Das Leben ist wild!


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Lebensfreude!

Seit zwei Wochen bin ich im Abnahmemodus. So richtig. Ernsthaft. Meine Ernährung habe ich eh schon in den vergangenen Monaten etwas umgestellt. Weniger Weizenprodukte, kaum Zucker, weniger Fleisch, so gut wie keine Wurst. So in etwa halt.

Im April habe ich dann mit Jillian „verflucht-sei-sie“ Michaels 30 Tage geshreddet. Sehr genial. Genial abartig schwitzmässig schwer. Zu Beginn. Aber es wird leichter. Merke: immer vorher auf Toilette gehen. Bei zwei Kindern und im gesetzten Alter von 43 sollte man nie niemals nicht den Beckenboden außer acht lassen. Die Jumping Jacks werden es einem danken. :’D

Aber irgendwie war ich nicht zufrieden. Und so kam noch im Mai eine anhaltende Challenge-Situation mit meinen Ex-WW-Mädels CL und Care Steen dazu. Mein Fitbit läuft gerade heiß – lieben Dank ihr zwei!!!

Und dann hab ich gedacht, dass kann es jetzt nicht sein. Und hab mich rigoros um meine Abnahme gekümmert. Weniger ist das Mehr! Und was soll ich sagen? Es läuft. So richtig gut. Ich fühl mich prima.

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Parallel dazu mache ich gerade eine Entgiftung – denn die Psoriasis geht natürlich nicht einfach mal so weg. Es ist ein Gesamtkonzept. Und es bringt mir ein großes Plus an Lebensfreude. Bewegung. Gesunde Ernährung. Viel lachen. Entspannung. Okay – und eine Höherdosierung der Hashi-Tabletten. :’D

Ich habe viel gelesen. Mich schlau gemacht über meine Krankheitsbilder. Sie jagen mir nicht mehr so viel Angst ein. Sie begleiten mich nunmal. Und alles dreht sich um den Darm. Alles. Ist er gesund, dann gesundet auch der Rest des Körpers weitestgehend.

Ich bin auf dem Weg! :D


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Es wird weniger!

Es gibt ja einige Facetten von mir. Und über alles zu berichten hat seine Zeit. Wie ich das alles nebeneinander oder miteinander laufen lasse, frag ich mich manchmal selbst. Das liegt an meinem Wassermann-Wesen: viele Ideen – chaotische Umsetzung. Wobei … ich finde, ich bin ein wenig weniger chaotisch. Das tut gut. Eine gewisse Grundstruktur hat ja noch niemandem geschadet.

Heute also ein kleines Update zum Thema „Weniger werden“. Bis Januar 2013 war alles gut. Die 25 abgenommenen Kilogramm haben mein Leben wesentlich erleichtert. Aber dann habe ich aus unerfindlichen Gründen (und dem ein oder anderen Stück Kuchen) bis Herbst wieder 10 Kilo zugenommen. Unverhältnismässig viel in kurzer Zeit. Jeder Versuch der Abnahme wurde torpediert und ich wusste, es ist gerade einfach nicht an der Zeit. An der Zeit war das Minimieren meines Hab und Gutes, das Reduzieren des Shoppingwahns als Ausgleichshandlung für entgangene Seelenstreicheleien. Zu Erkennen, wenn etwas aussichtslos ist, gehört nicht zu meinen Stärken. Ich bin stur. Aber in diesem Fall habe ich mal zeitweilig das Abnehmen ad acta gelegt und mich auf anderes besonnen.

Der Supergau an Weihnachten: die 70 überschritten. Himmel!!! Und ich hab mich wirklich am Riemen gerissen. Woran lag es also? Ich schieb vieles auf das Hashimoto. Mein Stoffwechsel ist ein Arsch. Echt jetzt. Sorry für die derbe Ausdrucksweise, aber da geht nicht viel. Es ist ein tägliches Überlisten und Austricksen, damit er auf Touren kommt. Meine L-Thyrox-Dosis liegt bei 100. Mehr muss ich nicht sagen, oder? :( Hab ich im Sommer noch 63 gewogen – lag ich Ende des Jahres bei 72. So sieht es aus. Ihr dürft geschockt sein.

