Das Leben ist wild!


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Es regt sich was!

Wie wir wissen, hat nicht allein der Konsument die Macht in Händen. Er wird, wenn er sich entgegen dem Mainstream bewegt, auch schon mal schief angeschaut.

Gestern dann die Meldung: REWE nimmt die Plastiktüten aus dem Programm.

Wow – war mein erster Gedanke! Das ist mal was anderes als der Tante Emma – Laden im Studentenviertel. Es ist gut, dass sie den Schritt machen. Mich nervt nur ein „aber“ der Geschichte.

ABER die Plastiktüten bei Obst und Gemüse bleiben.

Ist das nicht genau die Krux? Oh – ich hab meine Tasche vergessen. Na, da nehm ich doch ’n Appel in de Dutt und dann passt der Rest auch noch rein. O_o

Gestern habe ich bei meinem Einkauf von Obst und Gemüse ELF Plastiktüten eingespart. Ich fand das enorm. Wenn man sowas mal hochrechnet … uiuiui. Da sollte umgedacht werden. Ich weiß leider nicht genau, wie die Ökobilanz von Papiertüten ist, wenn ich die Wahl habe, greife ich dennoch dazu. Nur mal so als Alternative für unsere Obstplastikfraktion.

Dennoch begrüße ich den Schritt einer großen Supermarktkette sehr, auf die P-Tüte unter der Theke zu verzichten.

Wie habe ich gerade in der FAZ gelesen: „Es passiert öfter, als einem lieb ist. Eigentlich hat man ja immer eine Stofftasche im Rucksack. Oder einen Plastikkorb im Kofferraum. Aber dann braucht man doch mal dringend noch ein paar Zutaten für die abendliche Bolognese-Sauce, und die Stofftasche liegt noch daheim. Das ist die klassische Situation für eine Plastiktüte. “

Dann ist der Herr Journalist entweder ein schlechter Beobachter an der Kasse oder geht selten einkaufen. O_o  Nämlich dann, wenn es wieder heißt: „Rausgezoppelt unter der Theke und inflationär auf das Kassenband geworfen!“

Die „klassische Situation“ ist vielmehr das Nichtdrübernachdenken, das Nichtbrauchenundtrotzdemnehmen oder das EsgehörtfürmichzumEinkaufdazu.

Ich kann dazu nur sagen, dass es ein richtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Allerdings sollte sich die Umstrukturierung auch nach innen richten. Sonst entsteht nur eine Verlagerung der Problematik. Denn Wege finden die Plastiktütenfreaks ja immer, um ihrer „Sucht“ zu fröhnen. *rrrrrrrrrr*

Schauen wir mal, wie es weitergeht! :)


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„Und Sie waschen sie wirklich?“

 

Im letzten Beitrag hat mir Hermine einen Kommentar dagelassen, zum Thema Plastikreduktion. Wie kann das funktionieren?

Aus diesem Grund hab ich mal ein Foto gemacht. :) Vom letzten Einkauf.

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Klar habe ich auch manchmal mehr auf dem Band liegen, aber diesmal war der Wochenendeinkauf klein. LebensMittel des alltäglichen Gebrauchs. Und wie verzichte ich hier am besten auf Plastik?

Was ich wirklich konsequent umgestellt habe: ich gehe kaum noch in die Discounter. Dort finde ich einfach nicht alles. Gut sortiert ist bei uns z.b. der Globus. Da gibt es Frischtheken für Fleisch, Fisch und Käse. Milch im Glas gibt es auch halbfett. Und und und …

Wir haben uns vorher überlegt, können wir das finanziell stemmen? Und … ist es überhaupt teurer? Denn das ist oftmals ein großer Hemmschuh. Plastikfrei = hochpreisig? Und wir haben entschieden: solange es geht, machen wir das so.

Tippeditipp! So geht es!

Gemüse

Es ist eine Unart!!! Echt wahr. Wieso müssen wir Gemüse in Plastik verpacken? Und wieso müssen wir unverpacktes Gemüse auch in Plastik verpacken? Und nicht etwa in eine Tüte … nein, nein mein Freund! Jedes Teil kriegt sein eigenes Zuhause. Und warum? Beim gestrigen Einkauf waren mehrere Zucchinis, ein Salat, ein Bund Möhren, lose Champignons und eine Handvoll Cocktailtomaten. Ach und eine Melone! Die Cocktailtomaten waren eine kleine Herausforderung Hätte ich von dieser grandiosen Umstellung gewusst, hätte ich mir ein Schraubglas mitgenommen, aber gut.

