Das Leben ist wild!


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Lesbar!

Ich wollte Euch gern mal eine Zeitschrift zum Thema „Nachhaltigkeit“ ans Herz legen … in die Hand geben … zum Zeitvertreib anbieten. :)

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In der Green Lifestyle finden sich viele Themen rund um das, was das ökologisch tickende Herz begehrt. Manchmal könnten die Beiträge etwas tiefer gehen, aber das Magazin steckt ja noch in den Kinderschuhen. Inzwischen auch als Abo erhältlich und man kann auch mal online reinschauen. Da ich sie schon seit der ersten Ausgabe lese, weiss ich, sie ist schwer zu bekommen und mein ortsansässiger Zeitschriftendealer muss sie extra bestellen. Aber keine Angst – das geht ganz gut. :)

Schaut einfach mal rein.

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Alle Jahre wieder!

Gestern war es soweit. Die Weihnachtskiste wurde aus dem Keller geholt. Schon sehnsuchtsvoll erwartet von den Kindern.

Stufe für Stufe wandert mein Projekt weiter. Im vergangenen Jahr war es so, dass die W-Kiste rigoros aussortiert wurde. Der „Zuviel“-Gedanke hat mich ziemlich beherrscht. In diesem Jahr sind lediglich drei Blechkisten dazugekommen. Weil ich ja so gut wie alle Plastikschüsseln wegsortiert habe, hatte ich jetzt keine Keksaufbewahrungsdosen mehr. O_o So geht es manchmal …

Und ich finde, dass die Behälter schon ordentlich verschlossen sein müssen – wegen dem leckeren Geschmack.

Weiter habe ich mir Gedanken zum Thema „Nachhaltige Weihnachten“ gemacht. Das kommt zwangsläufig. Mit Kindern muss man da allerdings Kompromisse eingehen. Mir ist ein W-Baum gar nicht mal so wichtig, aber die Kinder lieben ihn. Und wenn wir ehrlich sind, sind genau solche Dinge es, die auch für uns als Kinder das Fest zu etwas besonderem gemacht haben. Ein festlich geschmückter Baum, die Keksdosen, die heimlich geöffnet wurden und aus denen die Plätzchen stibitzt wurden. Oder aber auch der Adventskranz. :)

Mit dem Adventskranz „plage“ ich mich schon seit Jahren. Einerseits möchte ich gerne einen Kranz. Und nicht aneinandergereihte Kerzenständer. Dann wiederum nervt es mich furchtbar, dass das Teil an Weihnachten verdörrt ist und man Angst haben muss, dass es beim geringsten Flammenflug die Hütte abfackelt. Ich verrate Euch was: wegen der Verdörrungsgeschichte habe ich vor zehn Jahren auch schon mal einen Plastikkranz gehabt. Das ging zwei Jahre gut, ist überhaupt nicht aufgefallen, außer „wow – sieht Euer Kranz noch toll aus am 24. … und am 30. … und …!“ :’D

Dann lief der Kerzenwachs runter, der Kranz war eingesuddelt und ich hab überlegt: „legst ihn halt in den warmen Backofen, da läuft der Wachs schon runter!“

Tja, was soll ich sagen? Ich hab ihn vergessen. Also … wie ein Kranz sah er danach nicht mehr aus. Eher ein grüner runder Klumpen. O_o Shit happens. Das war das Ende vom Plastikkranz. Und auch das Ende der grünen Aera in Sachen Adventskranz.

Seit Jahren haben wir nun einen Weidenkranz. Geschmückt mit immer dem gleichen Filzschnee und den aneinandergereihten Gewürzen. Als Topping hat er ein paar getrocknete Orangenscheibchen. Und heute merke ich mal wieder, dass ich glücklicherweise in eine schon immer etwas nachhaltige Richtung tendiere. :)

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Dann wäre da natürlich die Tannenbaumfrage. In‘ Wald gehen? Abhacken? Im Supermarkt mit den Wocheneinkäufen einladen? Einen zertifizierten Ökohändler finden? Gar nicht so einfach. Aber es geht. Und ist noch nicht einmal so schwer. :)

ROBIN WOOD ist inzwischen von einer kleinen Gruppe Aktionisten zu einer professionellen, bundesweit engagierten Umweltorganisation geworden. Auf dieser Seite findet ihr Euren Weihnachtsbaum der Wahl.

