Das Leben ist wild!


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Wohlfühlzonen! Teil 1

Wir alle haben unsere Wohlfühlbereiche. Komfortzonen. Orte, an denen wir uns  gut aufgehoben und geborgen fühlen. Nicht den Bauch einziehen müssen. :)

Halt! Wobei … das ist doch die uns am allernächsten liegenste Wohlfühlzone. Unser Körper ist das Haus unserer Seele. Sind wir nicht sorgsam im Umgang mit beiden, so fühlt sich eines über kurz oder lang nicht mehr wohl und wir werden krank.

Nicht alle kennen meine Geschichte, von daher sei nochmal kurz erwähnt, dass ich im vergangenen Sommer einen Ausfall des Gleichgewichtorgans hatte. Ich wurde quasi frontal ausgebremst. Mit Sicherheit nicht ohne Grund. ;)

Auf jeden Fall knappse ich immer noch damit rum. Im Moment sieht mein Wochenplan folgendermaßen aus: montags gehe ich zum Rehabilitationssport. Ich sag Euch … es gibt Muskeln, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie habe. O_o Diese Funktionsgymnastik ist zwar so alt und noch älter als Turnvadder Jahn, aber immer noch hochaktuell, wenn man daliegt und keuchend Beine und Arme herumwedelt. :’D

Dienstag und Freitag haut mir meine liebe Heilpraktikerin Nadeln ins Öhrchen. Nein, nein – sie findet liebevoll die Punkte, die zur Heilung relevant sind und sticht ganz achtsam ins Ohr. Ich könnt manchmal heulen vor Schmerz …

Und um das Paket abzurunden, gehe ich einmal wöchentlich für eine Doppelstunde zur Physiotherapie. Das ist in meinen Augen der härteste Tag für mich in der Woche. Kleinkleine Bewegungsabläufe, um die Halswirbelsäule wieder in eine gute Richtung zu bewegen und dem Rückenmarkskanal mehr Raum zu geben. Und auch, damit die Nervenwurzel nicht mehr so stark tangiert wird. Ich muss nur liegen – und bin abends komplett fertig. Jegliche Energie ist aus mir raus.

Heute haben wir während der Therapiestunde wie so oft über uns, das Menschsein an sich und im Speziellen, geredet. Es gibt Menschen, die brauchen, um sich zu entspannen, ihre Couch. Sie müssen sich und ihren Körper einhüllen können in eine dicke Wohlfühldecke. Abschalten von den Reizen des Alltags.

Ich kann das auch gut. Vor allem brauche ich morgens enorm viel Zeit, bis ich funktioniere. Dennoch ist Bewegung sehr wichtig für mich. Wenn ich gefrustet bin oder mir alles über den Kopf wächst, dann muss ich laufen. Also nicht unbedingt rennen, denn ich brauche die Puste, um in der ersten halben Stunde (gerne im Wald) meinen Frust und alles, was mich beschäftigt, herauszuschimpfen. Ich erzähle jedem Baum und jedem Stein, wie mistig der Tag doch ist. Ein Rohrspatz ist leise gegen mich.

Und urplötzlich befinde ich mich in meiner seelischen Wohlfühlzone. Mein Körper signalisiert mir Schmerzfreiheit. Mein Kopf – mein Monkeymind – leer sich. Die Gedanken laufen sich aus. Und aus einem recht flotten Schritt wird ein entschleunigtes Gehen.

Scheinbar löst Bewegung meine Blockaden. Ich werde weich und das Leben haut mich nicht mehr um. Es kann nur an mir vorbeiziehen. Bis ich genug Kraft getankt habe, um ihm wieder stand zu halten.

Wenn wir auf uns hören, können wir sehr gut erkennen, was uns Ruhe und Kraft gibt.

Innegehalten habe ich zudem in der vergangenen Woche mit der Nahrungsaufnahme. Mein Umgang mit LebensMitteln ist etwas ruhiger geworden in sich. Mein Problem ist, dass ich mich sehr damit beschäftigte, weil es mich stört, dass ich so kräftig bin. Ich kann mich nur schwer so akzeptieren. Und noch mehr stört mich genau dieser Umstand. Diese Nichtakzeptanz meiner Selbst. Ihr seht, alles ist im Prozess.

