Das Leben ist wild!


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Da ist sie ja!

In grossen Schritten kommt der Herbst. Naja … er kommt. Zumindest insofern, als dass ich schon die erste Kürbiscremesuppe geniessen durfte. Und vielleicht werde ich gerade auch mutiger und probiere mich aus. Wer weiss …

Ich schreibe gerade übers Mobile. Das funktionierte die ganze Zeit nicht. Und mein Ladegerät für den Läppi ist mir verschluppt gegangen. Unfassbar. So sehr bin ich ins reale Leben zurückgekehrt. :)

Das Gewicht ist immer noch Thema! Inzwischen habe ich 8 kg abgenommen und merke, wie mein ganzes Sein dadurch an Lebensqualität gewinnt. Ich achte auf gute LebensMittel. Am Ende ist das Geheimnis tatsächlich: weniger essen, mehr bewegen.

Egal, welches der derzeitig angesagten Modelle zur Gewichtsreduktion man bevorzugt. Und glaubt mir … ich hab da so einiges ausprobiert.

Da ich jetzt weiss, dass ich problemlos per Handy posten kann, kommen auch wieder mehr wilde Gedankenposts. Es hat mir gefehlt. Und meine lieben Leser ebenso.

Jetzt braucht es nur noch ein schickes Bild … ob ich das auch hinbekomme? :’D

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Klappt! Jubdiduh!!! Ich freu mich! :)


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Jane Fonda und der Plastikwahnsinn!

Gestern als ich in meine schicke türkisfarbene Tight geschlüpft bin (ja – geschlüpft – nicht gepresst) und dann obenrum mein türkisfarbenes Eulenshirt anhatte, dachte ich mir: „Nee – das braucht noch einen Kontrast“ und flux ein andersfarbiges T-Shirt drübergezogen. Vielleicht lag es an dem dreistündigen Kindergeburtstag in der Kletterhalle, der mir das Hirn vernebelt hatte, dass ich dieses gewagte Outfit gewählt hab. Im Nachhinein kann ich es nicht mehr sagen. Wobei …

Nur … als ich dann tapfer durchs Feld gestapft bin und mental zur Ruhe kam, da schoss mir plötzlich Jane Fonda in den Sinn. Im Grunde war ich schon auf 10 Kilometer Entfernung zu erkennen. „Augenkrebs“ hätte ich das früher genannt. :’D Vor wenigen Monaten war nämlich alles andere als schwarze Sportkleidung ein absolutes NoGo für mich. Macht auch was schlanker …

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Ich schicke Euch also lieber ein Bild vom Wegrand (by the way Olli 2.0 … wenn Du das liest: ich lande bei Dir immer noch im Spamnirvana … und ich find Dein Mohnblumenbild doch so wunderschön.)

Das nächste Mal nehme ich wieder ein schwarzes Oberteil. Ich glaub, das ist beruhigender fürs Auge. Das Kontrast-TShirt gestern war nämlich … apricotfarben. :’D Und ja – man kriegt ein Gefühl für die 80er – Jahre und wenn es kälter gewesen wäre, hätte ich sicherlich noch Stulpen angezogen. Aaaaaahhhhhh.

Es waren bestimmt die Nachwehen der Nordwand. Dort haben wir den Vormittag verbracht. In der Kindergartenzeit bis weit in die Grundschulzeit haben wir die Kindergeburtstage immer selbst durchgeplant und gefeiert. Mit zwei Jungs gehen Schatzsuchen aller Art IMMER. Rennen, suchen, rennen, suchen Schatzkiste finden. Genetisch schon früh verankert beim männlichen Geschlecht, würde ich sagen. Sie fragen nicht nach dem Weg, sie kreisen ihr Ziel ein! ;)

