderobe befestigt. Alles in allem wirkt der Raum leer. Man kann freier atmen. Was jetzt noch fehlt, ist Detailarbeit. Ich möchte gern auf die Fensterbänke kleine Sukkulenten stellen. Dadurch bewahre ich den Platz vor all zu eifrigem Zumüllen.

Mir als Chaot hilft allerdings schon ein in Poppes kneifen und beharrliches Aufräumen. Ich fühl mich wie Sysiphos. Aber welche Mutter tut das nicht … O_o

Leiten

Zu Beginn des Jahres habe ich mir als mentales Leitmotiv gesagt: „ich kaufe nichts, was ich nicht brauche“. Dieser Leitgedanke ist eine enorme Erleichterung im Alltag. Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben vieler Menschen ist davon bestimmt, ihre Vorräte immer und immer und immer groß zu halten. Warum? Wir dürfen umdenken in unserer Überflussgesellschaft. Ich messe mein Leben nicht daran, wie viele Lebens-Mittel in meinem Kühlschrank und so fort lagern. Ob für in drei, vier Wochen schon das nächste Stück Seife parat liegt. Dies war zu Beginn ein gutes Übungsstück. Sich herunterwirtschaften. Nicht sein Leben. Seine D(r)inglichkeiten. „Ich kaufe nichts.“

Leben

Im Februar habe ich nur gelebt. Die Gesundheit stand ganz weit vorn. Mein Körper ist echt grad nicht in vollster Blüte. :( Und die damit einhergehenden Termine sind einfach wochenfüllend. Dann noch ein kleiner fieser grippaler Infekt. Na – da weisste wo der Frosch die Locken hat. Da noch achtsam sein, kann schwer werden. Mein Kopf wollte da eben nicht so viel im Internet herumschwirren, ich war einfach nicht aufnahmefähig. Mein Telefon versuche ich inzwischen oft auszuschalten. Etwas weg von digitalem Leben. Ich kann das grad nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich ziehe große Kreise um mich als Menschlein herum. Je weiter von mir weg, desto besser. Aber dadurch wird das Denken dummerweise ja nicht ausgeschaltet. Wie ihr lesen könnt, gestaltet sich auch dieser Post so … ich ziehe den Kreis enger. Und komme nun erst bei mir an. Bei meinem im Moment desolaten Zustand. Der Frustration, nicht zu gesunden. Der Frustration, nicht abschalten zu können. Und dabei noch alles andere unter einen Hut zu bekommen. Heute nachmittag werde ich mal mit meinem Mann schauen, wie ich mir einen Meditationsschemel bauen kann. Ich hab das bis jetzt nicht hinbekommen. Das Meditieren. Das Zurückziehen ins Ich. Einfach sitzen? Puh. Schwer. Aber ich weiss, ich brauche Ruhe. Innere Gelassenheit, die mir abgeht. Und dabei bin ich so derart müde. Das wird das März-Projekt. Hineinspüren. Herantasten. Das „Ich“ ins Gleichgewicht bringen.  Und vor allen Dingen wieder mehr „ich kann“ sagen. Das ist eine Herausforderung …

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