Das Leben ist wild!


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Bewahr mich auf!

Wenn man seinen Haushalt auf den Kopf stellt und sich von vielen Dingen trennt, beginnt man, kreativ und eigenwillig zu werden. Ideenreichtum kennt keine Grenzen.

Zumindest im Bereich „Aufbewahrung“. Denn, was tun, wenn man Lebensmittel oder auch Schönheitsperlen im Badezimmer ohne Plastik aufbewahren möchte, aber auch gleichzeitig die reduzierten Schrankinhalte nicht wieder auffüllen möchte?

Vor einiger Zeit, als das Thema „Ausmisten“ noch mehr Raum bei mir einnahm, habe ich mich von vielen Behältern getrennt. Auch von den so gern gesammelten „Brauch-ich-irgendwann-Geleegläsern“. Inzwischen habe ich doch wieder einen kleinen Bestand an Gläsern mit Twist off – Deckel.

Während der vergangenen Monate hab ich nämlich experimentiert. Was bewahre ich wie am allerbesten auf? Learning by doing.

Vor allem die Wurstaufbewahrung war eine doch harte Nuß für mich. So groß ist unser Kühlschrank nicht, dass sich alle Gefäße oder Behälter zum Reinstellen eignen. Zu allererst war es eine Käseglocke. Die nahm dann fast das ganze Obergeschoss in Beschlag. Funktioniert nicht. Irgendwo muss ja auch der restliche Kühlschrankinhalt hin. Dann wurde es ein sogenannter Gastronormbehälter mit Deckel aus dem Großmarkt. Besser, weil platzsparender – aber da musste die Wurst wieder in ihrer Metzgerverpackung bleiben. Ich mag es nicht, wenn verschiedene Wurstsorten aufeinander liegen und ich glaube, das ist auch nicht gut so für die Haltbarkeit. Nochmal was kaufen wollte ich nicht, also habe ich ganz einfach aus dem Vorhandenen geschöpft und unsere Salatschüsselchen genommen. Wir haben in den seltensten Fällen mehr als drei Sorten Wurst unter der Woche da und von daher ist das bisher meine finale Lösung! Gestapelt ist das eine geniale Sache und sieht zudem noch gut auf dem Tisch aus. :) Also … auseinandergebosselt meine ich. Wobei meine Jungs die Turmlösung sicherlich auch interessant fänden.

 

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Der Gastronormbehälter eignet sich inzwischen gut als Salatbehälter, da er eins der wenigen Behältnisse mit Deckel ist in der Größenordnung.

Bei Käse haben wir das Problem nicht, weil wir an Schnittkäse meist nur eine Sorte da haben. Ich habe noch eine kleine Glaskäseglocke, die ist prima!

Ich habe übrigens festgestellt, dass sich die Lebensmittel in den Keramik – Salatschüsseln mit Untersetzer drauf oder in Schraubgläsern bisher am längsten gehalten haben.

Und wo wir gerade bei Salat sind. Jetzt in der Sommersaison wird öfter gegrillt und wir nehmen natürlich auch gerne Salate mit. Aber wie transportieren, wenn man auf  Plastikschüsseln mit Deckel verzichten möchte? Am praktischsten sind für mich Glasgefäße in verschiedenen Größen mit Deckel und Schließe. :)

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Sieht grad nicht so appetitlich aus. Fehlt einfach ’n bißchen Farbvielfalt. Hm … :’D Rechts ist z.B. Kartoffelsalat drin und der wird nach Gebrauch einfach wieder in den Kühlschrank gestellt. Reibekäse hält sich superlang. Wenn ich überlege, wie oft ich das Zeug in Plastik verschweisst verschimmelt weggeschmissen habe … O_o Kein Vergleich.

Auch Reste von warmen Gerichten lassen sich genial aufbewahren oder transportieren in solchen Glasgefäßen. Es scheint, als wäre das die beste Lösung einer Lebensmittel-Aufbewahrungs-Kombination.