Dort steht für jedes Bundesland eine kleine Auswahl an Verkaufsstellen mit Tannenbäumen aus ökologischen oder zertifiziertem Anbau. :)

Wir haben immer den Tannenbaumverkäufer vor Ort gewählt. Da konnte man, wenn es schneite, auch den Baum mit dem Schlitten abholen. :) Aber ob er aus nachhaltiger Forstwirtschaft kam, weiss ich leider nicht. Hat sich in diesem Jahr aber erledigt. Wir sind nämlich zu einer Veranstaltung eingeladen und bekommen einen Baum geschenkt. Kleines Dilemma. Dort kann ich jetzt nicht nachhalten, woher er kommt. Aber dafür ergab sich folgendes:

Ich bekam nämlich von meiner (mittlerweile angefixten plastikfreien und nachhaltigen Schwägerin) eine Whatsapp:

*Zum Thema Nachhaltigkeit und Wegwerfgesellschaft … Wir könnten doch eigentlich über ein Weihnachtsbaumsharing nachdenken.*

Wir brauchen den Baum nämlich nur bis zum 20.12., weil wir nach Tirol fahren und da könnten wir ja … weil sie brauchen ihn dann ab dem 21.12. … HA! Das ist natürlich dann doch wieder gut. Bleibt nur die Frage des Transportes. Aber sowas geht zur Not auch mit dem Bollerwagen. trixtown hat schon Kurioseres gesehen. Abgemacht!!! So tun wir es. :)

Und unser restlicher Schmuck? Tja – der besteht schon seit jeher aus vielen selbstgebastelten Teilen. Komplizierten Sternbasteleien aus Papier, Salzteighängerle, Wollengeln und sogar eine kleine Krippe aus Bethlehem ist dabei. Klar – auch ein paar verrückte und bunte Dinge, aber das machte den Baum und die Weihnachtsdekoration ja auch spannend.

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* ja … genau … hier … so mittig …

da stellt ihr Euch jetzt mal die Deko vor … *

Da isse jetzt auch … :D

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„Mama, noch die Kette mit den Heiligen drei Königen, die fehlt.“ … recht hat er – und so hänge ich diese auch noch auf. Aus Papier. Damit die Weihnachtsmänner Gesellschaft haben. So ist das also mit den Erinnerungen. Und den Ritualen. Mein Sohn weiss genau, was sich in dieser Kiste befindet. Und er weiss auch genau, welche Plätzchen gebacken werden müssen: Tsunamis.

Und das machen wir dann nächste Woche … :D

 

 

 


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Einkaufs-Aha!

Bisher gestaltete sich gerade die Plastikmüllvermeidung im Bereich „Käse und Wurst/Fleisch“ eher schwierig.

Markt zu Markt hält dies unterschiedlich. Es gibt Frischfleischtheken, da bekommst Du alles in Plastikfolie verpackt und zusätzlich noch mal in eine Plastiktüte. In unserem Supermarkt ist es so, dass es diese superdünne Folie ist, die mit Papier verbunden ist (ich trenn das zuhause immer). Und das ganze Packerl wird abschließend in eine Papiertüte gesteckt.

Egal wie … es hat mich genervt. Also habe ich heute meine eigenen Dosen mitgebracht. Fragen kostet ja bekanntermaßen nix.

Und ich wurde überrascht. Hatte ich mich doch schon auf eine große Diskussion bezüglich der Lebensmittelhygieneverordnung eingestellt, aber die Marktleiterin war superfreundlich und hat mir erklärt, wie wir das machen können. :)

Ja – und dann bekam ich tatsächlich meine drei Wurstsorten in meine eigenen Dosen verpackt. Allerdings wurde das ganze dann noch in eine Plastiktüte verpackt, die ich wohl als Müllbeutel verwenden kann. Aber auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung!!!!