Das Nicht-Nachnehmen habe ich nicht immer einhalten können. Aber ich bin auf dem Weg. Seit einer Woche habe ich keine Süssigkeiten in mich gestopft und gehe sehr achtsam mit den Mahlzeiten um. Kein Fleisch, viel Gemüse. Interessante Rezepte. Learning by doing. Für die Weighties: ich bin in den Punkten. Meist sogar zwei, drei unter par.

Es ist  gerade ein weiter Weg hin zum gewünschten Komfort der körperlichen Wohlfühlzone. Ich fühle mich wie auf einer Schaukel. Es ist ein beständiges Hin und Her … bis ich mich irgendwann hoffentlich eingeschwungen habe.

Aber ich gehe ihn tapfer. Und ich weiss, wenn die ersten Sonnenstrahlen kommen, weicht die Melancholie und die Wärme spendet zusätzlich Kraft …


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Wann sich die Mühe lohnt!

Wir leben in einem medizinisch wunderbar versorgten Land. Zumindest ein Großteil der hiesigen Bevölkerung ist bestens ausgestattet. Ich glaube fast, niemand geht so oft in Apotheken und zu Ärzten wie die Deutschen. Hab ich mal irgendwo gelesen. Wurde dann aber auch wieder widerlegt. Hab ich auch gelesen. Was man halt alles so findet – im Gesundheitswesendschungel. Gut – ich geb es zu, dass auch ich das Ärztesystem ab und an hinreichend nutzen musste. Immer befriedigend war es nicht wirklich. Am besten aufgehoben fühle ich mich derzeit bei meiner Freundin und Heilpraktikerin. Ich spreche sehr gut auf Akupunktur an und habe das große Glück, dass meine Krankenkasse offen gegenüber alternativen Heilmethoden ist und ich die Gebühren bis zu einem gewissen Grad abrechnen kann.

Mir geht es gerade allerdings um Grippe, Erkältung oder grippale Infekte. Wenn wir ehrlich sind, ist es ja meist eine simple Erkältung. Eine Grippe rafft mich eher selten dahin.

In 90% aller Fälle verläuft das dann bei mir so, wie es der alte Spruch sagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“ Mit wie ohne Medikamente. Die restlichen 10% sind Ausnahmeerscheinungen. Hartnäckiger Husten zum Beispiel. Bronchialasthmatische Anwandlungen. Da brauche ich etwas länger.

Es ist mir allerdings noch nie in den Sinn gekommen, mich grippeimpfen zu lassen ich und nehme auch keine vorbeugenden, immunstärkenden Nahrungsergänzungsmittel für teuer Geld! Irgendwie vertraue ich da auf meinen Körper, der sich schon wehren wird. Es gab einmal eine Zeit, da habe ich wirklich oft Antibiotika verschrieben bekommen … ich hab mich nicht immer besser dadurch gefühlt. Temporär, ja. Aber ich kann mich noch erinnern, dass alle Sinne einfach abgestumpft sind. Nahrungsmittel wurden zum grauen Einerlei. Das möchte ich nicht mehr und bin nun schon geraume Zeit „davon weg“. ;)

Im vergangenen  Sommer habe ich dann ein wenig vorgesorgt. Linden- und Holunderblüten gesammelt und getrocknet. Mohnsirup und Löwenzahnhonig hergestellt. Meine Familie hat mir dabei geholfen. Für die Buben war es faszinierend zu sehen, was die Mama da in ihrer Hexenkuchl so zaubert. Und by the way waren wir wirklich viel, viel an der frischen Luft.

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Das kommt mir jetzt zugute. Ich arbeite schließlich auf einem Bazillenmutterschiff. Kollegen und Bewohner sind gleichermaßen den Freunden Husten, Schnupfen und Halsweh verfallen. Das Wochenende hab ich endlich das Bett hüten müssen. Sie haben mich erwischt!!! Und nehme nun meinen Mohnblütensirup ein, trinke brav Tee, hab ein Zwiebelpäckchen auf’m Ohr und lese „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen„.

