Das Leben ist wild!


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Du bist, was Du isst!

Gerade in der kalten Jahreszeit wird das nochmal für mich deutlich. Ich sag es jetzt mal einfach frei heraus: ich werde mit Sicherheit niemals Vegetarierer, geschweige denn, dass ich auf den Superhype „vegan“ aufspringe.

Ich bin, was ich esse: ein von der Evolution geprägter Allesfresser. Hört sich jetzt irgendwie doch eklig an, wenn ich es schreibe. Ich merk es grad selbst. Allesfresser.
Während der vergangenen Wochen, gerade dann, als die kalte Jahreszeit eingeläutet wurde, habe ich einiges gesehen und gelesen zum Thema „achtsamer Umgang mit Lebens-Mitteln“. Im Moment gerade z.B. lese ich „Der Metzger, der kein Fleisch mehr isst …“ von Karl Ludwig Schweisfurth. Das ist insofern sehr interessant, weil es von der Basis aus geschrieben ist. Der Metzger – also derjenige, der das Handwerk der Tierschlachtung gelernt hat – und der Umgang mit dem Tier – von der Massentötung hin zu einem achtsamen Tod und einer artgerechten Haltung. Der Satz geht weiter „… wenn er nicht weiss, wo es herkommt!“

Das zeigt in etwa meinen Weg auf. Den, den ich gerne gehen möchte. Nachdem ich vor ein paar Wochen eine Dokumentation über Hühnerhaltung konventionell vs. artgerecht und biologisch gesehen habe, kann ich kein bißchen Hühnerirgendwas mehr in den Wagen packen. Geht nicht. Ich bring es nicht über mich.
Jetzt muß ich 40 werden, um so zu denken. Wo war das denn vorher, bitteschön??? O_o

Ich glaube, es ist ein Prozess. Allesfresser. Ja – das bin ich. Aber ich möchte wissen, woher die Lebens-Mittel kommen, bevor sie zu Lebens-Mitteln werden. ;) Ich rede nicht mehr von einer Produktpalette. Ich esse doch keine Produkte – ich esse ganz einfach einen Apfel oder ein Rinderhüftsteak. Ehrlich gesagt: ich möchte so vieles wissen. Denn nur das Wissen gibt mir Sicherheit. Seid neugierig!!! Das sage ich schon meinen Kindern!

Und … ich bin ja nicht umsonst etwas kräftiger, als eigentlich der Plan vorsieht. Ich esse unfassbar gern. Anders: ich geniesse unfassbar gern. Und zwar die gesamte Bandbreite. Aber vielleicht ist hier ein Umdenken angesagt.

Als wir noch nicht in einer Überflussgesellschaft zuhause waren, da war unser Essverhalten ein anderes. Fleisch – gutes Fleisch  (der Begriff „ein schönes Stück Fleisch“ ist mir da noch im Kopf) gab es sonntags. Der Braten. Die Roulade. Das war kein Alltagsessen. Das war etwas besonderes, dessen Zubereitung Zeit in Anspruch nahm.

Zeit, die ich unter der Woche nicht immer habe.

Ich möchte das gern ändern. Das Zeitfenster krieg ich nicht umgebaut, aber vielleicht das Verhältnis der Lebens-Mittel, die wir hier zu uns nehmen. Es ist schon jetzt so, dass es nicht täglich Fleisch gibt. Wir vermissen es nicht.

Zumindest nicht über einige Tage. Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, mal einen Speiseplan aufzuschreiben, der ausgewogen ist. Einen „Vorbild“-Plan. :D

Essen ist Genuss. Du bist, was Du isst.


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Mohnblütensirup!

Da war ich also angefixt. Und weil ich gerne ein bißchen Bewegung einbauen wollte, habe ich mich gestern aufs Rad geschwungen. Meiner Erinnerung nach wusste ich auch noch genau, wo ich so ein großes Klatschmohnfeld finden konnte.

Tja – Pustekuchen. Dieses Jahr wächst da was ganz anderes. O_o

Egal – einmal auf dem Feldweg unterwegs, habe ich mich auf die Suche gemacht und habe überall, wo Ansammlungen von Klatschmohn war, einige Blütenblätter mitgenommen. Da ich nicht radikalerweise immer einen Abschnitt abgrasen wollte, dauerte das Unterfangen (Rauf aufs Rad – runter vom Rad, rauf aufs Rad – runter vom Rad) doch etwas länger als gedacht.

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Ein bißchen Beifuss habe ich ebenfalls mitgenommen und auch einige Lindenblüten (wobei ich die nur testweise eingesammelt hatte, weil ich gar nicht wusste, ob es tatsächlich Lindenblüten waren).