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Und auch bei manchen Bäckern geht es voran. Da wir keine Brotschneidemaschine besitzen (außer zur Deko über dem Türsturz), lasse ich mir das Brot immer aufschneiden. So gut wie immer muss ich explizit sagen: bitte keine Plastiktüte.

Aber für einen unserer Bäcker ist das überhaupt kein Thema mehr. Denn dort gibt es den „Brotsafe“. Was daran anders als an einer normalen Tüte ist, weiss ich nicht soooo genau, aber mir gefällt schon, dass sie auf der Tüte darauf hinweisen:

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Mal davon abgesehen, nutze ich alle Papiertüten eh immer, um meinen Biomüll zu verpacken, da ich eine mehrmalige Verwendung einfach gut finde, statt die „Ummantelung“ einfach nur zu entsorgen. Klappt übrigens auch wunderbar mit der Tageszeitung. ;)

 


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Eine Reise wert!

Wie schon angekündigt, steht der Juli im Zeichen der Urlaubsplanung. Natürlich möchte ich etwas von meiner Art zu leben mit in den Urlaub nehmen. Vielleicht passiert das auch ganz unbewusst? Weil wir so sind, wie wir sind.

Ich muss vielleicht noch mal sagen, dass ich kein typischer „Ök“ und auch kein wohl durchdachter „Minimalist“ bin. Ich bin eine stinknormale (leicht chaotische, sicher wilde und auf jeden Fall lebensfrohe) Frau in den Vierzigern. Mit Beruf, mit Alltag, mit Kindern. Und eben interessiert an meiner Umwelt. Und ich stelle sie infrage. Immer öfter.

Die weiteste Reise, die ich unternommen habe, war nach Kalifornien vor 13 Jahren. Es war toll und ich verschwendete damals keinen Gedanken an Nachhaltigkeit. Aber schon in dieser Zeit fand ich die Nationalparks viel staunenswerter als den Rodeo Drive. Die vielspurigen Autobahnen mit der sich erstaunlich langsam bewegenden Automasse strengte mich an … aber der Kojote, der neben mir herlief, ist mir immer noch klar und sehr bewusst im Kopf. Die Sequoias haben mir Kraft gegeben und der Zedernduft ist einer meiner liebsten geworden.

Doch bin ich wohl Europäerin – auch was meine Reiselust anbelangt. Erstaunlich, dass viele Menschen den hintersten Zipfel der Welt kennen, aber nicht, was im Nachbardorf zu erleben ist. Das eigene Land bleibt unerkannt?! Die Nachbarländer uninteressant? Tja … Das eine schließt für mich das andere nicht aus. Wir haben soviel Zeit und wir können soviel reisen und erleben.

Notiz an mich: Meinen Kindern einen Brief schreiben, bevor ich diese Welt als alte Frau verlasse, in dem garantiert steht, dass sie reisen sollen. Es erweitert den Horizont, öffnet das Herz, gibt dem Geist Nahrung. :)

Vielleicht wird dieser Post ein Plädoyer, sich einmal umzuschauen. Unsere europäischen Nachbarn oder unsere innerländischen Landstriche kennenzulernen. Im Zuge der neuen Medien können wir uns die ganze Welt anschauen, aber sie hautnah erleben ist das, was uns gut tut. Intakte oder marode Landstriche. Die Frage: „Woher kommt die Milch?“  mit der Antwort „Aus dem Supermarkt!“ ist leider ja nicht immer als Witz zu verstehen, sondern bittere Realität. Vielen Kindern ist es tatsächlich ein Rätsel. Kühe? Wo gibt es die denn noch?

Und im Ausland? Ich muss nicht immer eine bekannte Diskounterkette direkt im Einzugsgebiet haben. Es ist doch irgendwie wunderbar, die Vielfalt des Urlaubsortes und typisch regionale Köstlichkeiten zu entdecken. Sicher macht man Abstriche, aber genau so gut gewinnt man hin und wieder an kulinarischer Bandbreite. Zu Beginn unserer Camperzeit habe ich immer alle möglichen heimischen Lebensmittel mitgenommen. O_o Heute greife ich mir an den Kopf. (Die einzige Tradition, auf die alle Familienmitglieder hartnäckig bestehen, ist, eine große Portion Bolosauce – zuhause mit Liebe gekocht und eingefroren, damit der erste Abend doch irgendwie gleich wieder wie zuhause ist und alle ankommen können.)

