Das Leben ist wild!


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Mohnblütensirup!

Da war ich also angefixt. Und weil ich gerne ein bißchen Bewegung einbauen wollte, habe ich mich gestern aufs Rad geschwungen. Meiner Erinnerung nach wusste ich auch noch genau, wo ich so ein großes Klatschmohnfeld finden konnte.

Tja – Pustekuchen. Dieses Jahr wächst da was ganz anderes. O_o

Egal – einmal auf dem Feldweg unterwegs, habe ich mich auf die Suche gemacht und habe überall, wo Ansammlungen von Klatschmohn war, einige Blütenblätter mitgenommen. Da ich nicht radikalerweise immer einen Abschnitt abgrasen wollte, dauerte das Unterfangen (Rauf aufs Rad – runter vom Rad, rauf aufs Rad – runter vom Rad) doch etwas länger als gedacht.

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Ein bißchen Beifuss habe ich ebenfalls mitgenommen und auch einige Lindenblüten (wobei ich die nur testweise eingesammelt hatte, weil ich gar nicht wusste, ob es tatsächlich Lindenblüten waren).

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Das Rezept ist im Grunde ganz einfach. Die Mohnblüten (meine Sammelerei ergab 20 g …) habe ich mit 100 ml kochendem Wasser aufgebrüht und auf der warmen Herdplatte ca. eine Viertelstunde vor sich hin ziehen lassen. Danach wird die Flüssigkeit durch ein Sieb abgegossen und nochmals im Topf mit 100 g Zucker aufgekocht. Manche lassen es vor sich hinsimmern, muss aber nicht. Der Zucker muss vollständig aufgelöst werden und dann kann man es noch etwas köcheln lassen. Bei der kleinen Menge hatte ich etwas Angst, mir verdunstet sonst alles.

Umgefüllt habe ich den Mohnblütensirup in eine kleine Flasche. Haltbar ist es so bis zu einem Jahr.

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Angewendet wird der Sirup bei Reizhusten (drei Teelöffel täglich). Da ich diesen gerade habe, probiere ich das doch gerne mal aus. :) Ganz einfache Sache, wirklich!!! Ich bin begeistert.

 

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Nörgelei!

Wenn ich krank bin (jetzt schmerzt mein Hals nicht nur außen, sondern auch innen … und gehustet hab ich auch die ganze Nacht), dann habe ich die Eigenart zu nörgeln. So. Da könnt ihr jetzt mal grad gaaaar nix dran ändern. Und weil nur ein stoisch ruhiger Kater neben mir liegt, den das nicht die Bohne juckt, müsst ihr das jetzt eben mal ausbaden.

Wisst ihr, was mich ankäst, während ich hier so liege und Zeit zum Nachdenken habe, ist, dass sich meine Bemühungen um plastikfrei in manchen Bereichen so schleichend langsam entwickeln. Das ist vielleicht ein Mist. Im Bad fällt derzeit nämlich schneller der Unterwäsche-Badutilities-Waschlappen-Schrank auseinander als dass ich das ganze Duschgel aufbrauchen kann! Das ist aber auch  schwierig, wenn man zu jeder Gelegenheit Duschgel (auch gern für die ganze Familie) geschenkt bekommt. *argh* („Stimmt – ich hatte vergessen, dass ihr ja kein Plastik mehr wollt“) Glücklicherweise isses grad so heiss … der Sprung unter die Dusche kommt da etwas häufiger vor, man will ja seine Nachbarn nicht geruchsmässig in die Flucht schlagen. Obwohl …

Ich red mir das immer schön, denn im Grunde ist es gut, zu entschleunigen und nicht alles auf einmal zu wechseln. Auch fürs Portemonnaie. Aber trotzdem. TROTZdem!!!

Und dann bringt es mich auf die Palme, dass ich immer noch so viel Klamotten hier rumliegen habe, dass das, was sich hier auf dem Geländer vom Bett tummelt, genauer betrachtet, die dreifache Menge dessen ist, was von meinem Mann da hängt (gelogen … die … 7 fache Menge …) Bei ihm hängen zwei Hosen und ein T-shirt. Pffff … Vielleicht bringt mich auch zum Kochen, dass ich so unorganisiert bin und nie – nie – niemals ein ordentlicher Mensch werden KANN! Ich existiere in meinem kleinen Mikrochaos. Für diese Woche habe ich mir vorgenommen: ich werde Herrin über all diese Kleiderberge. Wo kommt das nur alles her? Ich hab doch gar nichts mehr? O_o

