Das Leben ist wild!


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Aufs Huhn gekommen!

„Wessen Idee war das denn?“ – „Na – da fragst Du noch??? Meine! :’D“

So oder ähnlich sind die Reaktionen, wenn die Leute hören, dass wir Hühner halten möchten. Noch dazu in einer Wohnsiedlung. Die meisten reagieren sehr positiv und wollen natürlich auch gleich ein paar Eierchen von unseren voraussichtlich glücklichen Hühnern.

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Quelle: Pinterest

Nachdem ich nun fast ein Jahr mit der Idee schwanger gegangen bin, hat sich das ganze Projekt im Laufe des letzten halben Jahres manifestiert: konkret einen Hühnerhalter mit kleiner Aufzucht ausfindig gemacht, die ersten Hühner im fremden Garten besichtigt, den Stall ausgewählt und und und …

Und weil ich gerne gelbe Zwergwyandotten haben wollte, hat es eben seine Zeit gedauert. Aber gestern war es endlich soweit. Dotti, Theodora und jetzt auch Emma („Mama, die ist so schüchtern, das ist Emma!“) und das Hühnchen Nr. 4  (manchmal müssen Namen sich erst finden, bevor man weiß, dass sie passen) sind eingezogen. „Eineiige“ Vierlinge. Bildhübsch, aber noch nicht vor die Kamera zu kriegen, weil immer eine Leiter die Sicht versperrt. Wobei – das Huhn, dass die Zügel fest in der Hand hat, ist mit aller Wahrscheinlichkeit Dotti. Die weiß, wo es langgeht. Oder – wo das beste Körnchen zu finden ist.

Deshalb also müsst ihr Euch gedulden! :) Ich weiss – außerdem habt ihr noch was anderes hier erwartet, aber auch da müsst ihr Euch gedulden, bis das Licht so stimmt, dass ich die kleine Rennziege gut ablichten kann. :’D

Was wäre das Leben denn ohne Überraschungen?

Positiv ist, dass die Ladys quasi alles an Grünzeug futtern, was sich an Biomüll ansammelt. Gestern gab es Zucchinispaghetti und ich hab erst überlegt, dass ich aus den Zucchiniresten noch eine Gemüsepfanne zaubere, mich dann aber entschlossen, es den Damen zu geben. Beim Reinlegen dachte ich noch: „Diese Stücke kriegen die nieeeee niemals nicht weggefuttert …“ – wurde aber eines besseren belehrt. KEIN KRÜMEL ist übrig geblieben. O_o

Für mich Abfallvermeiderin natürlich eine grandiose und nützliche Sache!!!

Und ich kann Euch sagen, es wird viel Gemüseschalengedöns anfallen, denn ich esse derzeit fast nichts anderes. Was ebenfalls den positiven Nebeneffekt eines Gewichtsverlusts von fast 5 Kilo mit sich gebracht hat.

:) Ich freu mich!

 

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Neues aus Uhlenbusch!

Oder vielmehr aus den Gärten des imaginären Landfleckens. Na gut – aus meinem Garten! Und was die anfallenden Arbeiten anbelangt: alles andere als imaginär.  :D

Ich war nicht untätig während der vergangenen Wochen. Doch es fiel mir schwer, aus meiner Winterlethargie herauszukommen. Die Finger wollten nicht über die Tastatur fliegen.

Doch wer hätte gedacht, dass ausgerechnet meine Idee eines Hochbeets und die Firma Tetra Pak zusammenkommen? Ist so.

Tetra Pak hat im Wesentlichen die Bestandteile meines Hochbeets geliefert. (Ich muss mich jetzt mal outen – mein Mann arbeitet („ausgerechnet“ – werdet ihr jetzt rufen) dort.) Und zwar in Form von alten Europaletten, die ansonsten auf dem Müll gelandet wären.

„Recycling lebt vom Mitmachen“

Die Idee eines Hochbeetes spukte mir schon lange im Kopf rum und wie ihr Euch vielleicht erinnern könnt, waren mir da nur zwei alte verknorpelte Rosenstöcke im Weg, die gescheit zu pflegen ich nicht in der Lage war. Ich habe tatsächlich jemand gefunden, der sie mir ausgebuddelt hat. War wohl doch nicht so schwer. ;)

In unserer Familie ist es meist nämlich so: ich habe die Idee und ausgeführt wird das Ganze bis zu einem gewissen Grad von meinem Mann. Wenn man es genau nimmt, bin ich nämlich handwerklich gesehen eine ziemliche Betriebsbremse.

