Das Leben ist wild!


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Nichts bleibt …

… wie es ist.

Seit ein paar Tagen kekst mich meine Küche an. Im vergangenen Jahr habe ich viel Zeit damit verbracht, sie zu entmisten und zu optimieren. Es ist unfassbar viel Plastikgerümpel und auch sonst nicht mehr gebrauchter Killefitz ausgewandert. Und doch …

bleibt sie nicht so, wie sie soll. Irgendein Kobold (oder mein Mann, oder meine Kinder, oder der Kater – natürlich niiiiieeeemals ich) trägt immer wieder was rein. Puh.

Wie ihr ahnen könnt: es bahnte sich unlängst an, dass ich mal wieder einen Grundkehraus angehen musste. Ein Vormittag nur wir zwei: die Küche und ich. Ich hab gar nicht sooooo viel rauswerfen müssen, nur wieder ordentlich strukturieren. Da ich sehr chaotisch sein kann, haben wir schon mal keine offenen Schränke. Dies war eine wichtige Erkenntnis – weg von offenen Ablageflächen. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt quasi. ;)

Und für den Fall, dass wir alles nur in die Schränke deuen, gibt es auch eine Innenordnung in Form von Kisten.

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So muss ich nichts suchen und kann immer nur die Kiste rausholen, die ich brauche. Es hat außerdem den Vorteil, dass nur eine begrenzte Menge Platz pro Kiste vorhanden ist. Die Vorräte bleiben also überschaubar. Wer genau hinschaut, sieht auch eine Kiste mit der Aufschrift „Fix“. Auch die gibt es. Denn ich liebe Dr. Oetker Pudding … und bis jetzt hab ich mich auch noch nicht an selbstgemachte Sauce Hollandaise rangetraut. Mehr ist da gar nicht mehr drin.

Von der Anrichte und der Fensterbank sind die Gläser mit Vorräten verschwunden. Es sieht merklich ruhiger aus in der Küche. :)

Aber dann … oh weh. Vielleicht kennt die ein oder andere das auch. Wer schon mal Marmeladen selbst herstellt, LebensMittel einkocht oder diese einfach plastikfrei aufbewahren möchte, sammelt Behälter. Gerne aus Glas mit Twist-Off-Deckel. Mein Mann schimpfte neulich schon:“Ich find nix mehr vor lauter Gläsern!!!“ und heute morgen habe ich aus den Tiefen des Gläser-Vasen-Dinge, die wir nicht oft brauchen-Schranks mal alle herausbefördert.

Die nicht in Benutzung sind.

Und sich ansammeln.

Und teilweise … gar keinen Deckel mehr haben. O_o

 

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Okay. Sie haben auch gar nicht alle aufs Bild gepasst. Fakt ist: ich hab die Hälfte von den „Kann ich sicher mal gebrauchen“ – Gläsern entsorgt. Zum einen, weil Gelee irgendwie nicht lecker schmeckt aus kleinen Gurkengläsern. Zum anderen, weil ich gar nicht so viele LebensMittel auf Vorrat haben möchte. Und transportieren muss ich nur einmal pro Woche, wenn ich mein Abendessen mit zur Arbeit nehme. So what?

Das ist nur ein kleines Beispiel, das zeigt, dass wir in unserem Leben nicht davon ausgehen können, dass etwas bleibt, wie es ist. Selbst wenn wir einen Weg für uns gefunden haben, wird es immer wieder Bedingungen, Unwägbarkeiten oder ganz einfach jemand geben, der vielleicht anders denkt, lebt und handelt und uns damit beeinflusst.

Konkret für mein Projekt des Plastikmanagments und auch hin zu einem minimalistischeren Leben bedeutet dies beständige Selbstreflexion. Handeln und überprüfen. Handeln und überprüfen.

Ehrlich gesagt, ich hätte ehrlich gesagt gar nicht gedacht, dass sich soviel neu angesammelt hat. Wie habe ich neulich so treffend gelesen bei marcominimalist: „Die Dinge kommen in dein Leben wie Zahnbelag. Es passiert einfach und scheint ganz natürlich aber nicht gewollt.“

Sie schleichen sich hinterrücks an und irgendwie fühlen wir uns oftmals gar nicht so unwohl. Aber sie sind der Zahnbelag des Lebens. Belegen uns. Und machen, dass sich alles nicht mehr so glatt und sauber und ja … leer anfühlt. Wobei wir uns immer überlegen sollten, was Leere für uns bedeutet und wie sie besetzt ist.

