Das Leben ist wild!


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Nichts bleibt …

… wie es ist.

Seit ein paar Tagen kekst mich meine Küche an. Im vergangenen Jahr habe ich viel Zeit damit verbracht, sie zu entmisten und zu optimieren. Es ist unfassbar viel Plastikgerümpel und auch sonst nicht mehr gebrauchter Killefitz ausgewandert. Und doch …

bleibt sie nicht so, wie sie soll. Irgendein Kobold (oder mein Mann, oder meine Kinder, oder der Kater – natürlich niiiiieeeemals ich) trägt immer wieder was rein. Puh.

Wie ihr ahnen könnt: es bahnte sich unlängst an, dass ich mal wieder einen Grundkehraus angehen musste. Ein Vormittag nur wir zwei: die Küche und ich. Ich hab gar nicht sooooo viel rauswerfen müssen, nur wieder ordentlich strukturieren. Da ich sehr chaotisch sein kann, haben wir schon mal keine offenen Schränke. Dies war eine wichtige Erkenntnis – weg von offenen Ablageflächen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt quasi. ;)

Und für den Fall, dass wir alles nur in die Schränke deuen, gibt es auch eine Innenordnung in Form von Kisten.

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So muss ich nichts suchen und kann immer nur die Kiste rausholen, die ich brauche. Es hat außerdem den Vorteil, dass nur eine begrenzte Menge Platz pro Kiste vorhanden ist. Die Vorräte bleiben also überschaubar. Wer genau hinschaut, sieht auch eine Kiste mit der Aufschrift „Fix“. Auch die gibt es. Denn ich liebe Dr. Oetker Pudding … und bis jetzt hab ich mich auch noch nicht an selbstgemachte Sauce Hollandaise rangetraut. Mehr ist da gar nicht mehr drin.

Von der Anrichte und der Fensterbank sind die Gläser mit Vorräten verschwunden. Es sieht merklich ruhiger aus in der Küche. :)

Aber dann … oh weh. Vielleicht kennt die ein oder andere das auch. Wer schon mal Marmeladen selbst herstellt, LebensMittel einkocht oder diese einfach plastikfrei aufbewahren möchte, sammelt Behälter. Gerne aus Glas mit Twist-Off-Deckel. Mein Mann schimpfte neulich schon:“Ich find nix mehr vor lauter Gläsern!!!“ und heute morgen habe ich aus den Tiefen des Gläser-Vasen-Dinge, die wir nicht oft brauchen-Schranks mal alle herausbefördert.

Die nicht in Benutzung sind.

Und sich ansammeln.

Und teilweise … gar keinen Deckel mehr haben. O_o

 

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Okay. Sie haben auch gar nicht alle aufs Bild gepasst. Fakt ist: ich hab die Hälfte von den „Kann ich sicher mal gebrauchen“ – Gläsern entsorgt. Zum einen, weil Gelee irgendwie nicht lecker schmeckt aus kleinen Gurkengläsern. Zum anderen, weil ich gar nicht so viele LebensMittel auf Vorrat haben möchte. Und transportieren muss ich nur einmal pro Woche, wenn ich mein Abendessen mit zur Arbeit nehme. So what?

Das ist nur ein kleines Beispiel, das zeigt, dass wir in unserem Leben nicht davon ausgehen können, dass etwas bleibt, wie es ist. Selbst wenn wir einen Weg für uns gefunden haben, wird es immer wieder Bedingungen, Unwägbarkeiten oder ganz einfach jemand geben, der vielleicht anders denkt, lebt und handelt und uns damit beeinflusst.

Konkret für mein Projekt des Plastikmanagments und auch hin zu einem minimalistischeren Leben bedeutet dies beständige Selbstreflexion. Handeln und überprüfen. Handeln und überprüfen.

Ehrlich gesagt, ich hätte ehrlich gesagt gar nicht gedacht, dass sich soviel neu angesammelt hat. Wie habe ich neulich so treffend gelesen bei marcominimalist: „Die Dinge kommen in dein Leben wie Zahnbelag. Es passiert einfach und scheint ganz natürlich aber nicht gewollt.“

Sie schleichen sich hinterrücks an und irgendwie fühlen wir uns oftmals gar nicht so unwohl. Aber sie sind der Zahnbelag des Lebens. Belegen uns. Und machen, dass sich alles nicht mehr so glatt und sauber und ja … leer anfühlt. Wobei wir uns immer überlegen sollten, was Leere für uns bedeutet und wie sie besetzt ist.