Ich war es ziemlich. Und jetzt war endgültig klar, alles Rumhampeln hilft hier nichts. Ich muss der Sache auf den Grund gehen. Seit meine Heilpraktikerin mich dementsprechend akupunktiert, stagniert immerhin das Gewicht. Die Schilddrüse ist ein kleines Biest.

Seit zwei Wochen mache ich nun wieder konsequent Weight Watchers. Und es funktioniert. Ich bau das Ganze natürlich nach meinen Bedürfnissen um – so dass ich abends auf KHs verzichte und die Sattmacherportionen, die man da essen darf, die lasse ich auch meist in diesen Mengen wegfallen, aber ich esse gesund. Und das ist, was zählt. Und siehe da. 2 kg abgenommen seitdem. Hinzu kommt mit Sicherheit, dass ich die Süssigkeiten weiter konsequent weglasse. Täglich wandert abends eins von meinen „Tag geschafft“-Stäbchen von einem in den anderen Becher.

Alkohol trinke ich in Maßen höchstens am Wochenende. Mal ein Glas Sekt oder Rotwein. Ansonsten bin ich auch in diesem Bereich trocken.

Diese Süssigkeiten-Challenge ist ganz wichtig für mich. Wann immer ich mich langweilte, hab ich mir was Schokoladiges reingepfiffen. Und das tut einfach nicht gut. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich auf Entzug war in der ersten Woche. Ich hätte nicht gedacht, dass Zuckerentzug so heftig ist. Mir war permanent schwindlig, ich war unkonzentriert und streckenweise eine soziale Zumutung für mein Umfeld. So kotzbrockig war ich drauf. Langsam pendelt es sich ein und mir und den Menschen um mich herum geht es wieder gut. :)

Man kann sagen, ich habe mich auf den Weg gemacht. Endlich. Wurde ja auch Zeit. Denn eins möchte ich nicht mehr: zurück zu meinem Höchstgewicht nach den Schwangerschaften. Ab und an werde ich hier updaten. Denn es wird ein wichtiges Thema sein für 2014.

Für den Februar habe ich mich tatsächlich für die 7 Minutes Workout Geschichte entschieden. Ich frag mich jetzt schon, warum ich das tue. Aber wenn ich mich vier Wochen später sehe, werde ich wissen, warum. ;) Mein Mann macht das seit 2012 in abgewandelter Form und seit Dezember mit dieser App. Tja … was soll ich sagen. Respektables Bodyforming macht der Kerl. O_o *uiuiui*

So – und nun – ran an den Speck! :)


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Kalter Entzug!

Gerade eben fand ich mich nackten Fusses in der Küche wieder. In rasender Eile hab ich das Erstbeste gegriffen, was süss und gesund ist. Zwei Möhren. Schwupp – abgeschält und kleingeschnippelt. Innerhalb von zwei Minuten war der Drops gelutscht  der Käs‘ gerollt.

Die Entscheidung, die ich im Bad treffen wollte: Zähne putzen und ins Bett krabbeln und lesen oder in die Küche flitzen und essen … war in sekundenschnelle getroffen. Hatte ich noch gar nicht zu Ende gedacht und schon das Messer in der Hand. So entstehen also Affekthandlungen. o_O

Wisst ihr, ich habe gewusst, dass es nicht einfach für mich ist. Ich bin kein jahrelang in Selbstdisziplin (naja – ein bißchen schon, sonst hätte ich nicht 25 kg abgenommen) geübter und dem Verzicht geneigter Mensch. ES IST SCHWER! SCHWER! SCHWER!

Heute kamen unmissverständlich die ersten Symptome des kalten Entzuges: Kopfschmerz bis hin zur Übelkeit und eine Wahnsinnslust auf Essbares. Ich hatte heute abend solchen Hunger, dass ich dachte, mein Blutzuckerspiegel ist eine Achterbahn. Und ihr wollt mich gar nicht erleben, wie ich bin, wenn ich Hunger habe. Da hilft ehrlich gesagt auch kein „Snickers“ mehr.  Da nutzt auch der leckerste Schoko – Tee nix mehr.

Das schreibt dann mal eben keiner:

Die dunklen Seiten des Verzichts. Das Gefühl, dass sich einstellt, wenn einem etwas vermeintlich Essentielles im Leben fehlt. Mistschokolade. Verklagen sollte man diesen Industriezweig für das hemmungslose Herumschleudern von suchtgefährdenden Lebensmitteln. HA!