Bisher habe ich nämlich nach dem Motto gelebt: in Plastik verpackt? Nehm ich nicht mit! So sind die gern gegessenen kleinen aromatischen Scheißerlein einfach vom Speiseplan verschwunden. Schade, aber manchmal nicht zu ändern. Und da komm ich doch gestern in die Gemüseabteilung und wooooowwww! Es geht auch anders.

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Ihr seht es selbst. Da musste ich doch gleich zugreifen. Tricky wird der Gemüseeinkauf erst an der Kasse. Manchmal muss ich mich mit Händen und Füßen wehren, weil ich eben einfach auch beim dritten Nachfragen keine Tüte für meine losen Kartoffeln möchte. Ich mache zwar Dreck und bin dann beizeiten etwas unbequem, aber das kann ich inzwischen an mir abprallen lassen. Gestern schaute die Kassiererin als auch die Dame vor und nach mir meine Cocktailtomaten im Wagen an. „Keine Sorge, ich geb sie Ihnen in die Hand!“ – „Wenn Sie das nicht stört!“ – „Nein, ich wasche sie eh!“ Bei der Aktion ist eine runtergehopst. „Heben Sie sie ruhig auf“ – „Und Sie waschen sie wirklich?“ O_o

Also – ihr braucht keine Tüten. Es geht immer! Und manchmal wiegt man dann eben in zwei Portionen. ;)

Milchprodukte

Wir trinken enorm viel Milch. Müsli, Kaffee, mal so … da fällt einiges an. Ich gehöre nicht zur Fraktion der Milchverweigerer. Ich mag sie gerne. Dies ist also ein großer finanzieller Posten. Allerdings vertrage ich die vollfette Variante nicht so gut. Also muss ich zum Globus, denn alle Supermärkte im eigenen Ort schaffen es nicht, zwei Sorten Milch anzubieten. :( Milch, Sahne, Joghurt … geht alles im Glas. Ich habe noch einen weiteren Supermarktfavoriten, da gibt es oft eine Ecke für fast abgelaufene Milchprodukte. Ein guter Spartip für gute Lebensmittel. Denn schlecht sind die LebensMittel deshalb noch lange nicht.

Quelle: Pinterest

Quelle: Pinterest

 

Damit fällt enorm viel Abfall weg, da alles wieder dem Glaspfandsytem zugeführt wird. Im Sommer allerdings ist die Milch-im-Glas-Variante eher suboptimal, da wir festgestellt haben, dass durch die Unterbrechung der Kühlkette die Milch blitzfix schlecht wird. Dann greifen wir doch zum TetraPak.

Da wir nur Butter kaufen, ist die Umverpackung noch ein kleines Übel. Und bei Frischkäse und auch Wurst von der Theke ist es immer noch schwierig. Ich bin irgendwie oft zu latent gestresst für die Auseinandersetzung an der Theke, ob sie es mir in meine Dose packen können. Ich weiß inzwischen, welcher Markt  die Wurst in Plastik und dann nochmal alles zusammen in Plastik verpackt. Es gibt auch die Papieralternative, aber das müsst ihr vor Ort schauen.

Und der ganze Rest

Es gibt neben den plastikverpackten LebensMitteln fast immer die Möglichkeit, eine Alternative zu bekommen. Öl, Mais, Ketchup, Senf, Grillsaucen und auch passierte Tomaten. Wir füllen unseren Ketchup dann von der Riesenflasche in ein Hongiglas um, das macht das Handling für die Buben einfacher. Nudeln, Reis. und Co kriegt man oft in Pappe verpackt. Getränke gibt es in der Glasvariante statt im PET.  Das sind so die Hauptposten. Jede Familie und jeder Mensch für sich hat eigene Vorlieben. Ich würde mich nicht auf Teufel komm raus verbiegen, aber man kann Kompromisse schließen, wenn man diese Art der Plastikvermeidung leben will.

Nur die Katze ist da sichtlich verbohrter. :’D Achja – da wollte ich ja noch was zu schreiben. Der Hund von Bea Johnson! Ehe das untergeht. In einem ganz alten Blog von ihr hat sie darüber berichtet. Sie kaufen nur loses Trockenfutter, wenn ich mir das richtig übersetzt habe. Ab und an kriegt er was vom Tisch. Tja … Mit losem Trockenfutter kann man unseren Kater nicht immer locken. Thema erledigt!