Aber manchmal gibt es auch ein Highlight. Und das eben in diesem Jahr zum 11. Geburtstag des jüngsten Helden der Familie. Ein Selbstläufer. Erschreckend nur, die Familienfeste an den Tischen nebenan zu beobachten. Als bekennende Plastikverweigerin kriegt man einen Schock. Das kann doch nicht so schwer sein, mal einen Kasten Apfelschorle und Wasser in Glasflaschen mitzunehmen. Da geht doch nix kaputt. Ja, oder? Und auch Gläser und nicht Plastikgedöns aller Coleur. Fingerfood gab es bei uns in den Edelstahldosen und Würstchen aus dem Glas. Gut – die Muffins waren in der Tupperkuchentransportbox. Aber ihr wisst, was ich meine. Eine Familie überzog ernsthaft die robusten Holztische (extra für sowas gemacht) mit einer Plastiktischdecke. Geht es noch? Mitgebsel gibt es immer noch. Wie zu meiner Zeit. Ich finde, das sieht in Butterbrottüten, selbst angemalt und beschriftet vom Geburtstagskind viel schöner aus, als in Plastiktüten. Klar – es geht irgendwie mit Kindern nicht ganz ohne (allein die Süssigkeiten …), aber man kann es ziemlich gut eindämmen.

Versteht ihr jetzt, warum Frau trix verrückterweise ins Jane Fonda – Outfit geschluppt ist? Irgendwo muss es ja raus … :’D

 

 

 

 


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Kluge Worte #4

„Es ruckelt immer ein bißchen, wenn das Leben in den nächsten Gang schaltet!“

*

Daran muß ich dieser Tage oft denken, wenn ich so rundherum lese. Das Leben ist kein gradliniges und planbares Ding, es ist unbeständig und manchmal verflixt holperig.

Bei mir hat es ordentlich geruckelt. Und gerade denke ich, wieder auf einem guten gesunden Weg zu sein.

Ein kluges Wort für all diejenigen unter uns, die manchmal das Gefühl haben, sie bleiben stecken – können nicht mehr atmen – fühlen sich klein – und ohnmächtig den Unbillen dieser Welt gegenüber.

Ich weiß gar nicht, von wem das Zitat ist … der Urheber möge es mir verzeihen. Mir ist es im Februar auf einer meiner Geburtstagskarten begegnet, die mir eine liebe Freundin hat zukommen lassen.

Und es ist auch für meinen Herzensmann, der mich seit 21 Jahren trotz manchmal holperiger Fahrweise liebt und lebt. :) Danke!


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Shit happens!

„Dir fehlt eine ordentliche Portion „Scheißegal!“

Immer diese Zitate des Ehemanns. Mooooaaaahhhhh! Und immer dieses Körnchen Wahrheit darin. Noch eins mehr moooooaaaahhhh!!!

Manchmal frage ich mich, was ich eigentlich so sehr schlimmes verbrochen habe, dass ich permanent irgendeinen Mist an Land ziehe. Mit 40 ging es steil … bergab. Auch wenn das die Untervierzigjährigen nicht hören wollen. Also seid brav  – es lohnt sich – scheinbar.

Im Moment fühlt es sich bei mir an, wie das Öffnen eines Ü-Eis. Nur leider ist immer was zum Zusammenbauen drin, und das fand ich schon immer doof. Da stellt nach langem Rumgezacker mein Lieblingsdermatologe also fest: Psoriasis. Und weil er gründlich ist, will er gerne eine Allergie ausschließen. Das geht so aber nicht. Nächste Diagnose: Kontaktallergie gegen Perubalsam. „Oh fein, dann können wir also die Psoriasis ausschließen?!“ – „Nö! Die Kontaktallergie hat diese quasi initial gezündet! Und Du solltest Deinen Stresspregel mal runterfahren!“ Hmpppfff.

Und weil das nicht reicht, habe ich plötzlich wirklich ganz fiese Schmerzen in der rechten Hand. Diagnose (10 Jahre zu früh, aber egal): Daumensattelgelenkarthrose. O_o

„Du hast zuviele Baustellen. Jetzt lass halt erst mal eine ruhen und kümmer Dich um eins nach dem anderen!“ Ihr könnt Euch ja jetzt mal vorstellen, wer das zu mir sagte. Das war ein Misttag. Ein ums andere Mal verfluche ich diese bescheuerte latente Autoimmunthyreoiditis. Diese Schilddrüsenkrankheit zieht wohl alles an, was ich nicht haben will. Und ich muss damit noch mindestens – wenn es nach mir geht – 40 Jahre leben.