Ich zum Beispiel mag diese Flächenleere. Sie gibt mir ein aufgeräumtes Gefühl. Das Suchen, Schieben und Kruschteln minimiert sich. Die Nerven werden geschont. Ich meine dieses angenehme Gefühl, wenn man nicht mit jeder Faser im Raum aneckt und eingefangen wird.

Dies ist jetzt auch wieder in unserer Winzi-Küche so. Beruhigend. Irgendwie geht das Loslösen immer mit dem Aufräumen einher. So ist es wohl einfach … :)

 


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Here I am …

Gib es zu! :D Du hast jetzt gesungen: „rock you like a hurricane!“

Nein? Oh. Okay. Also ich fühl mich aber gerade so. Erholt und in der Lage das Leben zu rocken. Wie ein Wirbelwind. :) Da ich laut WordPress inzwischen die Oper in Sydney doch auch was öfter fülle, darf ich hier auch mal laut singen. So. Sprach der Rabe, nicht die Nachtigall. :)

2015 ist schon angekommen bei mir. Und heute morgen auch in meinem kleinen wilden Refugium hier. Ich habe nämlich aufgeräumt. Man kann ja nicht alles verrumpeln lassen. ;) Also habe ich heute morgen meine Monatschallenge – Seite aktualisiert. Die hat ein wenig gelitten in der zweiten Jahreshälfte, ABER sie lebt!!! Doch ja! Dieser rote Faden bleibt bestehen (ich bin so schrecklich schlecht im Halten von Vorsätzen, finde aber, dass jeder Mensch Ziele haben sollte). Im Januar werde ich wieder kürzertreten: ich werde mir keinen Nachschlag nehmen. Das passt gut dazu, ein wenig Demut im Leben zu bewahren. Bescheidenheit. Sich selbst genügen. In erster Linie auf dem Teller (Mist, Mist, Mist). Allerdings glaube ich auch, wer dies auf dem Teller beweisen kann, der kann es auch auf viele Lebensbereiche umsetzen.

Achja – und meine Bücherliste. Die 2014er ist abgeschlossen. Ich habe weniger gelesen, als gedacht. Doch wenn das Hirn ein schwindelerregendes Eigenleben führt, dann kann man ihm nicht mehr zumuten als „Lustige Taschenbücher“. Ist so. Die Aufmerksamkeitssspanne eines Flohs konnte ich da nicht überbieten und in Entenhausen ist alles so einfach. Für 2015 habe ich noch viele Geschichten, die mich mitnehmen sollen auf die Reise, hier liegen. :)

Und auch auf der Weniger werden – Seite bin ich gewesen. Die Dark Side of the Moon. Uiuiui. Das tue ich selten. Ich bin mit mir und meinem Körper nicht im Reinen. Fühle mich nicht wohl und mir fehlt die Disziplin und der Wille, dies anzugehen. Aber ehrlich gesagt: ich will auch nicht aus allen Nähten platzen. O_o 2015 gibt mir Zeit und Raum, mich in dieser Hinsicht (ist ja ein immerwährendes Thema) zu aktivieren. Hin zu einem guten Gewicht. Nicht spirrelig, aber gesund. Weniger von allem.

Das sind die Eckdaten. Und ein paar Specials wird es hier auch geben. :D Wäre ja sonst langweilig. Freut Euch auf kleine nachhaltige und plastikfreie Weisheiten, Reisegeschichten, den ultimativen Schuß auf den knallroten Apfel (der folgt schon sehr bald!!! Ist quasi in Arbeit) und ja doch – auch auf das Abwerfen von ungeliebten Pfunden. Wenn ich es mir recht überlege … das wilde Leben besteht ausschließlich aus Specials. Aus Sondereinheiten. Lachenmachern. Nachdenkern. Faszinierenden Alltäglichkeiten.

Ich freu mich …

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest


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Liebling, wie war die Woche? #12

Während der vergangenen Woche fiel es mir schwer, Bilder zu schießen. Meine Gedanken sind zunehmend bei der Reduzierung des Alltagsschrotts und jahrelanger Altlasten. Die Schubladendenkaktion nimmt Form an und ich bin fast durch damit. Soviel Pröll … Himmel hilf.