Zurück zum Einkauf von gestern. Was bei mir also übrig blieb, war das Fleisch. Geflügel kriege ich nicht an der Frischtheke! Warum eigentlich??? Und ein Päckchen Frischkäse sowie die Butter. That’s it.

Schwieriger wird es in der Putz – und Kosmetikabteilung. Aber wem sag ich das? Wer gerne experimentiert, kann sich locker viele plastikverpackte Produkte ersparen. Im Netz kursieren inzwischen die vielfältigsten Rezepturen. Wenn man die Zeit hat. Und die kreative Ader. Ich hab sie nicht immer. Aber eine Handseife statt im Spender lose oder eine Zahnbürste aus Holz sind auch hier machbar. Shampoobars, Körperseifen – da geht was. :)

Und danach?

Ganz einfach! Immer Taschen, Körbe und Behälter im Auto dabei haben. Dann braucht man keine Tüte zu kaufen. Ebenfalls eine Unsitte. ;)

Und für immer?

Wir haben auch das Mehrwegplastik umgestellt. In unserem Küchenschrank leben jetzt nur noch ganz wenige Plastikteile. Alle Billigbehälter, überzählige Durchschläge, Schüsseln etc. habe ich ins Sozialkaufhaus gebracht, da ich finde, dass Wegwerfen nicht wirklich eine Lösung darstellt. Irgendwen schert der Plastikkram nicht und er ist froh, überhaupt etwas zu haben. Die Brotdosen sind inzwischen aus Edelstahl (ganz wichtig, denn wenn man das alles per Hand spülen muss, verliert man schnell die Lust … öhm … verliert Frau trixen schnell die Lust). Schüsseln und Schalen aus ebenfalls plastikalternativen Materialien. Schraubgläser sind z.B. super zum Mitnehmen oder auch zum Einfrieren. :)

Damit geht man schon mal die ersten Schritte. Es sind kleine, aber auf ein Jahr gesehen, hat man schon einiges getan.

Probiert es mal aus! :)


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Plastik vs. … Rouuund 2!

Es gibt Bereiche, da fällt es mir wirklich schwer, minimalistisch und vernünftig zu handeln. Eindeutig auf Reisen – denn, wann komme ich denn nochmal wieder jemals irgendwann bis ans Ende meiner Tage dort hin??? Ja, oder?!

Vor allem diese kleinen mediterranen Läden haben es mir angetan, in denen man allerlei herzergreifend schöne Dinge kaufen kann. Allein um des Habens Willen.

Ein Faible habe ich für Seifen. Aber auch Küchenkillefitz ist schön. Schöne Schalen, Kochlöffelablegeschalen, Schreibuntensilien … wenn ich könnte, wie ich wollte … alles meins. Aber dann schaltet sich glücklicherweise die Vernunft ein.

 

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Und jetzt das! Ich stelle mein Badezimmer auf plastikfrei um. Und ganz ehrlich, wir können uns bei den Nachbarn in Holland und Frankreich eine bißchen was abgucken bezüglich toller Seifen. Es wird so langsam … aber man muss genau schauen.

Wohlweislich habe ich also an Ostern aus dem kleinen Dorf Veere eine Seife mitgenommen. Obwohl ich eine hatte. Und hier greift: plastikfrei ist nicht gleich besser. Auch hier lohnt genaues Hinschauen und man sollte eher qualitativ hochwertig kaufen.

Zurück zu „und jetzt das!“. Ich wundere mich schon eine zeitlang, aber ich habe zwei Buben, da passiert viel in so einem kleinen Waschbecken. Aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Überzeugung gekommen: es lag an der Seife und da musste sie gehen. Mein Waschbecken im Gäste-WC sah permanent aus, als ob sich ein Maurer nach getaner Arbeit die Hände gewaschen hat … alles weiss, krümelig und irgendwie komplett blind. Immer eine leicht wasserabweisende „Staub“schicht. Die Seife war der Übeltäter. Ich hatte eine Nivea – Seife gekauft. Super in einer Tonpapierbox, nicht in Plastik eingetütet. Und erschwinglich.

Allerdings störte mich schon gleich der Geruch. O_o Und kennt ihr das? … Die Hände fühlten sich nach dem Waschen irgendwie immer so trocken an. Also schon beim Waschen fehlte das seifig – wohltuende  – flutschige Gefühl. :’D Ihr wisst, was ich meine.

