Das Leben ist wild!


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Lebensfreude!

Seit zwei Wochen bin ich im Abnahmemodus. So richtig. Ernsthaft. Meine Ernährung habe ich eh schon in den vergangenen Monaten etwas umgestellt. Weniger Weizenprodukte, kaum Zucker, weniger Fleisch, so gut wie keine Wurst. So in etwa halt.

Im April habe ich dann mit Jillian „verflucht-sei-sie“ Michaels 30 Tage geshreddet. Sehr genial. Genial abartig schwitzmässig schwer. Zu Beginn. Aber es wird leichter. Merke: immer vorher auf Toilette gehen. Bei zwei Kindern und im gesetzten Alter von 43 sollte man nie niemals nicht den Beckenboden außer acht lassen. Die Jumping Jacks werden es einem danken. :’D

Aber irgendwie war ich nicht zufrieden. Und so kam noch im Mai eine anhaltende Challenge-Situation mit meinen Ex-WW-Mädels CL und Care Steen dazu. Mein Fitbit läuft gerade heiß – lieben Dank ihr zwei!!!

Und dann hab ich gedacht, dass kann es jetzt nicht sein. Und hab mich rigoros um meine Abnahme gekümmert. Weniger ist das Mehr! Und was soll ich sagen? Es läuft. So richtig gut. Ich fühl mich prima.

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Parallel dazu mache ich gerade eine Entgiftung – denn die Psoriasis geht natürlich nicht einfach mal so weg. Es ist ein Gesamtkonzept. Und es bringt mir ein großes Plus an Lebensfreude. Bewegung. Gesunde Ernährung. Viel lachen. Entspannung. Okay – und eine Höherdosierung der Hashi-Tabletten. :’D

Ich habe viel gelesen. Mich schlau gemacht über meine Krankheitsbilder. Sie jagen mir nicht mehr so viel Angst ein. Sie begleiten mich nunmal. Und alles dreht sich um den Darm. Alles. Ist er gesund, dann gesundet auch der Rest des Körpers weitestgehend.

Ich bin auf dem Weg! :D

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„Sie hatte zwei große Lieben …“

“ … und einen Schrank voller Schuhe!“

(Carrie Bradshaw)

Tauchen wir heute mal in den trix’schen höchst materialistischen Schuhkosmos ein.

Im vergangenen Jahr hat Maria von widerstandistzweckmässig mal einen Post über Schuhe gebracht. Dieser Post hat mich nachhaltig beschäftigt. Damals habe ich als erstes mal ALLE Schuhe, die ich mein Eigen nenne aus sämtlichen Winkeln des Hauses hervorgeholt.

Da war gerade ein Freund meines Sohnes bei uns. Als er den monumentalen Haufen sah, fiel ihm nichts besseres ein, als vor lauter Schreck mit vor den Mund geschlagener Hand: „Oh mein Gott!“ zu sagen. Äh ja …

An diesem Tag ergab die Sammlung einiges über 70 paar Schuhe. Den Kleinklötterkram nicht mitgezählt. Ich hatte da plötzlich ein sehr schlechtes Gewissen. Und habe mich daran gemacht, die unbrauchbaren, kaputten, unansehnlichen Schühchen … auszusortieren.

Dann ruhte das Thema. War ja auch schon hart genug. Wie kommen einige meiner Leserinnen und Leser mit zehn paar Schuhen aus? Oder weniger?! Das schaffe ich schon mit meinen Wanderstiefeln und Sportschuhen für drinnen und draußen.  Ich meine … Schuhe leben doch im Verbund. Sie finden sich zu ganzen Herden zusammen. Ja – irgendwie doch schon. Die Schuhe, die ich ausgemistet habe, die waren wirklich durch. Und schon teilweise sehr alt.

Hier seht ihr zum Beispiel mein allerältestes paar Schuhe,

welches ich natürlich (sic!!!!!!) nicht weggeworfen habe.