Mit regionalen Lebensmitteln unterstützen wir die ansässigen Infrastrukturen. Cooperativen. Gemüsebauern. Weingüter. Wunderbar! Ich freu mich jetzt schon auf das kroatische Olivenöl und den fangfrischen Fisch (hope so). Und die Tomaten erst  sollen superlecker sein …

Die Camperkultur befindet sich allmählich im Wandel. Nachhaltig geführte Campingplätze werden immer mehr. Wer sich für einen solchen interessiert, schaut gerne mal bei Ecocamping! Wir haben schon öfter auf nachhaltig geführten Campingplätzen geurlaubt und es war immer gut. :)

Oder eben Campingplätze, die sehr naturnah sind, wie in Südfrankreich z.B.! Dort kommt man back to the roots. Man braucht auch nicht wirklich viel und die Lebensqualität steigt mit der gleichzeitigen Abnahme von allerlei „lebensnotwendigem“ Killefitz.

Die Welt im Großen ändern kann ich nicht, aber ich kann sie kennen lernen. Wie es mir gefällt.

Und weil wir beim Kennenlernen sind: wie es der Zufall will, werde ich nächste Woche eine Fairtrade-Town bereisen. Ich wohne sogar neben einer. Mich interessiert, wie das so gelebt wird oder ist am Ende alles „greenwashing“? Wir werden sehen! ;)


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Ready for take off?

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit dem Reisen. Ein feines Thema für den Juli, das nicht in einen Post gepackt werden kann.  Liegt nah – jetzt wo der Sommer so herrlich über uns hereinbricht (manchmal. Ab und zu. Für ein paar Tage). Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber ich freue ich auf unseren Urlaub.

Auch, wenn er mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn in meiner plastikreduzierten Welt ist das noch eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Ich hab Euch das bisher noch nicht verraten, aber jetzt ist es Zeit, mich zu outen.

Wir sind Camper. So! Jetzt isses raus. „Ja. Und … ?“ fragen sich jetzt einige. Wer schon mal im Wohnwagen unterwegs war, weiss allerdings wahrscheinlich genau, was ich meine. Es ist so, dass Wohnwagen und Auto ein ausbalanciertes Gespann abgeben müssen. Damit unterliegt der Inhalt des Wohnwagens einer gewissen Kilozahl. Sonst sieht das alles sehr schlecht aus. Es ist nicht viel drin im kleinen Schneckenhäuschen, aber wie es der ökologische Teufel im Detail nun mal so will, sind die leichten Sachen vorranig aus all den bösen Stoffen, die ich ja nun vermeiden will. Melamin-Geschirr. Plastikdosen. Kunstoffsalatschüsseln. O_o

Da waren sie noch klein ... lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Da waren sie noch klein … lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Angehen kann ich das Thema allerdings erst, wenn der Camper aus seinem Winterlager heraus ist. Ich hab mir schon das Hirn zermartert. Wirklich. Gut ist, dass es langlebige Dinge sind. Wir haben den Wohnwagen nun schon zehn Jahre und ich glaube, kaputt gegangen ist nicht wirklich was vom Equipment. Manchmal hat die Langlebigkeit des Materials „Kunststoff“ auch durchaus seine Vorteile.

Auf der anderen Seite denke ich mir: naja … besser als permanent zu fliegen. Den Urlaub in Hotelbunkern zu verbringen. Wir reisen nah an der Natur. Minimalistisch sogar. Denn im Lauf der Jahre ist das mitgenommene Gepäck immer weniger geworden. Klar – es gibt auch je nach Campingplatzwahl unterschiedliche Standards. Wer denkt, Campingurlaub ist heile Lagerfeuerwelt, ist hier doch falsch gepolt. Da werden Highend-Grill, Satellitenschüsseln so groß wie LKW-Reifen, Fritteusen, Zweitkühlschränke und die Kapselmaschine für den morgendlichen Genusskaffee eingepackt. Man sieht viel in der Welt des Campings.