Leider gehört Seife nicht zu den Dingen, die man vor Ort ausprobieren kann. Und gerade da wäre es wünschenswert … So kann ich nur hoffen, nicht permanent falsch zu greifen.

Und dann muss das Teil einfach gehen, es kann nicht sein, dass es Mehrarbeit bedeutet. Ich möchte Händewaschen und nicht auf der Lauer liegen und permanent die wasserabweisende Restseife aus dem Becken kratzen müssen. Deshalb greife ich allerdings nicht auf Flüssigseife im Plastikspender zurück. ;)

Für Seifenstückskeptiker: „Eine Vermehrung ist für Viren eher nicht, für Bakterien und Pilze je nach Inhaltsstoffen der Seife nur sehr eingeschränkt möglich“, sagt Franz Reinthaler vom Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz.

Ein Tip von Tanja Heller ist auch gut: wer die Seife nicht in die Hand nehmen mag, nur kurz drüberstreichen mit den wassernassen Fingern, auch das hat beim Aufschäumen eine reinigende Wirkung.

Meine Einschätzung ist, dass es eher so ist, dass sich der unangenehme und bakterienanfällige Schlonz in den Auffangschalen sammelt, also immer schön ausspülen. ;)

Ergo: Seife ist nicht gleich Seife. Die aus Südfrankreich mitgebrachte im Familienbad liegende hat nicht solche Allüren. Jetzt habe ich die Kaffeeseife aus Holland im Gäste-WC deponiert. Hat gleichzeitig noch einen positiven Geruchseffekt. :)

 

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Ich hoffe, die Besucher freut es.  Und mein Waschbecken erst …

Welche Seifen könnt ihr empfehlen? Welche riechen lecker und sauen nicht alles ein? Und ist teuer auch gleichzeitig besser? Fragen über Fragen. Ich freue mich auf Eure Antworten. :)


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Ready for take off?

Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit dem Reisen. Ein feines Thema für den Juli, das nicht in einen Post gepackt werden kann.  Liegt nah – jetzt wo der Sommer so herrlich über uns hereinbricht (manchmal. Ab und zu. Für ein paar Tage). Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber ich freue ich auf unseren Urlaub.

Auch, wenn er mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, denn in meiner plastikreduzierten Welt ist das noch eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Ich hab Euch das bisher noch nicht verraten, aber jetzt ist es Zeit, mich zu outen.

Wir sind Camper. So! Jetzt isses raus. „Ja. Und … ?“ fragen sich jetzt einige. Wer schon mal im Wohnwagen unterwegs war, weiss allerdings wahrscheinlich genau, was ich meine. Es ist so, dass Wohnwagen und Auto ein ausbalanciertes Gespann abgeben müssen. Damit unterliegt der Inhalt des Wohnwagens einer gewissen Kilozahl. Sonst sieht das alles sehr schlecht aus. Es ist nicht viel drin im kleinen Schneckenhäuschen, aber wie es der ökologische Teufel im Detail nun mal so will, sind die leichten Sachen vorranig aus all den bösen Stoffen, die ich ja nun vermeiden will. Melamin-Geschirr. Plastikdosen. Kunstoffsalatschüsseln. O_o

Da waren sie noch klein ... lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Da waren sie noch klein … lange her! :) Man spielt, mit was man hat.

Angehen kann ich das Thema allerdings erst, wenn der Camper aus seinem Winterlager heraus ist. Ich hab mir schon das Hirn zermartert. Wirklich. Gut ist, dass es langlebige Dinge sind. Wir haben den Wohnwagen nun schon zehn Jahre und ich glaube, kaputt gegangen ist nicht wirklich was vom Equipment. Manchmal hat die Langlebigkeit des Materials „Kunststoff“ auch durchaus seine Vorteile.

Auf der anderen Seite denke ich mir: naja … besser als permanent zu fliegen. Den Urlaub in Hotelbunkern zu verbringen. Wir reisen nah an der Natur. Minimalistisch sogar. Denn im Lauf der Jahre ist das mitgenommene Gepäck immer weniger geworden. Klar – es gibt auch je nach Campingplatzwahl unterschiedliche Standards. Wer denkt, Campingurlaub ist heile Lagerfeuerwelt, ist hier doch falsch gepolt. Da werden Highend-Grill, Satellitenschüsseln so groß wie LKW-Reifen, Fritteusen, Zweitkühlschränke und die Kapselmaschine für den morgendlichen Genusskaffee eingepackt. Man sieht viel in der Welt des Campings.