Dies setzt sich im Bad übrigens fort. Die Seifen von Lush und Co. gebe ich luftdicht verschlossen in Glasbehälter und stelle sie so in den Schrank. Denn das ist das einzige Manko: der Lichtschutz. Aber hinter den Schranktüren verwahrt, ist das denke ich – okay.

Inzwischen habe ich auch schon in Glasgefäßen eingefroren. Entgegen der Befürchtung, es könnte ein Unglück passieren, geht es einwandfrei. :)

Ein weiterer Vorteil ist, dass man nicht permanent neu kaufen muss. Man kann immer aus den schon vorhandenen Ressourcen schöpfen und vermeidet Neuvermüllung. Die Glasidee ist etwas, was sich weit verzweigt. Irgendjemand braucht oder hat immer welche da, da wir Mädels nun doch irgendwie zu Sammlern in diesem Bereich mutieren. :’D

Bewahr mich auf – manchmal doch gar nicht sooo schlecht! ;)


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Aus dem Leben einer …

Hausfrau!

*schluck* … Ja. Das muss man erst mal schreiben als weltoffene, aus dem Haus gehende und alles andere als konventionelle Dame von Welt trixtown.

Naja, wenn ich jetzt mal wirklich ehrlich bin, war „Hausfrau“ noch nie meine Hauptbeschäftigung. Ich mache das nur rein nebenberuflich. Nur, weil irgendeiner ja den Job übernehmen muss. Ach – und ich teile ihn mir. Prozentual gesehen gehen von dem echt harten Job nämlich ein paar Kinderarbeitsstunden (Zimmer aufräumen, Wäschekorbbefüllen, Altglas gegen Barzahlung wegtragen) und (hier kann man nur Dunkelziffern in den Raum werfen, aber es gibt sie) Männerarbeitsstunden (die ich vor allem im Winter beim Schneeschippen, aber auch bei so lästigen Dingen wie Fensterputzen nicht missen möchte) ab.

Die Stellenbeschreibung einer Hausfrau ist nicht schnell mal so gesagt und ich möchte auch nur teilweise darauf eingehen. Es wäre sonst ein unerschöpfliches Thema. Wenden wir uns also folgender Rubrik zu:  kümmern, dass das Haus einigermaßen in besuchsfähigem Zustand und auch sonst wohnlich hergerichtet ist. Ein Unterabsatz dieser speziellen Rubrik ist dem Thema: „Wie putze ich anständig und solide?“ gewidmet. Die einzelnen Bausteine dieser Thematik werden von Generation zu Generation in jahrmillionenalter Tradition weitergereicht. Ihr merkt es schon, ich werde schon jetzt Satz für Satz für Satz immer tiefer staubkörnchengleich in die Sache hineinbugsiert. HA. Ihr aber auch.

Jede/r hat Tips und Tricks und spezielle Anwendungsverfahrungen auf Lager, die innerfamiliär geheimnisvoll gehegt und gehütet werden. Der eine schwört auf jenes Zaubermittel, die andere liebt hingegen das andere Pülverchen.

Als junges Mädel schon war ich da wohl etwas revoluzzerhaft. Ich kann gar nicht sagen, was meine Mutter als Zaubermittelchen genutzt hat. Vielleicht war ich aber auch schon immer auf diesem Ohr taub. Das könnte ein Grund sein, warum ich nicht wirklich im Ranking der besten 100 Hausfrauen der Sparte „Putz&Teufel“ rangiere. Und doch … das Thema interessiert mich mehr und mehr. Es hat scheinbar auch im Laufe der Jahre latent an meiner Ehre gekratzt.

 … ähm … ja … seht selbst:

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und auch gerne genutzt wird

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aber wirklich der Hammer ist das hohe Aufkommen von

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Und das ist mit Sicherheit noch nicht alles. Das hat nichts mehr mit Mundpropaganda oder mit jahrtausendealter Überlieferung (ihr wisst schon – von der Trommel über die Lagerfeuergeschichten bis zur Werbepause) zu tun. Auch nicht, wenn man komplett mit der Zeit geht. Mit dem Strom fliesst. O_o

Tückisch, das Ganze. Fast könnte man von einer Kompensierung schlechten Gewissens reden. Denn auf Werbung falle ich im Allgemeinen auch nicht herein.

