Das Leben ist wild!

Neues aus Uhlenbusch!

18 Kommentare

Oder vielmehr aus den Gärten des imaginären Landfleckens. Na gut – aus meinem Garten! Und was die anfallenden Arbeiten anbelangt: alles andere als imaginär.  :D

Ich war nicht untätig während der vergangenen Wochen. Doch es fiel mir schwer, aus meiner Winterlethargie herauszukommen. Die Finger wollten nicht über die Tastatur fliegen.

Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet meine Idee eines Hochbeets und die Firma Tetra Pak zusammenkommen? Ist so.

Tetra Pak hat im Wesentlichen die Bestandteile meines Hochbeets geliefert. (Ich muss mich jetzt mal outen – mein Mann arbeitet („ausgerechnet“ – werdet ihr jetzt rufen) dort.) Und zwar in Form von alten Europaletten, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären.

„Recycling lebt vom Mitmachen“

Die Idee eines Hochbeetes spukte mir schon lange im Kopf rum und wie ihr Euch vielleicht erinnern könnt, waren mir da nur zwei alte verknorpelte Rosenstöcke im Weg, die gescheit zu pflegen ich nicht in der Lage war. Ich habe tatsächlich jemand gefunden, der sie mir ausgebuddelt hat. War wohl doch nicht so schwer. ;)

In unserer Familie ist es meist nämlich so: ich habe die Idee und ausgeführt wird das Ganze bis zu einem gewissen Grad von meinem Mann. Wenn man es genau nimmt, bin ich nämlich handwerklich gesehen eine ziemliche Betriebsbremse.

Aber für die Handlangertätigkeiten reicht’s grad noch. Also habe ich mich mit meinem Mann nach der Arbeit am Müllcontainer von Tetra Pak getroffen und erlaubterweise durften wir uns dort bedienen.

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Die Paletten hat mein Mann erst mal auseinandergenommen, um sie nachher passgerecht zusammenzu“tackern“. Das Gerüst für mein Hochbeet ist ca. 2.10 m lang, etwas mehr als armtief und ca. 80 cm hoch.

Während mein Mann nun also das Gerüst fertiggestellt hat, habe ich mich um das Innenleben gekümmert und die Büsche im Garten geschnitten. Wie gehört das jetzt wieder zusammen? Die optimale Zeit zum Anlegen eines Hochbeetes fällt mit dem Heckenschnitt entweder im Herbst oder im Frühjahr zusammen. Denn nur dann kann man mühelos diesen doch riesengroßen Korpus irgendwie auffüllen. Erstaunlich, was da so reinpasst. O_o

Wenn man ein haltbares Hochbeet, das für einige Jahre konzipiert ist, anlegen möchte, kommt man nicht gänzlich ohne Plastik aus. Leider. So haben wir also den Boden des Gerüsts (es ist nach unten hin offen) mit Hasendraht ausgelegt. Die Innenwände sind mit Teichfolie verkleidet. Hier musste ich einfach abwägen, wie lange ich das Beet halten möchte. Und ich muss ehrlich sagen, ein schnell verrottendes Gerüst war mir in diesem Fall nicht so recht. Alternative Tips zur Innenverkleidung nehme ich gerne fürs nächste Beet an. :)

Okay … also nun zur Füllung. Den anfallenden Reisig habe ich etwas austrocknen lassen und dann zur Drainage als Grundmaterial ins Beet gefüllt (ca. 30 cm). Die zweite Lage besteht aus gehäckseltem Reisig (ebenfalls ca. 30 cm). Das Ganze sackt ein … macht Euch also keine übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle Füllung. Es folgte eine Schicht Holzspäne und abgeschnittene Lavendel“abfälle“.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um zu sagen, dass die Tomaten und der Salat, der hier wächst, quasi geadelt sind. :’D

Der Pferdemist stammt direkt von einem Halbbruder Totilas‘, einem weltberühmten Dressurpferd. Könnt ihr gerne nach googlen.  Naja … aber am Ende geht es Königsfamilien wie allen anderen gleichermaßen, was die Bedürfnisse so anbelangt und so ist also eine gute Fuhre Pferdeäpfel direkt in mein Hochbeet gelangt. Nicht zu viel, da es kein abgelagerter Mist war … sonst gibt das Zeux zuviel Ammoniak ab, was wiederum nicht gut für die kleinen Pflänzchen ist. ;)

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In diesem Stadium des Beetaufbaus zeigt sich dann die eheliche Liebe zueinander. O-Ton meines Mann, als der stinkende Mist im Auto lag:“Hätte ich vor vier Jahren mal gewusst, dass in unserem neuen Auto Mist gefahren wird …“ Der Wind zauste uns durchs Haar – bei geschlossenem Fenster ist so eine Fahrt nämlich unmöglich zu bwältigen. :’D

Den Abschluß und damit die letzte Füllung des Beetes bildet dann die Muttererde.

Ach was hatte ich Träume und Ideen, was alles im Hochbeet wachsen sollte … Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Zucchini,  Salate, Mangold, Möhren, Radieschen und Erdbeeren natürlich auch. *Räusper* Nach dem Setzen von sechs Mangoldpflänzchen wurde dann auch mir klar, dass das ein Wunschdenken ist und man lieber klein anfängt.