Der Kater hat sanft die Augen geschlossen und ruht immer noch unbeeindruckt neben mir. Ich dachte, Katzen spüren die kleinste Gemütsregung und er flüchtet gleich, ob der Gefahr einer drohenden Dosenöffnerexpolosion?! Wer hat eigentlich dieses Wort erfunden. Nicht, dass ich Mutter, Putzfrau, Heilpädagogin, Vergnügungsministerin, Geliebte, Bügelfroillein und was weiss ich denn alles bin: nein!!! Reicht nicht. Jetzt bin ich auch noch ein Dosenöffner. Ich schätze, Katzen würden einen anderen Namen wählen. Jetzt mal ehrlich. Dosi … noch viel beknackter. Gestatten. Mein Name ist Dosenöffner. Dosi Dosenöffner.

Und wenn ich dann nicht mehr krank bin: wieso finden alle Veranstaltungen inkl. Hochzeitstag (’schuldigung, Schatz, falls Du das liest. Du weisst, ich bin krank und da MUSS ich nörgeln) an einem Tag statt? Und zwar alle Veranstaltungen. Für jedes Familienmitglied. Der eine hier, der andere da, die nächsten beiden wieder hier und am besten das Ganze mit einem Kuchen, in Sportlaune, kunstbegeistert, motiviert, engagiert … und überhaupt! Romantisch! Romantisch hab ich glatt vergessen (’schuldigung, Schatz, falls Du das liest. Du weisst, ich bin krank und da MUSS ich nörgeln – und vergesslich werde ich dann eh).

Ich nörgele ja jetzt nur im Kleinen – von der globalen Erderwärmung fang ich gar nicht an. Man soll ja immer brav vor der eigenen Haustür kehren. Was ich auch brav jeden TAG MACHE!!! Denn seit einer Woche fällt die überdimensionierte Fuchsie täglich fünf mal um, das arme Ding, und im Vorgarten sieht es aus wie Bombe. Gestern habe ich dann im Schweisse meines Angesichts die Fuchsie umgetopft. Schluß mit sinnloser Fallerei. Festgemeisselt steht sie da. So. Basta.

Vor der Haustür wird es nicht besser, denn wenn man krank ist, dann hat man so gar keine Lust auf Hausarbeit. Ein elendiger Kreislauf. Und dann regt man sich auf. Und dann wird man nicht gesund. So. Basta. Nochmal.

Und deshalb. Und weil ich mir jetzt die Puste ausgeht und weil ich langsam nicht mehr „und“ schreiben mag, sondern mich dem Tag stellen werde … brav, zivilisert, unfähig vor Halsschmerzen zu reden … hör ich jetzt auf mit der elendigen Nörgelei. So. Basta. Endgültig.

tiger sofa

„Ich mach Dich gesund!“ Janosch

 

 

„Ich mach Dich gesund“  sagte der kleine Bär

;)

Sag doch mal  „Bouillon“ …


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Liebling, wie war die Woche? #14

Tja – ihr Lieben … das Jahr neigt sich dem Ende zu. Kontinurierlich bleibe ich meinem Wochenrückblick treu, auch wenn die Fotos manchmal etwas spärlich sind. ;)

In der vergangenen Woche bahnte sich ein kleines bißchen Kranksein den Weg zu mir. Interessanterweise hab ich den Schnupfen mal einfach so ausgelassen und was mit Halsschmerzen begann, wuchs sich zu einer netten Einheit Bronchialasthma aus. Am Freitagmittag hat es mich dann mal eben aus den Latschen gehauen. Kopfschmerzen wie bei einem Migräneanfall (kenn ich gar nicht) – mir war sowas von schlecht, dass ich nur mit Müh‘ den Weg zum Bad geschafft hab. *würx* Mein Mann hatte gerade Mittagspause und dachte, er kommt mal vorbei … um dann festzustellen, dass seine Frau halbtot auf dem Bett lag. Füsse hingen noch runter … weil ich es nicht geschafft hatte, die Schuhe auszuziehen. Bei näherer Betrachtung war das Ausmaß doch – öhm – etwas größer und so sammelte er die Wasserkästen vor der Haustür ein – ebenso wie das Portemonnaie (wir wohnen ja glücklicherweise in einer ruhigen Gegend), die Daunenjacke im Flur hat er brav aufgehängt – die lag mitten im Weg. Die Einkaufstasche hatte ich zwischen Haustür und Küche irgendwie abgestellt und den Rest hab ich grad vergessen … hm. Na – egal.