Es scheint so, als brauche der Körper eine kleine Auszeit. Nicht, dass ich in Hektik verfalle. Es gibt kaum Geschenke. Alles ausgelagert. Den Weihnachtsbummel hab ich erfolgreich hinter mich gebracht. Und die Feiertage verbringen wir in den Bergen.

Worauf ich hinaus will: es lohnt die Mühe, sich in der Natur umzusehen. Ich warte immer noch auf den Gau. Wenn wir schmerzmittelresistent sind. Und wenn all die apothekenwichtigen Tröpfchen und Mittel kaum mehr helfen. Sie haben mit Sicherheit bei vielen Krankheiten ihre Berechtigung. Aber wie oft greift man bei simplen Erkältungskrankheiten zu Komplexmittel und Co. als Krankheitszeitraffer. Als Überbrücker und Kleinmacher der körpereigenen Empfindungen. Weil es bequem ist. Und das schlechte Gewissen auf der Arbeit lauthals ruft …

Vielleicht sollten wir uns doch öfter fragen: was hilft mir wirklich?

Hier bin ich ganz nah beim Konsumgedanken und auch bei der Plastikfreiheit (mal von den Inhaltsstoffen abgesehen).

In erster Linie Ruhe!!! Rückzug vom Leben. Zeit, sich fallen zu lassen. Das geht nicht immer, ich weiss … aber streckenweise. Früh zu Bett gehen. Die Wäsche mal Wäsche sein lassen. Obst und Gemüse essen. Sich bekochen lassen. So gerne. Es geht nichts über frische LebensMittel. Ingwertee. Selbstgemacht – ich mag den Duft der frischen Wurzel. Viel Wasser nebenbei. Und frische Luft. :D Die getrockneten Blüten und der Löwenzahnhonig. Da geht was!!!

Jetzt schließt sich der Kreis! Die Mühe lohnt sich also wirklich.  Jetzt. Und im Grunde … immer. ;) Seit achtsam mit Euch. Unsere Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Und:

gute Besserung allen Schnupfennasigen da draussen.

 


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Pläne!

Heute gibt es „nur“ ein paar Gedanken. Mir geht es im Moment nicht so gut und ich kämpfe gesundheitlich doch noch sehr. Zwar lebe ich den Alltag, aber einfach ist es nicht immer.

Im Sommer 2013 bin ich über die Alpen gelaufen. Das war nach einem verheerenden Winter mit viel, viel Seelenqual und Schmerz mein Weg über den Berg. Befreiend. Dort oben in den Bergen habe ich zu meinen Wurzeln zurückgefunden und konnte gesunden. :)

Natürlich gab es inzwischen viele kleine und große Tageswandertouren, aber wer einmal eine so minimalistische und wirklich überwältigende Tour gemacht hat, der weiss, dass diese Wanderungen nur ein kleiner Tropfen sind, um das Fernweh zu stillen.

 

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Und heute lag er im Briefkasten … der Wanderkatalog 2015 der Oase Alpin.

Dieses Jahr machten uns die späten Sommerferien und dann auch noch mein Ausfall des Gleichgewichtorgans einen fetten Strich durch die Rechnung.

An Abnahme war nicht zu denken. Nur daran, das Debakel im Rahmen zu halten. Doch seit ein paar Tagen bin ich diesbezüglich wieder gut in der Spur und ich habe festgestellt, dass es mir leichter fällt, diszipliniert zu bleiben, wenn ich ein Ziel vor Augen habe. Was hat das mit dem Wanderkatalog zu tun? Ganz einfach: nächstes Jahr WILL WILL WILL ich in die Berge. Doch um dort hinauf zu kommen, benötigt es Kondition, einen gesunden Körper und Lust, die Last mit Freude zu nehmen.

Ich bin stur und sehe nicht ein, wieso der jetzige Zustand bleiben sollte. Es wird ein harter Weg, aber schlußendlich kann nur ich ihn bestimmen. Alle, aber wirklich alle Kilos sind wieder auf den Hüften. :( Und das Leben erscheint mir derzeit grad nicht so besonders schön. Gerne wäre ich einfach nur gesund und körperlich wieder fit – so wie im vergangenen Jahr.