Ich brauche definitiv mehr „scheißegal“. Gerne auch in der handlichen plastikfreien Großpackung. :(

Scheißegal, dass ich zuviel wiege. Wen stört es außer mich selbst?

Scheißegal, dass meine Hände aussehen, als ob irgendwer liebevoll Schmiergelpapier drübergerieben hat. Es gibt Melkfett. Da is nix drin, es hilft mir wunderbar und ich muss nicht permanent Cortisonsalbe draufschmieren.

Scheißegal, dass ich jetzt scheinbar nicht mehr alles essen kann, was ich will. Dann ess ich eben andere LebensMittel. Gibt ja genug. Und da habe ich wirklich schon viele gute Alternativen gefunden.

Scheißegal, dass jetzt noch eine Arthrose dazugekommen ist. Sie kommt nur schubweise und lässt sich mit Schiene und schmerzhemmenden Salben ganz gut behandeln.

Scheißegal, dass das Leben manchmal verrückt spielt. Auch der schlimmste Tag hat schließlich nur 24 Stunden. Und die tollen Momente im Leben überwiegen schließlich.

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Vielleicht hat mein Mann ja recht. Shit happens und manchmal sollte uns das einfach mal scheißegal sein. ;) Und wenn ich es mir recht überlege. Erstens – schlimmer geht immer. Und zweitens – ich bin nicht allein damit. Es gibt soviele Menschen, die sich genau plagen.

Durchatmen. Loslassen. Leben.


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Long time, no read!

Vor einigen Wochen dachte ich plötzlich: „Ich stell das jetzt alles ab!“ Und so isses dann auch tatsächlich passiert. Ich gestehe, der Rechner lief kaum. Ich habe mich bewusst vom Wissenwollen und Wissenweitergeben getrennt. Bin ich jetzt meiner Zeit voraus? Keine Ahnung. Der Beweggrund war, dass ich über alles schon geschrieben habe. „Jetzt ist es an der Zeit, sich auf das Leben des Ganzen zu konzentrieren!“

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Was ist passiert in der Zeit?

  • ich habe gelesen! Dazu hatte ich kaum mehr Zeit. Und ich habe versucht, langsam zu lesen. Und auch nochmal in Bücher reinzuschmökern, die ich schon mal gelesen habe (ich mag z.B. Anni und Alois sehr … :))
  • ich habe hingeschaut! Über ein Jahr auf dem Weg hin zu plastikfrei! Wie hat sich unsere kleine Familienwelt verändert? Womit kann ich gut konform gehen, was geht nicht? Das 80-20-Prinzip hat mich nachdenklich gemacht. Also – dass es nicht möglich ist, supergut 100% plastikfrei zu leben und dass einem dieses hehre Ziel doch manchmal zu sehr ausbremst. Lieber 80% und gut, als 100 % und komplett ausgebrannt. ;) Versteht ihr, was ich meine?
  • ich bin genesen. Naja – weitestgehend. Das war vielleicht auch ein Grund, das Schreiben eine zeitlang einzustellen. Mir wurde wieder schwindelig und mir ist durchaus oft der „Kamm geschwollen“. Meine eh schon unzureichend vorhandene Geduld hat sich zunehmend in Luft aufgelöst. Runterschalten. Stehen. Atmen. Besenstrich. Stehen. Atmen. Besenstrich. Warum muss alles in dieser eh schon schnelllebigen Zeit noch schneller gehen?
  • ich habe nicht minimiert. Aber auch nicht dazugekauft. Meine Denke schweift ab von Kaufräuschen. Rauschen … äh. Wie auch immer.
  • ich habe zugenommen. Und bin totunglücklich damit. Wieso verdammt noch eins, will das Gewicht nach oben und nicht nach unten. Ich glaube, mein Stoffwechsel ist komplett im Eimer. :( Ich kann nur noch halten und hoffen, dass ich im Winter nicht durch die Strassen rollen werde. *jammer*
  • ich war glücklich. Und zufrieden. Wenn mich nicht die oben genannten Gedanken quälten.
  • ich habe geerntet. Mein Hochbeet ist ein Traum. Ich hab zwar einiges lernen müssen, aber das ist durchaus spannend. Mangold und Salat ohne Ende. Und jetzt betrachte ich ungläubig die ersten roten Tomaten. Ich find es einfach nur genial!!!
  • ich gackere. Noch nicht. Aber der Hühnereinzugstermin rückt näher. Es werden Zwergwyandotten in einem sanften warmen Braun. Eigentlich gelb. Aber was kann man sich als Hühnerlaie unter gelben Hühnern vorstellen? O_o Die Hühnchen kommen im Oktober. Dann isses endlich soweit. Ich hätte auch schon im Aug/Sept welche haben können, aber ich wollte keine schwarz-weissen Hühnchen.
  • schlußendlich: ich lebe. Einfach so. Denn nichts anderes ist der Sinn des Lebens. :D