Aber für die Handlangertätigkeiten reicht’s grad noch. Also habe ich mich mit meinem Mann nach der Arbeit am Müllcontainer von Tetra Pak getroffen und erlaubterweise durften wir uns dort bedienen.

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Die Paletten hat mein Mann erst mal auseinandergenommen, um sie nachher passgerecht zusammenzu“tackern“. Das Gerüst für mein Hochbeet ist ca. 2.10 m lang, etwas mehr als armtief und ca. 80 cm hoch.

Während mein Mann nun also das Gerüst fertiggestellt hat, habe ich mich um das Innenleben gekümmert und die Büsche im Garten geschnitten. Wie gehört das jetzt wieder zusammen? Die optimale Zeit zum Anlegen eines Hochbeetes fällt mit dem Heckenschnitt entweder im Herbst oder im Frühjahr zusammen. Denn nur dann kann man mühelos diesen doch riesengroßen Korpus irgendwie auffüllen. Erstaunlich, was da so reinpasst. O_o

Wenn man ein haltbares Hochbeet, das für einige Jahre konzipiert ist, anlegen möchte, kommt man nicht gänzlich ohne Plastik aus. Leider. So haben wir also den Boden des Gerüsts (es ist nach unten hin offen) mit Hasendraht ausgelegt. Die Innenwände sind mit Teichfolie verkleidet. Hier musste ich einfach abwägen, wie lange ich das Beet halten möchte. Und ich muss ehrlich sagen, ein schnell verrottendes Gerüst war mir in diesem Fall nicht so recht. Alternative Tips zur Innenverkleidung nehme ich gerne fürs nächste Beet an. :)

Okay … also nun zur Füllung. Den anfallenden Reisig habe ich etwas austrocknen lassen und dann zur Drainage als Grundmaterial ins Beet gefüllt (ca. 30 cm). Die zweite Lage besteht aus gehäckseltem Reisig (ebenfalls ca. 30 cm). Das Ganze sackt ein … macht Euch also keine übertriebenen Hoffnungen auf eine schnelle Füllung. Es folgte eine Schicht Holzspäne und abgeschnittene Lavendel“abfälle“.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um zu sagen, dass die Tomaten und der Salat, der hier wächst, quasi geadelt sind. :’D

Der Pferdemist stammt direkt von einem Halbbruder Totilas‘, einem weltberühmten Dressurpferd. Könnt ihr gerne nach googlen.  Naja … aber am Ende geht es Königsfamilien wie allen anderen gleichermaßen, was die Bedürfnisse so anbelangt und so ist also eine gute Fuhre Pferdeäpfel direkt in mein Hochbeet gelangt. Nicht zu viel, da es kein abgelagerter Mist war … sonst gibt das Zeux zuviel Ammoniak ab, was wiederum nicht gut für die kleinen Pflänzchen ist. ;)

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In diesem Stadium des Beetaufbaus zeigt sich dann die eheliche Liebe zueinander. O-Ton meines Mann, als der stinkende Mist im Auto lag:“Hätte ich vor vier Jahren mal gewusst, dass in unserem neuen Auto Mist gefahren wird …“ Der Wind zauste uns durchs Haar – bei geschlossenem Fenster ist so eine Fahrt nämlich unmöglich zu bwältigen. :’D

Den Abschluß und damit die letzte Füllung des Beetes bildet dann die Muttererde.

Ach was hatte ich Träume und Ideen, was alles im Hochbeet wachsen sollte … Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Zucchini,  Salate, Mangold, Möhren, Radieschen und Erdbeeren natürlich auch. *Räusper* Nach dem Setzen von sechs Mangoldpflänzchen wurde dann auch mir klar, dass das ein Wunschdenken ist und man lieber klein anfängt.

Jetzt wachsen dort Mangold, Eisbergsalat (weil der nur in Folie zu kriegen ist) und Erdbeeren. Eine kleine Reihe ausgesäter Mohrrübchen werden heiß erwartet. :) Und nur mal so: wenige Ableger davon. Jedes kleine Pflänzchen wird mit Liebe, Geduld und Wasser auch mal eine GROßE Pflanze!!! Nicht vergessen. Die brauchen einfach Platz, um gescheit zu wachsen.

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Das Ganze ist ein urbaner Feldversuch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Stück weit hin zum eigenen Anbau.