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Diese komplett aus Leder handgenähten Schuhe habe ich vor fast 21 Jahren in Meran gekauft zum damals für mich unfassbaren Preis von 200 DM. Sie waren schon oft beim Schuster (einmal auch, um die Nähte wieder festzuzurren), um Eischen draufschlagen zu lassen. So hält sich die Sohle perfekt.

Sieht schon ein wenig schäbig aus … so auf dem Foto, aber ich trage sie so sehr gerne.

Wie hat sich so etwas entwickelt? Wie kann man denn so viele Schuhe ansammeln? Tja – gute Frage. Ich kenne sehr wohl die Antwort. Sie sind schon immer Seelenbalsam, Frustheiler und Wegbegleiter in schlechten Zeiten gewesen. Oder auch mal das gewisse Extra für den Wow-Effekt. Seelenbalsam, weil man als kräftige Mittzwanzigerin in all den Klamottenläden nichts Passendes findet – selbst nach einem ganzen Tag Shoppingwahnsinn. Frustheiler, weil mal wieder nichts passt. Außer Schuhe, die sind verlässlich. Die gehen immer. Ebenso Bücher. Die nehmen einem dann mit in eine andere Welt und lassen einem das Elend vergessen. Erst mit dreissig habe ich angefangen, mit mir ins Reine zu kommen. Ein Mann, der mich liebt (hat er vorher auch schon acht Jahre), zwei wunderbare Kinder. Und plötzlich stagnierte der Schuhkauf.

In den Thirtysomethings habe ich mich gefunden. Die Kilos ärgern mich immer noch (waren ja auch zeitweise weg), aber ich beginne immer mehr, mich mit mir zu versöhnen.

Und das ist der Moment, in dem wir uns von Dingen, die wir wirklich nicht brauchen, zu trennen vermögen. Einfach mal ausmisten ist da nicht. Nein, nein, Freunde des Minimalismus. Die Zeit muss reifen.

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Heute bin ich bei  43 paar Schuhen. Was bleibt, sind also vor allem hochwertige und langlebige Schuhe. Kennel&Schmenger, Hilfiger, Airsteps, Clarks.  Die gibt man nicht einfach weg. Man pflegt sie. Bringt sie zum Schuster und sie bleiben einem lange, lange erhalten. Letztes Jahr hatte ich übrigens einen stillschweigenden Deal mit meinem Jüngsten: keine Schuhe kaufen in 2014. Für 2015 gibt es einen ähnlichen etwas abgeschwächten Deal (zwei Paare). Ich überlege mir, welche Schuhe ich dringend (nochmal sic!) brauche. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen: ich bin eine Farbneurotikerin. Es gibt Kombinationen, die gehen einfach farblich nicht, deshalb muss das Farbverhältnis bei Schuhen immer ausgewogen sein. ;) Ich brauche: schwarze Booties. Doch! Hab ich glaube ich auch schon drüber geschrieben.

Und daran kann man erkennen, ob ein Wunsch nur ein übermütiges flatteriges Etwas ist, das uns in den Kopf schießt. Dieses „Habenwollen“ – Gefühl. Oder ob der Wunsch sich im Herzen manifestiert hat. :) Vielleicht bräuchte ich auch ein paar klassische schwarze Stiefel. Aber dieser Wunsch flattert noch etwas herum. Mal abwarten.

So sieht das also aus in 2015 mit den Schuhkäufen.

Und so sieht das auch gleich besser aus im Schuhregal. ;)


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Mit Bedacht!

Erschrocken fährt meine Hand von der Suppenkelle weg. Sanft lege ich den Deckel wieder auf den Topf. Mein Mann guckt mich mit großen Augen an. „Ups“ hauche ich.

Mein Vorsatz ist ja für den Jänner, nicht nachzunehmen. Das ist – um es mal salopp zu sagen – mistigschwer. Wenn es doch so lecker schmeckt. O_o

Und wenn ich dann genau in mich hineinhorche, dann weiß ich sehr wohl: ich habe oftmals keinen Hunger. Es ist die pure Lust am Essen.