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Für uns war das immer unnötig. Nur die Senseo ist etwas, das mit muss. :) Aber Fernsehen ist nun mal nicht, man kann andere Dinge im Urlaub erleben und das sollten wir auch. Ich schätze, wir nehmen unseren Kindern nichts, indem wir mal einige Wochen auf das Kinderprogramm und die Spielekonsole verzichten. ;) Im Gegenteil.

Um aber auf das Thema „Melamin“ zurückzukommen … ich habe ein bißchen gestöbert und bin auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung fündig geworden. Wen das interessiert, der kann unter dem Stichwort „Melamin“ dort fündig werden. (Ich kann den entsprechenden Link auf Teufel komm raus nicht einsetzen. Warum auch immer … also muss es so gehen)

Weiter habe ich eine Seite gefunden, die Melamin-Geschirr in Deutschland herstellt. Die Qualitätsstandards sind hier natürlich eindeutig besser als bei der Massenware aus Fernost. Die Motive sind ebenfalls den Zeitgeist treffend. ;) Schaut mal hier!

In den kommenden Wochen werde ich den Kreis ein weniger enger ziehen … und mal schauen, was das nachhaltige oder einfach umweltfreundliche und dennoch spass- und erholungmachende Reisen ausmacht.

Achja … dieses Jahr wird es mal nicht Holland. Dieses Jahr geht es wirklich und echt und ohne Sommerstürme und Land unter in die Sonne. Kein Tropfen Regen!!! HA! :) Ich freu mich!


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Für die Tonne!

Wir haben eine Biotonne. Und da landet schon eine Menge. Immer noch. Ärgerlich!

Aber das passiert so schleichend … die Banane, die schon seit 14 Tagen gleich einem Hämatom die Farbe verändert, bis sie kohlrabenschwarz ist. Ist sicher noch gut, isst aber keiner mehr. Brot, dass vertrocknet. Die Wurst, die doch irgendwann um ist.

Wir essen nicht so viel und manchmal, wenn die Gelüste oder was auch immer mit mir durchgeht, dann habe ich doch zuviel an Lebensmitteln gekauft. Meist aus der Lust heraus, tatsächlich. Manchmal aus Gewohnheit (Frischkäse ist alle, brauchen wir wieder …). Brauchen wir das wirklich?

Da hängt tatsächlich noch eine Menge mehr dran. Energie, Arbeit und schlußendlich auch Geld, was da in die Tonne fliegt. Ich glaube nicht, dass in unserem Haushalt ein Drittel aller gekauften Lebensmittel in die Tonne fliegt, aber es ist immer noch genug.

Aus diesem Grund hab ich heute mal den obligatorischen Einkauf abgeblasen und durchforste die Vorräte.

Was schmeisst ihr so weg? Schaut doch mal nach! Mit dem Resterechner will die VERBRAUCHER INITIATIVE Verbraucher auf spielerische Art und Weise für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisieren.

 DER RESTERECHNER!

Wie können wir das Wegwerfen reduzieren? Gesunder Menschenverstand und achtsamer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen setze ich ja irgendwie voraus. Klappt nicht immer. Aber so geht es auch:

Einkaufszettel

Wenn ich ohne losgehe, landet meist mehr oder anderes im Wagen als eigentlich geplant. Wie oft denke ich, dass ich so viel eingekauft habe, aber das Mittagessen ist jetzt irgendwie doch nicht dabei. O_o Wichtiges Utensil also!!!

Ohne Hunger!

Ich weiss ja nicht, wie es Euch so geht, aber wenn ich mit Hunger einkaufe, dann ist tatsächlich nichts mehr sicher im Supermarktregal. Meine Sinne sind dann nur noch aufs JETZT ESSEN programmiert. Die Kekse, drei Bananen mehr … da geht einiges.

Mengenrabatt?