Mein Mann ist fasziniert … die Kinder ebenfalls …

und ich? Ich träum inzwischen weiter. Vom Hühnerstall. Denn den soll es ja auch noch im eigenen Garten geben. :)

 

Einfach – nachhhaltig – besser leben!
Einige Bloggermädels haben eine Blogparade gegründet, so dass ihr diesen Beitrag aktuell neben vielen anderen Posts zum Thema „Upcycling“ auf dieser Seite finden könnt: Zwischengeflecht


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Mit Bedacht!

Erschrocken fährt meine Hand von der Suppenkelle weg. Sanft lege ich den Deckel wieder auf den Topf. Mein Mann guckt mich mit großen Augen an. „Ups“ hauche ich.

Mein Vorsatz ist ja für den Jänner, nicht nachzunehmen. Das ist – um es mal salopp zu sagen – mistigschwer. Wenn es doch so lecker schmeckt. O_o

Und wenn ich dann genau in mich hineinhorche, dann weiß ich sehr wohl: ich habe oftmals keinen Hunger. Es ist die pure Lust am Essen.

Warum ist Essen ein so zentrales Thema für viele Menschen (außer, dass wir es zum Überleben benötigen)? Ich kann mich noch nicht mal damit entschuldigen, Heisshungerattacken (Binge Eating) zu bekommen. Oder Frustessen. Nee – eher Lustessen. Ich esse mit Lust und wenn es schmeckt, dann geniesse ich das sehr. Bis ich platze.

Und dann ist es leider-leider kein Genuss mehr.

Ich fürchte, mein Leben wäre nicht wirklich erfüllt, würde ich mich nur von Rohkost ernähren. Mal ehrlich: kleingeschnippelte Möhrchen sollen mich mit auf eine kulinarische Reise nehmen? Täglich am End? Oh wei – wo soll diese Reise nur hingehen? Ein fluffiger Kaiserschmarrn … eine dunkle Sauce über zartem Fleisch, die die Geschmacksknospen aufgehen lässt, ein zauberhaft zubereitetes Gemüsegratin (oh ich liiiiiebe Gratins). Okay – davon lasse ich mich nur zu gern verführen. :)

leckeres Gemüsegratin ... mal nicht überbacken. :)

leckeres Gemüsegratin … mal nicht überbacken. :)

Wer langsamer isst, hat mehr davon! Tja – ich schätze, das ist der Knackpunkt. Ich bin zu ungeduldig und möchte die Welt in mich aufsaugen. Und stellvertretend dafür „sauge“ ich meine Mahlzeiten auf. Ohne auf Textur und Geschmack zu achten. Und versuche mich zu retten, in dem ich eine zweite Portion auflade.

Gut, bei Gemüse ist das nicht wirklich schlimm. Doch wenn wir ehrlich sind, ist es ja das eher ungesunde, was wir uns gern ein zweites Mal einverleiben. Wenn wir langsam essen, geben wir dem Körper die Chance, all die guten Lebens-Mittel, die da vor uns liegen, bewusst wahrzunehmen. Vorzunehmen. Aufzunehmen.

Seit ein paar Wochen habe ich die Fleischzufuhr erheblich heruntergefahren. Ich esse gerne Fleisch. Aber ich gehe den Weg dahin, es bewusster zu tun. Es ist ein Lebens-Mittel geworden, dass nicht mal eben in den Einkaufswagen fällt. Und es macht mir Spaß, mit gemüse“lastigen“ Gerichten zu experimentieren. Herauszufinden, was es braucht, damit mir das Fleisch nicht fehlt (als Sattmacher im kleinen Bäuchlein). So gibt es Gerichte, da muss ich nachnehmen. Da komme ich nicht um eine zweite Portion herum, denn ich fühle mich nicht gesättigt. Sehr lecker das Ganze, aber satt machend nur wenig.

Und es gibt Gerichte, die erfüllen mich voll und ganz. Jede Faser meiner Seele wird angesprochen und jede Genusszelle angeregt. Mein Bäuchlein ist voll. Und ich fühle mich warm und gesättigt. Kennt ihr das? Oder ist das jetzt blöd ausgedrückt?

Mit Bulgur gefüllte Aubergine mit Tomatentopping. Das erste Mal, dass ich mit Zimt gekocht habe. O_o

Mit Bulgur gefüllte Aubergine mit Tomatentopping. Das erste Mal, dass ich mit Zimt gekocht habe. O_o

Um also für den Rest des Monats die „Kein Nachschlag-Challenge“ gut hinzukriegen, braucht es also etwas mehr. Sonst schaff ich das nicht.