Warum ist Essen ein so zentrales Thema für viele Menschen (außer, dass wir es zum Überleben benötigen)? Ich kann mich noch nicht mal damit entschuldigen, Heisshungerattacken (Binge Eating) zu bekommen. Oder Frustessen. Nee – eher Lustessen. Ich esse mit Lust und wenn es schmeckt, dann geniesse ich das sehr. Bis ich platze.

Und dann ist es leider-leider kein Genuss mehr.

Ich fürchte, mein Leben wäre nicht wirklich erfüllt, würde ich mich nur von Rohkost ernähren. Mal ehrlich: kleingeschnippelte Möhrchen sollen mich mit auf eine kulinarische Reise nehmen? Täglich am End? Oh wei – wo soll diese Reise nur hingehen? Ein fluffiger Kaiserschmarrn … eine dunkle Sauce über zartem Fleisch, die die Geschmacksknospen aufgehen lässt, ein zauberhaft zubereitetes Gemüsegratin (oh ich liiiiiebe Gratins). Okay – davon lasse ich mich nur zu gern verführen. :)

leckeres Gemüsegratin ... mal nicht überbacken. :)

leckeres Gemüsegratin … mal nicht überbacken. :)

Wer langsamer isst, hat mehr davon! Tja – ich schätze, das ist der Knackpunkt. Ich bin zu ungeduldig und möchte die Welt in mich aufsaugen. Und stellvertretend dafür „sauge“ ich meine Mahlzeiten auf. Ohne auf Textur und Geschmack zu achten. Und versuche mich zu retten, in dem ich eine zweite Portion auflade.

Gut, bei Gemüse ist das nicht wirklich schlimm. Doch wenn wir ehrlich sind, ist es ja das eher ungesunde, was wir uns gern ein zweites Mal einverleiben. Wenn wir langsam essen, geben wir dem Körper die Chance, all die guten Lebens-Mittel, die da vor uns liegen, bewusst wahrzunehmen. Vorzunehmen. Aufzunehmen.

Seit ein paar Wochen habe ich die Fleischzufuhr erheblich heruntergefahren. Ich esse gerne Fleisch. Aber ich gehe den Weg dahin, es bewusster zu tun. Es ist ein Lebens-Mittel geworden, dass nicht mal eben in den Einkaufswagen fällt. Und es macht mir Spaß, mit gemüse“lastigen“ Gerichten zu experimentieren. Herauszufinden, was es braucht, damit mir das Fleisch nicht fehlt (als Sattmacher im kleinen Bäuchlein). So gibt es Gerichte, da muss ich nachnehmen. Da komme ich nicht um eine zweite Portion herum, denn ich fühle mich nicht gesättigt. Sehr lecker das Ganze, aber satt machend nur wenig.

Und es gibt Gerichte, die erfüllen mich voll und ganz. Jede Faser meiner Seele wird angesprochen und jede Genusszelle angeregt. Mein Bäuchlein ist voll. Und ich fühle mich warm und gesättigt. Kennt ihr das? Oder ist das jetzt blöd ausgedrückt?

Mit Bulgur gefüllte Aubergine mit Tomatentopping. Das erste Mal, dass ich mit Zimt gekocht habe. O_o

Mit Bulgur gefüllte Aubergine mit Tomatentopping. Das erste Mal, dass ich mit Zimt gekocht habe. O_o

Um also für den Rest des Monats die „Kein Nachschlag-Challenge“ gut hinzukriegen, braucht es also etwas mehr. Sonst schaff ich das nicht.