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Über den Sommer werden nur vereinzelt kleine Posts auftauchen. Da ich mir noch nicht sicher bin, wohin mich mein Weg führt. Irgendwie möchte ich ja nicht nur von Killefitz und Mumpitz schreiben. ;) Dass es draußen heiß ist, weiß ja jeder selbst, ohne dass es ihm einer sagt. :’D

Ich hatte einfach das Bedürfnis, Euch wissen zu lassen, dass manchmal Pausen sein müssen. Der Fokus sollte Gelegenheit haben, sich umzuorientieren, sonst bleiben wir irgendwann doch einmal stehen. Im schlimmsten Fall vor einer Wand …


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Sich im Leben verlieren!

Der Februar ist vorbei. Ich muss sagen: glücklicherweise. Es ist so viel an Leben passiert, dass ich mich glatt ein Stück darin verloren habe. Im zweiten Monat des neuen Jahres muss ich ein wenig mehr als üblich auf mich aufpassen. Ich freue mich über den noch so kleinsten Sonnenstrahl. Hege und pflege meine Seele mit Wärme. Und dennoch … dennoch fällt mir alles schwerer. Herz, Kopf und Bauch verlangen nach Licht. In jedweder Form.

Heute weiss ich, es ist bald geschafft und der Frühling kommt mit all seiner Macht. Er nimmt mich wieder mit auf eine glücklichere Reise. Tja – ich bin ein melancholisches Wintermädchen … im Nebel gehe ich verschluppt.

Vereinfachen

Glücklicherweise ist in unserer kleinen Familie eine Art Routine eingekehrt, denn wir befinden uns immer noch auf dem Weg hin zu einem Weniger. Mein Projekt Schlafzimmer gedeiht. Ich habe mich durch eine Vielzahl an Schlafzimmerblogs (das kann auch schiefgehen … *husthust*) getackert. Irgendwie war viel Killefitz unterwegs. Aber ich habe mir dadurch auch Gedanken machen können, was wir ändern können. Ich sage bewusst wir, denn solche Entscheidungen trifft man am besten immer mit dem Partner. ;) Ergo ist alles rausgeflogen, was nichts im Schlafzimmer zu suchen hat. Das hat Zeit gebraucht. Wäsche, Bügelbrett und Co. werden rigoros hinter den Schrank verbannt (wir haben durch die Dachschräge ein verkleinertes Schlafzimmer, jedoch offenbart sich hinter dem Schrank noch ein begehbarer Aufbewahrungsraum). Der Crosser, den mein Mann vom Sperrmüll gerettet hat, ist in den Saunakeller gewandert.  Um der getragenen Kleider Herr zu werden, die sonst immer auf die Bettumrandung geflogen sind, haben wir hinter der Tür eine Garderobe befestigt. Alles in allem wirkt der Raum leer. Man kann freier atmen. Was jetzt noch fehlt, ist Detailarbeit. Ich möchte gern auf die Fensterbänke kleine Sukkulenten stellen. Dadurch bewahre ich den Platz vor all zu eifrigem Zumüllen.