Nimm 2, bezahl 3. Wenn man es genau nimmt, ist das gerade doch nicht falsch hingeschrieben. Oft werden wir dazu verleitet, die Angebote mitzunehmen. Zuviel? Ach – das schaffen wir doch locker. Und dann? Bleibt etwas übrig, wird schlecht und ich habe genaugenommen mehr bezahlt, als ich essen konnte. Eine Milchmädchenrechnung, wenn man es genau nimmt. Es lohnt sich, auf Qualität statt Quantität zu setzen, denn dadurch wird die Wertschätzung für ein Lebensmittel oftmals hochgesetzt.

Hamsterallüren?

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Hier im Ort gibt es vier Supermärkte. Alle zu Fuß oder per Rad erreichbar. Die Wahrscheinlichkeit eines Gaus ist klein. Ich muss nicht mehr wie in Nachkriegszeiten horten wie ein Hamster. Und von heute auf morgen werden wir auch nicht verhungern. Also wozu brauche ich von vielem die Dinge im Dutzend???

Gut gekauft, besser gelagert!

Es ist nicht nur das Einkaufen, auch die Lagerung ist einen Gedanken wert. Dazu kann ich aber nur sagen: einfach mal googlen, wie man welche Lebensmittel gut und langlebig lagert. Auch das spart eine Menge Lebensmittelmüll.

 

 


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Nachgedacht! Eine Nachlese …

Die Monatschallenge „Plastikmanagement“ neigt sich dem Ende zu. Und gleichzeitig ist es erst der Anfang der Reise. Da ich unmöglich alles in einen Post packen kann, muss ich ein wenig unterteilen. Der gedankliche Teil kommt zuerst, der praktische folgt hernach. :)

Während des vergangenen Monats habe ich für mich persönlich gemerkt, dass der Umgang mit den Dingen, mit denen wir uns umgeben,  immens wichtig ist. Zum einen möchte ich schöne, praktische und bezaubernde Gegenstände haben und zum anderen wurde mir wieder einmal klar: ich brauche nicht viel. Ich bin echt kein „Öko“ – wahrscheinlich weit davon entfernt. Zwar naturverbunden, aber ich habe durchaus einen Sinn für die praktische und auch formschöne Seite des Wohnens. Ich möchte dabei geniessen und nicht zurückkehren ins 19te Jhd.! Auf jeden Fall zahnt mein Gedanke des Minimalismus mit der Reduktion des Plastikhaushalts ineinander. Nicht alles, was ich in Plastik weggegeben habe, kam in einem Ersatzmaterial zurück. Aber ich möchte auch gesund leben und dies an meine Kinder weitervermitteln. Sie haben ein gutes Verständnis dafür, woher die Lebensmittel kommen, die wir verbrauchen. Es muss nicht immer bio sein, regional finde ich manchmal fast wichtiger. Der Bauernhof um die Ecke ist anschaulicher als die Bio-Ananas beispielsweise. Es ist auch ganz gut, mal zu erkennen: Erdbeeren wachsen nun mal nicht im Februar! ;) Zumindest nicht hier.

Es gab für mich zwei Hauptfragen in diesem Monat (neben all denen, die sich währenddessen auftaten!).

Kann man beim Kauf von alltäglichen Dingen und Lebensmitteln den Plastikmüll auf ein Kleinstmögliches reduzieren?

Da bin ich wohl echt blauäugig rangegangen. Und das merkte ich schon so ziemlich beim ersten Schritt in den Supermarkt. Nicht jeder Supermarkt ist geeignet für den plastikfreien Familieneinkauf. Bei Feinkost Albrecht war ich überhaupt gar nicht im vergangenen Monat, da dort ja so gut wie alles in Konserve oder Plastik umverpackt ist. Meine Spielplätze waren der Wochenmarkt, der Biobauernhof und der große und außerordentlich gut sortierte Supermarkt im nächsten Dorf. Bäcker natürlich auch. Metzger nicht, merke ich gerade.

