Das Leben ist wild!


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Dotti und Theodora!

Das ist die Geschichte von Dotti und Theodora. Die einmal sein werden.

Ihr wisst es nicht, aber seit Moooonaten spukt in meinem Kopf eine Idee herum.

Diese Idee war plötzlich gestern von jetzt auf gleich nur noch ein Fitzelchen weit von der Realität entfernt. Aber von Anfang an …

Vor einigen Monaten habe ich das Buch „Anni und Alois“ gelesen und war sooo begeistert. Vor allem hat mir die Hühnergeschichte sehr gut gefallen. Die Anni züchtet nämlich ihre eigenen Hühner. Nicht irgendwelche – sondern sogar eine ausgefallene Sorte. :) Seitdem finde ich die Hühnerhaltung gar nicht so abwegig. Meine Oma hatte auch Hühner … und eine Ziege. Wieso nicht auch ich?

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel ... :D

Begrüssungshahn auf dem E5 am Ziel … :D

Als ich diese Idee das erste Mal im Sommer kundtat („nächstes Jahr haben wir Hühner!“) schauten mich zwei Augenpaare entgeistert und eines begeistert an. Mein Jüngster hat genauso gern wie ich verrückte Ideen. Aber natürlich war mir klar, dass das nicht aus einer Laune heraus gehen kann.

Der erste Funke war entzündet. Als wir bei Manufaktum waren im Sommer, fand mein Mann ein tolles Buch über Hühnerhaltung. HA!!! Und gestern kam er zu mir.

Wir haben gerade Markt und ich hatte Standdienst (wir verkaufen fünf Tage lang im Familienverbund Grünkohl … aber das ist eine andere wilde Geschichte). „Du, Schatz. Der Cliff (ein Freund) kauft am Montag auf dem Viehmarkt Hühner. Er sagt, wenn Du einmal in der Woche zum Füttern kommst, kannst Du auch zwei kaufen und bei ihm unterbringen. Die Eier kannst Du auch haben.“

Das … wirft er mir so hin. AAAAAHHHHH!!!! Da bin ich ganz schön herumgesprungen. Ich und Hühner!!! Da brauchte ich auch gar nicht lang überlegen. „Ja, ich will!“ :D Nachts um eins habe ich meinem Hühner-Freund noch gleich eine Nachricht geschickt und heute wollten wir uns treffen, um alles zu bereden.

Bis zum Treffen war alles klar bei mir. „Lucy“ … das ist ein hervorragender Name für ein Huhn. Lucy heisst auch die Protagonistin eines meiner liebsten Filme … Und das andere? Von „Mullewapp“ bis „Petterson und Findus“ habe ich alle Hühnernamen runtergeleiert. „Theodora“ (sprich: Thsiodora)! So werden sie heissen. Wunderbar. Wahnsinn. Naja … aus Lucy wurde Dotti. Was ich noch viel toller finde. :)

Wir haben uns also heute auf dem großen Jahrmarkt in trixtown getroffen. Am Grünkohlstand. Und haben über Hühner geredet.

Oh und wie bin ich übergesprudelt vor Begeisterung. Wisst ihr, man kann mich von jetzt auf gleich begeistern. Das ist ein tolles Gefühl. Die Energie durchfährt mich dann in Strömen und alles pulsiert wie wild. „Ja – ich will. Ich komme supergerne zum Füttern vorbei. Haltet ihr die Hühner im Garten? Ihr wohnt doch noch in der Edelstraße?!“ -“ Äh …“ – „In trixtown!!!“ – „Naja. Wir sind im Februar umgezogen. Wir wohnen nicht mehr in Hochheim.“

Katscheng. O_o

Diese kleine Detail hat mir mein Mann unterschlagen. „So. Nicht …?“

„Nein – wir wohnen in …“ (halbe Stunde Autofahrt entfernt) Dieses Detail war mir in der Tat unbekannt. Meinem Mann allerdings auch muss ich zur Ehrenrettung sagen.