Es ist an der Zeit, die Baustellen anzugehen und wieder zu kämpfen. Manchmal ist das ziemlich schwer. Hier denke ich immer an Nanne und ihre Email an mich … mit furchtbar schlechtem Gewissen. Ich möchte mich nicht davon ermutigen lassen, dass das Gewicht so hochgeschossen ist. Manchmal denke ich: „Wenn ich täglich ein Stück Schokoladentorte oder Nussplunder essen würde, hätte ich wenigstens noch kulinarisch was davon gehabt.“ Egal … ich sollte nicht über Vergangenes klagen.

Seit einigen Tagen habe ich den Schrittzähler, der mich seit Oktober letzten Jahres begleitet, gegen einen sogenannten Fitbit getauscht. Den hat mein Mann am Wiener Flughafen gefunden. Die Versuche, den Besitzer rauszufinden, sind fehlgeschlagen und so wird er jetzt von uns genutzt. Also … von mir. Das einzige Manko ist das Armband. Aber da bin ich schon dran, dass mir meine Schwägerin ein Stoffarmband näht. :D

Der kleine Fitbit als Begleiter soll mir weiterhelfen. Dort kann ich mein Essverhalten überprüfen und meine Bewegungseinheiten anschubsen. Das ist ein Punkt, der strategischen Überlegungen der Operation „Abnahme“.

Ein weiterer ist die Belohnung! Ich möchte im nächsten Jahr eine Mehrtagestour in den Bergen machen. Das ist das Ziel. Und das geht nur, wenn die körperlichen Voraussetzungen da sind.

Heute abend also werde ich den Katalog erst einmal meinem Mann aufs Kopfkissen legen … :D Und dann werden wir sehen, wohin es mich respektive uns im nächsten Sommer hinverschlägt. Gerade regt sich ein optimistischer kleiner heller Funke. Und das tut gut.

Manchmal braucht man nur einen kleinen Schubs, damit man seinen Weg wieder vor sich sieht … und die Gedanken, die ich zum Bergwandern schon seit einigen Wochen hege, wurden plötzlich durch den Katalog zu etwas Konkretem.

Nun denn: gehen wir es an, oder?!


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Das Zahnradprinzip!

Es bedarf jetzt der Spekulation, wieso ich nicht schon wesentlich früher manche Dinge so konsequent (mehr oder weniger) angegangen bin, deshalb halte ich mich damit nicht auf. Schlußendlich lebe ich im Hier und Jetzt. Und an diesem Punkt stelle ich fest, dass sich, wenn man sich mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst, Vieles ineinander greift.

Zu Beginn meiner Reise war es vor allem das Thema „Ausmisten“ – mich befreien von all dem Kruscht, der um mich herumliegt. Von jedem Zuviel trennen. In dieser Phase bin ich immer noch. Mir kam nämlich mit voller Wucht das Thema „Plastikmanagement“ in den Weg, welches auch ein nicht kleines Maß an Umdenken mit sich brachte.

In den letzten Tagen stelle ich vermehrt fest, dass ich nach dem Zahnradprinzip lebe. Die einzelnen Rädchen „Minimalismus“ und auch „Plastikfreiheit“ oder „Konsumgedanke“ und „Achtsamkeit“ funktionieren alle gemeinsam in einem großen Ganzen.

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

Manchmal überfordert mich alles zusammen. So groß der Wunsch nach Einfachheit in meinem Leben ist, so schwierig ist die Umsetzung in manchen Bereichen. Wie gesagt … Zahnräder greifen ineinander. Und ich bin der Uhrmacher, der diese Rädchen am Laufen hält. Sie geschmeidig macht, ihre Funktionen beobachtet und gegebenenfalls anschiebt.

Da heisst es „Sortieren“!!!