  • langsam essen. Ich muss mir Zeit nehmen. Es hektikt mich niemand, ausser ich mich selbst. Man sollte mindestens mal 20 Minuten an einer Mahlzeit sitzen. Macht das mal. Stoppt mal für Spaß Eure nächste Mahlzeit. Jaaaa – da guckt ihr!!! Gar nicht so einfach.
  • Einfach mal öfter kauen. Pausen machen. Besteck ablegen. Sich Zeit nehmen. Okay – bei Suppe wird es schwierig. Aber sonst …
  • Das mache ich eh nie (oder sehr selten) – aber man kann im Grunde nur eins tun und sich darauf konzentrieren. Also bitte nicht vorm Fernseher, mit Zeitung oder Buch in der Hand oder beim Telefonieren essen. Immer eins nach dem anderen. Alles hat seine Zeit.
  • Den Wert des Gekochten schätzen. Wie jetzt das? Nunja – ich kaufe ja viel auf dem Markt und eher hochwertig. Das sollte ich mir bewusst machen. Das Lebens-Mittel schätzen, dass dort vor mir auf dem Teller liegt. :)

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich nun in die Küche. Ich krieg irgendwie Hunger. :D Wollen wir doch mal sehen, was es Leckeres gibt.

Aber eben auf eine bedachte Art.


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Weniger!

Dieses kleine Wort kann einem sichtlich an die Nieren gehen. In allen Belangen. Denn oftmals ist es in unserer Überflussgesellschaft, in der auch ich es mir kommod eingerichtet habe, nicht einfach, das Weniger zu leben.

Weniger … ein Vorsatz? Ein Motto? Ein Ziel? Ein Weg?

Jetzt bin ich kein ausgewiesener Minimalist, finde aber ein Weniger im Kleiderschrank als auch in den Räumen, in denen ich mich aufhalte, sehr beruhigend. Überhaupt habe ich schon des öfteren festgestellt: wenn mein Umgebungsbild ruhiger ist, fühle ich mich in mir drin auch aufgeräumter. Und dann fällt es mir leichter, mich von überflüssigen Kilos zu trennen. Von überflüssigen Gedanken ganz zu schweigen.

Vorige Tage habe ich damit angefangen, wieder ein Stück weiter auszumisten. Schluß zu machen. Ungeliebt sind da vor allem

N*E*W*S*L*E*T*T*E*R

Interessanterweise ist es ein ziemlich langer Weg gewesen, bis mir aufgefallen ist, dass ich das einfach abschalten kann. Jetzt lacht nicht … normalerweise klicke ich immer an, dass ich nicht über all den superinformativen Killefitz informiert werden möchte, der mir da noch zusätzlich in Form eines virtuellen Infobriefes zugestellt wird. Das klappt. Aber ich hatte da ein paar „Leichen im Keller“, die ich aus irgendeinem Grund über Jaaaaahre toleriert habe. Unfassbar. Wie das geht?

Ich habe mehrere Email – Postfächer. Aus irgendeinem Grund habe ich mein allererstes Postfach beibehalten. Es ist schon 16 Jahre alt und ich hänge aus wahrscheinlich sentimentalem Grund (oder weil ich mich nicht nur an das große G binden will) daran. Und seit genauso langer Zeit bekomme ich dort diese ungeliebten Infobriefe. Vom Auktionator. Vom Wald-und Wiesenhobby. Und von dem Anbieter des Postfach selber. Und ich lösche sie in regelmässigen Abständen ungelesen. Hab mich damit abgefunden. Aber ich kam nie und nimmer auf die Idee, sie einfach … abzubestellen. Weil ich sie ja nie bestellt hatte. Ergo – sind sie wohl im Service inbegriffen. Also – da hab ich echt auf der Leitung gestanden. Und vor einer Woche dann – da hab ich mir die Mühe gemacht, mal so einen Brief zu öffnen und zum Ende zu scrollen. „Unscribe“ – hach … das geht? Das kleine Zauberwort hat mich sofort eingefangen. Wie einfach sich man manch lästiger Dinge doch entledigen kann. :’D

Was diese kleine Geschichte sagen will? Manchmal ist nur ein kleiner Schritt in Richtung Veränderung notwendig, damit wir uns klarer und besser fühlen können. Hier war es ein Klick. Und vorher ein genauer Blick. Vieles nehmen wir als gegeben hin. Es ist so. Es war schon immer so. Es wird immer so sein. Aber das ist ein falscher Gedanke.