Woher kommt bloß diese wirklich total unnötige Hortung der verschiedensten Mittel und Pulver und überhaupt? (Und was schreibt sie hier überhaupt?)

Wisst ihr – nachdem ich nun eine völlig unspektakuläre April-Challenge zu Ende bringe (ich habe den Garten sommerfein hergerichtet und die Beete aufgehübscht), ist es vielleicht an der Zeit, dem Plastikmanagement mal auf Hausfrauenart die Zähne zu zeigen. Der Mai widmet sich der Reduktion all der überflüssigen Mittelchen. Sind sie denn tatsächlich überflüssig? Was ist hilfreich? Was kann weg? Womit wird Geld gescheffelt? Die Frage nach der Umweltbelastung beantwortet sich in diesem Fall meist von selbst.

Es ist wie bei so vielem. Was brauche ich wirklich? Und – geht es nicht vielleicht auch anders? Vielleicht komme ich hier ein Stück den Wurzeln näher. Denn meine Urgroßmutter hatte doch mit Sicherheit nicht so eine Auswahl an strahlender und glänzender Zauberei. Aber ihr Job in Sachen Hausfrau war wahrscheinlich ungleich härter.

… in diesem Sinne …

Kleines PS. – das Plastik-Müllaufkommen im Hause trix lag im April bei unter 3 kg. Sehr gut. Es wird. Es kann aber auch noch besser. Yeap!


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Umgesetzt! Noch eine Nachlese …

Okay – aus morgen wurde übermorgen. Aber so ist das manchmal mit dem wilden Leben. Der reale Teil will einfach immer irgendwas von einem. ;)

Doch heute gibt es eine Nachlese zum Thema „Plastikmanagement – die Umsetzung“! Hier geht es vor allem um den Küchenbereich!

 

Was hat sich konkret verändert?

Der große Plastikproduzent wohnt im Supermarkt. Dieser hinterlistige Kerl steckt so gut wie überall. Überall? Nein – es gibt durchaus einige sehr gute Alterntiven. Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich heutzutage in unseren Kühlschrank schaue.

Kühlschrank

Ein guter Teil der Familienlebensmittel wohnen – ob sie nun wollen oder nicht – im Kühlschrank. Dort fand sich immer ein Joghurt für die Kinder, Wurst war prima abgepackt, weil schnell zu greifen. Senf in der Tube war platzsparend und hier und da blitze eh immer irgendwas in Plastik durch. Das ist nun weitestgehend vorbei.

  • Joghurt gibt es selektiert im Glas.
  • Sahne ebenso.
  • Senf und Ketchup und auch ein Öl wurde nach Verbrauch im Glas neugekauft.
  • Remoulade, Kapern, Sardellen, Currypaste und all diese eher „seltsamen“ Kühlschrankzutaten sind eh im Glas.

Was sich leider irgendwie nicht gebessert hat, weil mir noch die Dosen fehlen (ich möchte zum Einkaufen auf Edelstahldosen umsteigen und im Kühlschrank zur Aufbewahrung eine Käseglocke nutzen, beides habe ich noch nicht)  ist definitiv der Bereich Wurst/Käse/Frischkäse.

Milch bleibt im Tetrapak. Wir trinken sooo unfassbar viel Milch, das würde den Haushaltsetat sprengen. Bei Joghurt hatte ich ebenfalls diese Bedenken, aber wenn man es mal nachrechnet, ist durch den überlegten Einkauf ein Joghurt im Glas gar nicht teurer. Im Gegenteil.

 

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Vorratsschrank I

Ich kenne ganz viele Menschen, die ihre gekauften Produkte umfüllen. Ein „ichstaunemitoffenemmund“-Erlebnis hatte ich mal, als ich mir eine Tuppersammlung angeschaut habe. In einem mannshohen Küchenschrank. Der Typ bin ich wohl nicht. Ich fühle z.B. grundsätzlich Mehl und Zucker und alle diese Backzutaten nicht um. Damit aber kein Chaos im Schrank entsteht und ich alles gleich parat habe, habe ich mir schon vor 20 Jahren angewöhnt, die Dinge zu kategorisieren und in Kartons zu verpacken. Da passt a) gar nicht so viel rein, dass es schlecht werden kann (ich hatte noch nie irgendwelche Motten) und b) sieht es immer ordentlich aus.

