Das Leben ist wild!


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Jane Fonda und der Plastikwahnsinn!

Gestern als ich in meine schicke türkisfarbene Tight geschlüpft bin (ja – geschlüpft – nicht gepresst) und dann obenrum mein türkisfarbenes Eulenshirt anhatte, dachte ich mir: „Nee – das braucht noch einen Kontrast“ und flux ein andersfarbiges T-Shirt drübergezogen. Vielleicht lag es an dem dreistündigen Kindergeburtstag in der Kletterhalle, der mir das Hirn vernebelt hatte, dass ich dieses gewagte Outfit gewählt hab. Im Nachhinein kann ich es nicht mehr sagen. Wobei …

Nur … als ich dann tapfer durchs Feld gestapft bin und mental zur Ruhe kam, da schoss mir plötzlich Jane Fonda in den Sinn. Im Grunde war ich schon auf 10 Kilometer Entfernung zu erkennen. „Augenkrebs“ hätte ich das früher genannt. :’D Vor wenigen Monaten war nämlich alles andere als schwarze Sportkleidung ein absolutes NoGo für mich. Macht auch was schlanker …

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Ich schicke Euch also lieber ein Bild vom Wegrand (by the way Olli 2.0 … wenn Du das liest: ich lande bei Dir immer noch im Spamnirvana … und ich find Dein Mohnblumenbild doch so wunderschön.)

Das nächste Mal nehme ich wieder ein schwarzes Oberteil. Ich glaub, das ist beruhigender fürs Auge. Das Kontrast-TShirt gestern war nämlich … apricotfarben. :’D Und ja – man kriegt ein Gefühl für die 80er – Jahre und wenn es kälter gewesen wäre, hätte ich sicherlich noch Stulpen angezogen. Aaaaaahhhhhh.

Es waren bestimmt die Nachwehen der Nordwand. Dort haben wir den Vormittag verbracht. In der Kindergartenzeit bis weit in die Grundschulzeit haben wir die Kindergeburtstage immer selbst durchgeplant und gefeiert. Mit zwei Jungs gehen Schatzsuchen aller Art IMMER. Rennen, suchen, rennen, suchen Schatzkiste finden. Genetisch schon früh verankert beim männlichen Geschlecht, würde ich sagen. Sie fragen nicht nach dem Weg, sie kreisen ihr Ziel ein! ;)

Aber manchmal gibt es auch ein Highlight. Und das eben in diesem Jahr zum 11. Geburtstag des jüngsten Helden der Familie. Ein Selbstläufer. Erschreckend nur, die Familienfeste an den Tischen nebenan zu beobachten. Als bekennende Plastikverweigerin kriegt man einen Schock. Das kann doch nicht so schwer sein, mal einen Kasten Apfelschorle und Wasser in Glasflaschen mitzunehmen. Da geht doch nix kaputt. Ja, oder? Und auch Gläser und nicht Plastikgedöns aller Coleur. Fingerfood gab es bei uns in den Edelstahldosen und Würstchen aus dem Glas. Gut – die Muffins waren in der Tupperkuchentransportbox. Aber ihr wisst, was ich meine. Eine Familie überzog ernsthaft die robusten Holztische (extra für sowas gemacht) mit einer Plastiktischdecke. Geht es noch? Mitgebsel gibt es immer noch. Wie zu meiner Zeit. Ich finde, das sieht in Butterbrottüten, selbst angemalt und beschriftet vom Geburtstagskind viel schöner aus, als in Plastiktüten. Klar – es geht irgendwie mit Kindern nicht ganz ohne (allein die Süssigkeiten …), aber man kann es ziemlich gut eindämmen.

Versteht ihr jetzt, warum Frau trix verrückterweise ins Jane Fonda – Outfit geschluppt ist? Irgendwo muss es ja raus … :’D

 

 

 

 

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Leben ist …

das, was passiert, während man andere Pläne macht. Hält es uns ab vom Leben? Nicht wirklich. Wir lassen uns ein auf den Strudel. Und das ist gut so!!! :)

Ich z.B. bin irgendwie gerade „zeitlos“: mit wenig Zeit zum Schreiben gesegnet. Weil soviel passiert. Jetzt sitze ich gerade im halb (!) umgeräumten Wohnzimmer und hab ein Glas Rotwein vor mir stehen. Ich schaue mich um und denke: so war das aber nicht geplant.

Mein Mann hat sich verhoben und wir sind statt zu Ikea zum ärztlichen Notdienst gefahren. Kleiner Pieks, Riesenschmerz und jetzt schläft er und ich verlebe den Abend … im kleinen Chaos.

Ist es nicht oft so? Man plant und denkt und strukturiert sein kleines Leben und plötzlich nimmt alles seinen eigenen irrsinnigen Verlauf.  Das Leben ist wild in so vielen Facetten, dass ich manchmal kaum Zeit zum Atmen habe.

Diese Woche haben mich viele Menschen „geplagt“ – jeder stellt mir eine Aufgabe. Der alte Mann an der Haustür, der nicht erschienene Angeklagte im Zivilprozess (der Typ ist mir ins Auto gefahren und … ach lange Geschichte), meine Freundinnen, denen es gerade in ihren Beziehungen nicht so gut geht. Mein Mann, der jetzt schlafend oben im Bett liegt. Selbst die Nachbarn, weil ihr kleiner eigensinniger Kater viel lieber hier bei uns ist. Ach – und den Exfreund einer Bewohnerin nicht zu vergessen, der leider ein klein wenig durchgeknallt ist und jetzt mit Drohungen versucht, das Mädel zurückzukriegen (bitte bleib standhaft).

Tagtäglich lavieren wir uns also durchs Leben. Beeinflusst von anderen Menschen und von sich ergebenden Situationen. Wir sind permanent in der Interaktion. Ich mag das Tempo. Es gefällt mir, sonst hab ich das Gefühl, einzuschlafen. Immer im Strudel des Tuns. Ab und an entschleunige ich. Aber eher selten. Ich geb es zu.

Zu diesem faszinierenden Ding, das sich Leben nennt. Unser Leben. Dazu habe ich einen Video-Clip gesehen. Es treibt mir ein bißchen die Tränen in die Augen, denn das Mädel hat recht, obwohl sie noch so jung ist. Aber hört selbst … und behaltet den Mut, ein klitzekleinwenig verrückt zu sein. Das Leben ist ein zauberhaftes Geschenk, das wir so ausgiebig wie möglich auskosten sollten. :)

Baby, someday we’ll be old …