  • langsam essen. Ich muss mir Zeit nehmen. Es hektikt mich niemand, ausser ich mich selbst. Man sollte mindestens mal 20 Minuten an einer Mahlzeit sitzen. Macht das mal. Stoppt mal für Spaß Eure nächste Mahlzeit. Jaaaa – da guckt ihr!!! Gar nicht so einfach.
  • Einfach mal öfter kauen. Pausen machen. Besteck ablegen. Sich Zeit nehmen. Okay – bei Suppe wird es schwierig. Aber sonst …
  • Das mache ich eh nie (oder sehr selten) – aber man kann im Grunde nur eins tun und sich darauf konzentrieren. Also bitte nicht vorm Fernseher, mit Zeitung oder Buch in der Hand oder beim Telefonieren essen. Immer eins nach dem anderen. Alles hat seine Zeit.
  • Den Wert des Gekochten schätzen. Wie jetzt das? Nunja – ich kaufe ja viel auf dem Markt und eher hochwertig. Das sollte ich mir bewusst machen. Das Lebens-Mittel schätzen, dass dort vor mir auf dem Teller liegt. :)

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich nun in die Küche. Ich krieg irgendwie Hunger. :D Wollen wir doch mal sehen, was es Leckeres gibt.

Aber eben auf eine bedachte Art.


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Umgesetzt! Noch eine Nachlese …

Okay – aus morgen wurde übermorgen. Aber so ist das manchmal mit dem wilden Leben. Der reale Teil will einfach immer irgendwas von einem. ;)

Doch heute gibt es eine Nachlese zum Thema „Plastikmanagement – die Umsetzung“! Hier geht es vor allem um den Küchenbereich!

 

Was hat sich konkret verändert?

Der große Plastikproduzent wohnt im Supermarkt. Dieser hinterlistige Kerl steckt so gut wie überall. Überall? Nein – es gibt durchaus einige sehr gute Alterntiven. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich heutzutage in unseren Kühlschrank schaue.

Kühlschrank

Ein guter Teil der Familienlebensmittel wohnen – ob sie nun wollen oder nicht – im Kühlschrank. Dort fand sich immer ein Joghurt für die Kinder, Wurst war prima abgepackt, weil schnell zu greifen. Senf in der Tube war platzsparend und hier und da blitze eh immer irgendwas in Plastik durch. Das ist nun weitestgehend vorbei.

  • Joghurt gibt es selektiert im Glas.
  • Sahne ebenso.
  • Senf und Ketchup und auch ein Öl wurde nach Verbrauch im Glas neugekauft.
  • Remoulade, Kapern, Sardellen, Currypaste und all diese eher „seltsamen“ Kühlschrankzutaten sind eh im Glas.

Was sich leider irgendwie nicht gebessert hat, weil mir noch die Dosen fehlen (ich möchte zum Einkaufen auf Edelstahldosen umsteigen und im Kühlschrank zur Aufbewahrung eine Käseglocke nutzen, beides habe ich noch nicht)  ist definitiv der Bereich Wurst/Käse/Frischkäse.

Milch bleibt im Tetrapak. Wir trinken sooo unfassbar viel Milch, das würde den Haushaltsetat sprengen. Bei Joghurt hatte ich ebenfalls diese Bedenken, aber wenn man es mal nachrechnet, ist durch den überlegten Einkauf ein Joghurt im Glas gar nicht teurer. Im Gegenteil.

 

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Vorratsschrank I

Ich kenne ganz viele Menschen, die ihre gekauften Produkte umfüllen. Ein „ichstaunemitoffenemmund“-Erlebnis hatte ich mal, als ich mir eine Tuppersammlung angeschaut habe. In einem mannshohen Küchenschrank. Der Typ bin ich wohl nicht. Ich fühle z.B. grundsätzlich Mehl und Zucker und alle diese Backzutaten nicht um. Damit aber kein Chaos im Schrank entsteht und ich alles gleich parat habe, habe ich mir schon vor 20 Jahren angewöhnt, die Dinge zu kategorisieren und in Kartons zu verpacken. Da passt a) gar nicht so viel rein, dass es schlecht werden kann (ich hatte noch nie irgendwelche Motten) und b) sieht es immer ordentlich aus.