Und was ess ich??? Ich esse Möhren! Um zehn Uhr abends. Im Bett. Und hacke wie ein wildgewordener Hamster auf der Tastatur herum. Immerhin haben die Kopfschmerzen nachgelassen, nachdem ich mir eine Tablette eingefahren habe und eine ordentliche Portion Nudel-Spinat-Tomatenauflauf eingefahren habe.

Aber egal; der Tag ist fast rum – ich bleibe dran!!! Eins frage ich mich allerdings … jetzt bin ich niemand, der überall und alles in seinem Mahlzeitenverhalten so konzipiert, dass es mit Glutamat oder zuckerhabenwollenden Stoffen verfeinert ist. Es ist nur die Schokolade. Was machen denn dann Menschen, die weniger gesund leben als ich? Die im Zeitalter von Convenience fast ausschließlich Tütennahrung zu sich nehmen? Fast Food Freaks? Zucker – im – Kaffee – Trinker? Jaaaa – auch die!

Gerade habe ich die Idee, ob ich nicht am Montag mal herumexperimentieren sollte und naturbelassene Müsliriegel herstellen könnte. So als Ersatz. Auch gebackene Bananen find ich spannend – gerne mit ein klitzekleinwenig Honig. Unsere Nahrung gibt schon einiges her – man muss es nur entdecken.

Aber nun ist mein Möhrchentellerchen leer und ich bin wieder einigermassen genordet. Mal schauen, für wie lange … es verspricht durchaus noch spannend zu werden.

Zuckersucht???

Nein – ich glaube nicht, dass ich zuckersüchtig bin. Ich möchte ja auch nicht allumfassend darauf verzichten, aber so gesehen ist der Löwenanteil der gezuckerten Ernährung bei mir in Sachen Schokolade zu verzeichnen. Und es ist schon ziemlich beeindruckend zu sehen, was passiert, wenn dieser Löwenanteil plötzlich komplett wegfällt.


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Wie isst sich’s denn so?

Vielleicht ist es an der Zeit, zurückzublicken.

Wie läuft dieser Sommer so essenstechnisch? Nun – ehrlich gesagt, so bescheuert wie fast jeder Sommer essenstechnisch läuft. Nur, dass ich geneigt war, weil ich WW so bocksatt hatte, auf einen anderen Zug aufzuspringen.

Ich entferne mich allerdings ziemlich von meinem Final. Anders kann man es nicht nennen. Während der vergangenen Wochen habe ich mich sehr kohlehydratarm ernährt. Ich habe Brot, Nudeln, Kartoffeln und all die bösen, bösen KHs weggelassen. Das geht zwei Wochen gut, dann fällt die Laune ins Bodenlose. Mein Körper merkt wohl positiv an, dass es mir gut tut, mich nicht mit Lebensmitteln vollzustopfen, die wie Wackersteine im Magen liegen. Aber meine Laune steigt deshalb nicht wirklich. Und noch blöder: mein Gewicht sinkt dadurch ebenfalls nicht wirklich. Ich halte. Was ja immerhin schon mal gut ist.

Die Empfehlung meines Tagesbedarfs an Kohlenhydraten liegt bei 240 g pro Tag. So in etwa. Lasse ich alle offensichtlichen Kohlehydratlebensmittel weg, joah … dann komm ich immer noch auf eine gute Tagesmenge. Mir war gar nicht bewusst, was alles wie viel von dem Zeuch enthält!!!

Was es ist, was mich zweifeln lässt an all dem Gedöns? Da kommt einiges zusammen. Schon bevor Casta sich herzhaft Luft gemacht und den Schlussstrich gezogen hat, ob der ganzen Abnahmegeschichte, lauerte ein kleines Männlein in mir und nagte an dem, was ich tat. Das kann doch nicht wirklich der Weisheit letzter Schluß sein, was ich mir hier antue? Mal ehrlich. Ich esse schon so lange nach WW – und das ist von all den kuriosen

Ernährungsumstellungsichheissegarnichtdiätgeschichten

noch die angenehmste Sache. Wie ich schon mal erwähnte (und es wahrscheinlich noch in zig weiteren Blogs mir selbst und anderen eintrichtere): ich möchte so gern aus der Vielzahl der Möglichkeiten etwas finden, was zu mir passt und bei dem ich mich nicht gegängelt fühle. Ich weiss doch, wie es geht. Himmel!!!