Ich zum Beispiel mag diese Flächenleere. Sie gibt mir ein aufgeräumtes Gefühl. Das Suchen, Schieben und Kruschteln minimiert sich. Die Nerven werden geschont. Ich meine dieses angenehme Gefühl, wenn man nicht mit jeder Faser im Raum aneckt und eingefangen wird.

Dies ist jetzt auch wieder in unserer Winzi-Küche so. Beruhigend. Irgendwie geht das Loslösen immer mit dem Aufräumen einher. So ist es wohl einfach … :)

 

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Kinderzimmerrevolution!

Es gibt einen Bereich unseres Hauses, den ich tunlichst zu erwähnen vermeide, wenn es um die Themen „Minimalismus“ als auch „Plastikmanagement“ geht. Dieser Bereich ist meilenweit davon entfernt gewesen. Lichtjahre. Was red‘ ich … Galaxien.

Das hat sich inzwischen geändert. Dank einer aufwendigen simplen notwendigen Renovierungsaktion meines Mannes. Ganz recht – es geht um die in ihrer Tiefe und Fülle kaum zu erfassenden … Kinderzimmer. O_o

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Gefühlte Millionen von Kisten haben wir aus dem Kinderzimmer des Jüngsten rausgeräumt, als die Renovierung anstand. Unzählige!!!  Wirklich! Ihr wisst – ich bin fast an dem Renovierungschaos verzweifelt.

Und es war schnell klar, dass die nicht alle wieder ins Kinderzimmer zurück kommen sollten.

Wenn wir alle sehr ehrlich zu uns sind, dann wissen wir aber auch, was mit Dingen passiert, die einmal in eine Kiste verpackt wurden.

Man belässt sie dort. Und sie geraten in eine staubige Vergessenheit mitsamt der Kiste, die sie umhüllt. Das geht, wenn es gut läuft, vielleicht mit einer Kellerkiste … aber hier oben im Lebensbereich der Familie und mit gut einem dutzend Kisten ist das nicht machbar. Zumal es auch nicht wirklich dekorativ ist.

Heute stand für mich das Projekt „Kinderzimmer“ an. Das Ziel war es, aus vielen Kisten einige wenige zu machen. Und nach Möglichkeit alle (sic!) Plastikaufbewahrungsmöglichkeiten auszumisten.

Es ist erstaunlich, was da alles in friedlicher Koexistenz in diesen Kisten lebt. Gut, es gibt ganz klare Tendenzen – zum Beispiel darf Lego nicht fehlen. Und alles, was mit Star Wars zu tun hat, ist auch immer ganz oben auf der Lieblingsliste. Aber auch Killefitz wie … Muscheln, Steine, Schnüre, Karten (unfassbar nicht zu zählen wie viele), Murmeln, Bälle (!!!), Blätter, Stifte, undefinierbare Fitzel, Pfeifenreiniger, Korken, Kastanien, Sammelfiguren … Autos natürlich auch und Bücher in rauhen Mengen. Diese habe ich jetzt a) ausgemistet und b) ausgelagert auf den Vorraum der Beiden. O_o

Zum Glück wurden wir nicht überschwemmt mit diesen fiesen lauten Plastikkrachmachern, die es da allerortens gibt. Gekauft haben wir sowas selbst nie. Einige Spielsachen, wie z.B. die Darda-Bahn mit ihren Aufziehautos, sind noch von meinem Mann. Oder die Drücktierchen aus Holz aus meinem Fundus.

Das Ergebnis:

Im Kinderzimmer des Jüngsten steht nun mehr nur noch eine Regaleinheit. Dort werden aktuelle Bücher für sein Lesealter, CDs, Kassetten, seine Musikanlage, Lego, Playmobil, Autos und sein Bastel-/Nähzeux aufbewahrt. Die Aufbewahrungseinheiten für das Lego sind immer noch aus Hartplastik. Überschaubar. Eine Kommode hat er vom großen Bruder geerbt. Dort bewahrt er in einer Schublade sein Kochgeschirr, in ener zweiten seine Legomodelle auf –  und eine Schublade ist noch frei. Auf dem Schreibtisch ist der Killefitz gelandet: Muschelsammlung, Stifte und Karten sowie alles, was eben klein ist und irgendwie immer mal genutzt wird. Blätter, Malbücher, Bügelperlen … all sowas eben. :)