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Das Rezept ist im Grunde ganz einfach. Die Mohnblüten (meine Sammelerei ergab 20 g …) habe ich mit 100 ml kochendem Wasser aufgebrüht und auf der warmen Herdplatte ca. eine Viertelstunde vor sich hin ziehen lassen. Danach wird die Flüssigkeit durch ein Sieb abgegossen und nochmals im Topf mit 100 g Zucker aufgekocht. Manche lassen es vor sich hinsimmern, muss aber nicht. Der Zucker muss vollständig aufgelöst werden und dann kann man es noch etwas köcheln lassen. Bei der kleinen Menge hatte ich etwas Angst, mir verdunstet sonst alles.

Umgefüllt habe ich den Mohnblütensirup in eine kleine Flasche. Haltbar ist es so bis zu einem Jahr.

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Angewendet wird der Sirup bei Reizhusten (drei Teelöffel täglich). Da ich diesen gerade habe, probiere ich das doch gerne mal aus. :) Ganz einfache Sache, wirklich!!! Ich bin begeistert.

 


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In der Küche!

Vor ein paar Tagen hat rage von MamaDenkt sich Gedanken über Küchen gemacht. Daraus hat sich ein Blogstöckchen verselbständigt, das ich doch gerne aufgreife (ich hab da Spaß dran). Da ich mich derzeit wirklich viel in meiner Küche aufhalte, habe ich das Thema heute mal aufgegriffen.

Als wir vor einigen Jahren hier in dieses Haus gezogen sind, mussten wir zuerst einige Veränderungen im Küchenbereich vornehmen. Die Küche befindet sich für mich an einem recht stiefmütterlichen Ort. Sie ist klitzeklein und, da sie auf der Nordseite des Hauses liegt, zudem echt dunkel. Sonne kommt dort äußerst selten rein. Sie war komplett abgeschottet vom Rest der Wohnung und wir haben erst mal einen Durchbruch in den Wohnbereich gemacht. Ich schreib mal „Wohnbereich“, denn wir haben kein klassisches Wohnzimmer. Für uns war ein großer Familientisch wichtiger, an dem das Leben tobt, als eine solide Fernseh-Sofa-Kombination. ;)

Die alte Brotschneidemaschine auf der eidottergelben Wand über dem Türsturz. :)

Die alte Brotschneidemaschine auf der eidottergelben Wand über dem Türsturz. :)

Zurück in die Zwergenküche. Einer meiner Lieblingsplätze ist auf der Anrichte. Ihr habt richtig gelesen. Mit einer Tasse warmen Tee und einem Buch kann man dort wunderbar drauf sitzen und z.B. der Suppe beim Köcheln zusehen, gelegentlich umrühren und schauen, was sich vor der Tür so tut (nicht viel, btw). Ein Vorhang hätte alles noch dunkler gemacht und so habe ich bei unseren niederländischen Nachbarn einen Sichtschutz in Form einer selbstklebenden Fensterfolie (im unteren Fensterbereich) mit Muster abgeschaut. Dank u well. :)

Die Eckdaten:

In dem 2.70m auf 2.40m großen Raum befindet sich eine inzwischen zwölf Jahre alte Ikea – Einbauküche mit der Eichenfront „Ulriksdal“ (gibt es nicht mehr). Wir haben sie aus unserer alten Küche mitgenommen und etwas umstrukturieren müssen.

In der Küche gibt es einen winzig kleinen Gang (1.50 m auf 0.80 m), der zum Flur geht.

 

Warum geschlossene Fronten?

Ganz einfach. Bislang war ich ziemlich chaotisch und ich bin absolut keine Putzfee. Wir hatten schon offene Regale und mich hat dieses wilde Rumgestehe schier narrisch gemacht. Ich wollte dieses ganze Sammelsurium hinter verschlossenen Türen und weil ich höchstwahrscheinlich ein wenig neurotische Züge habe, habe ich selbst in den Schränken kleine Kartons, die den Inhalt gut sortieren. Inzwischen ist allerdings viel Kruscht aus den Schränken weggekommen und wahrscheinlich kann über kurz oder lang auf einer Seite die Oberschrankpartie weggenommen werden.

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Was ist mir wichtig an meiner Küche?