Plastikmanagement sollte auf jeden Fall familienkompatibel sein, sonst fährt das Projekt ziemlich schnell gegen die Wand. Wenn die Kinder unzufrieden sind und nicht verstehen, was da plötzlich an Umstrukturierung passiert, werden sie nicht so ohne weiteres mehr mitziehen. Der Spaß und die Freude am Entdecken neuer Möglichkeiten spielt Kindern zu. Sie machen das gerne. Forschen, Entdecken, Wissenwollen.

So sind wir also oftmals im Familienverbund einkaufen gegangen. Die Buben sollten bewusst mitschauen und aussuchen. Spannend.

Man kann ergo nicht „einfach mal so“ umstellen. Der Monat war geprägt von Recherche. Ich habe wahnsinnig viel gelesen und bin auf die Reise gegangen durch mehrere Blogs zum Thema Nachhaltigkeit. Man findet, wenn man das möchte, wirklich viele gute Anregungen und Ideen. Und das Beste: man ist nicht allein. Irgendeinen Tip für irgendeine vermeintlich unlösbare Aufgabe findet sich immer. Manchmal dauert es eben etwas … ;)

Und so kann ich sagen: ja, es ist möglich, den neu hinzukommenden Plastikmüll zu reduzieren. Ehrlich gesagt, ich habe mich nicht mit der stundenlangen und räumlichen Suche nach unverpackten LMs begeben. Was es nicht gab, das hab ich einfach weggelassen und eine Alternative gesucht. Geht prima. Ich habe fast den ganzen Monat den Müll gewogen, aber ich schätze, ein einigermaßen repräsentatives Ergebnis gibt es erst im April. Denn interessanterweise hat sich vieles geleert und ich habe quasi einiges an Verpackungsaltlasten ensorgen müssen. Einmal Kuchl aufräumen und konsequent Dinge aufbrauchen und schwupp ist der Müllberg wieder gewachsen.

Kann man denn in einer Plastikwelt, wie die, in der wir  leben, zurück oder hin zu alternativen Materialien und sind sie genauso funktional und auch noch haltbar? 

Während der Grundgedanke ja war: ich reduziere lediglich meinen Plastikabfall, hatte ich plötzlich ein großes Interesse, auch das Plastik, das es fest installiert im Haushalt gibt, zu reduzieren. Es hat sich einfach verselbständigt. Denn durch die Recherche kamen all die Informationen bezüglich der Schadstoffe hinzu. Das hat mich vor wenigen Wochen überhaupt gar nicht tangiert. O_o Aber je mehr ich in die Materie eintauchte, desto doofer fand und finde ich es. Nun denn – dann tausche ich eben auch hier aus. Schüsseln und Aufbewahrungsmöglichkeiten standen hier an erster Stelle.  Maria von wiederstandistzweckmässig hat in ihrem Blog das schöne Wort „Ökobilanz“ ins Spiel gebracht. Nach Möglichkeit habe ich also versucht, schon Vorhandenes zu nutzen. Naja  und im Moment gibt es eben z.B.  noch keine neu ausgewiesene Backschüssel. Und außerdem stelle ich fest: ich habe gar nicht so viel Hardware in Plastik,  da ich schon immer auf natürliche Materialen stehe. Aber ich schätze, eine Tupperphase macht wohl jeder mal mit im Leben. Für mich war klar: ich gehe jetzt nicht in den nächsten Laden und kaufe Neuware nach.  Das widerstrebt meinem Minimalismusgedanken. Also habe ich erst mal eine große Fuhre zum Sozialkaufhaus gebracht. Dort kann es sicher irgendjemand weiter gebrauchen. Und wenn schon kaufen, dann hier oder auf dem Flohmarkt schon vorhandene Dinge und nicht neu hergestellt. So schließt sich der Kreislauf.  :)

Das Thema ist einfach sehr faszinierend. Ich hänge noch einen Monat dran. Denn ich hätte sonst das Gefühl, die Sache nicht gescheit zu Ende gebracht zu haben. Wobei … ist so etwas Allumfassendes jemals zu Ende? Ist es nicht vielmehr so, dass sich ein Grundgefühl einstellt, für einen gesünderen Mikrokosmos?

Rein theoretisch kann ich praktisch alles! Dieses war der erste Streich … und der zweite folgt sogleich morgen!!!