  • Fixe – hab ich sukzessive aufgebraucht. Ich koche so selten damit und der Karton ist lediglich ein Überbleibsel. Das merkt man *räusper* am Verfallsdatum … ich hab ordentlich ausgedünnt.
  • Gewürze. Interessanterweise sind einige davon zur Neige gegangen und ich habe entdeckt, dass ich auch im Glas kaufen kann. Ein bißchen Plastik ist noch vorhanden, aber damit kann ich umgehen. ;)
  • Süssigkeiten. Gibt es überhaupt irgendwas, was nicht in dieses elende Plastik verpackt ist? Irgendwas? Ich sag es ganz ehrlich, ich mach ja gern mal Rumkugeln und so, aber immer wollen meine Kinder auch nicht die selbstgemachten Schokocrossies. ;)

Vorratsschrank II

  • Reis, Couscous, Bulgur und Nudeln gibt es im Karton.
  • Was verkocht wird, wird durch Produkte im Glas ersetzt. Sauerkraut. Ich habe z.B. das erste Mal in meinem Leben Sauerkraut im Glas gekauft. Es gibt nämlich Produkte, die esse ich seit ich denken kann (auch bei Muttern) schon von einer Marke. Die haben aber keins im Glas. Sei tapfer, trix … was Deine Buben können, kannst Du auch.
  • Tomatenmark gibt es in der kleinen Dose. Hier vielleicht eine nette DIY – Idee. Ich habe irgendwann mal die kleinen Dosen von beiden Seiten geöffnet und daraus Serviettenringe gemacht. Toll, wenn man mal eine Pasta-Party macht. ;)

 

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Frühstückscerealien

Wie gut, die habe ich schon lange im Glas aufbewahrt. Mir geht das dauerhafte Aufbewahren in Plastikdosen komplett ab, habe ich gemerkt. Einzige Ausnahmen waren hier: Kaffeepads und Kakao.

  • Seit ich Kakao trinke – und das tue ich, seit ich sechs bin, trinke ich Nesquik. Und ich hing immer an dem alten Karton, bis mein Mann sagte, wir sollten das usselige Teil doch mal austauschen. Und da gab es keinen Karton mehr, sondern nur noch Vollplastik. Aber dennoch haben wir die olle Dose ausgetauscht – in Vollplastik. O_o Jetzt wird der Kaba in einen Glasbehälter befüllt. Und eine Alternative zur Marke gibt es leider nicht! Nicht diskutabel! Nö!
  • Müsli. Schwierig. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich nicht einfach sagen kann (ähnlich wie beim Kaba): Müsli ist Müsli. Das ist es eben nicht. Ich esse nur ausgesuchte Sorten. Und meine Kinder auch. Und selbst, wenn es in Karton verpackt ist, ist die direkte Umverpackung Plastik. :( Warum nur? Ich habe mich jetzt mal für eine Großpackung Kölln entschieden. Die ist wenigstens nur einmal verpackt.
  • Alles andere war eh im Glas … Honig, Marmelade, Erdnussbutter, Nutella (auch nicht zu diskutieren, sorry).

Frisch auf den Tisch!