Sicherlich kann man locker 10.000 Euronen und mehr für eine wirklich hochwertige und perfekte Küche ausgeben. Küchengeräte, hochwertige Holzarten, maßgerechter Einbau vom Fachmann. Das alles hat seinen Preis. Und teilweise sogar zu Recht. Für jemanden, der das Kochen liebt, ist das legitim. Ich koche. Punkt. Auch so, dass es schmeckt. Aber ich brauche keine Highend-Geräte. Für mich muss meine Küche wohnlich und kinderfreundlich sein. Sie muss Macken abkönnen und den Alltag einer Familie aushalten. Die Schränke müssen ausreichen, um den Inhalt gut und luftig aufnehmen zu können. Meine Küche trägt Kratzer und verschüttete Milch oder mal einen klebrigen Rest Sauce mit Fassung. Sie kann wunderbar ab, wenn die Kinder auf der Anrichte stehen, um sich etwas aus dem Schrank zu holen oder aus dem Fenster schauen. Auf mancher Fete ist sie durch den Durchbruch dennoch das Herz der Party, weil eben Platz auch auf dem engsten Raum ist (und das meine ich wörtlich. Hier ist schon eng, wenn man mal zu zweit rumwerkelt).

Ich wollte keine weisse Küche. Und ich wollte auch keine Hochglanzfront. Das ist nicht praktikabel für eine Familie mit Kindern und einer Katze.

Mir fehlt mit Sicherheit ein wenig Raum – z.B. ein kleiner Tisch wäre prima. Und die Müllbehälter ärgern mich auch oft. Aber gut … Irgendwann habe ich eine Wand eidottergelb gestrichen und kleine Bilderrahmen dran gehängt. Eine alte Brotmaschine hängt über dem Durchbruch und mein Kartoffelpüreestampfer an der Wand. Die Küche lebt und atmet …

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das ist das, was ich von einer guten Küche erwarte, die mich lange begleiten soll. Wir werden wohl zusammen alt. :)


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Löwenzahnhonig!

Normalerweise heisst es immer „bei Vollmond“. Ausnahmsweise allerdings spielt sich das Nachfolgende bei strahlendem Sonnenschein ab. Highnoon.

Highnoon also. Und ich bin mit meinen beiden Buben und dem inzwischen bewährten Henkelkörbchen unterwegs ins Feld. Genauer gesagt, an einen für mein Vorhaben sicheren Ort: der kleine Abenteuerspielplatz in trixtown. Sicher, weil dort kein Hund Pipi macht – wie ich mal stark vermute. Ich habe vor einigen Tagen auf der Seite der gruenezwerge ein Rezept gefunden, in dem sie beschreibt, wie man Löwenzahnhonig herstellt.

Wir haben also bei wunderschönstem Wetter ein Körbchen voll Löwenzahnköpfchen gepflückt. Es ist immer wieder schön, dass meine beiden Lieblinge das so mitmachen. :)

Der nächste Arbeitsschritt ist, dass man die gelben Blütenstände vom grün drumherum befreit. Das habe ich etwa eine Stunde gemacht … mit dem Ergebnis, dass ich von den benötigten 300 g gerade mal 100 g zusammengefriemelt hatte. Das liess sich mit einem eiskalten Cosmopolitan ganz gut überstehen, aber dann dachte ich „… drauf“  und habe den Rest mitsamt dem grünen Drumherum in den Topf gegeben.

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Das Ganze muss dann über Nacht in einem Liter Wasser und mit drei Scheibchen Zitrone versehen vor sich hin ziehen. Am nächsten Morgen giesst man den Sud durch ein Sieb in einen Topf ab und fügt 1 Kilo Zucker dazu. Einmal kurz aufkochen lassen und bei kleiner Flamme ca. 1 1/2 Stunden vor sich hin simmern lassen.

Die Kochzeit variiert etwas … man kann die Tellerprobe machen und ein bißchen Sirup auf ein Tellerchen geben und testen, ob sich schon kleine Fädchen bilden, wenn man mit dem Finger reintupft.

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Wie Marmelade etc. einfach in vakuumverschließbare Gläser umfüllen und sich im Winter auf eine leckere Beigabe zum Tee oder schon vorher als Brotaufstrich freuen! :D

Ich habe ja jetzt das Grüne drangelassen und ich muss sagen: es tut der Süsse keinen Abbruch, schmeckt überhaupt nicht bitter! :)

Hier nochmal das Rezept in Kurzform:

300 g Löwenzahnblüten

mit 3 – 4 Scheiben Zitrone

in 1 Liter Wasser geben und über Nacht ziehen lassen

abseihen und 1 kg Zucker dazugeben

Kurz aufkochen und dann ca. 1 1/2 Std.

vor sich hinköcheln lassen.

Umfüllen  – fertig!

 


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Happy Halloween?

Manchmal bringt die Natur interessante … Veränderungen zustande. Mutationen, die wir so nicht an jeder Straßenecke finden werden. Absonderlichkeiten.

