Das Leben ist wild!


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Verschwunden …

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Es hat alles seine guten und schlechten Seiten. Die gute: wir sind in der Lage, Beziehungen einzugehen. Die (manchmal) schlechte: genau das ist der Grund, warum Leiden und Lachen so sehr nah beieinander liegen.

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Der kleine Kater, der uns zugelaufen ist, ist verschwunden. Seit inzwischen 42 Stunden. Ich schwanke zwischen Verzweiflung und arger Verzweiflung. Heute morgen haben wir schon die gesamte Nachbarschaft abgeklappert und den Radius immer größer werden lassen, denn wer weiß, wie weit der Kerl denn läuft. :(

Nix. Nada. Auch am Feldrand und an den Straßenrändern.

Gestern abend habe ich dann darüber nachgedacht, wie schnell man sich auf so ein Tier einlässt. Es gibt mit Sicherheit Menschen, die sagen: „Ist doch nur eine Katze.“ Aber dieser Kater ist zu mir gekommen (ist ja ein Überläufer und hat sich mich ausgesucht), als ich nicht gerade die emotional beste Zeit meines Lebens hatte.

Er hat sich in mein Herz geschlichen und im übrigen in das der gesamten Familie. Ich leide. Ziemlich. Und bin durch den Wind.

Und eigentlich will ich gar nicht weiter drüber nachdenken. Wir können nur hoffen, dass er sich unabsichtlich irgendwo hat einsperren lassen. Vielleicht ist er eingeschlafen und dann war die Garage oder ähnliches zu.

Mehr will ich mir gar nicht vorstellen müssen … :(

So sieht es grad aus. Super Voraussetzungen für ein Wochenende.

UPDATE

Da stell ich doch diesen Post rein … nach Stunden des Wartens …

und ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber

fünfzehn Minuten

später klingelt es an der Tür und die Nachbarin hat den

Kerl auf dem Arm.

O_o

Unfassbar, oder???

Aber froh bin ich natürlich trotzdem!!! :)


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Kluge Worte #2

„Es ist gut Dinge zu sammeln,

aber es ist besser, spazierenzugehen!“

Ein Zitat von Anatole France.

Irgendwann einmal habe ich diesen Satz als kleinen Fetzen aus einer Zeitschrift gerupft. Er hängt seit Jahren an meinem Spind auf der Arbeit. Als Mahnung? Als Anregung? Als Impuls?

Ja!


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Nichts bleibt …

… wie es ist.

Seit ein paar Tagen kekst mich meine Küche an. Im vergangenen Jahr habe ich viel Zeit damit verbracht, sie zu entmisten und zu optimieren. Es ist unfassbar viel Plastikgerümpel und auch sonst nicht mehr gebrauchter Killefitz ausgewandert. Und doch …

bleibt sie nicht so, wie sie soll. Irgendein Kobold (oder mein Mann, oder meine Kinder, oder der Kater – natürlich niiiiieeeemals ich) trägt immer wieder was rein. Puh.

Wie ihr ahnen könnt: es bahnte sich unlängst an, dass ich mal wieder einen Grundkehraus angehen musste. Ein Vormittag nur wir zwei: die Küche und ich. Ich hab gar nicht sooooo viel rauswerfen müssen, nur wieder ordentlich strukturieren. Da ich sehr chaotisch sein kann, haben wir schon mal keine offenen Schränke. Dies war eine wichtige Erkenntnis – weg von offenen Ablageflächen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt quasi. ;)

Und für den Fall, dass wir alles nur in die Schränke deuen, gibt es auch eine Innenordnung in Form von Kisten.

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So muss ich nichts suchen und kann immer nur die Kiste rausholen, die ich brauche. Es hat außerdem den Vorteil, dass nur eine begrenzte Menge Platz pro Kiste vorhanden ist. Die Vorräte bleiben also überschaubar. Wer genau hinschaut, sieht auch eine Kiste mit der Aufschrift „Fix“. Auch die gibt es. Denn ich liebe Dr. Oetker Pudding … und bis jetzt hab ich mich auch noch nicht an selbstgemachte Sauce Hollandaise rangetraut. Mehr ist da gar nicht mehr drin.

Von der Anrichte und der Fensterbank sind die Gläser mit Vorräten verschwunden. Es sieht merklich ruhiger aus in der Küche. :)

Aber dann … oh weh. Vielleicht kennt die ein oder andere das auch. Wer schon mal Marmeladen selbst herstellt, LebensMittel einkocht oder diese einfach plastikfrei aufbewahren möchte, sammelt Behälter. Gerne aus Glas mit Twist-Off-Deckel. Mein Mann schimpfte neulich schon:“Ich find nix mehr vor lauter Gläsern!!!“ und heute morgen habe ich aus den Tiefen des Gläser-Vasen-Dinge, die wir nicht oft brauchen-Schranks mal alle herausbefördert.

Die nicht in Benutzung sind.

Und sich ansammeln.

Und teilweise … gar keinen Deckel mehr haben. O_o

 

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Okay. Sie haben auch gar nicht alle aufs Bild gepasst. Fakt ist: ich hab die Hälfte von den „Kann ich sicher mal gebrauchen“ – Gläsern entsorgt. Zum einen, weil Gelee irgendwie nicht lecker schmeckt aus kleinen Gurkengläsern. Zum anderen, weil ich gar nicht so viele LebensMittel auf Vorrat haben möchte. Und transportieren muss ich nur einmal pro Woche, wenn ich mein Abendessen mit zur Arbeit nehme. So what?

Das ist nur ein kleines Beispiel, das zeigt, dass wir in unserem Leben nicht davon ausgehen können, dass etwas bleibt, wie es ist. Selbst wenn wir einen Weg für uns gefunden haben, wird es immer wieder Bedingungen, Unwägbarkeiten oder ganz einfach jemand geben, der vielleicht anders denkt, lebt und handelt und uns damit beeinflusst.

Konkret für mein Projekt des Plastikmanagments und auch hin zu einem minimalistischeren Leben bedeutet dies beständige Selbstreflexion. Handeln und überprüfen. Handeln und überprüfen.

Ehrlich gesagt, ich hätte ehrlich gesagt gar nicht gedacht, dass sich soviel neu angesammelt hat. Wie habe ich neulich so treffend gelesen bei marcominimalist: „Die Dinge kommen in dein Leben wie Zahnbelag. Es passiert einfach und scheint ganz natürlich aber nicht gewollt.“

Sie schleichen sich hinterrücks an und irgendwie fühlen wir uns oftmals gar nicht so unwohl. Aber sie sind der Zahnbelag des Lebens. Belegen uns. Und machen, dass sich alles nicht mehr so glatt und sauber und ja … leer anfühlt. Wobei wir uns immer überlegen sollten, was Leere für uns bedeutet und wie sie besetzt ist.

Ich zum Beispiel mag diese Flächenleere. Sie gibt mir ein aufgeräumtes Gefühl. Das Suchen, Schieben und Kruschteln minimiert sich. Die Nerven werden geschont. Ich meine dieses angenehme Gefühl, wenn man nicht mit jeder Faser im Raum aneckt und eingefangen wird.

Dies ist jetzt auch wieder in unserer Winzi-Küche so. Beruhigend. Irgendwie geht das Loslösen immer mit dem Aufräumen einher. So ist es wohl einfach … :)