Das ist alles eine Frage der Recherche. Obst und Gemüse gerne auf dem Markt. Ich mag es sowieso, mich und meine Familie saisonal zu ernähren. Es klappt gut und ist durch die Qualität und den achtsamen und überlegten Einkauf nicht teurer als im Diskounter. Aber man braucht einen gut sortierten Supermarkt, um ohne großen Zeitaufwand Alternativen im Lebensmittelbereich zu finden. Da kommen Feinkost Albrecht und Co. einfach nicht mit. Ich hatte wirklich Angst um ein Loch im Budget, aber dem ist tatsächlich nicht so. Wir essen weniger Fleisch, Wurst und Käse. Es ist vieles selektierter in der Auswahl geworden. Die Qualität verändert sich, genauso wie der Genussfaktor. Lieber weniger als mehr. ;)

Hinzukommt, dass ich eh eine Sammlerin bin. Ich mag es einfach, in den Wald oder in den Garten zu gehen und je nach Saison Pilze, Maroni, Bärlauch und diverse Zutaten für Marmeladen selbst zu pflücken. Und auch das Thema „Jagd“ verändert die Perspektive bezüglich des Fleischkonsums erheblich.

Ich bin auf dem Land großgeworden. Bei uns gab es immer selbstgemachte Marmeladen (ich wusste lange gar nicht, dass die auch eine andere Farbe als dunkles Rot haben können). Diskounter hat meine Mutter gemieden, die waren ihr suspekt. Metzger und Bäcker gehörten einfach dazu, wenn der nächste Supermarkt in der nächsten Stadt ist. Daran erinnere ich mich im Moment oft. ;)

Hardware

Vorweg: ich halte nichts von Neuvermüllung mit Altmaterial. Jeder hat irgendwann im Leben mal die Tupperphase. Sie ist so unausweichlich wie … die Midlife Crisis (ich spreche aus Erfahrung) und die Wechseljahre (hat noch Zeit).  Jedes Mal, wenn ich den Schrank öffne, denke ich an diesen uralten Spruch: „Ein Eierschneider ganz aus Holz, ach das ist mein größter Stolz!“. :’D Aber den hab ich noch nie besessen geschweige denn gesehen. Ist für mich allerdings das Sinnbild all des überflüssigen Killefitzes in den Untiefen der Küchenschränke. Aber ich schweife ab …

  • Brotdosen und Kurzzeitaufbewahrung für Ausflüge ist noch immer in der Plastikvariante vorhanden. All den billigen Klötterkram hab ich weggegeben. Für die Kinder habe ich mir ganz aktuell zu Ostern Edelstahldosen gewünscht. :) Nehme ich etwas zur Arbeit mit, gebe ich es in ein Weckglas.
  • Salatschüsseln und ihre Freunde. Ich hatte schon immer ein Faible für Nichtplastik, da ich mich gerne mit schönen Dingen umgebe. Gerne alte Prilblumenschüsseln, Steingut- oder Emailleschüsseln. Ich habe eine Riesenschüssel, die bekommt meine Mama wieder zurück, da hat mir mein Mann ein Pendant aus Edelstahl spendiert.
  • Zwei Silikonbackformen bleiben, denn mir gehen diese irgendwann anfangenden Rostlauben nicht, die sonst immer fürs Kuchenbacken genutzt wurden. Schwer zu reinigen, immer am Durchrosten. Ich backe wohl zu wenig. Gut – oft wird es ein Blechkuchen und mein Sohn liebt ja Tassenkuchen. Es geht also auch anders.
  • Besteckschublade. Glücklicherweise ist unser Besteck nicht ummantelt. Und auch sonst erstaunlich wenig Plastikgriffe. Allerdings habe ich in der Essig-Öl-Abteilung, wo sich auch zwei Gefässe für Rührlöffel und Co. befinden, mal die Plastiksachen von den Nichtplastiksachen getrennt. Wenn wir ohne auskommen, werden sie outgesourced. :)

Ab und zu mal – Hardware

Schwieriges Thema. Ganz schwierig. Es gibt einen Bereich in unserer Küche, da tanzt das Plastik nachts Samba, wenn alles andere friedlich schläft. Dinge, die nur ab und zu mal rausdürfen. Auch hier: ich komm vom Land. Ich brauch keinen Zickzackzilles oder ein elektrisches Fleischmesser. Aber die Großeltern meines Mannes haben uns da einiges vererbt. Ich oute mich mal: Küchenmaschine (schweinsteuer, die kann nicht einfach weg und ab und zu leistet sie gute Dienste), Eierkocher (echt jetzt), Saftpresse (lektrisch), Saftpresse (tupperisch), Waage, Sandwichmaker, Zickzackzilles, Rührfix, Pürierstab, alte Kaffeemaschine, Bohnenzerkleinerer (ich hab jetzt echt überlegt wie es heißt) – Kaffeemühle (lektrisch).