Mit großen Augen schaue ich meinen Freund an. Dotti und Theodora sind ganz weit weg.  „Oh nein. Ich fürchte, dann kann ich doch nicht einsteigen … bei unserer Hühnerconnection.“

Ich bin wehmütig. Aber im Nachhinein ganz froh. Ich mache ja gerne spontane Dinge. Aber was, wenn ich nicht mit der Hühnerhaltung klargekommen wäre? Ich lese mich jetzt ernsthaft ein.

Im Februar habe ich Geburtstag … und meine Freundinnen, denen ich die Story erzählt habe,  hatten heute abend schon eine wunderbare Geschenkidee!!! ;)

… Fortsetzung folgt … :D

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Eingeschlichene Dekadenz!

Es gärt und arbeitet und beschäftigt mich intensiv. Während der letzten Wochen habe ich immer mal wieder in Blogs zum Thema „Nachhaltigkeit“, „Überfluss“ etc. gelesen. Man kommt zwangläufig dazu, seine Gewohnheiten zu überdenken. Außerdem habe ich immer noch das „Happiness Project“ von Gretchen Rubin neben meinem Bett liegen, das mich immer wieder einfängt. Mein Leben ist Veränderung. Permanent.

Parallel Im Einklang dazu habe ich den Versuch gestartet, mein Essverhalten (wieder einmal) zu überdenken. Ich esse seit zwei Wochen achtsam  aufmerksam. Viel Gemüse, gute Nahrungsmittel, wenig Rumgestopfe (bis Weihnachten isses ja noch a weng).

Und ich muss sagen, dieser Funke der Achtsamkeit dehnt sich plötzlich auf alle meine Lebensbereiche aus. Ich schaue mich im Haus um und denke: „Mist, Mist, Mist!!!“ Millionen Kleinteile. Es ficht mich an, wie es einem Vier-Personen-Haushalt gelingen kann, das Haus so vollzustopfen. Aber zurück zum Anfang.

Wiki sagt:

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen – Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht.

Ein alltagssprachliches Begriffsverständnis, das aussagt, dass etwas noch lange Zeit andauern, bestehen, nachwirken oder sein kann bzw. soll, nachdem es gebaut, begonnen und/oder in Bewegung gesetzt wurde. (ichfüge: „gekauft“ hinzu – ich dehne ja gern die Begrifflichkeiten und das allgemeine Verständnis dafür)

Überfluss bezeichnet den Zustand, dass eine Menge von etwas, die viel größer ist als der Bedarf, vorhanden ist. (Mein Sohn würde jetzt sagen: „bei Lego muss das so sein!“)

Wisst ihr, der Gang über die Alpen vor ein paar Wochen war sehr prägend für mich. In sechs Tagen unterwegs mit einem 7-Kilo-Rucksack. Da war nur das Notwendigste drin und mir hat nichts gefehlt. Okay – es war wirklich eine sehr minimalistisch angelegte Reise und auf einem 3000m-Pass braucht man tatsächlich wenig Schnickschnack, aber dennoch. Wieso sollte es nicht auch hier gehen? Ein Blick zur Seite zeigt mir eine überflüssig große Menge an Weingläsern aller Coleur. Der Blick nach vorne streift mein Wohnzimmerbücherregal … zu viel. In die Küche gehe ich jetzt nicht. O_o Aber ihr könnt Euch vorstellen, was ich meine.

Wie erwähnt – es gärt. Aber mir ist klar, dass ich sofort in die Wüste geschickt werde, wenn ich jetzt anfange, alles rauszuschmeissen und das Haus zu entrümpeln. Ich fange wohl besser klein an. Alles auf einmal verdirbt ja zudem die Lust. ;)

Jede Woche drei – zehn Teile. Ist das machbar?Jede Woche etwas überdenken, analysieren, kategorisieren (brauchbar, haltbar, langlebig, mülltonnig) und auf seine „Liebenswertigkeit“ hin erfühlen, erleben, erspüren. Ist ja auch wichtig. Denn vieles, was ich besitze, hat einen ideelen Wert für mich. Hat nichts gekostet, ist einfach da. Evtl. mein Leben lang. Da kann ich mich doch nicht jetzt ratzfatz trennen. Anderes ist einfach so ins Leben getreten. Schwupp – da wars. Vielleicht sollte ich … ah … wieder ein Gedanke fürs „Liebling, wie war die Woche?“ – Projekt.