Jetzt wachsen dort Mangold, Eisbergsalat (weil der nur in Folie zu kriegen ist) und Erdbeeren. Eine kleine Reihe ausgesäter Mohrrübchen werden heiß erwartet. :) Und nur mal so: wenige Ableger davon. Jedes kleine Pflänzchen wird mit Liebe, Geduld und Wasser auch mal eine GROßE Pflanze!!! Nicht vergessen. Die brauchen einfach Platz, um gescheit zu wachsen.

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Das Ganze ist ein urbaner Feldversuch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Stück weit hin zum eigenen Anbau.

Mein Mann ist fasziniert … die Kinder ebenfalls …

und ich? Ich träum inzwischen weiter. Vom Hühnerstall. Denn den soll es ja auch noch im eigenen Garten geben. :)

 

Einfach – nachhhaltig – besser leben!
Einige Bloggermädels haben eine Blogparade gegründet, so dass ihr diesen Beitrag aktuell neben vielen anderen Posts zum Thema „Upcycling“ auf dieser Seite finden könnt: Zwischengeflecht

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Autor: trix

Wissenwollerin. Storyteller. Und meist eine etwas ver-rückte Sicht auf die Dinge - vor allem die kleinen am Wegesrand. :)

18 Kommentare zu “Neues aus Uhlenbusch!

  1. Hallo Trix!

    Was für eine geniale Sache! Super schön ist Dein Hochbeet geworden und Upcycling ist ja wohl wirklich Hammer!

    Hast Du nicht Lust, Deinen Beitrag zu unserer neuen Linkparty zu verlinken? Ich finde, das würde total gut dazu passen.

    Alle Infos darüber findest Du hier
    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2015/04/10/einfach-nachhaltig-besser-leben-einab/

    Du brauchst nur einen Backlink zum aktuellen Linkparty bei Frederike (Link in meinem Bloglpost zu finden) setzen und im Kommentar Deinen Beitrag verlinken.

    lg
    Maria

    • Das liest sich gut. Na, da schau ich doch gleich mal rein. Lg

    • Hi Maria, ich verzweifle grad … die Seite von Frederike tut wirklich alles, damit ich nicht kommentiere. O_o
      Ich teste es später nochmal … oder dann im nächsten Monat. :( lg

      • meeps… warum das denn? :-( was passiert denn da, wenn Du kommentierst? Danke tortzdem, dass Du dran geblieben bist, ich freu mich über Deinen Beitrag!

        • HiFrederike, ach irgendwie hat die Kommentarfunktion mich nicht als WordPress-Userin zugelassen und irritiert gesagt:“OpenID nicht zu verifizieren“. Oder so was … uch … aber dann hat es ja doch geklappt. :) lg

      • Hallo Trix!

        Ich habe gerade nachgelesen, super, dass es doch noch geklappt hat!

        Und ich hoffe sehr, dass auch in den nächsten Monaten immer wieder einmal ein Beitrag von Dir kommt! Du hast immer wieder über so viele Themen gebloggt, die alle super gut dazu passen.

        lg
        Maria

  2. Euer Hochbeet ist aber wirklich toll geworden ! :-). Ja, das passt wirklich viiieeel Reisig usw. hinein, da muss man sich was einfallen lassen, um es zu füllen. Viel Spaß damit und reiche Ernte :-). Liebe Grüße, Birthe

  3. Kompliment – denn es sieht nach sehr viel Arbeit aus, nach vielen einzelnen Arbeitsgängen. Aber die habt ihr ja bisher erfolgreich gemeistert. Dann wünsche ich euch eine reiche Ernte,
    Ingrid

    • Danke schön! Das war es auch. Die meiste Fudelarbeit hatte sicher mein Mann. Aber er hat es gerne gemacht. Und die nächsten Paletten stehen schon im Garten … wir haben noch ein bißchen was vor damit. :) lg

  4. Liebe trix, danke für den tollen Beitrag und die schöne Upcycling Idee!
    alle liebe, frederike

  5. Sehr schön geworden das Hochbeet! Man lernt es insbesondere zu schätzen, wenn man in bequemer Haltung das Unkraut zupfen kann (und nicht in Bodennähe rumkrabbeln muss!).
    Allzeit gute Ernte!
    LG MCL

    • Aber sowas von. Liebes, ich hab mich sehr über Deine Nachricht auf’m Band gefreut … es aber noch nicht geschafft, mich mal zu melden. Kommt noch!!! :*

  6. Cooles Beet! Der Eigenanbau von Essbarem war für mich auch ein echter Quantensprung, weil es so befriedigend ist, mit den Händen in Erde zu wühlen. Ich wünsch dir jedenfalls eine gute Saison mit reicher Ernte!

    LG Zora

    • Liebe Zora, Du triffst es auf den Punkt. Ich lieb’s, in der Erde rumzubuddeln. Kann gar nicht verstehen, wieso es Menschen gibt, die dafür tatsächlich Gummihandschuhe überziehen. lg

  7. Trix, schick Deinen Mann mal hierher – ich will auch ein Hochbeet!!! Ich liiiebe es auch, in der Erde zu buddeln und wir haben hie rein Nachbarschaftsgärtnerprojekt, da bin ich dabei: hab schon gemulcht wie verrückt und der erste Kohlrabi ist auch schon draußen. Ich wünsch Dir von herzen Spaß!

    • Wahnsinn, oder? Ich bin fasziniert wie ein kleines Kind, wie schnell das alles wächst. Ooooch … ich glaub, nach der Aktion hat mein Mann eine Ruhepause verdient. :’D Sonst gerne! Lg

  8. Pingback: Nach der Linkparty ist vor der Linkparty: {EiNab} geht in die zweite Runde | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

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