Das möchte ich nicht entsorgen. Aussortieren ja. Das ist machbar. Aber ganz ohne ist nicht in meinem Sinne. Wo man da anfängt und aufhört, ist ein Prozess. Ich nutze viele dieser Hardware sehr selten, freue mich aber wirklich, wenn ich z.B. Karottensalat in der Maschine zerkleinern oder Orangen ohne großen Kraftaufwand und auch noch ohne Reste auspressen kann.

Das war also der Rundumschlag in Sachen Küche! Sicherlich fällt mir noch ab und zu etwas ein. Doch dem Ziel, Müll zu vermeiden, bin ich konsequent nähergekommen. Im April werde ich noch eine Plastikmüllwiegerunde ausrufen.

In Teil II der „Umgesetzt!“-Reihe dürft ihr mich exklusiv ins Bad begleiten. ;) Und ein bißchen putzen dürft ihr auch herzlich gerne mit mir. :)


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Nachgedacht! Eine Nachlese …

Die Monatschallenge „Plastikmanagement“ neigt sich dem Ende zu. Und gleichzeitig ist es erst der Anfang der Reise. Da ich unmöglich alles in einen Post packen kann, muss ich ein wenig unterteilen. Der gedankliche Teil kommt zuerst, der praktische folgt hernach. :)

Während des vergangenen Monats habe ich für mich persönlich gemerkt, dass der Umgang mit den Dingen, mit denen wir uns umgeben,  immens wichtig ist. Zum einen möchte ich schöne, praktische und bezaubernde Gegenstände haben und zum anderen wurde mir wieder einmal klar: ich brauche nicht viel. Ich bin echt kein „Öko“ – wahrscheinlich weit davon entfernt. Zwar naturverbunden, aber ich habe durchaus einen Sinn für die praktische und auch formschöne Seite des Wohnens. Ich möchte dabei geniessen und nicht zurückkehren ins 19te Jhd.! Auf jeden Fall zahnt mein Gedanke des Minimalismus mit der Reduktion des Plastikhaushalts ineinander. Nicht alles, was ich in Plastik weggegeben habe, kam in einem Ersatzmaterial zurück. Aber ich möchte auch gesund leben und dies an meine Kinder weitervermitteln. Sie haben ein gutes Verständnis dafür, woher die Lebensmittel kommen, die wir verbrauchen. Es muss nicht immer bio sein, regional finde ich manchmal fast wichtiger. Der Bauernhof um die Ecke ist anschaulicher als die Bio-Ananas beispielsweise. Es ist auch ganz gut, mal zu erkennen: Erdbeeren wachsen nun mal nicht im Februar! ;) Zumindest nicht hier.

Es gab für mich zwei Hauptfragen in diesem Monat (neben all denen, die sich währenddessen auftaten!).

Kann man beim Kauf von alltäglichen Dingen und Lebensmitteln den Plastikmüll auf ein Kleinstmögliches reduzieren?

Da bin ich wohl echt blauäugig rangegangen. Und das merkte ich schon so ziemlich beim ersten Schritt in den Supermarkt. Nicht jeder Supermarkt ist geeignet für den plastikfreien Familieneinkauf. Bei Feinkost Albrecht war ich überhaupt gar nicht im vergangenen Monat, da dort ja so gut wie alles in Konserve oder Plastik umverpackt ist. Meine Spielplätze waren der Wochenmarkt, der Biobauernhof und der große und außerordentlich gut sortierte Supermarkt im nächsten Dorf. Bäcker natürlich auch. Metzger nicht, merke ich gerade.

Plastikmanagement sollte auf jeden Fall familienkompatibel sein, sonst fährt das Projekt ziemlich schnell gegen die Wand. Wenn die Kinder unzufrieden sind und nicht verstehen, was da plötzlich an Umstrukturierung passiert, werden sie nicht so ohne weiteres mehr mitziehen. Der Spaß und die Freude am Entdecken neuer Möglichkeiten spielt Kindern zu. Sie machen das gerne. Forschen, Entdecken, Wissenwollen.