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Das Zimmer des großen Bruders ist frei von Plastikaufbewahrungsmöglichkeiten!!! Ich bin grad stolz wie Oskar. Wir hatten wirklich überall im Haus verteilt Holzkisten, die ich gut nutzen konnte. Er skatet gern, liest viel und hört gern Musik. Dementsprechend minimalistisch ist sein Zimmer geworden. Sein Skateboard hat jetzt ein neues Deck bekommen (das Teil, auf dem man drauf steht) und das alte wollten wir nicht einfach wegschmeissen. Nach einigem Überlegen haben wir es zum Bücherregal umfunktioniert. Es hängt jetzt über seinem Bett und er findet es schon ziemlich cool. ;)

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Es gibt natürlich auch die elektronischen Medien. Das liegt in der Natur der Dinge. Ein gesunder Umgang damit ist wichtig. Und wir haben das Glück, dass sie zwar auf DS und Co. zugreifen können (hier sieht man sogar noch ein Relikt aus alten Tagen), es aber selten und wenn, dann mit Ansage, tun.

Das, was an Spielzeug vorhanden ist, ist eine Ansammlung der vergangenen 12 Jahre. Gerade hier wird mir bewusst, wie schwer mir das Ausmisten und Innehalten gefallen ist. Und statt schon viel früher die Reissleine zu ziehen, habe ich dazu geneigt, Aufbewahrungsmöglichkeiten anzuschaffen.

Mit Sicherheit ist das eine grundsätzliche Tendenz in vielen überfüllten Haushalten. Stauraum schaffen. Aufbewahrungsmöglichkeiten finden. Statt einfach mal auszusortieren und die Dinge auf ihren Nutz – und Lieblingswert hin zu prüfen.

Ausmisten hat den positiven Effekt, dass auch die Kinder genauer hinschauen und Ziele formulieren lernen. Was erwarten sie selbst von ihrem persönlichen Lebensraum? Im Rahmen ihrer Möglichkeiten haben sie nämlich durchaus das Recht, zu entscheiden, wie ihr Zimmer aussehen soll. Sowohl was das Spielzeug als auch die Raumgestaltung anbelangt. Kleines Beispiel: die Farbe stand dieses Mal nicht zur Debatte, aber sie hatten jeder eine Wand, für die sie eine individuelle Tapete aussuchen durften. Ihr persönliches Stück Wand. Das Gefühl von „Ich darf hier mitreden!“ Wie die Möbel stehen sollen, wird grundsätzlich ebenfalls gemeinsam überlegt. Oder welcher Schreibtisch es sein soll. Ich möchte nämlich, dass meine Kinder es lange dort aushalten. ;) Die jetzt gekauften Möbel sollen halten, bis sie ausziehen. Sie sollen sie eine gute Lebensspanne begleiten.

Ah – da fällt mir ein – ein besonderes Thema sind auch „Aufkleber“. Kinder haben den unwiederstehlichen Drang, Aufkleber an die unmöglichsten Stellen zu beppen. Dann kannste den Schrank irgendwann entsorgen, denn welcher Teenager findet einen Schrank beklebt mit glitzernden Einhörnern, den Fußballern der WM 2006  oder mit bunten kleinen Fitzelstierchen noch zeigenswert? Aus diesem Grund haben wir das Aufkleben erlaubt – sie durften alles aufkleben: auf die Innenseite ihres Schranks. Das Thema hat sich erstaunlich schnell erledigt und richtet dort wirklich keinen Schaden an. :)

Am Ende bin ich also auch hier noch nicht. Es ist, wie in allen anderen Wohnbereichen ein Prozess. Hin zu weniger und dafür wert-voller. Weg vom Plastik. Schritt für Schritt …

PS. Kinderzimmerrevolution … Revolution per Definition durch Wiki:

„Eine Revolution ist ein grundlegender und nachhaltiger struktureller Wandel eines oder mehrerer Systeme, der meist abrupt oder in relativ kurzer Zeit erfolgt. Er kann friedlich oder gewaltsam vor sich gehen.“

Noch schlagen wir uns nicht. :D


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Umbrüche im Grünen! :)

Was ist wann wo zuviel?

Das ist ein zentrales Thema für mich! Nicht nur bezüglich dem Umgang mit Plastik und Vermüllung.