Achja – und ich stell mal die Reihenfolge um. Ich finde es grad ziemlich blöd, dass immer meine Getragen-Fusselsbilder im Reader zu sehen sind. O_o

Gegessen:

PicsArt_1385320338286Leute, die schönste Zeit des Jahres, was das Essen anbelangt, hat begonnen!!! Raclette-Zeit. :) Ich ess das allerdings sehr minimalistisch nach schweizer Art. Noch nicht mal Silberzwiebeln brauch ich dazu. Mir ist dieser überladene Firlefanz mit 100 Töpfchen zu viel. Oooooh und wir haben traditionell Thanksgiving gefeiert. Ja – ich weiss – viel zu spät. Aber es ist immer die Frage, wann der Truthahn aus USA angeflogen kommt. Andere Geschichte. Auf jeden Fall war es soweit: 11 kg Truthahn. Und leckere selbstgemachte Knödel und Rotkraut. Und die Sauce … ich werde nie verstehen, wie man, um so etwas zu kochen, vier Stunden in der Küche steht. Aber legga war es. :)))

Getragen:

PicsArt_1385320540528Tja. Was soll ich sagen? Lagenlook. Unterhemden (ich werd alt). Schals. Grau. Winter halt.

Gelesen:

Also ich versteh das nicht. Da habe ich doch letzte Woche den absolut vielversprechenden 1. Teil einer Krimireihe gelesen. Hjorth und Rosenfeldt. Dieses Mal der zweite Teil: „Die Frauen, die er kannte“. Ehrlich? Man kann – man muss aber auch nicht. Ich war ziemlich enttäuscht – zumal ich soviel detaillierte Gewalt eh verabscheue. Und dann scheint sich dieses Ermittlerteam zu unfähigsten in ganz Schweden zu entwickeln. Die Autoren scheinen dies mit ellenlangen Beschreibungen und irgendeinem uninteressanten, aber auspalaverten Killefitz verdecken zu wollen. Nee. Neeeee. Das war nichts. :(

Gehört:

Den Oktober-Podcast von Simon Drosten. Sooooo wundervoll.

Gefunden/ gefreut:

PicsArt_1385320606492Während meiner Frauenzimmeraktion habe ich einen eingepackten Glückskeks gefunden. Ich esse diese Dinge ja nicht, aber ich find sie trotzdem ulkig und man weiss nie, was man darin findet. Inmitten dem Chaos innegehalten, die Packung mutig aufgedrisselt und dem Gekrümel (der lag wohl schon was länger … hust) sein Geheimnis entlockt. Ist das nicht ein passender Spruch für mich? Ich alte Erzählnudel. :) Und … und … auf dem Bild rechts habe ich einen Yogi-Tee (ich glaube, es war ein Frauenbalancetee) getrunken bei meiner Heilpraktikerin. Ist das nicht ebenfalls wundervoll? Verliebe Dich in Deine Würde!!! Ja! JA!!! :)

So – und nun – rasch in den neuen Tag gestartet. „Es ist saukalt da draussen. Wo sind wir hier? Miami Beach? Woooohl kaum!“ 1.9° zarte Grad lassen mich frösteln. Einzig allein der wunderschöne Sonnenaufgang und der stahlblaue Himmel zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Okay … und der Milchkaffee, den ich gerade noch im Bett geniesse. Büroarbeit lässt sich ja netterweise an vielen Orten erledigen. :D


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Der Hut heisst Hut, weil …

… er behütet.

In der Regel passt einer davon auf den normalsterblichen Kopf. Letzten Winter habe ich wie eine Wilde Boshi-Mützen gehäkelt. Sind ein paar schöne Exemplare dabei, die bei der gestrigen Spiegelparade immer noch recht gut aufs hübsche Köpfchen gepasst haben.