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

 

Reibungslos läuft das hier auf keinen Fall. Im Moment ist eines dieser Zahnrädchen meine Gesundheit. Mir schwirrt seit 8 langen Wochen der Kopf. Irgendwie ist es kein Spaß, so lange ein Gefühl von Dauerbetrunken zu haben. Damit muss ich klarkommen. Und setze das Zahnrädchen an seinen rechten Platz …

Das nächste Rädchen (gerade ein kleines) hat in feinen Buchstaben „Abnahme“ eingraviert. Leider kaum noch lesbar. Es ist ein wenig abgenutzt und führt ein stiefmütterliches Dasein. Ich setze es an einen Platz, wo es mich an mein Ziel erinnert, aber es gehört momentan eher zum Rand des Zahnradgebildes. Es kostet zuviel Kraft, es gescheit einzufügen.

Ein zentrales Zahnrad ist auf jeden Fall der Umgang mit dem Gesellschaftsproblem „Plastik“ – ich habe in der vergangenen Woche einen Film dazu gesehen, der mich stark beeinflusst hat. Eine Schulgruppe hat untersucht, wie viel Plastik sich in Sand am Strand befindet, im abgelaufenen Wasser der Waschmaschine … und und und. Sehr krass!!! Ich war versucht, sofort alle Klamotten, die nicht aus reiner Baumwolle sind, wegzuschmeissen.

Womit das eine Rad das nächste angekurbelt hat. Es ist einfach immer noch zuviel. Ich möchte nicht in einem leeren Haus leben. Aber ich möchte weniger haben. Durch die Kinderzimmerrenovierungsgeschichte hat sich ein Sperrmülltermin ergeben. Entsorgt wurden vier große und eine kleine Matratze. Zwei Kommoden. Ein Badunterschrank. Einzelteile eines Bollerwagens. Ein Regal. Plastikbehälter. Ein alter Schwalbereifen. Kleinkram.

So greifen sie also ineinander, die Zahnrädchen. Wir können sie auch einfach „Leben“ nennen. Achtsames Leben. Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, mir läuft die Zeit davon. Ich kriege nicht alles unter einen Hut. Wenn ich hier drehe, stagniert sinnbildlich das andere. Aber so ist es nicht.

Denn das ist eben das Zahnradprinzip. Das Ineinandergreifen und Anschubsen macht, dass alles in Bewegung ist. Es geht ja gar nicht anders. Und wenn ich nun das eine Rädchen etwas langsamer laufen lasse, bedeutet das nicht, dass es rausgefallen ist oder den Rest ausbremst. Es ist im Fluß. Langsam, beständig …

wie ein Mantra.

Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger. Achtsamkeit. Atmen. Weniger …

Innehalten und weitergehen. „Your focus determines your reality.“ Leo Babauta. ;)


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Sommerpause …

Vielen lieben Dank für all die Genesungswünsche. Ich habe sie alle gelesen und mich gefreut. :)

Aus gegebenem Anlass muss ich ein bißchen kürzertreten und mache hier Pause. Mein Ziel: das Gleichgewicht finden. Ich steh ein bißchen gesundheitlich neben mir und der Tag ist geprägt von Ausruhen und physiotherapeutisch die Balance  wiedergewinnen. Zudem dürft ihr mich jetzt „Pille“ nennen … ich hab ein ganzes Arsenal an Tabletten, die nun nach der Schockcortisontherapie folgen. Auf dem Foto ist noch die Krankenhausration … öhm. Das sieht jetzt anders aus.

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Nur kurz zum Thema „Cortison“: Wir produzieren dies im Grunde selbst und es gilt als notwendig. Es ist z.B. verantwortlich für unseren Stoffwechsel und kurbelt uns morgens an. Zudem wirkt es Entzündungen entgegen. Grundsätzlich wird – wie ich finde – viel zu viel und vor allem viel zu langzeitbelastet mit Cortison behandelt. In meinem Fall wird eine sogenannte hochdosierte Schocktherapie eingesetzt. Im Moment bin ich dabei, das Medikament wieder auszuschleichen. Das dauert – denn einfach absetzen ist suboptimal. Lässt dummerweise für mein Gewicht nichts Gutes vermuten. Sei es drum: ich muss das jetzt erst einmal durchziehen. Der Rest ergibt sich danach. ;)

Ich hoffe von Herzen, in ein paar Wochen wieder fit zu sein. Bis dahin wünsche ich Euch

einen erholsamen Sommer. Geniesst das Leben, geht raus in die Sonne und das Wichtigste: bleibt gesund!