„Beeindruckend, nicht wahr!“ heisst es bei den X-Men.

Beeindruckend war erst mal nicht das, was ich dachte, als ich den kleinen Kürbis eben in der Küche aufgeschnitten hatte. Eigentlich hab ich mich sogar ziemlich erschrocken, als ich mit dem Löffel die Kerne herausholen wollte und ich mich plötzlich einer Art Sojasprossen auf Betriebsausflug gegenübersah. Halloween wahrscheinlich …

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Okay … dann dachte ich:

„Beeindruckend, nicht wahr!“

 

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… und funkte gleich meinen Mann per whatsapp an, was ich denn bitte jetzt damit machen solle und ob er sowas schon mal gesehen hätte? Ganz der Pragmatiker kam nur ein „EINPFLANZEN“ (ja doch, ich hör doch nicht schlecht) zurück. Das meinte ich aber gar nicht. Eher: muss ich jetzt darben oder kann ich den Kürbis bedenkenlos essen?! Ich hab mich für … essen entschieden.

Vielleicht hab ich mir das nur eingebildet, aber so wirklich schmecken wollte er mir nicht …

Den Kürbis habe ich gestern gekauft – im Tegut. Tja … warum passiert also so etwas? Im Grunde ist es tatsächlich eine Art Mutation. Denn normalerweise keimt ein Kürbis wohl nur innerlich, wenn das Äußere, seine Hülle, vergangen ist. Das, was dort passiert ist, nennt man Viviparie … Im Falle des Kürbis eine Störung der Kommunikation zwischen dem Inneren und der Außenwelt.

Kleiner Artikel, der das besser erklärt, als meine kleine Klugscheisserei. ;)

Und nun koch ich mal die Eier, die mein Sohn morgen mit in die Schule nehmen muss. Hartgekocht. „Kannst auch alle vier gleichzeitig kochen, Mama.“ – „Okay!“ – „Das geht schneller!“ … aaaahhh jaaaa!!!


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Bärlauch!

Am vergangenen Samstag war Waldtag! Mit einem ganz klaren Ziel: wir sammeln Bärlauch!!! Ich könnte mich da nämlich reinsetzen. Es gibt in der Nähe von trixtown eine Fasanerie mit einem angrenzenden Wald. Schon, wenn man an der Straße dort vorbeifährt, duftet es im Moment überall nach Knoblauch. In diesem Fall ist es allerdings Bärlauch, der dort in Unmengen vorkommt.

Aus dem gesammelten Bärlauch machen wir eine Paste, die man wunderbar übers Jahr aufbewahren kann. Einen Teil habe ich jetzt mal eingefroren, aber laut Rezept sollte es auch im Kühlschrank so lange halten. So bin ich allerdings auf der sicheren Seite. Übrigens habe ich zum ersten Mal etwas im Glas eingefroren. Ich bin zuversichtlich, dass da nichts schief geht. Ist ja keine Kohlensäure drin! ;)

Vorher freue ich mich immer sehr aufs Sammeln, ich bin so sehr gerne im Wald unterwegs.

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Bärlauch gehört – falls jetzt ein Raunen durch die Leserschaft geht – nicht zu den geschützten Arten. Ich kann beruhigen, es ist komplett unmöglich, den Bärlauch hier auszurotten. Der ganze Wald ist voll damit. Und der Wald ist groß! ;)

Generell sollte man dennoch achtsam sein beim Pflücken von Bärlauch. Er ist leicht zu verwechseln mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Wobei nur der Bärlauch in einzelnen Blätterstengeln wächst. Bis jetzt sind wir noch putzmunter …

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Mittendrin – oder genauer gesagt, während dem ausgiebigen Waschen (was wirklich sehr wichtig ist) – bin ich mir nicht sicher, ob die Aktion nicht doch etwas ausartet. Das Waschen ist echt, echt langwierig, weil man jedes Blatt gut putzen sollte. Und hinterher ebenso gut wieder abtrocknen. O_o

Aber es lohnt sich. Spätestens, wenn man das Zeug durch die Küchenmaschine gejagt hat und mit Salz und Öl verfeinert … dann ist alles wieder im Lot.

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Sieht aus wie ein Kuhfladen – schmeckt aber gigantisch gut.

Dies ist eine Bärlauchpaste, da ich mich nicht auf ein Pesto festlegen wollte.