So sind wir also oftmals im Familienverbund einkaufen gegangen. Die Buben sollten bewusst mitschauen und aussuchen. Spannend.

Man kann ergo nicht „einfach mal so“ umstellen. Der Monat war geprägt von Recherche. Ich habe wahnsinnig viel gelesen und bin auf die Reise gegangen durch mehrere Blogs zum Thema Nachhaltigkeit. Man findet, wenn man das möchte, wirklich viele gute Anregungen und Ideen. Und das Beste: man ist nicht allein. Irgendeinen Tip für irgendeine vermeintlich unlösbare Aufgabe findet sich immer. Manchmal dauert es eben etwas … ;)

Und so kann ich sagen: ja, es ist möglich, den neu hinzukommenden Plastikmüll zu reduzieren. Ehrlich gesagt, ich habe mich nicht mit der stundenlangen und räumlichen Suche nach unverpackten LMs begeben. Was es nicht gab, das hab ich einfach weggelassen und eine Alternative gesucht. Geht prima. Ich habe fast den ganzen Monat den Müll gewogen, aber ich schätze, ein einigermaßen repräsentatives Ergebnis gibt es erst im April. Denn interessanterweise hat sich vieles geleert und ich habe quasi einiges an Verpackungsaltlasten ensorgen müssen. Einmal Kuchl aufräumen und konsequent Dinge aufbrauchen und schwupp ist der Müllberg wieder gewachsen.

Kann man denn in einer Plastikwelt, wie die, in der wir  leben, zurück oder hin zu alternativen Materialien und sind sie genauso funktional und auch noch haltbar? 

Während der Grundgedanke ja war: ich reduziere lediglich meinen Plastikabfall, hatte ich plötzlich ein großes Interesse, auch das Plastik, das es fest installiert im Haushalt gibt, zu reduzieren. Es hat sich einfach verselbständigt. Denn durch die Recherche kamen all die Informationen bezüglich der Schadstoffe hinzu. Das hat mich vor wenigen Wochen überhaupt gar nicht tangiert. O_o Aber je mehr ich in die Materie eintauchte, desto doofer fand und finde ich es. Nun denn – dann tausche ich eben auch hier aus. Schüsseln und Aufbewahrungsmöglichkeiten standen hier an erster Stelle.  Maria von wiederstandistzweckmässig hat in ihrem Blog das schöne Wort „Ökobilanz“ ins Spiel gebracht. Nach Möglichkeit habe ich also versucht, schon Vorhandenes zu nutzen. Naja  und im Moment gibt es eben z.B.  noch keine neu ausgewiesene Backschüssel. Und außerdem stelle ich fest: ich habe gar nicht so viel Hardware in Plastik,  da ich schon immer auf natürliche Materialen stehe. Aber ich schätze, eine Tupperphase macht wohl jeder mal mit im Leben. Für mich war klar: ich gehe jetzt nicht in den nächsten Laden und kaufe Neuware nach.  Das widerstrebt meinem Minimalismusgedanken. Also habe ich erst mal eine große Fuhre zum Sozialkaufhaus gebracht. Dort kann es sicher irgendjemand weiter gebrauchen. Und wenn schon kaufen, dann hier oder auf dem Flohmarkt schon vorhandene Dinge und nicht neu hergestellt. So schließt sich der Kreislauf.  :)

Das Thema ist einfach sehr faszinierend. Ich hänge noch einen Monat dran. Denn ich hätte sonst das Gefühl, die Sache nicht gescheit zu Ende gebracht zu haben. Wobei … ist so etwas Allumfassendes jemals zu Ende? Ist es nicht vielmehr so, dass sich ein Grundgefühl einstellt, für einen gesünderen Mikrokosmos?

Rein theoretisch kann ich praktisch alles! Dieses war der erste Streich … und der zweite folgt sogleich morgen!!!