Eben habe ich eine Reise durch alte WW-Zeiten angetreten. Was ist da viel passiert… Ich darf manchmal nicht drüber nachdenken.  Einige sehr wichtige  Blogeinträge haben mich grad auch wieder ein bißchen umgehauen. Ich habe dort einen Teil meines Lebens der vergangenen zwei Jahre gelassen … es hat mich bewegt und verändert. :'( Aber mein Weg ist inzwischen ein anderer. Das weiss ich. Mein Problem ist lediglich, dass ich so weich und sentimental bin. Manchmal kann ich nicht glauben, wie sich alles verändert hat … und ich mein jetzt nicht mal mein Gewicht.

Das mit dem Gewicht war so: ich hab verdammt hart gekämpft. Diese ganzen Challenges und Wetten … dieser Austausch, das Seelenstreicheln, wenn es nicht geklappt hat. Irgendeinen gottverdammten Sinn muss es doch gehabt haben. Ich kann doch nicht hier stehen und den Rückzug antreten? Zurück auf Ü80??? Nix da. Lieber wander ich aus. Jetzt ist der Sommer vorbei und ich weiss, im Sommer hat das noch nie gut geklappt. Der Winter kommt und ich muss – ganz alte trix – mit kleinen Zielen anfangen. Und ich muss sie wohl auch aussprechen … sonst drücken sie mich nicht.

1. Besinn Dich! Hör auf Dein Herz und nicht auf Deinen Magen. Ich brauche all das Futter nicht. Mir geht es nicht schlecht. Und ich bin auch nicht am Verhungern. Es tut nicht Not, alles Essbare hineinzustopfen.

2. Entrümpele weiter! Für Hermine: wenn Deine Umgebung geordnet ist, dann kommst auch Du zur Ruhe. Irgendwie hindert uns ein aufgeräumtes Zuhause am Futtern. Es passt nicht zusammen. Außerdem kannst Du Dich dann auf andere Dinge konzentrieren. Vielleicht ist es aber auch,so, dass wenn Du aufräumst, Du keine Zeit zum Reinstopfen hast. ;) Hier ein Link dazu.  Karen Kingston hat sich wohl ziemlich damit befasst – sie wurde in einem Buch, das ich gelesen habe, dazu aufgeführt.

2. Nicht allzu viel Schnickschnack. Bleib Deinem „ich“ treu. Je natürlicher Du isst, umso einfacher wird es. Was nutzt uns eine Obst – Diät, wenn wir Obst ein Leben lang ungern gegessen haben?

3. In Maßen. Sag ich ja immer. Man kann fast alles essen. In Maßen. Mit Genuss. Aber eben nicht immer und in jeder beliebigen Menge.

4. Du musst es wollen. Ich glaube, das ist der Knackpunkt. Solange ich es nicht wirklich will und solange mir mein Gewicht nicht weh tut, wird sich nichts ändern.

5. Kleine Ziele. Richtig. Nicht den großen Berg. Hey – ich bin Beppo!!! Nur ein wenig. Also: im September möchte ich die 65 dauerhaft vorne sehen.

6. Realistisch sein. Ich will ja nicht spindeldürr sein. Ich möchte in einem für meine Größe und meine Proportionen guten Bereich. Das Fenster sieht so aus: 60 – 63kg. Passt.

7. Bleib entspannt. Bleib entspannt. Bleib entspannt. Aber damit meine ich nicht, werd nachlässig. Nee, nee, nee.

So – und nun dreh ich mich wieder auf die Seite mit meinem ebook-Reader … und kuriere mich aus. Diese Surferei durch die WW-Seite, meinen und andere für mich wichtige Blogs hat mich so nervös gemacht, dass ich einfach mal schreiben musste. :)


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Eingeschlichene Dekadenz!

Es gärt und arbeitet und beschäftigt mich intensiv. Während der letzten Wochen habe ich immer mal wieder in Blogs zum Thema „Nachhaltigkeit“, „Überfluss“ etc. gelesen. Man kommt zwangläufig dazu, seine Gewohnheiten zu überdenken. Außerdem habe ich immer noch das „Happiness Project“ von Gretchen Rubin neben meinem Bett liegen, das mich immer wieder einfängt. Mein Leben ist Veränderung. Permanent.