Generell gehen meine Überlegungen dahin, zu reflektieren und zu selektieren: was brauche ich, um mich wohlzufühlen? Vor einigen Monaten habe ich begonnen, das Haus auszumisten. Das geht mal eine längerer Zeit am Stück recht gut, kostet aber auf Dauer sehr viel Energie und Nerven. Ich fahre sehr gut damit, saisonal auszumisten und gezielt an den entsprechenden Stellen mein Hab und Gut zu minimieren.

Aber dennoch stellt sich mir immer wieder die Frage, wohin Minimalismus für mich zielt. Dabei habe ich festgestellt … ich unterscheide zwischen dem mir Nächsten, nämlich all die Dinge, die in den Schränken und Schubladen wohnen. Und die Dinge, die man gerne mal in Hamstermanier einkauft (gerade Duschgel war da ein echt gewichtiges Thema im Einkaufswagen).  Heute weiss ich: brauch ich nicht. Belastet mein Denken und Handeln viel zu sehr.

Dann sind da natürlich die Gegenstände, die ich aufbewahre, schlicht weil ich zu faul bin, sie zu entsorgen. O_o Schaut mal in unsere Garage …

Es gibt gefühlt also eine Million Dinge, die ich hier nicht brauche. Auch meine Mitbewohner aka Familie braucht sie nicht. Sammler und Jäger allesamt die Buben … So bin ich treibende Kraft in dem Bewusstsein, das Leben durch ein kleines Bißchen „Weniger“ lebhafter und vor allem zentrierter zu gestalten.

Jaaa … und jetzt kommen wir zum kleinen Dilemma in meiner Minimalismus-Welt (oder vielmehr meinem Weg dorthin).

Was ist mit den

Herzensdingen? Herzen-angelegenheiten? Herzens-wärmern?  Herz-allerliebstem? Herz-glücklichmachern?

Oder auch mit den Augenschmeichlern?

Erinnerung-bewahrern? Gedanken-gütern? Seelen-streichlern?

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Im Haus wie gesagt, kann ich inzwischen gut selektieren zwischen dem Notwendigen und dem Notverursachendem. Jetzt bin ich gestern den ganzen Tag im Garten gewesen und finde: wenn sich das Auge im Grün verliert, braucht es ein paar Brüche. Seltsamerweise stört es mich überhaupt nicht, wenn da einige Dekorationsstücke oder auch Umbrüche dazukommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht immer alles im Gesamten sehen muss, sondern mein Auge als Gradmesser für Herz und Seele und Geist fungiert und so  je nach Standpunkt die einzelnen wirklich rein dekorativen Gartenverschönerer sieht.  Vielleicht ist es auch gar nicht so viel. Gartenzwerge gibt es nicht bei uns, ich sag es nur mal … :’D Es sind mehr beruhigende Stängelchen, Kugeln und sowas, was sich liebevoll in die Beete und ins Gebüsch einbettet.

Und mein Herz hängt tatsächlich an alten Dingen. Genauso wie an fast vergessenen Worten. Ich mag es, wenn die Gegenstände, die mich umgeben, eine Geschichte erzählen können.

Gerne würde ich wissen, was für eine Geschichte mein neuestes Hab und Gut in sich birgt.

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Das kann man doch unmöglich wegwerfen, oder? Also – ich kann es nicht. Heute morgen hat es seinen Weg vom Sperrmüll (!) in der nächsten Straße auf unsere Terrasse geschafft. Ich habe die Waschschüssel gesäubert … und wenn ich weiss, dass es wetterfest ist, kommt es als Vogeltränke in den Garten. Ein kleiner Umbruch im Grünen quasi. ;)

Dawährend es sich einlebt, kann ich mich in der Garage austoben und sehen, was dort an unnützen und platzeinnehmenden Gegenständen so herumlungert. Versteckt und fast vergessen …

Fast …

 


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Trenn Dich!

Heute war ich mal wieder im Sozialkaufhaus. Ich tu mich schwer, Dinge einfach wegzuwerfen, obwohl sie noch ihre Funktion voll erfüllen. So kann ich also nicht einfach ausmisten. Denn: ich trenne mich zudem auch äußerst ungern. Nicht umsonst bin ich umgeben von so vielen Dingen des täglichen Lebens. Nützlich oder nicht sei mal dahingestellt.