Und nun ist der Herbst ganz nah. So langsam schleiche ich um die Schublade mit den Mützen. Draussen färben sich die Blätter langsam in sattes Rot und sanftes Gelb. Es knistert, wenn man durch die Alleen läuft. Ja – es wird Herbst.  Auch vor der Haustür. Die gesammelten Kastanien fanden genau so ihren Platz wie ein Maiskolben, das Sammelsurium an Spazierstöcken, Schnitzhölzern und die Kürbisse. :)

trix hat den Herbst einbestellt ... :)

trix hat den Herbst einbestellt … :)

Zeit, den nächsten Schritt gen Minimalismus zu gehen. Kennt ihr das? Wenn der Herbst und der unsäglich feucht-kalte Winter vorbei ist, kann es nicht schnell genug gehen, um die wärmenden Strickwaren in den diversen Schubladen und Wandschränken zu verstauen. Genau! In beidem. Soviele habe ich davon. Gut, wir sind auch eine vierköpfige Familie … aber … wie war das mit dem obigen zweiten Satz meines Posts? ;) Naja … und so wird es auch im Frühjahr nichts mit Ausmisten, weil man dermaßen die Schnauze voll hat von kruscheligen Haaren, Mützenfrisuren, feuchtem Handschuhgedöns und all diesen Erinnerungen an die kalte Jahreszeit. Aber jetzt!!! Jetzt gerade in diesem Augenblick ist das anders. Heute freue ich mich auf den Herbst. Aufs Einmummeln, Einpacken, Behüten!

Winterwarme Strickwaren!

Winterwarme Strickwaren!

 

Gestern ist dann alles, aber auch alles aus der Abteilung „Winterwarme Strickwaren“ auf den Wohnzimmerboden geflogen. Weihohwei!!! So viel also … ob ich es vielleicht doch besser im Schrank gelassen hätte? O_o

Wohlgemerkt: ich musste mich auf einen Stuhl stellen, um den kompletten Haufen aufs Bild zu kriegen.

 

 

Wisst ihr – ich unterscheide sehr wohl zwischen Minimalismus und karger Zweckdienlichkeit. Ich finde den Sinn nicht in letzterem. Mir wäre bei manchen Dingen nicht wohl dabei … wenn ich nur ein Teil von davon hätte. Neulich las ich in einem Blog so etwas wie (ich weiss nicht mehr ganz genau, es hat mich erschreckt) „wir besitzen drei Teller“ oder lasst es vier sein … das ist schlußendlich egal. Erschreckt hat mich der Nachsatz: wir bekommen nie Besuch. Und da hört für mich der Minimalismus auf. Das ist strange. Wenn ich schon nur meinen Schrank so fülle, dass ich nur vier Teller habe, dann werde ich es auch nicht drauf anlegen, dass ich jemand in mein Haus einlasse zu einem gemütlichen Essen, zu einem Abend mit Wein und gemütlichem Schnack. Wenig ist in Ordnung. Doch ein Glas für meine Freunde und ein Teller Suppe sollte schon möglich sein. :) Und sei es nur für einen Einzigen …

Okay, meine Mützen teile ich nun überhaupt gar nicht, aber auch hier möchte ich doch eine kleine Auswahl haben. Ich bin farbneurotisch und kann (nein!!! Ich kann es wirklich nicht) mit einer braunen Mütze zu einer schwarzen Jacke rumlaufen. Blöd, ich weiss, aber … aber es geht einfach nicht. Da bin ich eigen. Aber ich brauche definitiv keine drei schwarzen Mützen und die ollen Kappen von vor 10 Jahren auch nicht mehr. Warum sammelt sich immer so viel an? *seufz*

PicsArt_1381238229266Rausgeflogen (manchmal leichten, manchmal schweren Herzens): grüne selbstgefilzte Stulpen, die so hart sind, dass ich sie noch nie anhatte. Könnten einen prima Gipsersatz abgeben. Zerfluste Mützen und solche, die irgendwie eh schräg auf dem Kopf aussehen. Ein ganzes lila Ensemble … Mütze, Schal und Stulpen. Schlechte Qualität – durchgenudelt nach nur einem Jahr. Kindermützchen. Handschuhe, mal einzeln, mal kaputt, mal hässlich wie die Nacht. Ach und … Kaputzen zu Jacken, die nicht mehr existent sind und die ich schon Jahre gesucht hatte …

tja … die können jetzt wohl auch weg.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Der Wandschrank bleibt tatsächlich leer. Alles passt in unsere zwei Schubladen der alten Kommode in unserer Diele. Und das ist nicht schlecht für einen Vier-Personen-Haushalt.

Merke: es wird nichts diesbezüglich neu angeschafft. Nichts. Nada.

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… okay … häkeln geht vielleicht noch. Und die Ergebnisse kann ich ja auch verschenken! Denn irgendwo hin muss die Wolle ja! :D

Und nun? Wie sieht es bei Euch in der Hutschachtel aus?