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Sixfeetunder – und davor!

Es ist wie ein sich immer schneller drehender Wirbel. Beginnt man an einer Ecke nimmt das Ganze eine unfassbare Eigendynamik an. Am liebsten würde ich mich vor all dem medialen Input komplett abschotten.

Dann wäre mein Leben rein kulinarisch gesehen wahrscheinlich breit gefächert  und ich wäre so stark konserviert,  dass meine Lebensspanne bis an die 100 Jahre reicht. Locker. Und wenn ich dann unter der Erde bin, ist meine Haltbarkeit noch lange nicht aufgehoben. Neeeeiiiin! So durchdrungen von all den Beigaben in Lebensmitteln und deren Verpackungen sowie gut eingetütet in mein neu gekauftes und mit Weichmachern durchsetztes knallrotes Baumwoll-Sixfeetunder-Outfit, würde ich noch jaaaahrelang meine Umwelt erfreuen, bis es endlich hieße: Asche zu Asche, Staub zu Staub, Pestizid zu Pestizid, Mineralöl zu Mineralöl …

Ja – aber … wieso sterbe ich überhaupt??? Ich hab doch supergesund gelebt!!! Schauen wir doch mal auf das erfüllte und gesunde Leben zurück und gehen wieder von unter der Erde auf über die Erde. ;)

Lebensmittel! Irgendwann – so mit Anfang 40 fing Frau trixen an, sich vermehrt Gedanken um all die Lebensmittel, die ihre Familie ernähren sollten, zu machen. Achtsam war sie ja schon immer. Und auch naturverbunden und bewusst. Aber dazu später. Die Lebensmittel werden vornehmlich ohne Verpackung gekauft. Das geht bei Obst und Gemüse z.B. auf dem Wochenmarkt ganz gut. Bei Fleisch, Wurst, Käse … njaaa – das ist nicht ganz so einfach. Aber von Supermarkt zu Supermarkt gibt es auch dort erhebliche Unterschiede. Von z.B. in Plastikfolie eingepackt und abgewogen dann einfach nochmal in ein Plastiktütchen gegeben bis hin zu der etwas freundlicheren Variante mit in Papier-Folie einwickeln und in nur Papier einpacken. Eigenverpackung nur in dringenden Ausnahmefällen. O_o Das sogenannte Lebensmittelhygienegesetz ist da ja schlau: kein Schmutz von vor der Theke nach hinter die Theke. Achso …

Und Frau trixen freut sich enorm, wenn sie mal was findet, was nicht in Plastik verpackt ist. Nudeln zum Beispiel. Nur im Karton. Ein paar Tage war sie glücklich. Doch im Karton sind – wie sie jetzt dank medialer Information weiss – Druckerfarben, die nicht im Karton bleiben. Von 4 Tropfen enthaltenem Mineralöl bleibt einer im Karton. Der Rest … yammi – verfeinert die Nudeln. Oder was auch immer. Und jetzt wird es ganz schräg. Denn um sich vor diesen schädlichen Einflüssen zu schützen, ist es besser, man nimmt (ohne Witz) PET – Verpackungen.

Sport! Klar macht unsere trix auch Sport. Mal mehr,  mal weniger intensiv. Aber die Essentials liegen auch in ihrem Schrank. Diverse Laufhosen, Funktionsunterwäsche, Wandersocken, Regenzubehör. Hier muss man sagen: nicht alles, was superteuer ist, ist auch supergesund. Aber selbst in Baumwollhemdchen stecken oft schon irgendwelche Weichmacher drin. Da sie viel wandert, rüstet sie sich auch gut aus. Jetzt ist sie gerade sehr froh, keine Bekleidung oder Schuhe von Mammut zu haben. Was kloppen die da alles rein??? Und bezahlen sollen wir gleich doppelt dafür.