Wir haben ja noch viel Zeit vor uns. Zeit, die wir mit der positiven Veränderung leben können. Ich werde dieses Jahr 42. Vielleicht finde ich ja mit diesem Alter als Leitbild die Antwort auf alle Fragen. Vielleicht bin ich die Antwort. O_o Egal – ich schweife ab. Wenn ich also wieder mal denke: es war schon immer so. Dann führe ich mir vor Augen, dass meine wahrscheinliche Lebenszeit nochmal 40 Jahre andauert. Was können wir nur in dieser Zeit bewegen!!!

Weniger … ein Vorsatz? Ein Ziel? Ein Weg! Ein Weg, den ich in diesem Jahr beschreiten will werde. Im vergangenen Jahr habe ich schon sehr bewusst damit begonnen. Weniger Plastik. Weniger Umweltbelastung. Ich setze dieses Weniger fort. Weniger Klimbim im Ganzen. :)


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Pläne!

Heute gibt es „nur“ ein paar Gedanken. Mir geht es im Moment nicht so gut und ich kämpfe gesundheitlich doch noch sehr. Zwar lebe ich den Alltag, aber einfach ist es nicht immer.

Im Sommer 2013 bin ich über die Alpen gelaufen. Das war nach einem verheerenden Winter mit viel, viel Seelenqual und Schmerz mein Weg über den Berg. Befreiend. Dort oben in den Bergen habe ich zu meinen Wurzeln zurückgefunden und konnte gesunden. :)

Natürlich gab es inzwischen viele kleine und große Tageswandertouren, aber wer einmal eine so minimalistische und wirklich überwältigende Tour gemacht hat, der weiss, dass diese Wanderungen nur ein kleiner Tropfen sind, um das Fernweh zu stillen.

 

272 Abstecher zur Seespitze Oase Alpentour 2013_07_22 IMG_0493

Und heute lag er im Briefkasten … der Wanderkatalog 2015 der Oase Alpin.

Dieses Jahr machten uns die späten Sommerferien und dann auch noch mein Ausfall des Gleichgewichtorgans einen fetten Strich durch die Rechnung.

An Abnahme war nicht zu denken. Nur daran, das Debakel im Rahmen zu halten. Doch seit ein paar Tagen bin ich diesbezüglich wieder gut in der Spur und ich habe festgestellt, dass es mir leichter fällt, diszipliniert zu bleiben, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Was hat das mit dem Wanderkatalog zu tun? Ganz einfach: nächstes Jahr WILL WILL WILL ich in die Berge. Doch um dort hinauf zu kommen, benötigt es Kondition, einen gesunden Körper und Lust, die Last mit Freude zu nehmen.

Ich bin stur und sehe nicht ein, wieso der jetzige Zustand bleiben sollte. Es wird ein harter Weg, aber schlußendlich kann nur ich ihn bestimmen. Alle, aber wirklich alle Kilos sind wieder auf den Hüften. :( Und das Leben erscheint mir derzeit grad nicht so besonders schön. Gerne wäre ich einfach nur gesund und körperlich wieder fit – so wie im vergangenen Jahr.

Es ist an der Zeit, die Baustellen anzugehen und wieder zu kämpfen. Manchmal ist das ziemlich schwer. Hier denke ich immer an Nanne und ihre Email an mich … mit furchtbar schlechtem Gewissen. Ich möchte mich nicht davon ermutigen lassen, dass das Gewicht so hochgeschossen ist. Manchmal denke ich: „Wenn ich täglich ein Stück Schokoladentorte oder Nussplunder essen würde, hätte ich wenigstens noch kulinarisch was davon gehabt.“ Egal … ich sollte nicht über Vergangenes klagen.

Seit einigen Tagen habe ich den Schrittzähler, der mich seit Oktober letzten Jahres begleitet, gegen einen sogenannten Fitbit getauscht. Den hat mein Mann am Wiener Flughafen gefunden. Die Versuche, den Besitzer rauszufinden, sind fehlgeschlagen und so wird er jetzt von uns genutzt. Also … von mir. Das einzige Manko ist das Armband. Aber da bin ich schon dran, dass mir meine Schwägerin ein Stoffarmband näht. :D

Der kleine Fitbit als Begleiter soll mir weiterhelfen. Dort kann ich mein Essverhalten überprüfen und meine Bewegungseinheiten anschubsen. Das ist ein Punkt, der strategischen Überlegungen der Operation „Abnahme“.