Während ich also vor einigen Monaten noch dachte – wow – ist ganz leer geworden in der Küche, weiss ich heute: es geht immer noch was. Vorgestern abend habe ich mir nämlich diesen Film von einer Familie aus Hamburg angeschaut, die einen Monat ohne Plastik leben wollte und dabei erheblich ihre Giftstoffwerte im Körper verbesserte. Alles haben sie rausgeschmissen. Beim Zuschauen dachte ich nur: soviel Plastik besitzen wir gar nicht. O_o Und auch bei Familie Krautwaschl aus der Steiermark: ein Nachttischen aus Plastik mit einer Plastiklampe oben drauf??? Öhm … ich schätze, ich bin perse schon anders gepolt. Deshalb gibt es nicht ganz so viel auszutauschen. Wir leben hier viel in Holz und Metall und Stoff. Ich käme jetzt nicht auf die Idee, mich mit Plastikmöbeln zu umgeben. Noch nicht mal mehr auf der Terrasse … Aber gut.

Da bin ich durchs Haus gewandert: klar gibt es offensichtliche Plastikansammlungen. Im Bad und in der Küche. Dann gibt es verstecktes Plastik. In Kleidung und gemischt in Alltagsgegenständen. Nicht zu vergessen die Kabelage, die sich quer durch so ein Haus zieht. Es gibt Grenzen. Mein Anliegen ist nicht, komplett ohne Plastik auszukommen. Es muss familienkompatibel sein. Ich schätze mal, eine Reduktion ist schon mal ein guter Schritt.

Wenn mein Sohn sagt: „Mama, ich nehm gar keinen Joghurt mehr.“ ist das nicht im Sinne des Erfinders. Der Stracciatella-Joghurt war nicht seins. Der Kleine allerdings findet den Vanillejoghi total genial. So muss es Zugeständnisse geben.

Womit ich wieder in der Küche wäre. Ich habe zwei Backschüsseln, eine Salatschüssel, bestimmt sechs Brotdosen, Kinderteller, Becher und Brettchen entsorgt. Alles Plastik. Dazu noch Messer, Backpinsel, Kinderbesteck und Eierbecher. Ebenfalls hauptsächlich Plastik. Gegangen sind btw. noch eine Luftmatratze (selbstaufblasend), ein Toaster, ein altes Holzregal und unzählige Kochbücher und Co. Achja – nicht zu vergessen zehn Spiele und Puzzle. O_o  Und ich dachte, ich hätte schon reduziert. Am schwersten fiel mir, jetzt lacht nicht, mich von einem bestimmt 20 Jahre alten lilafarbenen Plastiksieb zu trennen. Unten schon leicht angeschmolzen. Oft benutzt, viel geliebt. Ein Erinnerungsstück. Das ist einfach aus dem Haushalt meiner Eltern mitgewandert. Aber ich muss sagen – genauso wie bei den Bodumeierbechern, auf die ich immer so stolz war und die ich direkt aus Dänemark importiert habe – nur der Gedanke hält mich auf. Das eigentliche Weggeben ist nicht schlimm. Ich KANN loslassen. Sehr gut sogar.

Im Bad hab ich weitergemacht … nachdem ich am Dienstag bei „Lush“ war und dort eine neue Welt entdeckt habe (und Karmakundin geworden bin :’D), stand der Inhalt unserer Regale ebenfalls wieder auf dem Prüfstand. Auch hier ging ein ganzer Müllsack. Manchmal braucht es einfach zwei Anläufe, um sich zu trennen. Aber die Luft, die der Raum und die Regale plötzlich haben, ist grandios.

Aber nun ist es wieder Zeit für den Garten … genug geräumt. Geht doch auch ein bißchen in die Sonne, hm. :)

 


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Projekt 52#2

Die letzte hessische Ferienwoche hat sich heute mit einem äußerst gammeligen Sonntag dem Ende zugeneigt. Morgen ist Schluß mit lustig und der Alltag hat mich wieder. Irgendwann ist es aber auch gut …

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… denn am Ende von drei Wochen Ferien ist das Wort „Mama“ schon etwas überstrapaziert. Meine Jungs waren in der Tat ein bißchen pikiert, als sie die Karte am Kühlschrank fanden. :’D Sei es drum. Sie sind jetzt in einem Alter, in dem mal mehr geht als „Maumau“ – und so haben wir einen Spielenachmittag mit „Zug um Zug“ gemacht. Schönes Spiel mit ein bißchen Nachdenken, Routen basteln, sich nicht den Weg abschneiden lassen. Lohnt sich. Mein Wochenausrutscher ist auch dabei: ein Tequila Sunrise. Hab ich aber wieder abgezappelt. Ich fotografiere übrigens sehr gerne Toiletten in Bars, Discotheken etc. … die Barbie zeigte mir den richtigen Weg in der „Panama Bar“ in MZ.

