Das Leben ist wild!


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Aufs Huhn gekommen!

„Wessen Idee war das denn?“ – „Na – da fragst Du noch??? Meine! :’D“

So oder ähnlich sind die Reaktionen, wenn die Leute hören, dass wir Hühner halten möchten. Noch dazu in einer Wohnsiedlung. Die meisten reagieren sehr positiv und wollen natürlich auch gleich ein paar Eierchen von unseren voraussichtlich glücklichen Hühnern.

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Quelle: Pinterest

Nachdem ich nun fast ein Jahr mit der Idee schwanger gegangen bin, hat sich das ganze Projekt im Laufe des letzten halben Jahres manifestiert: konkret einen Hühnerhalter mit kleiner Aufzucht ausfindig gemacht, die ersten Hühner im fremden Garten besichtigt, den Stall ausgewählt und und und …

Und weil ich gerne gelbe Zwergwyandotten haben wollte, hat es eben seine Zeit gedauert. Aber gestern war es endlich soweit. Dotti, Theodora und jetzt auch Emma („Mama, die ist so schüchtern, das ist Emma!“) und das Hühnchen Nr. 4  (manchmal müssen Namen sich erst finden, bevor man weiß, dass sie passen) sind eingezogen. „Eineiige“ Vierlinge. Bildhübsch, aber noch nicht vor die Kamera zu kriegen, weil immer eine Leiter die Sicht versperrt. Wobei – das Huhn, dass die Zügel fest in der Hand hat, ist mit aller Wahrscheinlichkeit Dotti. Die weiß, wo es langgeht. Oder – wo das beste Körnchen zu finden ist.

Deshalb also müsst ihr Euch gedulden! :) Ich weiss – außerdem habt ihr noch was anderes hier erwartet, aber auch da müsst ihr Euch gedulden, bis das Licht so stimmt, dass ich die kleine Rennziege gut ablichten kann. :’D

Was wäre das Leben denn ohne Überraschungen?

Positiv ist, dass die Ladys quasi alles an Grünzeug futtern, was sich an Biomüll ansammelt. Gestern gab es Zucchinispaghetti und ich hab erst überlegt, dass ich aus den Zucchiniresten noch eine Gemüsepfanne zaubere, mich dann aber entschlossen, es den Damen zu geben. Beim Reinlegen dachte ich noch: „Diese Stücke kriegen die nieeeee niemals nicht weggefuttert …“ – wurde aber eines besseren belehrt. KEIN KRÜMEL ist übrig geblieben. O_o

Für mich Abfallvermeiderin natürlich eine grandiose und nützliche Sache!!!

Und ich kann Euch sagen, es wird viel Gemüseschalengedöns anfallen, denn ich esse derzeit fast nichts anderes. Was ebenfalls den positiven Nebeneffekt eines Gewichtsverlusts von fast 5 Kilo mit sich gebracht hat.

:) Ich freu mich!

 

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Im W-Rausch!?

Heute wird ein schwieriger Tag. Ich weiss, es ist vielleicht nicht unbedingt zielführend, dies schon vor neun Uhr morgens zu schreiben. Aber heute ist wirklich eine Herausforderung. Und dieses Gefühl schleppe ich schon seit Tagen mit mir rum.

Warum?

Weil ich gleich in die Stadt fahre, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Schwierige Kiste. Wer Kinder hat, weiß, dass man kein minimalistisches Weihnachtsfest (geschweige denn komplett plastikfrei) umzusetzen vermag. Ich zumindest kann es nicht. Die Wünsche meiner Kinder respektiere ich. Öhm … meistens.

Rückblick: „Mama, das ist mein Wunschzettel! Ich hab alles aufgeklebt …“! „–„! „Na gut, die Paprika kannst Du auch weglassen!“. „Ach so, aber über das Induktionskochfeld, den Standmixer und die Edelstahlschüsseln (hach – es bleibt was hängen) sollten wir vielleicht doch dann auch mal reden.“ – „Warum???“ …

Letztes Jahr hat er ein kleines Topfset und eine Pfanne bekommen. Wenn er mal auszieht, ist er ausgerüstet. O_o Aber ein Induktionskochfeld im Kinderzimmer geht jetzt doch einen Tacken zu weit. Dann weiche ich doch lieber auf die Lego-Wünsche aus.

Der Große ist inzwischen vom BMX abgekommen und wünscht sich lieber ein Airbrush-Set. Bücher, Skaterrampen und neue Fußballschuhe … all sowas.

Und ich? Ich wünsch mir immer noch nichts. Aber wenn man Menschen in der Familie hat, die seit Wochen Wunschzettel fordern, dann wird man mürb. Um des Frieden willens. Sonst gibt es irgendeinen Mist, den ich wirklich nicht gebrauchen kann. In meinem Teil der Familie haben wir diese Schenkerei abgestellt. Meine Mutter freut sich, wenn wir an Weihnachten zusammenkommen. Zeit ist ein wichtiges Gut, wenn die Eltern älter werden.

Aber in der Familie meines Mannes wird hartnäckig auf Wunschzettel bestanden. Schwierig. Und da hier der klassische Schwiegertochter – Fall vorliegt, bin ich bei manchen Dingen beugsam. So wünsche ich mir ein Buch. Oder zwei. Und zwar über die Hühnerhaltung. So!!! Und wenn sie möchten, können sie mir einen Gutschein für zwei Hühner meiner Wahl schenken.