Nach zwei Ibus und zwei Stunden strikter Bettruhe hatte ich mich berappelt – ging ja nicht anders. Aber Teile meines Tagesplans hab ich einfach ausgelassen. Doch es gibt Dinge, die frau tun muss – egal wie …  den Auftritt des Jüngsten auf dem W-Markt z.B. – unglückliches Zusammentreffen von Krankheit und Showbiz. Doch nun …

Gegessen:

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Unten rechts … ein fixes Essen auf der Arbeit, als Beilage drei Telefone! Die Frikos sind nur mit Tartar. Besser ist das. Unten links – selbstgemachte CW. Oben rechts dann mal gesund gemischt. Ich steh total auf Nudeln-Brokkoli. Das ist eine geniale Mischung. Und oben links dann mein Highlight heute morgen. Ich war nämlich etwas traurig, dass ich im Bett besser liege als am Frühstückstisch zu sitzen, also bekam ich mein 2.Advents-Frühstück-Spezial! :) Mit Kerze und W-Serviette. Hach …

Getragen:

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Im Moment sieht man mich mit Schal, Tuch und allem, was den Schwanenhals wärmt. Ich trag ja eher uni … aber ich fand das T-Shirt klasse. :) Ich bin wirklich in Weihnachtslaune. Rechts auf dem Foto – man sieht es kaum, trage ich eine Anstecknadel – ich bin quasi eine Adventskalendertrix. Die Buttons hab ich im letzten Jahr gekauft und finde es prima, sie zu recylen. Jeden Tag ein neuer Button mit der aktuellen Zahl!

Gelesen:

Ich mache gerade mit dem „Lied von Eis und Feuer“ weiter. Also eins muss man sagen: der Kerl hat echt Ausdauer. Richtig klasse waren die Bände 3-6 … glaube ich. Das geht schon mal verschütt. In weiten Teilen hätte man die Bände kürzen können und was mich richtig geärgert hat ist, dass in einem oder zwei Bänden die Charaktere einfach mal pausieren. So etwas mag ich nicht, denn bei einem so dicken Epos entwickeln sich zwangsläufig Vorlieben und man will wissen, wie es weitergeht. Da das Buch eine sogenannte Point-of-View-Erzählweise hat, fällt das Zusammenführen von Handlungssträngen teilweise weg oder es kam noch nicht dazu (wir haben ja alle Zeit der Welt …).Ich halte aber durch. ;) Weil der Autor gut schreibt.

Nunja – das Motto ist  Programm: „Der Winter naht …“ mal schauen, wie kalt er wird.

Dann lese ich gerade die aktuelle „Neon“. Ich mag sie ganz gerne. Und zu alt dafür finde ich mich auch noch nicht, auch wenn man merkt, dass sie doch sehr auf das studentische Alter ausgelegt ist. Beautykillefitz sucht man dort wohl vergeblich. Es sei denn, es ist politisch oder sozialkritisch in einen Artikel zu pressen.

Gehört:

Meinen beiden Kinder bei der Hausmusik. *stolzgeschwelltemamabrust* :)

Gefreut:

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Über makellosen Eischnee. Wow – ich find das immer wieder beeindruckend. Über meinen Lindt-W-Kalender. Zu den kleinen Schokoladenüberraschungen gibt es jeden Tag ein Sprüchlein. Ich steh auf sowas. Damit kriegt man mich immer. Über den kindlichen Glauben an den Weihnachtsmann. Ein kleiner Ausschnitt gefällig? „Mama, ich weiss, wie der W-Mann das macht, dass er allen Kindern gleichzeitig was bringen kann!“ – „Achja?! Wirklich?! (erstaunter Blick, Augenbrauen hochgezogen)“ Ich erwarte jetzt die zwangsläufig kommende Antwort, dass es den W-Mann gar nicht gibt. Schade, eigentlich. „Aber klar. Zauberei. (theatralische Pause) Er hält einfach die Zeit an!“ Tja… alles hätte ich erwartet , aber dass es soooo einfach ist. :D Kinderglaube ist unerschütterlich. Im Zeitalter von Starwars und Harry Potter (wobei er dafür noch zu klein ist)  kommen ganz eigene Komponenten dazu. „Wer hat Dir das denn erzählt?“ – Achselzucken: „Der Papa!“ Und auch dieser Glaube ist allmächtig. ;) Wir Eltern sind Superhelden. Irgendwie. :)