Und natürlich war der Keller eins meiner Themen in der vergangenen Woche. Kennt jemand von Euch vielleicht die „Auction Hunters“ auf DMAX? Also – ich gestehe, ich guck die ganz gerne. Der Blick in den Keller fühlt sich gewiss so an, wie der Blick, den Allen und Ton immer in diese ersteigerten Garagen werfen („Holy grab“). Und tatsächlich: ein paar Fundstücke waren dabei. Zwei alte Hobel und zwei noch ältere Bügeleisen. O_o Sowas gibt es in unserem Keller? Die hat mein Papa irgenwann mal erstanden und bleiben erhalten. Es war weniger ein Ausmisten (außer viel Altpapier – ich habe ein Faible für Kartons) als ein Umrangieren. Manchmal ist die Zuordnung ein und derselben Kategorie in eins statt fünf Regale schon hilfreich. *räusper*

Das Thema „Bücher“ und „Musik“ würde ich gerne beibehalten. Aber ich fotografiere nicht immer meine Bücher – lohnt nicht, da ich inzwischen großteils auf ebook umgestiegen bin. Aber es gibt immer noch vieles in Papierform, das ich nicht gelesen habe und was in meinem Schrank so steht. Das ist mein Projekt für 2014. Eine eigene Kategorie gibt es dafür, damit ich am Ende des Jahres endlich mal nachvollziehen kann, welche Buchstaben ich da so alle verschlungen habe. Angeregt von den Listen von Ken Takel von „awesomatik“ und Christof Herrmann von „Einfach bewusst“ habe ich diese mal angelegt in einer neuen immerwährenden Rubrik „Buchliste 2014“.

Ach stimmt, fast hätte ich es vergessen. Ich schaue ja ab und an mal in meine Statistiken. Ich finde es immer spannend, aus welchem Land meine Leser kommen. Oder steht da nur der Server? Ich kenn mich da nicht so aus. Aber in der vergangenen Woche habe ich – weiß der Bäcker warum – 27 Klicks an einem Tag aus der Schweiz bekommen. Wie geht das denn??? Das würde mich interessieren. :) Liebe Grüsse also an die Nachbarn, ich bin und lese gern bei Euch. ;)

Und nun. Euch einen guten Start in die neue Woche.


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Drübergestolpert …

Haha … ich hab grad wirklich schmunzeln müssen. Eigentlich bin ich ja schon im Keller. Aber wie das so ist mit den liebgewonnenen Routinen (vor allem in den Ferien) … tüdeldü. Erst mal einen Milchkaffee im Bett getrunken und dabei durchs Netz gesurft. Man weiss nie, was der Tag und die Welt einem so bringt. Und tadaaaa …

George Carlin redet über … naja – all den mistigen Krempel, den wir so unbedingt irgendwo brauchen. Ich für meinen Teil gehe jetzt in meinen Keller und stürze mich ins Abenteuer.

Und hoffe, wir lesen uns wieder … (sofern mich der Keller aus seinen Fängen wieder freigibt. :’D)


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Einfach!

Uiuiui – ich hab ja so einiges im Kopf. Es sammeln sich immer so viele spannende Projekte an, die ich entweder beginnen oder umsetzen oder erlesen will – oder ich bin schon mittendrin.

2013 war für mich das Jahr, in dem ich begann, mich intensiver mit den Themen Nachhaltigkeit, Einfachheit und dem Weg zum Minimalismus zu beschäftigen. Was kam dabei rum und wie geht es weiter?