:’D Ich würde zu gern die Gesichter sehen.

Oh während ich schreibe, kommen mir noch mehr Ideen. Ich möchte nämlich im Frühjahr ein Hochbeet anlegen. Dafür müssen die alten Rosensträucher (ich höre das Aufstöhnen jetzt überall, aber ich kann mit diesem Rosengedöns nicht) weichen. Da wäre ein Gutschein vom Baumarkt auch nicht schlecht. Ha!

Und im Gegenzug? Denn der ist ja in meinem Fall auch da. Schwierig. Wirklich schwierig. Ihr seht, ich muss schauen, welche Inspiration kommt, wenn ich in der Stadt bin. Hoffentlich steh ich das durch. Meine Lust, mich durch die Menschenmassen zu quälen ist klein. Online bestellen mag ich gerade auch nicht.

Ich bin kniesig.

Ja, das bin ich …


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Dotti und Theodora!

Das ist die Geschichte von Dotti und Theodora. Die einmal sein werden.

Ihr wisst es nicht, aber seit Moooonaten spukt in meinem Kopf eine Idee herum.

Diese Idee war plötzlich gestern von jetzt auf gleich nur noch ein Fitzelchen weit von der Realität entfernt. Aber von Anfang an …

Vor einigen Monaten habe ich das Buch „Anni und Alois“ gelesen und war sooo begeistert. Vor allem hat mir die Hühnergeschichte sehr gut gefallen. Die Anni züchtet nämlich ihre eigenen Hühner. Nicht irgendwelche – sondern sogar eine ausgefallene Sorte. :) Seitdem finde ich die Hühnerhaltung gar nicht so abwegig. Meine Oma hatte auch Hühner … und eine Ziege. Wieso nicht auch ich?

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel ... :D

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel … :D

Als ich diese Idee das erste Mal im Sommer kundtat („nächstes Jahr haben wir Hühner!“) schauten mich zwei Augenpaare entgeistert und eines begeistert an. Mein Jüngster hat genauso gern wie ich verrückte Ideen. Aber natürlich war mir klar, dass das nicht aus einer Laune heraus gehen kann.

Der erste Funke war entzündet. Als wir bei Manufaktum waren im Sommer, fand mein Mann ein tolles Buch über Hühnerhaltung. HA!!! Und gestern kam er zu mir.

Wir haben gerade Markt und ich hatte Standdienst (wir verkaufen fünf Tage lang im Familienverbund Grünkohl … aber das ist eine andere wilde Geschichte). „Du, Schatz. Der Cliff (ein Freund) kauft am Montag auf dem Viehmarkt Hühner. Er sagt, wenn Du einmal in der Woche zum Füttern kommst, kannst Du auch zwei kaufen und bei ihm unterbringen. Die Eier kannst Du auch haben.“

Das … wirft er mir so hin. AAAAAHHHHH!!!! Da bin ich ganz schön herumgesprungen. Ich und Hühner!!! Da brauchte ich auch gar nicht lang überlegen. „Ja, ich will!“ :D Nachts um eins habe ich meinem Hühner-Freund noch gleich eine Nachricht geschickt und heute wollten wir uns treffen, um alles zu bereden.

Bis zum Treffen war alles klar bei mir. „Lucy“ … das ist ein hervorragender Name für ein Huhn. Lucy heisst auch die Protagonistin eines meiner liebsten Filme … Und das andere? Von „Mullewapp“ bis „Petterson und Findus“ habe ich alle Hühnernamen runtergeleiert. „Theodora“ (sprich: Thsiodora)! So werden sie heissen. Wunderbar. Wahnsinn. Naja … aus Lucy wurde Dotti. Was ich noch viel toller finde. :)

Wir haben uns also heute auf dem großen Jahrmarkt in trixtown getroffen. Am Grünkohlstand. Und haben über Hühner geredet.

Oh und wie bin ich übergesprudelt vor Begeisterung. Wisst ihr, man kann mich von jetzt auf gleich begeistern. Das ist ein tolles Gefühl. Die Energie durchfährt mich dann in Strömen und alles pulsiert wie wild. „Ja – ich will. Ich komme supergerne zum Füttern vorbei. Haltet ihr die Hühner im Garten? Ihr wohnt doch noch in der Edelstraße?!“ -“ Äh …“ – „In trixtown!!!“ – „Naja. Wir sind im Februar umgezogen. Wir wohnen nicht mehr in Hochheim.“

Katscheng. O_o

Diese kleine Detail hat mir mein Mann unterschlagen. „So. Nicht …?“

„Nein – wir wohnen in …“ (halbe Stunde Autofahrt entfernt) Dieses Detail war mir in der Tat unbekannt. Meinem Mann allerdings auch muss ich zur Ehrenrettung sagen.

Mit großen Augen schaue ich meinen Freund an. Dotti und Theodora sind ganz weit weg.  „Oh nein. Ich fürchte, dann kann ich doch nicht einsteigen … bei unserer Hühnerconnection.“

Ich bin wehmütig. Aber im Nachhinein ganz froh. Ich mache ja gerne spontane Dinge. Aber was, wenn ich nicht mit der Hühnerhaltung klargekommen wäre? Ich lese mich jetzt ernsthaft ein.

Im Februar habe ich Geburtstag … und meine Freundinnen, denen ich die Story erzählt habe,  hatten heute abend schon eine wunderbare Geschenkidee!!! ;)

… Fortsetzung folgt … :D