Mir als Chaot hilft allerdings schon ein in Poppes kneifen und beharrliches Aufräumen. Ich fühl mich wie Sysiphos. Aber welche Mutter tut das nicht … O_o

Leiten

Zu Beginn des Jahres habe ich mir als mentales Leitmotiv gesagt: „ich kaufe nichts, was ich nicht brauche“. Dieser Leitgedanke ist eine enorme Erleichterung im Alltag. Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben vieler Menschen ist davon bestimmt, ihre Vorräte immer und immer und immer groß zu halten. Warum? Wir dürfen umdenken in unserer Überflussgesellschaft. Ich messe mein Leben nicht daran, wie viele Lebens-Mittel in meinem Kühlschrank und so fort lagern. Ob für in drei, vier Wochen schon das nächste Stück Seife parat liegt. Dies war zu Beginn ein gutes Übungsstück. Sich herunterwirtschaften. Nicht sein Leben. Seine D(r)inglichkeiten. „Ich kaufe nichts.“

Leben

Im Februar habe ich nur gelebt. Die Gesundheit stand ganz weit vorn. Mein Körper ist echt grad nicht in vollster Blüte. :( Und die damit einhergehenden Termine sind einfach wochenfüllend. Dann noch ein kleiner fieser grippaler Infekt. Na – da weisste wo der Frosch die Locken hat. Da noch achtsam sein, kann schwer werden. Mein Kopf wollte da eben nicht so viel im Internet herumschwirren, ich war einfach nicht aufnahmefähig. Mein Telefon versuche ich inzwischen oft auszuschalten. Etwas weg von digitalem Leben. Ich kann das grad nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich ziehe große Kreise um mich als Menschlein herum. Je weiter von mir weg, desto besser. Aber dadurch wird das Denken dummerweise ja nicht ausgeschaltet. Wie ihr lesen könnt, gestaltet sich auch dieser Post so … ich ziehe den Kreis enger. Und komme nun erst bei mir an. Bei meinem im Moment desolaten Zustand. Der Frustration, nicht zu gesunden. Der Frustration, nicht abschalten zu können. Und dabei noch alles andere unter einen Hut zu bekommen. Heute nachmittag werde ich mal mit meinem Mann schauen, wie ich mir einen Meditationsschemel bauen kann. Ich hab das bis jetzt nicht hinbekommen. Das Meditieren. Das Zurückziehen ins Ich. Einfach sitzen? Puh. Schwer. Aber ich weiss, ich brauche Ruhe. Innere Gelassenheit, die mir abgeht. Und dabei bin ich so derart müde. Das wird das März-Projekt. Hineinspüren. Herantasten. Das „Ich“ ins Gleichgewicht bringen.  Und vor allen Dingen wieder mehr „ich kann“ sagen. Das ist eine Herausforderung …

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Kehraus!

Auf dem Weg in ein Weniger bei allem möglichen, schwanke ich desöfteren hin und her. Mal liegt der Fokus auf dem ganzen Plastikmist, der einem so über den Weg läuft. Dann bin ich wieder ganz nah beim Weniger an mich umgebenden Dingen. Und meist kommt auch noch das Weniger an Hüftgold dazu. Eine furiose Mischung. O_o

Irgendwie schaffe ich es meist, die Handlungsstränge meines achtsamen (und oft auch chaotischen) Lebens miteinander zu verbinden.

Es tut gut, zu sehen, dass wir uns weiterentwickeln. Auch wenn ich  oft nicht glauben kann, dass Vieles aus dem Haus fliegt – und es trotzdem noch ein langer Weg hin zum Weniger ist.  Ist es aber, seid unbesorgt, alle, die ihr Euch gerade auf dem Weg macht. Mit Familie dankt man Gott auch für die kleinsten Gaben – oder anders ausgedrückt: jede aufgeräumte und überschaubare Ecke und jeder Platz im Haus, der frei atmen kann, ist schon ein Gewinn. ;)

Die vergangene Woche stand im Zeichen des „Kehraus“. Ordnung schaffen, sortieren, entsprechend an die Endstellen zuführen.

Praxis!