Es ist – um es kurz zu machen – ein Riesenthema. Und irgendwie will ich das gar nicht. Der Weg hin zur Einfachheit und zum bewussten Leben in seinem eigenen Mikrokosmos (von der Rettung der Welt reden wir hier mal gar nicht) bedeutet: aufräumen. Müllberge an unbewusstem Einkaufsverhalten, Verschleudern von Ressourcen und Überdenken alter Strukturen sichten und sortieren und ggf. beseitigen. Yeap. Harte Arbeit. Ich bade im Schweiss …

Ich hab echt gedacht, einfach ist einfach. :(

Der Plan für 2014 ist allerdings, dass ich weiter daran festhalte. Wenn ich mich gerade so in meinem Haus umschaue, merke ich, dass ich vieles, was ich oder wir besitze(n), gut durchdacht ist. Anderes weniger brauchbar und die Dinge, die wir gar nicht nutzen, werden deutlich weniger. Raum für Raum für Raum. Und immer wieder neu und von vorne, bis hin zu einer optimalen und außerdem gemütlichen Nutzung all der Dinge, die mit uns leben.

Was habe ich schon geschafft?

Die Küche – ausgemistet. Sowohl was die Arbeitsgeräte als auch die täglich zu nutzenden Dinge anbelangt. Lediglich die Tassenfrage muss ich noch angehen. Seltsam, ich weiss nicht wie es Euch geht, aber ich habe einige Tassen, an denen mein Herz hängt, weil sie so so viele Erinnerungen bergen. Meine favorite Teetasse kommt aus London. Mit Wal drauf. Meine Lieblingskaffeebecher sind ausgemusterte Dunoon-Tassen, die mir mal Frau Gschwendtner geschenkt hat, als ich im Teeladen gearbeitet habe. Die Kinder lieben ihre Weihnachtstassen das ganze Jahr über – nur daraus trinkt sich warmer Kakao am besten … so geht die Liste endlos fort. Und alles, was am Herzen hängt, hat eine Geschichte …

Das Wohnzimmer – nun. Da ging einiges an Nippes den Weg alles Irdischen. Und was blieb, wurde gut verwahrt und zusammengefasst. Ich liebe Steine und habe diese beispielsweise in Gläser zusammengefasst. Ebenso gespülte Fliesen und Scherben, die ich am Strand fand. Und man muss wirklich überdenken, mit was man sich so umgibt. Es ist furchtbar unruhig, wenn überall ein bißchen was rumliegt. Unsere Bank (ihr erinnert Euch) ist nun schon seit dem Schubladen-Projekt im November leer. Und das macht mich stolz (jaaa – das macht es, ehrlich – auch wenn es eine Todsünde ist).

Das Frauenzimmer – ist nun ein gemütliches Frauenzimmer. Alle Kisten ausgeräumt und aussortiert. Sehr gut. Ich merke, dass es ein Zimmer zum Wohlfühlen ist, weil ich mich wesentlich öfter als früher darin aufhalte. Es beruhigt mich ungemein.

Der Kleiderschrank – was soll ich sagen. Ich habe schon einige Monate nichts mehr dazugekauft. Sinnloses. Das einzige ist ein Oberteil und ein Blazer für die Weihnachtsfeiertage. Ansonsten… ach – und nach dem Urlaub eine Jeans, weil ich ja aus allen rausgewachsen bin und mir eine von zweien … am Knie kaputtging. Okay – gut – also doch was gekauft. Aber weg vom Ohne-Nachdenken-Shoppen. Genau so wollte ich das. Und meinen Mann hab ich ebenfalls angesteckt. :) HA!

Die Bäder – ausgemistet und beruhigt. Das Ziel ist im Moment, alle doppelten und dreifachen Dinge aufzubrauchen. Rigoros. Ich muss muss muss weg von diesem Vorratsgehabe. Das tut doch gar nicht not. Schließlich ist nicht zu Erwarten, dass wir in einer Krise landen und plötzlich nichts mehr da ist zum Wohlriechen. Da bin ich noch dran.

Ja – ich weiss – ein Bereich fehlt. Und der ist dann wohl demnäxt dran, auch wenn ich mich fürchte. Wo gehen die Dinge hin, die nicht das Haus verlassen wollen? Die sich vor mir verstecken. Aus den Augen aus dem Sinn, quasi … na, die Klasse? Irgendjemand? Wer weiss es?

Der Keller!!! … und hier kann ich sagen: Fortsetzung folgt. Stay tuned. Bleibt dran. Ich tue es auch.

Dies ist nun ein kleiner Umriss vom Abriss. Ich werde das Thema weiterhin im Auge behalten und ab und an ein Wort darüber verlieren. Ab und an gibt es einen Lesetip dazu. Heute wäre das Frau Ding Dong. Schöner Blog mit interessanten Ideen. :)