Auf jeden Fall ist der Gedanke dieser sich bei mir eingeschlichenen Dekadenz im Alltäglichen einer Überprüfung wert. Wie steht es bei Euch damit?

PS. Kleiner Nachtrag. Ich werde nie ein Minimalist, Purist oder etwas in der Art sein, aber manchmal geht mir der ganze Pröll einfach auf die Nerven. Zuviel von allem. Aber zu wenig wäre mir definitiv auch zu unheimlich. Die Gefahr des Klinischen wäre mir zu groß. Ich lebe ja. Und zu leben bedeutet ein Stück weit Vielfalt und Unordnung.

Vielleicht mag ich deshalb die Zeit im Wohnwagen ganz gern. Alles in klein!


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Liebling, wie war die Woche?

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Die Woche startet und ich hab gleich Flausen im Kopf, die allerdings schon einige Zeit reifen. Ich würde nämlich gern ein wenig Struktur in mein Chaos bringen (guter Witz, ich weiss). Es gibt – sagen wir mal so – diverse Schwachstellen in meinem kleinen gut eingerichteten Leben.

  • mein Kleiderschrank. Irgendwie hab ich immer zuwenig und zeitweise fühle ich mich stark shoppoholisiert. Ich will immerzu haben, haben, haben. Deshalb ist es meist eine schlechte Idee, mich alleine in die Stadt zu lassen. Geschäfte üben eine magische Wirkung auf mich aus. Vor allem Klamottenläden. Als bekennender Pinterest-Junkie ist das nicht besser geworden, im Gegenteil.
  • mein Kühlschrank. Na – vielmehr die Auswirkung auf mein Gewicht. Wie ihr wisst, esse ich gern. Und wie auch wisst, bin ich nicht naturschlank, habe eine Abnehmgeschichte hinter mir und versuche nun, diszipliniert und gradlinig (auch ein guter Witz, ich weiss) mein Gewicht zu halten oder sogar noch ein klitzewinziwenig zu reduzieren.
  • meine Ideen drumherum. Mir schwirrt soviel im Kopf rum. Ich lese unfassbar viel und nehme allerlei nutzloses Wissen auf wie ein Schwamm. Seltsamerweise genau das bestens hängen. Sinnvolle Informationen scheinen spurlos an mir vorbeizufliessen. Ja – das geht. Glaubt es mir. Diese etwas nutzlosen Informationen möchte ich an Euch weitergeben. In diesem Fall – diejenigen, die mich betreffen, die aber vielleicht Anregungen für Euch werden können. :) Liebenswert, oder nicht?!

Der „Liebling, wie war die Woche?“ – Post in Wort und tadaaaa Bild (!!!) kommt pünktlich sonntags … wann sonst? Nur – ich dachte, ich bereite Euch schon jetzt drauf vor. Vorfreude ist doch die schönste Freude!!! Ich hab noch mehr Ideen, aber irgendwo muss man ja anfangen, um Ordnung zu schaffen. Vielleicht lache ich mich in 10 Jahren mal darüber schief. :) Oder erfreue mich daran, dass mein Geschmack schon immer supergut und schräg war.

Aufgeregte Grüsse!!!


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Prolog!

Vor über einem Jahr habe ich mal einfach so – ganz spontan – und weil ich meiner alten Blogseite etwas überdrüssig war – diese Seite eingerichtet. Und das war es auch schon. Ende bevor es begann. Die Initialzündung hat einfach gefehlt.

Nun ja – in dentop-graph-seeker letzten Monaten bin ich viel gereist – in echt und in Gedanken. Dabei habe ich viele Ideen gesammelt. Ich habe geträumt vom Lieben. Habe die Berge durchwandert und das Leben erobert. Ab und an sind mir Verrücktheiten am Strassenrand zuteil geworden. Alles in allem ein gutes Startkapital, um sich hier häuslich einzurichten.

Seht es mir nach, wenn es anfangs noch etwas chaotisch ist, ich lerne ja noch! :*

Außerdem sind mir ja einige meiner Mädels schon auf die Schliche gekommen. *winkewinke*

 

 

Also gut dann – hinein ins Abenteuer!

lg