Ein weiterer ist die Belohnung! Ich möchte im nächsten Jahr eine Mehrtagestour in den Bergen machen. Das ist das Ziel. Und das geht nur, wenn die körperlichen Voraussetzungen da sind.

Heute abend also werde ich den Katalog erst einmal meinem Mann aufs Kopfkissen legen … :D Und dann werden wir sehen, wohin es mich respektive uns im nächsten Sommer hinverschlägt. Gerade regt sich ein optimistischer kleiner heller Funke. Und das tut gut.

Manchmal braucht man nur einen kleinen Schubs, damit man seinen Weg wieder vor sich sieht … und die Gedanken, die ich zum Bergwandern schon seit einigen Wochen hege, wurden plötzlich durch den Katalog zu etwas Konkretem.

Nun denn: gehen wir es an, oder?!


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Das Zahnradprinzip!

Es bedarf jetzt der Spekulation, wieso ich nicht schon wesentlich früher manche Dinge so konsequent (mehr oder weniger) angegangen bin, deshalb halte ich mich damit nicht auf. Schlußendlich lebe ich im Hier und Jetzt. Und an diesem Punkt stelle ich fest, dass sich, wenn man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst, Vieles ineinander greift.

Zu Beginn meiner Reise war es vor allem das Thema „Ausmisten“ – mich befreien von all dem Kruscht, der um mich herumliegt. Von jedem Zuviel trennen. In dieser Phase bin ich immer noch. Mir kam nämlich mit voller Wucht das Thema „Plastikmanagement“ in den Weg, welches auch ein nicht kleines Maß an Umdenken mit sich brachte.

In den letzten Tagen stelle ich vermehrt fest, dass ich nach dem Zahnradprinzip lebe. Die einzelnen Rädchen „Minimalismus“ und auch „Plastikfreiheit“ oder „Konsumgedanke“ und „Achtsamkeit“ funktionieren alle gemeinsam in einem großen Ganzen.

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

Manchmal überfordert mich alles zusammen. So groß der Wunsch nach Einfachheit in meinem Leben ist, so schwierig ist die Umsetzung in manchen Bereichen. Wie gesagt … Zahnräder greifen ineinander. Und ich bin der Uhrmacher, der diese Rädchen am Laufen hält. Sie geschmeidig macht, ihre Funktionen beobachtet und gegebenenfalls anschiebt.

Da heisst es „Sortieren“!!!

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

 

Reibungslos läuft das hier auf keinen Fall. Im Moment ist eines dieser Zahnrädchen meine Gesundheit. Mir schwirrt seit 8 langen Wochen der Kopf. Irgendwie ist es kein Spaß, so lange ein Gefühl von Dauerbetrunken zu haben. Damit muss ich klarkommen. Und setze das Zahnrädchen an seinen rechten Platz …

Das nächste Rädchen (gerade ein kleines) hat in feinen Buchstaben „Abnahme“ eingraviert. Leider kaum noch lesbar. Es ist ein wenig abgenutzt und führt ein stiefmütterliches Dasein. Ich setze es an einen Platz, wo es mich an mein Ziel erinnert, aber es gehört momentan eher zum Rand des Zahnradgebildes. Es kostet zuviel Kraft, es gescheit einzufügen.

Ein zentrales Zahnrad ist auf jeden Fall der Umgang mit dem Gesellschaftsproblem „Plastik“ – ich habe in der vergangenen Woche einen Film dazu gesehen, der mich stark beeinflusst hat. Eine Schulgruppe hat untersucht, wie viel Plastik sich in Sand am Strand befindet, im abgelaufenen Wasser der Waschmaschine … und und und. Sehr krass!!! Ich war versucht, sofort alle Klamotten, die nicht aus reiner Baumwolle sind, wegzuschmeissen.