Im Hier und Jetzt schüttel ich gerade meinen Kopf. Was ess ich denn nun? Und soll ich doch besser nackt herumlaufen? Akzeptieren muss ich wohl einen Großteil dessen, was in der Welt so vor sich geht. Die Welt ist im Wandel und ich ahne immer mehr, dass wir irgendwann wieder im Mittelalter, wenn nicht sogar noch viel früher angekommen sind. Prophezeihe ich schon seit 15 Jahren. Wenn die hochtechnologisierte Welt sich plötzlich ergeben muss und der Mensch innerlich mutiert und äußerlich umweltfest eingepackt ein zehnfach verlängertes Plastikleben führt. Wieso immer mehr? Und wieso immer haltbarer (oder pseudohaltbarer … aber ich fang jetzt nicht auch noch mit Elektroschrott an)?

Ich fühl mich veräppelt! Und möchte doch zu gern mal wissen, wie ernähren sich denn bitte die Hersteller dieser latent „vergifteten“ Lebensmittel? Und wie schützen sie sich vor Regen?


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7-Minutes-Workout-Challenge

So – nun isses soweit. Der Februar und somit die angekündigte 7-Minutes-Workout-Challenge setzt ein.

Mit dem Sport hapert es einfach immer mal wieder bei mir. Mit meinem Aroha habe ich zwar eine langfristige mir spassmachende Sportart gefunden, aber ich würde schon gerne wieder laufen und meinen Körper ein bißchen formen.

Seien wir ehrlich, es ist schon klar, dass mich ein Ü100kg – Mann als athletisch betrachtet – aber realistisch ist das nicht. Das ist noch nicht mal im Bereich des Vorstellbaren. :( Nun – denn dann muss es halt mal in die Richtung gehen.

7-Minutes-Workout ist eine App, die man sich bequem aufs Smartphone ziehen kann. Es ist relativ einfach durchzuführen, denn man braucht nicht viel. Etwas Platz zum Liegen, einen Stuhl und eine Wand. Und sieben Minuten sind nicht wirklich lang (okay – bei manchen Übungen kann sich die Zeit ziehen wie Kaugummi … *hust*).

Jede der zwölf Übungen dauert 30 Sekunden und ich schätze man sollte mindestens 10 – 20 Mal die Übungen durchführen. Ich hoffe, ich steigere das auf grandiose Weise im Laufe der kommenden vier Wochen. :)

Manche der Übungen ändere ich ein wenig ab – denn so der Fitness-Crack bin ich nicht. Oder sie fordern mich ganz anders heraus – wie z.B. Übung 1 – der Hampelmann.

Meine Jungs sassen am Esstisch und haben gemalt oder sich anderweitig beschäftigt. Ich hüpfe also los und mir rutscht gleich mal raus: „Oh weh – die Übung hasse ich jetzt schon, da bleiben die Hupen nicht am Platz!“ Ich hab das eigentlich ganz leise gesagt, aber von der Seite kommt der Kommentar meines Jüngsten (von dem ich dachte, er denkt, dass Hupen grundsätzlich in Verbindung mit Autos gebracht werden): „Doch  – tun sie!“  Kurzes Stocken im Hüpfen meinerseits … O_o „Oder nee –  doch nicht, Mami!“  Daraufhin der ältere Bruder: „Welche Hupen???“

Suuuuuper!!! Guter Start. :’D

Liegestützen (3) führe ich abgeschwächt auf dem Stuhl abgestützt durch. Reicht für mich …  Und bei der (7) nehme ich ebenfalls noch mal die Stuhlliegestütz mit!

Der Plank (8) ist danach etwas heftig. Die 30 Sekunden in diesem Stand zu verharren, ziehen sich … uiuiui. Kurz vor Ende streicht mir auch noch der Kater durchs Gesicht. *aaaahhhhh* Ich will gar nicht wissen, was der denkt.  „Mami – Du hast noch die Pudelmütze auf“ … upps – stimmt. Ich kam ja grad vom Sport.

(11) – nee, das pack ich auch nicht. Da bleibe ich seitlich liegen und mach einen 90°C – Winkel hoch und runter mit dem jeweiligen Bein. Wisst ihr, was ich meine?

Dann würde ich mal sagen: auf geht’s! :) Macht ruhig mit.