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Sehr naturnaher Campingplatz in Südfrankreich!

Für uns war das immer unnötig. Nur die Senseo ist etwas, das mit muss. :) Aber Fernsehen ist nun mal nicht, man kann andere Dinge im Urlaub erleben und das sollten wir auch. Ich schätze, wir nehmen unseren Kindern nichts, indem wir mal einige Wochen auf das Kinderprogramm und die Spielekonsole verzichten. ;) Im Gegenteil.

Um aber auf das Thema „Melamin“ zurückzukommen … ich habe ein bißchen gestöbert und bin auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung fündig geworden. Wen das interessiert, der kann unter dem Stichwort „Melamin“ dort fündig werden. (Ich kann den entsprechenden Link auf Teufel komm raus nicht einsetzen. Warum auch immer … also muss es so gehen)

Weiter habe ich eine Seite gefunden, die Melamin-Geschirr in Deutschland herstellt. Die Qualitätsstandards sind hier natürlich eindeutig besser als bei der Massenware aus Fernost. Die Motive sind ebenfalls den Zeitgeist treffend. ;) Schaut mal hier!

In den kommenden Wochen werde ich den Kreis ein weniger enger ziehen … und mal schauen, was das nachhaltige oder einfach umweltfreundliche und dennoch spass- und erholungmachende Reisen ausmacht.

Achja … dieses Jahr wird es mal nicht Holland. Dieses Jahr geht es wirklich und echt und ohne Sommerstürme und Land unter in die Sonne. Kein Tropfen Regen!!! HA! :) Ich freu mich!


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Das Maß finden!

Wie ich schon vor einigen Wochen anmerkte: Plastikmanagement ist nichts, was von heute auf morgen passiert. Es ist ein Prozess. Im Grunde kann man sich vorstellen, dass man ausnahmsweise schon auf der Spitze des Berges angekommen ist und – ganz anders als man das normalerweise so will – Stück für Stück diesen Berg abtragen möchte, statt ihn in weitere Höhen zu treiben.

Jeder Tag ist eine Herausforderung, aber ich merke, dass jeder Einkauf leichter wird. Der Massenkonsum reduziert sich. Ich habe mich nahezu von Vorratshaltung verabschiedet. Und die Qualität, die sich beim Zubereiten eines Menüs schon in den Zutaten zeigt, spiegelt sich im Essensgenuss wieder.

Im Bad stelle ich immer wieder fest, dass ich nicht viel brauche. Und warum auch? Ich benutze nur Lippenstift. Das Abschminken geht also gut mit Wasser und Seife. Die Plastikbehälter weichen nach und nach.

Heute habe ich in unsere gelbe Tonne geschaut und war wirklich überrascht. Jetzt ist der Punkt gekommen, wo die Minimierung endlich Früchte trägt. Es scheint so, als hieße, den Berg abzutragen, ihn erst einmal zu polstern. Und wenn diese Endpolsterung abgeschlossen ist, in Form von Aufbrauchen des Althergebrachten, kann man gemächlich „absteigen“. :)

Und wisst ihr was? Ich stecke an. In Gesprächen und darauffolgenden Taten bemerke ich auch ein Umdenken bei anderen. Es werden längst vergrabene Nichtplastikschätze von Muttern hervorgeholt. Einkaufsmöglichkeiten werden gefunden. Und Menschen, denen ich das auf den ersten Blick nicht wirklich zutraute, reden von „Bulk“ und wie das Einkaufen früher war.

Ich habe mir bis zu den Sommerferien konsequentes Aufbrauchen zum Ziel gesetzt. Aufbrauchen und Überdenken des Vorhandenen. So langsam trennt sich die Streu vom Weizen und ich merke, dass der Prozess des Ausmistens noch nicht abgeschlossen ist. Es gibt so Zimmer, da fasse ich so ungern etwas an. Aus Angst, die Büchse der Pandora schon wieder einen Hauch weiter zu öffnen. Im Moment muss ich eh langsam machen, denn vor ein paar Tagen habe ich mir den Hals verrenkt. Tut echt weh und ich bin wirklich ziemlich bewegungeingeschränkt.

Vielleicht eine natürliche Ausbremsung. Eine unbewusste Maßnahme der Entschleunigung. Um das Maß der Dinge zu finden …


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Plastikmanagement!