  • Fixe – hab ich sukzessive aufgebraucht. Ich koche so selten damit und der Karton ist lediglich ein Überbleibsel. Das merkt man *räusper* am Verfallsdatum … ich hab ordentlich ausgedünnt.
  • Gewürze. Interessanterweise sind einige davon zur Neige gegangen und ich habe entdeckt, dass ich auch im Glas kaufen kann. Ein bißchen Plastik ist noch vorhanden, aber damit kann ich umgehen. ;)
  • Süssigkeiten. Gibt es überhaupt irgendwas, was nicht in dieses elende Plastik verpackt ist? Irgendwas? Ich sag es ganz ehrlich, ich mach ja gern mal Rumkugeln und so, aber immer wollen meine Kinder auch nicht die selbstgemachten Schokocrossies. ;)

Vorratsschrank II

  • Reis, Couscous, Bulgur und Nudeln gibt es im Karton.
  • Was verkocht wird, wird durch Produkte im Glas ersetzt. Sauerkraut. Ich habe z.B. das erste Mal in meinem Leben Sauerkraut im Glas gekauft. Es gibt nämlich Produkte, die esse ich seit ich denken kann (auch bei Muttern) schon von einer Marke. Die haben aber keins im Glas. Sei tapfer, trix … was Deine Buben können, kannst Du auch.
  • Tomatenmark gibt es in der kleinen Dose. Hier vielleicht eine nette DIY – Idee. Ich habe irgendwann mal die kleinen Dosen von beiden Seiten geöffnet und daraus Serviettenringe gemacht. Toll, wenn man mal eine Pasta-Party macht. ;)

 

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Frühstückscerealien

Wie gut, die habe ich schon lange im Glas aufbewahrt. Mir geht das dauerhafte Aufbewahren in Plastikdosen komplett ab, habe ich gemerkt. Einzige Ausnahmen waren hier: Kaffeepads und Kakao.

  • Seit ich Kakao trinke – und das tue ich, seit ich sechs bin, trinke ich Nesquik. Und ich hing immer an dem alten Karton, bis mein Mann sagte, wir sollten das usselige Teil doch mal austauschen. Und da gab es keinen Karton mehr, sondern nur noch Vollplastik. Aber dennoch haben wir die olle Dose ausgetauscht – in Vollplastik. O_o Jetzt wird der Kaba in einen Glasbehälter befüllt. Und eine Alternative zur Marke gibt es leider nicht! Nicht diskutabel! Nö!
  • Müsli. Schwierig. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich nicht einfach sagen kann (ähnlich wie beim Kaba): Müsli ist Müsli. Das ist es eben nicht. Ich esse nur ausgesuchte Sorten. Und meine Kinder auch. Und selbst, wenn es in Karton verpackt ist, ist die direkte Umverpackung Plastik. :( Warum nur? Ich habe mich jetzt mal für eine Großpackung Kölln entschieden. Die ist wenigstens nur einmal verpackt.
  • Alles andere war eh im Glas … Honig, Marmelade, Erdnussbutter, Nutella (auch nicht zu diskutieren, sorry).

Frisch auf den Tisch!

Das ist alles eine Frage der Recherche. Obst und Gemüse gerne auf dem Markt. Ich mag es sowieso, mich und meine Familie saisonal zu ernähren. Es klappt gut und ist durch die Qualität und den achtsamen und überlegten Einkauf nicht teurer als im Diskounter. Aber man braucht einen gut sortierten Supermarkt, um ohne großen Zeitaufwand Alternativen im Lebensmittelbereich zu finden. Da kommen Feinkost Albrecht und Co. einfach nicht mit. Ich hatte wirklich Angst um ein Loch im Budget, aber dem ist tatsächlich nicht so. Wir essen weniger Fleisch, Wurst und Käse. Es ist vieles selektierter in der Auswahl geworden. Die Qualität verändert sich, genauso wie der Genussfaktor. Lieber weniger als mehr. ;)

Hinzukommt, dass ich eh eine Sammlerin bin. Ich mag es einfach, in den Wald oder in den Garten zu gehen und je nach Saison Pilze, Maroni, Bärlauch und diverse Zutaten für Marmeladen selbst zu pflücken. Und auch das Thema „Jagd“ verändert die Perspektive bezüglich des Fleischkonsums erheblich.