Ein großes Bett (mein erstes eigenes – schon über zwanzig Jahre alt und immer noch in Gebrauch. Zudem ein Wanderbett.) kam zu meiner Schwiegermutter. Dafür kam allerdings ein kleines Gästeausziehbett von ihr zu uns. Für den s0 entstandenen Platz eine gute Lösung. Verzichten können wir nicht auf so ein Gästebett … denn wir haben oft und gerne Übernachtunsgäste. ;)

Drei Säcke voller Altkleider (alte Jacken, Bettdecken, Kissen …) gingen zum Roten Kreuz. Ein Sack voller Altlasten wanderten in den Müll. Und auch die Küche muss dann immer noch mal durchforstet werden, so dass unzählige Brettchen, Tassen, etc. zum Sozialkaufhaus wanderten.

Ebenso erging es vier Handtaschen. Einfach mal aussortieren, Mädels. Tut gar nicht weh. Und verschenken! Das macht zudem noch Freude.

Theorie!

Wir leben verschiedene Phasen unseres Lebens aus. Das ist so und wir befinden uns zwangsläufig aufgrund vieler Faktoren immer in der Entwicklung. Vor vielen Jahren habe ich begonnen, Dosen zu sammeln. Und Milchkännchen. Und Bücher. Davon trennt man sich nicht so leicht. Jeder Sammler kann dies vielleicht nachvollziehen: das Finden all dieser schönen Dingen auf den vielen zauberhaften Flohmärkten in aller Herren Länder verbindet uns mit den Stücken. Sie wachsen uns ans Herz. Und sie leben eine Geschichte. Auch wenn ich oft denke: unnütz, so kann ich nicht einfach sagen: weg damit.

Das hängt damit zusammen, dass ich nicht gerne Müll produziere und auch – und vor allem – weil ich die Dinge gerne in Hände geben würde, die sie zu schätzen wissen, so wie auch ich es tue.

Das ist das Dilemma und so kleben all die Dinge an mir. :(

Interessanterweise bereiten mir „Gebrauchsgegenstände“ nicht solche Probleme. Sie werden in ihrer Funktion einfach von jemand anderem weiterbenutzt. Und gut isses.

Der Kehraus stockte also nach dieser rührigen Woche. Und tut es immer noch. Irgendwie stand ich im Schlafzimmer und dachte: das kann ich doch keinem antun. Weder den Dosen. Noch der Umwelt.

Man kann tatsächlich auch ein Haus in ein lebendiges Etwas verwandeln. Der Schlag der Menschen ist überschaubar. Aber die insektenhafte Vielzahl an Kleinkruscht hat das wahre Kommando. Ein unbedachter Moment und die Fensterbank im Schlafzimmer ist übervölkert. Und nicht nur eins. Neeeeiiinnnn – eine Vielzahl unterschiedlichster Dinge. Haargummi – Schraube – Uhr – Dose – Stecker – Hut – Tablett (klein) – Papier – Schnürsenkel – große Kerze – Brille – Spielzeugauto –  … O_o

Äh – irgendwas läuft da falsch. So – und nun sortiert es mal weg. Da biste beschäftigt. Und das ist frustrierend.

Es liegt daran, dass ich Mensch bin. Nein – dass wir Familie sind. Und dass wir hier leben. Und so sind wie wir nunmal sind. Wuselig. Chaotisch. So verschließe ich den Blick vor der Fensterbank im Schlafzimmer. Doof eigentlich. Kleinteile und Minimalgefussel strengt mich enorm an.

So geht also der Weg hin zu einem Weniger an Dingen von Groß nach Klein. Von Außen nach Innen. Und je näher wir uns kommen, um so schwieriger wird das „Sich trennen“.

Jetzt gehöre ich nicht zu denen, die sagen „100 Dinge in 100 Tagen“ – ich kann mich auch wunderbar für 100 Dinge an einem Tag enscheiden. Ein Teil pro Tag langweilt mich derart … und mal ehrlich: ein Teil! Nee. So muss ich wohl einen anderen Weg wählen. Ich brauche einen anderen Rahmen.

Im Februar kümmere ich mich um unser Schlafzimmer. Das nervt mich am meisten. Ich bin hier so gerne. Ich mag unser Bett und ich mag das Licht, dass morgens durch die Fenster hereinfällt. Es ist hell und freundlich … und es soll leerer werden. Nicht nur in den Schränken. ;)

Eine Frau – ein Auftrag. In diesem Sinne. Immer brav weiter auskehren. :D