So – der März ist angebrochen. Mein erster Einkauf ist gehalten und ich habe über die Faschingstage nur Getränke und Zutaten für eine Suppe eingekauft. Dankenswerterweise habe ich im Supermarkt das, was ich noch benötigte unverpackt bekommen. :)

Beim samstäglichen Frühstück habe ich mein Vorhaben mit meiner Familie besprochen und es wurden gleich mehrere Fragen ausdiskutiert.

Ein Haushalt komplett ohne Plastik?

Das funktioniert so nicht. Ich würde mal sagen, dass mein Sohn auswandern würde, wenn er ohne Lego auskommen müsste. Und auch die Tupperdosen haben sich in den letzten 10 Jahren als äußerst praktisch erwiesen. Und haltbar. Ich schätze, inzwischen sind sie ausgespült und ihre Beständigkeit spricht trotz Material für sie. Ich kann auch den Vorteil von z.B. Blechdosen nicht herausfinden. Heisst in dem Fall. Erst mal das Plastik, welches vorhanden ist, auf seinen Nutzen hin prüfen. Es ist nicht so, dass ich durch Entrümpelung ein plus an Müll verursachen will, wenn doch die Dinge, die wir im Haushalt benötigen, sinnvoll erscheinen.

Neumüllvermeidung!

Wir haben uns darauf geeinigt, dass sich das Projekt auf eine Vermeidung von Neuplastik beschränkt. Weitestgehend. Wie gesagt, ich werde kein Shampoo anrühren. Und ich bin grad wirklich froh, dass wir aus dem Windelalter heraus sind. O_o Dazu hat der Familienrat ein wenig hin- und her überlegt, wo Plastik vermieden werden kann. Das Gros ist sicherlich in der Lebensmittelverpackung sowie im Beautybereich zu finden. Wobei ich z.B. gelernt habe, dass ein Tetrapak zu 90 % aus Papier besteht. Hier muss ich mich wohl mal kurz outen: mein Mann arbeitet bei Tetrapak. Super … jetzt haben wir einen kleinen Interessenkonflikt. Alles nicht so einfach.

Neue Wege!

Meine Kinder waren gleich voll dabei. Sie sind so erzogen, dass Müll in die Tonne und nicht auf die Strasse gehört. Was dann mit dem Müll passiert, erschließt sich ihnen natürlich so noch nicht. Zumindest nicht, dass sich ein Kind darüber groß Gedanken macht. Nun haben wir eine Liste erstellt, was wir verändern möchten und wo überall Plastikmüll zu finden ist, den es unter Umständen zu vermeiden gilt. Der Frühstückstisch ist da recht anschaulich. Was kann ausgetauscht werden, was muss unbedingt bleiben?! Glücklicherweise wird Nutella in Glas verpackt. Und auch die Marmelade und der Honig sind in einer positiven Umverpackung. :) Da wir viel Gemüse und Obst essen, werde ich als erstes Mal bei den örtlichen Bauern schauen, wie man da auch unter der Woche an frische Sachen kommt. Der Eierbauer meines Vertrauens fährt nämlich unter der Woche rum und verkauft an der Haustür. Das wäre prima. Denn einmal in der Woche ein Gemüseeinkauf funktioniert nicht. Und ich könnte es verpackungsfrei bekommen. Vom Wagen ins Haus tragen kann ich es auch ohne Tüte! :D

Das sind die ersten Überlegungen. Man kommt zwangsläufig vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich werde jetzt in den kommenden Tagen mein Einkaufsverhalten mal überprüfen. Die Frage ist auch: was kostet der Spaß? Beim Wasser hab ich gemerkt, da komm ich billiger weg. Interessant. Bei der Milch muss ich echt abwägen. Wir trinken mindestens einen Liter pro Tag. Am Wochenende können das auch mal 2-3 Liter täglich werden. Vor allem hab ich bisher nur Vollmilch im Glas gefunden und die vertrage ich nicht. Schon seit bestimmt 15 Jahren trinke ich die nicht mehr. O_o Ja nun. Der Start in Sachen Plastik – Challenge wird wohl eine Orientierungswoche werden. :) Und im Vordergrund steht: nützlich oder überflüssig. Ganz ohne – das sehe ich jetzt schon  – geht es zumindest in unserem Haushalt nicht.

Einen positiven Nebeneffekt hat es – auch das Thema, wie ich optimiere ich den Haushalt minimalistisch gesehen, schreitet dadurch weiter voran. :)