Das Grundrezept hierfür lautet:

750 g Bärlauch

60 g grobkörniges Meersalz

375  ml neutrales Öl

So habe ich z.B. gleich an diesem Abend ein bißchen Paste mit Butter verknetet und eine bezaubernde und superleckere Bärlauchbutter bekommen. Wenn ich ein Pesto möchte, kann ich einfach noch die übrigen Zutaten dazugeben – inkl. ein wenig Olivenöl. Was geht noch? Grillgut marinieren zum Beispiel oder einen Quark damit anrühren … Möglichkeiten gibt es viele. Probiert es ruhig mal aus. :)

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Das Ganze ist also absolut regional und zudem noch selbstgewählt plastikfrei!

Und hier noch ein Tip für all diejenigen, die gerne in der Natur unterwegs sind und ebenso auf Selbstgemachtes stehen! :)

Es gibt die Seite www.mundraub.org! Dort finden sich allerlei Sammler, Erntebegeisterte und Pflücker zusammen und man kann schauen, wo in seiner Nähe etwas Sammelswertes aus der Natur zu finden ist. Sehr genial!!!


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Kalter Entzug!

Gerade eben fand ich mich nackten Fusses in der Küche wieder. In rasender Eile hab ich das Erstbeste gegriffen, was süss und gesund ist. Zwei Möhren. Schwupp – abgeschält und kleingeschnippelt. Innerhalb von zwei Minuten war der Drops gelutscht  der Käs‘ gerollt.

Die Entscheidung, die ich im Bad treffen wollte: Zähne putzen und ins Bett krabbeln und lesen oder in die Küche flitzen und essen … war in sekundenschnelle getroffen. Hatte ich noch gar nicht zu Ende gedacht und schon das Messer in der Hand. So entstehen also Affekthandlungen. o_O

Wisst ihr, ich habe gewusst, dass es nicht einfach für mich ist. Ich bin kein jahrelang in Selbstdisziplin (naja – ein bißchen schon, sonst hätte ich nicht 25 kg abgenommen) geübter und dem Verzicht geneigter Mensch. ES IST SCHWER! SCHWER! SCHWER!

Heute kamen unmissverständlich die ersten Symptome des kalten Entzuges: Kopfschmerz bis hin zur Übelkeit und eine Wahnsinnslust auf Essbares. Ich hatte heute abend solchen Hunger, dass ich dachte, mein Blutzuckerspiegel ist eine Achterbahn. Und ihr wollt mich gar nicht erleben, wie ich bin, wenn ich Hunger habe. Da hilft ehrlich gesagt auch kein „Snickers“ mehr.  Da nutzt auch der leckerste Schoko – Tee nix mehr.

Das schreibt dann mal eben keiner:

Die dunklen Seiten des Verzichts. Das Gefühl, dass sich einstellt, wenn einem etwas vermeintlich Essentielles im Leben fehlt. Mistschokolade. Verklagen sollte man diesen Industriezweig für das hemmungslose Herumschleudern von suchtgefährdenden Lebensmitteln. HA!

Und was ess ich??? Ich esse Möhren! Um zehn Uhr abends. Im Bett. Und hacke wie ein wildgewordener Hamster auf der Tastatur herum. Immerhin haben die Kopfschmerzen nachgelassen, nachdem ich mir eine Tablette eingefahren habe und eine ordentliche Portion Nudel-Spinat-Tomatenauflauf eingefahren habe.

Aber egal; der Tag ist fast rum – ich bleibe dran!!! Eins frage ich mich allerdings … jetzt bin ich niemand, der überall und alles in seinem Mahlzeitenverhalten so konzipiert, dass es mit Glutamat oder zuckerhabenwollenden Stoffen verfeinert ist. Es ist nur die Schokolade. Was machen denn dann Menschen, die weniger gesund leben als ich? Die im Zeitalter von Convenience fast ausschließlich Tütennahrung zu sich nehmen? Fast Food Freaks? Zucker – im – Kaffee – Trinker? Jaaaa – auch die!

Gerade habe ich die Idee, ob ich nicht am Montag mal herumexperimentieren sollte und naturbelassene Müsliriegel herstellen könnte. So als Ersatz. Auch gebackene Bananen find ich spannend – gerne mit ein klitzekleinwenig Honig. Unsere Nahrung gibt schon einiges her – man muss es nur entdecken.

Aber nun ist mein Möhrchentellerchen leer und ich bin wieder einigermassen genordet. Mal schauen, für wie lange … es verspricht durchaus noch spannend zu werden.

Zuckersucht???

Nein – ich glaube nicht, dass ich zuckersüchtig bin. Ich möchte ja auch nicht allumfassend darauf verzichten, aber so gesehen ist der Löwenanteil der gezuckerten Ernährung bei mir in Sachen Schokolade zu verzeichnen. Und es ist schon ziemlich beeindruckend zu sehen, was passiert, wenn dieser Löwenanteil plötzlich komplett wegfällt.