So – und nun verkrümele ich mich wieder unter die Decke. Ausruhen. Gesundwerden. Ach … da fällt mir noch was ein:

Gesundung:

Ich nehm sie ja – aber ich versteh eines nicht. Sie helfen prima und ich muss kein schulmedizinisches Antibiotikum nehmen. Die Rede ist von

Angocin ist rein pflanzlich und ich falle nicht in die komplette Krankheitsspirale. ABER ich nehme davon ja auch gerade 5 x täglich 4 (VIER) Tabletten. Heisst – ich habe zwei Riesenpackungen Tabletten hier. Warum um alles in der Welt kriegt man die Inhaltsstoffe nicht in 1 (EINE) Tablette??? Meinetwegen auch zwei. O_o Nein – VIER! Ich versteh es nicht … ehrlich! Vielleicht liest das ja der Hersteller und kann mir die Frage beantworten. ;)

Und nun – ab unter die Decke, frau trixen. Gesundwerden! :)


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Grippalgalaktisches Intermezzo!

„Es war einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis …“

Tage vorher hatte der junge Jedi sich beunruhigt geäußert: „Ich hab da ein ganz mieses Gefühl.“ Als der Angriff kam, kam er also nicht ganz unerwartet … nicht ganz …

Über Nacht hatten sich Schnusten und Hupfen zusammengerottet, ihre Freunde Hals- und Kopfschmerz mobilisiert und einen Großangriff auf das Mutterschiff durchgeführt.

Der Angriff war nicht abzuwenden gewesen. Schnell war klar, dass die Schutzschilde nahezu mühelos ausser Gefecht gesetzt werden konnten. Und nachdem diese einmal gefallen waren, wurde der ganze Mutterapparat überwältigt und in all seinen Bestandteilen besetzt. Jede Ebene, auf der die tapferen Blutkörperchen auf Abwehr bedacht waren, jede Zelle, die sich standhaft gegen die feindliche Übernahme wehrte, wurde überwältigt und ihrer Kampfkraft beraubt.

Mit großem Trara (*HATSCHI*HATSCHI*HATSCHI*) und dem dazugehörigen Donnerwirbel (*HUSTRASSELKEUCH*HUSTRASSELKEUCH*) hielten die feindlichen Besetzer Einzug.

Warum habe ich das Gefühl, dass wir noch eine primitive Lebensform aufgelesen haben?“ fragte sich der Jedi. Sein Droide antwortete wie immer in diesen Momenten mit äußerst ermutigenden Kommentaren: „Nur grippale Sturmtruppen arbeiten so präzise, Master“

Als die letzten schweren Gefechte vorerst eingestellt wurden, machten sich die verbliebenen Rebellen unter dem Kommando des jungen Jedi daran, der feindlichen Invasion Einhalt zu gebieten. Wäre doch gelacht, wenn die Macht sie verlassen hätte. „Ein Jedi benutzt die Macht für das Wissen zur Verteidigung. Niemals zum Angriff.“ hatte sein alter Lehrmeister ihm beigebracht. Ein ausgeklügeltes System zur Erhaltung der lebensrettenden Maßnahmen wurde sogleich in aller Stille eingeleitet: die Maschinen wurden hochgefahren, bis die Systeme kochten, die Zauberwaffe „Solanum tuberosum“, welche die Rebellen auf dem Planeten der Nachtschattengewächse zufällig entdeckt hatten, wurde hinzugefügt. Nach entsprechend langer Wartezeit konnten die Wundergewächse in ihre Einzelteile zerkleinert werden und zur Verteidigung des Mutterschiffes eingesetzt werden.

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

Der Kampf ist nun also eröffnet und wir wissen noch nicht, wie er ausgeht. Während die Welt sich noch fragt, ob der Winter tatsächlich naht, geht es in dieser weit, weit entfernten Galaxis rund.  Werden sich die Rebellen gegen die feindliche Invasion durchsetzen können? Wird die Macht mit ihnen sein? Können die Nachtschattengewächse an entsprechendem Einsatzort ihre volle Wirkung entfalten? Wir werden es sehen …

PS. ich weiss echt nicht, wieso ich immer in diese Story abtauche, wenn ich krank werde … :’D