Parallel Im Einklang dazu habe ich den Versuch gestartet, mein Essverhalten (wieder einmal) zu überdenken. Ich esse seit zwei Wochen achtsam  aufmerksam. Viel Gemüse, gute Nahrungsmittel, wenig Rumgestopfe (bis Weihnachten isses ja noch a weng).

Und ich muss sagen, dieser Funke der Achtsamkeit dehnt sich plötzlich auf alle meine Lebensbereiche aus. Ich schaue mich im Haus um und denke: „Mist, Mist, Mist!!!“ Millionen Kleinteile. Es ficht mich an, wie es einem Vier-Personen-Haushalt gelingen kann, das Haus so vollzustopfen. Aber zurück zum Anfang.

Wiki sagt:

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen – Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.

Ein alltagssprachliches Begriffsverständnis, das aussagt, dass etwas noch lange Zeit andauern, bestehen, nachwirken oder sein kann bzw. soll, nachdem es gebaut, begonnen und/oder in Bewegung gesetzt wurde. (ichfüge: „gekauft“ hinzu – ich dehne ja gern die Begrifflichkeiten und das allgemeine Verständnis dafür)

Überfluss bezeichnet den Zustand, dass eine Menge von etwas, die viel größer ist als der Bedarf, vorhanden ist. (Mein Sohn würde jetzt sagen: „bei Lego muss das so sein!“)

Wisst ihr, der Gang über die Alpen vor ein paar Wochen war sehr prägend für mich. In sechs Tagen unterwegs mit einem 7-Kilo-Rucksack. Da war nur das Notwendigste drin und mir hat nichts gefehlt. Okay – es war wirklich eine sehr minimalistisch angelegte Reise und auf einem 3000m-Pass braucht man tatsächlich wenig Schnickschnack, aber dennoch. Wieso sollte es nicht auch hier gehen? Ein Blick zur Seite zeigt mir eine überflüssig große Menge an Weingläsern aller Coleur. Der Blick nach vorne streift mein Wohnzimmerbücherregal … zu viel. In die Küche gehe ich jetzt nicht. O_o Aber ihr könnt Euch vorstellen, was ich meine.

Wie erwähnt – es gärt. Aber mir ist klar, dass ich sofort in die Wüste geschickt werde, wenn ich jetzt anfange, alles rauszuschmeissen und das Haus zu entrümpeln. Ich fange wohl besser klein an. Alles auf einmal verdirbt ja zudem die Lust. ;)

Jede Woche drei – zehn Teile. Ist das machbar?Jede Woche etwas überdenken, analysieren, kategorisieren (brauchbar, haltbar, langlebig, mülltonnig) und auf seine „Liebenswertigkeit“ hin erfühlen, erleben, erspüren. Ist ja auch wichtig. Denn vieles, was ich besitze, hat einen ideelen Wert für mich. Hat nichts gekostet, ist einfach da. Evtl. mein Leben lang. Da kann ich mich doch nicht jetzt ratzfatz trennen. Anderes ist einfach so ins Leben getreten. Schwupp – da wars. Vielleicht sollte ich … ah … wieder ein Gedanke fürs „Liebling, wie war die Woche?“ – Projekt.

Auf jeden Fall ist der Gedanke dieser sich bei mir eingeschlichenen Dekadenz im Alltäglichen einer Überprüfung wert. Wie steht es bei Euch damit?

PS. Kleiner Nachtrag. Ich werde nie ein Minimalist, Purist oder etwas in der Art sein, aber manchmal geht mir der ganze Pröll einfach auf die Nerven. Zuviel von allem. Aber zu wenig wäre mir definitiv auch zu unheimlich. Die Gefahr des Klinischen wäre mir zu groß. Ich lebe ja. Und zu leben bedeutet ein Stück weit Vielfalt und Unordnung.

Vielleicht mag ich deshalb die Zeit im Wohnwagen ganz gern. Alles in klein!


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Der Tag des Huhns!