Ich bin auf dem Land großgeworden. Bei uns gab es immer selbstgemachte Marmeladen (ich wusste lange gar nicht, dass die auch eine andere Farbe als dunkles Rot haben können). Diskounter hat meine Mutter gemieden, die waren ihr suspekt. Metzger und Bäcker gehörten einfach dazu, wenn der nächste Supermarkt in der nächsten Stadt ist. Daran erinnere ich mich im Moment oft. ;)

Hardware

Vorweg: ich halte nichts von Neuvermüllung mit Altmaterial. Jeder hat irgendwann im Leben mal die Tupperphase. Sie ist so unausweichlich wie … die Midlife Crisis (ich spreche aus Erfahrung) und die Wechseljahre (hat noch Zeit).  Jedes Mal, wenn ich den Schrank öffne, denke ich an diesen uralten Spruch: „Ein Eierschneider ganz aus Holz, ach das ist mein größter Stolz!“. :’D Aber den hab ich noch nie besessen geschweige denn gesehen. Ist für mich allerdings das Sinnbild all des überflüssigen Killefitzes in den Untiefen der Küchenschränke. Aber ich schweife ab …

  • Brotdosen und Kurzzeitaufbewahrung für Ausflüge ist noch immer in der Plastikvariante vorhanden. All den billigen Klötterkram hab ich weggegeben. Für die Kinder habe ich mir ganz aktuell zu Ostern Edelstahldosen gewünscht. :) Nehme ich etwas zur Arbeit mit, gebe ich es in ein Weckglas.
  • Salatschüsseln und ihre Freunde. Ich hatte schon immer ein Faible für Nichtplastik, da ich mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Gerne alte Prilblumenschüsseln, Steingut- oder Emailleschüsseln. Ich habe eine Riesenschüssel, die bekommt meine Mama wieder zurück, da hat mir mein Mann ein Pendant aus Edelstahl spendiert.
  • Zwei Silikonbackformen bleiben, denn mir gehen diese irgendwann anfangenden Rostlauben nicht, die sonst immer fürs Kuchenbacken genutzt wurden. Schwer zu reinigen, immer am Durchrosten. Ich backe wohl zu wenig. Gut – oft wird es ein Blechkuchen und mein Sohn liebt ja Tassenkuchen. Es geht also auch anders.
  • Besteckschublade. Glücklicherweise ist unser Besteck nicht ummantelt. Und auch sonst erstaunlich wenig Plastikgriffe. Allerdings habe ich in der Essig-Öl-Abteilung, wo sich auch zwei Gefässe für Rührlöffel und Co. befinden, mal die Plastiksachen von den Nichtplastiksachen getrennt. Wenn wir ohne auskommen, werden sie outgesourced. :)

Ab und zu mal – Hardware

Schwieriges Thema. Ganz schwierig. Es gibt einen Bereich in unserer Küche, da tanzt das Plastik nachts Samba, wenn alles andere friedlich schläft. Dinge, die nur ab und zu mal rausdürfen. Auch hier: ich komm vom Land. Ich brauch keinen Zickzackzilles oder ein elektrisches Fleischmesser. Aber die Großeltern meines Mannes haben uns da einiges vererbt. Ich oute mich mal: Küchenmaschine (schweinsteuer, die kann nicht einfach weg und ab und zu leistet sie gute Dienste), Eierkocher (echt jetzt), Saftpresse (lektrisch), Saftpresse (tupperisch), Waage, Sandwichmaker, Zickzackzilles, Rührfix, Pürierstab, alte Kaffeemaschine, Bohnenzerkleinerer (ich hab jetzt echt überlegt wie es heißt) – Kaffeemühle (lektrisch).

Das möchte ich nicht entsorgen. Aussortieren ja. Das ist machbar. Aber ganz ohne ist nicht in meinem Sinne. Wo man da anfängt und aufhört, ist ein Prozess. Ich nutze viele dieser Hardware sehr selten, freue mich aber wirklich, wenn ich z.B. Karottensalat in der Maschine zerkleinern oder Orangen ohne großen Kraftaufwand und auch noch ohne Reste auspressen kann.

Das war also der Rundumschlag in Sachen Küche! Sicherlich fällt mir noch ab und zu etwas ein. Doch dem Ziel, Müll zu vermeiden, bin ich konsequent nähergekommen. Im April werde ich noch eine Plastikmüllwiegerunde ausrufen.

In Teil II der „Umgesetzt!“-Reihe dürft ihr mich exklusiv ins Bad begleiten. ;) Und ein bißchen putzen dürft ihr auch herzlich gerne mit mir. :)


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Auf dem Markt!

Heute strahlt die Welt. Die Sonne und die Kälte ergeben zusammen ein wunderbares Team und lassen mich gut in den Tag starten. Mal abgesehen von der aufziehenden Erkältung, die ich schon im Keim mit Angocin ersticken werde! HA!