Womit das eine Rad das nächste angekurbelt hat. Es ist einfach immer noch zuviel. Ich möchte nicht in einem leeren Haus leben. Aber ich möchte weniger haben. Durch die Kinderzimmerrenovierungsgeschichte hat sich ein Sperrmülltermin ergeben. Entsorgt wurden vier große und eine kleine Matratze. Zwei Kommoden. Ein Badunterschrank. Einzelteile eines Bollerwagens. Ein Regal. Plastikbehälter. Ein alter Schwalbereifen. Kleinkram.

So greifen sie also ineinander, die Zahnrädchen. Wir können sie auch einfach „Leben“ nennen. Achtsames Leben. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, mir läuft die Zeit davon. Ich kriege nicht alles unter einen Hut. Wenn ich hier drehe, stagniert sinnbildlich das andere. Aber so ist es nicht.

Denn das ist eben das Zahnradprinzip. Das Ineinandergreifen und Anschubsen macht, dass alles in Bewegung ist. Es geht ja gar nicht anders. Und wenn ich nun das eine Rädchen etwas langsamer laufen lasse, bedeutet das nicht, dass es rausgefallen ist oder den Rest ausbremst. Es ist im Fluß. Langsam, beständig …

wie ein Mantra.

Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger …

Innehalten und weitergehen. „Your focus determines your reality.“ Leo Babauta. ;)


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Dreimal täglich!

Meine Juli-Challenge hat heute begonnen. „Dreimal täglich“ nenne ich sie und sie soll mir helfen, meine unbändige Lust am Essen ein wenig in geregelte Bahnen zu lenken. In den vergangenen Wochen habe ich mich durch das Buch „Das Turbo-Stoffwechsel-Prinzip“ gelesen, um mal ein bißchen Ursachenforschung zu betreiben. Ich glaube, dass mein Stoffwechsel schon ein wenig im Keller ist.

Tatsächlich habe ich einige brauchbare Informationen bekommen. Klar – Bewegung als entscheidender Stoffwechselanreger. Und ein adäquater Weg hin zur Abnahme. Durch gescheite Mahlzeiten.

Im Juli esse ich drei Mahlzeiten täglich, um dem Körper Gelegenheit zu geben, aus der Insulinfalle und dem Zuckerüberfluss herauszukommen (ach was, um mal wieder aus der Schokoladenumlaufbahn auszubrechen).

Frühstück: gerne mit KH. Meist ein Müsli mit Naturjoghurt und frischem Obst.

Mittagessen: bunt und nährstoffreich. Keine offensichtlichen KH oder wenn, dann sehr wenig.

Abendessen: eiweisslastig. Gemüse und Fisch respektive Fleisch. Oder auch mal ein Salätchen.

Theoretisch weiss ich jetzt praktisch alles. Aber das Wissen ist es gar nicht, sondern die Umsetzung und Anregung mal von einer anderen Seite. Es überrascht mich, wie entspannt ich gerade bin. Mein Körper ist mir wichtig und ich versuche wirklich, achtsam mit ihm umzugehen. Warum, verflixt, fällt das nur nicht immer leicht? Woher kommt diese Tendenz zum Raubbau am eigenen Körper?

Was ich wohl nicht mag, ist es meinen Kalorienumsatz zu zählen, aber glücklicherweise gibt es da heute ja kleine Hilfsprogramme. Ich arbeite mit Lifesum. Das funktioniert ganz prima und superleicht.

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Um den Stoffwechsel auf Trab zu bringen, muss ich allerdings klein anfangen und steigere meinen Umsatz von 1250 auf 1400 Kalorien täglich mit der entsprechenden Bewegungseinheit. Leute – ich bin sehr motiviert.

Parallel dazu bleibe ich nachhaltig und versuche mit den vorhandenen Lebensmitteln gut zu haushalten. Ich zögere das Einkaufen hinaus – vielleicht schaffe ich es bis Freitag. Drückt mir die Daumen!!!