Es ist immer schlecht, wenn man aufwacht und die vorgenommenen Dinge schon vorm Frühstück scheitern. So wollte ich heute morgen gemütlich meine Molke trinken. Aber – wie ihr wisst, ich bin ja jetzt auf LCHF! Tja … und Molke, man sollt es nicht glauben, hat soviele Kohlenhydrate, dass mein Tagesbudget sich innerhalb von  wenigen Minuten ins Exorbitante katapultiert hätte. Also – fiel die Molke aus. Also – nichts mit lange rumgammeln. Hopp in die Klamotten und in den Supermarkt.

Und was frühstückt man, wenn man sich so gar nicht damit auseinandergesetzt hat und auf der sicheren KH-armen Seite sein möchte? Richtig!!! EIER! Das hat gestern geklappt, das nehm ich auch heute wieder. Glücklicherweise wissen wir ja neuesten Forschungen nach, dass der Cholesterinspiegel nicht nach oben schnellt, sollten wir mal ein paar Eier zuviel intus haben. ;)

Und wie das so ist – weil ich ja doch mit allem heute zu spät war, ist auch ein geplantes Mittagessen ausgefallen. Meine Buben keinen rechten Hunger entwickelt haben (naja – Frühstück gibt es meist erst gegen 11.00 Uhr in den Ferien. Es geht alles etwas langsamer.)  Ich weiss ehrlich gesagt gar nicht, wieso ich mir nicht eine Gemüsepfanne gemacht hab – die Zutaten hierfür hatte ich wohlweislich auch mit in den Einkaufswagen gepackt.

An dieser Stelle grüsse ich mal innigst die Braut, die sich nicht traut. Denn ganz spontan hab ich beschlossen: ich könnte ja das Rezept für die gefüllten Eier ausprobieren. War sehr lecker – aber der Philadelphia Doppelrahmstufenkräuterfrischkäse hat mich ein bißchen aus den Socken gehauen und ich fühlte mich die letzten drei Stunden ein wenig wie es unser Supertabman schon beschrieben hat. Bißchen kollerig im Magen.

Leute – so kann das nicht schon gleich von Anfang an losgehen. Irgendwie muss ich doch mal Herrin des Chaos werden. Ab morgen geht es gesittet vonstatten. Während der vergangenen zwei Tage hat es ja auch schon prima geklappt und ich habe durchs Stöbern im Netz zwei excellente Aufläufe gefunden, die super-lcfb-konform sind. :) Ich bin zuversichtlich.

Einfach ist die ganze Sache jedenfalls nicht. Es ist gar nicht so einfach, die guten kh-armen Lebensmittel zu greifen. Gestern – mein allererster richtiger LCHF – Tag – hat meine Bilanz mir gesagt, dass ich knapp 30 KH zu mir genommen habe. Ich habe nicht schlecht gestaunt. Klar – betriebsblind wie ich vorübergehend war – dachte ich, ich esse einfach das, was gängigerweise in die Kategorie Eiweissprodukte fällt. Sprich: Joghurt, Milch, Fisch, Fleisch, Eier … und die neutralen Lebensmittel wie Gemüse und Salat. Kann in die Hose gehen, wie ich jetzt weiss. Zum Abnehmen ist ein Limit von max. 30 – 50 KH pro Tag wohl ganz gut. So genau hab ich es noch nicht geblickt. Allein mein Milchkaffee hat schon 10! Tja … da weisste mal schnell, wo der Frosch und so weiter. :’D

Alles nicht so easy. Ich bleib dran, denn im Moment hab ich noch viel Spaß dran. Es ist immer aufregend, sich in eine neue Materie einzuarbeiten. Vielleicht hab ich gerade das gebraucht, nach langen Jahren ww-Treue. Es prickelt und es treibt mich an. Gut so!

Ich stand übrigens gestern morgen tatsächlich auf der Waage. 66 kg. *schäm* Ich weiss, ist immer noch gut. Aber für diejenigen, die zum ersten Mal von mir lesen. Ich habe 25 kg abgenommen und war schon bei gesunden U60. Mich packt die Angst, wieder zurück ins alte Leben zu stolpern. Und das möchte ich nicht. Ich möchte agil und gesund bleiben und nebenbei als kleiner Effekt, ich geb es zu – schaut es auch noch gut aus. Es tut mir gut.

Wenn ich das mit dem neu installierten Snip-Programm hinkriege, schieb ich noch meine Tagesbilanz von gestern nach. :)