Schon die ganze Woche freue ich mich auf den Mainzer Wochenmarkt. Der Domplatz wird immer schon früh in warmes Sonnenlicht getaucht und die Farbenvielfalt ist überwältigend. Ich habe aus dem Keller den Rattankorb herausgekramt. Ich finde, er passt zu einem Wochenmarktspaziergang. Noch schnell zur Bank und dann tauche ich ein mit allen Sinnen.

Zuerst einmal muss ich mich orientieren. Lasse mich leiten von Gerüchen und Gesprächen. So tauche ich immer weiter ein in diese frische Welt. Vorbei an dem Stand mit frischem Obstsaft und an dem Honigstand. Ui. Da muss ich die Ohren spitzen, da redet jemand im tiefsten „pälzisch“. Ich mag die Pfalz. ;) Weiter geht es über das Kopfsteinpflaster zu all den bunten Blumenständen.

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Schon hier könnte ich all die Farbenpracht als kleinen Seelenschmeichler mit nach Hause nehmen. :) Aber ich habe ja nur ein kleines Körbchen … also weiter.

Langsam nähere ich mich dem Ziel meiner Begierde. Ich war schon früher hier und meine Schwägerin ist immer ganz begeistert. Um nicht ganz planlos zu sein, habe ich mir sogar zu hause noch einen Einkaufszettel vorbereitet. Sonst wird man hier unter Umständen komplett konfus und packt alles ein, was der Stand zu bieten hat. Einfach weil es so gut und furchtbar gesund aussieht.

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Diese Radieschen sind der Hammer. Und ganz uneingepackt. Tja … geht doch. Weiter finden noch den Weg in meinen Korb ein Riesensalat, eine Gurke, Chilis, Mangold, Frühlingszwiebeln, Möhren und Trauben. Als ich sagte: „Bitte uneingepackt!“ war das kein Thema. Im Gegenteil.

Obst war etwas schwierig. Da habe ich tatsächlich nur die Trauben mitgenommen.

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Körbchen voll. Pause verdient. Die Sonne wärmt mich und ich geniesse meinen Ausflug in die Stadt in der Sonne mit einem leckeren Milchkaffee. Das Leben ist schön.

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Fast finde ich es schade, dass ich dennoch in den Supermarkt muss. Ich hätte einiges auch auf dem Markt bekommen, aber irgendwo sind Grenzen. Wobei … die Tomaten hab ich schlichtweg vergessen. :D

Mein Supermarkteinkauf war klein, aber nicht ganze ohne Verpackung. Es gibt durchaus Produkte, die möchte ich nicht wechseln.

Aber seht selbst. Ich fand das schon mal ganz gut. :) Die Tomaten haben etwas für Verwirrung gesorgt. Oder war das am Ende ich? Ich weiss nur, dass ich es extrem lästig finde, wenn ich unter fünf Sorten Tomaten welche auswähle und das Preisschild für Verwirrung sorgt. Am Ende bin ich mit einem Arm voll Tomaten raus aus dem Markt ohne nochmal an der Kasse gewesen zu sein. Die Dame vom Service hat das ziemlich unkonventionell geregelt und ich hab dann – ganz noch dem Basar-Marktfeeling unterlegen – einfach mitgemacht. Also – ich hab schon welche bezahlt, aber am Ende ausgetauscht und pi – x – Daumen gewogen. O_o

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Mein Einkaufswagen: links alles, was „ungut“ verpackt ist. Katzenfutter geht wohl nicht anders. Reibekäse. Ein Päckchen Butterschmalz (morgen gibt es Kartoffelpfannkuchen), bißchen Frühstückswurst. Kartoffeln (auf dem Markt in der Menge einzeln abzuwiegen ist irgendwie suboptimal). Müsli für die Buben – da habe ich mich für eine Großpackung mit nur einer Umverpackung entschieden. Ich schätze, es ist beschichtetes Papier. Dagegen stehen die „gut“ verpackten Lebensmittel. Das Toastbrot gab es frisch vom Bäckerladen. Mehl. Joghurt und Sahne im Glas. Obst und Tomaten unverpackt. Und zum Austesten Backmischung für selbstgemachte Brötchen. :) Und bei den Eiern sind es welche von freilaufenden Hühnern. Irgendwie sind mir die auch durchgegangen.

Alles in allem bin ich recht zufrieden. : )


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Liebling, wie war die Woche? #10

In der vergangenen Woche stand das Schrittegehen im Vordergrund. Drei Frühdienste hatte ich und bin – obwohl ich wirklich immer Angst im Dunkeln habe – zur Arbeit gelaufen. Das hat mich dahin gebracht, mir die Ohrstöpsel rauszukramen und währenddessen Musik zu hören. Das wiederum hat mir ins Gedächtnis gerufen, dass ich echt viel Musik auf dem Samsung habe, die ich schon lange nicht mehr gehört habe.

Getragen:

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Mir wird dieses Hickhack fast zuviel!!! Ist jetzt Herbst oder kommt der Sommer wieder??? Also echt – ich brauche eine klare Linie. Am Dienstagmorgen hab ich bei fast 0-Temperatur beschlossen: ohne Mütze und Schal geht es nicht mehr. Die Scheiben der Autos waren gefroren. So soll es bitte jetzt bleiben. Ganz rechts ist übrigens mein Winter – Superwoman – Schlafi! :)

Gegessen:

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Ich schaffe es schon, immer Gemüse mit einzubauen. Aber an und für sich ist alles immer noch zu reichlich. Am Wochenende war ich mit meinen Mädels zum Wellnessen. Tja … da geht nix ohne Sekt (Piccolo) – am Büffet greife ich gerne zu Fisch und Kartoffeln und Gemüse. Oder Wildschwein. Und leider auch immer zum Schokoladennachtisch. :’D Heute abend dann mal was Rotes: einen Blattspinat-Tomaten-Fussili-Auflauf.

Gelesen:

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Same as last week. Aber leider, leider neigt sich für mich die Geschichte rund ums englische Königshaus wohl jetzt dem Ende zu. Nebenbei zwischen den Saunagängen am Wochenende viel sehr leichte Mädelskost. Was man da so lesen kann, ich bin immer wieder erstaunt. Ab und an mal ganz spassig: Brause fürs Hirn. ;)

Gehört:

Den Zufallsmix auf’m Samsung. Da ist echt alles dabei. Habt ihr auch so Nischen, wo ihr Musik aufbewahrt und nach monatelangem Nichthören plötzlich drüberstolpert. Alte CDs, Tapes, die man irgendwo ausbuddelt oder eben durch das Wiederfinden von Kopfhörern … die Mucke auf’m Telefon.

Gelacht:

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Wirklich. Ich komme immer am Ziel an. Aber manchmal sind die äußeren Umstände so doof, dass es nicht auf Anhieb funktioniert. Ich hab Tränen gelacht, das war der einzige Grund. Vier Frauen im Auto – da kann es schon mal passieren, dass man die Abfahrt verpasst. Wenn einem das aber zweimal passiert und man um und um fahren muss … dann verspricht es schon zu Beginn ein amüsantes Wochenende zu werden. Da bleibt nur: einfach mal drüber lachen! :’D

Lachen hat sich bei mir durchgezogen. Wir vier Mädels haben das ganze Wochenende gelacht. Hach – war das schön!!!

Getrennt:

Von nix.

Gekauft:

einen braunen Ledergürtel. Der musste sein. Ist so. Liegt an meiner Farbneurose. Der alte ist völlig hinüber.

Gegruselt:

Halloween. Meine Buben gingen als Zombies. Ich wollte ihnen nicht nachts auf der Strasse begegnet sein. Mir hat gefallen, dass sie das Kostüm aus Altmaterialien hergestellt haben. Alte T-Shirts vom Papa angeschnitten, mal kurz durch den Garten gezogen und vollkommen verdreckt. Schwupp – einklecksen mit Plakafarbe und gebrauchsfertig ist das Zombiekostüm. Ich sehe nicht ein, für diesen Hype permanent neue Sachen zu kaufen.

Gefreut:

Darüber, dass das Leben grad so schön ist. Über ein tolles Wellnesswochenende (wir machen das jetzt schon seit sieben Jahren immer in der gleichen Besetzung. Sind ganz unterschiedliche Frauen und haben nie Stress miteinander). Was war das schön, sich einfach verwöhnen zu lassen mit Massage, Sauerstoffbehandlung (ob das mal hilft), Rassoul-Bad und Cleopatrasoftpack. Ahhhh – herrrrrlich!!!!

Und darüber, dass nächste Woche Markt in trixtown ist und inzwischen schon so viele Büdchen und Fahrgeschäfte aufgebaut werden. Das Leben tobt bei uns.