Das Leben ist wild!


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Wann sich die Mühe lohnt!

Wir leben in einem medizinisch wunderbar versorgten Land. Zumindest ein Großteil der hiesigen Bevölkerung ist bestens ausgestattet. Ich glaube fast, niemand geht so oft in Apotheken und zu Ärzten wie die Deutschen. Hab ich mal irgendwo gelesen. Wurde dann aber auch wieder widerlegt. Hab ich auch gelesen. Was man halt alles so findet – im Gesundheitswesendschungel. Gut – ich geb es zu, dass auch ich das Ärztesystem ab und an hinreichend nutzen musste. Immer befriedigend war es nicht wirklich. Am besten aufgehoben fühle ich mich derzeit bei meiner Freundin und Heilpraktikerin. Ich spreche sehr gut auf Akupunktur an und habe das große Glück, dass meine Krankenkasse offen gegenüber alternativen Heilmethoden ist und ich die Gebühren bis zu einem gewissen Grad abrechnen kann.

Mir geht es gerade allerdings um Grippe, Erkältung oder grippale Infekte. Wenn wir ehrlich sind, ist es ja meist eine simple Erkältung. Eine Grippe rafft mich eher selten dahin.

In 90% aller Fälle verläuft das dann bei mir so, wie es der alte Spruch sagt: „Eine Erkältung kommt drei Tage, bleibt drei Tage und geht drei Tage.“ Mit wie ohne Medikamente. Die restlichen 10% sind Ausnahmeerscheinungen. Hartnäckiger Husten zum Beispiel. Bronchialasthmatische Anwandlungen. Da brauche ich etwas länger.

Es ist mir allerdings noch nie in den Sinn gekommen, mich grippeimpfen zu lassen ich und nehme auch keine vorbeugenden, immunstärkenden Nahrungsergänzungsmittel für teuer Geld! Irgendwie vertraue ich da auf meinen Körper, der sich schon wehren wird. Es gab einmal eine Zeit, da habe ich wirklich oft Antibiotika verschrieben bekommen … ich hab mich nicht immer besser dadurch gefühlt. Temporär, ja. Aber ich kann mich noch erinnern, dass alle Sinne einfach abgestumpft sind. Nahrungsmittel wurden zum grauen Einerlei. Das möchte ich nicht mehr und bin nun schon geraume Zeit „davon weg“. ;)

Im vergangenen  Sommer habe ich dann ein wenig vorgesorgt. Linden- und Holunderblüten gesammelt und getrocknet. Mohnsirup und Löwenzahnhonig hergestellt. Meine Familie hat mir dabei geholfen. Für die Buben war es faszinierend zu sehen, was die Mama da in ihrer Hexenkuchl so zaubert. Und by the way waren wir wirklich viel, viel an der frischen Luft.

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Das kommt mir jetzt zugute. Ich arbeite schließlich auf einem Bazillenmutterschiff. Kollegen und Bewohner sind gleichermaßen den Freunden Husten, Schnupfen und Halsweh verfallen. Das Wochenende hab ich endlich das Bett hüten müssen. Sie haben mich erwischt!!! Und nehme nun meinen Mohnblütensirup ein, trinke brav Tee, hab ein Zwiebelpäckchen auf’m Ohr und lese „Das Geräusch einer Schnecke beim Essen„.

Es scheint so, als brauche der Körper eine kleine Auszeit. Nicht, dass ich in Hektik verfalle. Es gibt kaum Geschenke. Alles ausgelagert. Den Weihnachtsbummel hab ich erfolgreich hinter mich gebracht. Und die Feiertage verbringen wir in den Bergen.

Worauf ich hinaus will: es lohnt die Mühe, sich in der Natur umzusehen. Ich warte immer noch auf den Gau. Wenn wir schmerzmittelresistent sind. Und wenn all die apothekenwichtigen Tröpfchen und Mittel kaum mehr helfen. Sie haben mit Sicherheit bei vielen Krankheiten ihre Berechtigung. Aber wie oft greift man bei simplen Erkältungskrankheiten zu Komplexmittel und Co. als Krankheitszeitraffer. Als Überbrücker und Kleinmacher der körpereigenen Empfindungen. Weil es bequem ist. Und das schlechte Gewissen auf der Arbeit lauthals ruft …

Vielleicht sollten wir uns doch öfter fragen: was hilft mir wirklich?

Hier bin ich ganz nah beim Konsumgedanken und auch bei der Plastikfreiheit (mal von den Inhaltsstoffen abgesehen).

In erster Linie Ruhe!!! Rückzug vom Leben. Zeit, sich fallen zu lassen. Das geht nicht immer, ich weiss … aber streckenweise. Früh zu Bett gehen. Die Wäsche mal Wäsche sein lassen. Obst und Gemüse essen. Sich bekochen lassen. So gerne. Es geht nichts über frische LebensMittel. Ingwertee. Selbstgemacht – ich mag den Duft der frischen Wurzel. Viel Wasser nebenbei. Und frische Luft. :D Die getrockneten Blüten und der Löwenzahnhonig. Da geht was!!!

Jetzt schließt sich der Kreis! Die Mühe lohnt sich also wirklich.  Jetzt. Und im Grunde … immer. ;) Seit achtsam mit Euch. Unsere Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Und:

gute Besserung allen Schnupfennasigen da draussen.

 

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Unerwartet!

Heute morgen bin ich also mal wieder zum Amtsgericht Wiesbaden gefahren. Bei dem Verfahren heute war ich dieses Mal die Beklagte und der Unfallgegner als Zeuge geladen. Nun … ihr dürft raten, wer (schon wieder) nicht erschien.

Aber darauf wollte ich nicht eingehen. Mir ist nämlich noch etwas ganz anderes und wesentlich herzerfreuenderes begegnet. Im Amtsgericht, kaum zu glauben. Wahrscheinlich denken die Menschen, die so durch den recht neuen Gerichtskomplex laufen an viele Dinge, aber selten daran, dass sie hier wunderschöne Kunstwerke finden können.

Ich zumindest war hin und weg. Wenn ich male, dann meist abstrakt und gerne mit vielen Rottönen, von daher hat mich das alles sehr angesprochen und ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Gustav Klimt mit seinen Goldtönen und diesen zauberhaften Strukturen mag ich auch sehr.

Im 1. Stock des Amtsgerichtes sind nun wechselnde Ausstellungen installiert. Die Gänge sind weitläufig und meist leer. Die Leute kommen press zu ihren Terminen. Wenn überhaupt … Man kann also genügend Abstand zu den großformatigen Bilder aufnehmen, um sie in ihrer Gesamtheit aufzunehmen. Oder sich aufnehmen zu lassen, ganz wie man es betrachtet. ;)

Letztes Mal hab ich gedacht, dass der Maler irgendwie ziemlich duster ist. Und es passte zu meiner Stimmung. Heute haben mich die neu dort hängenden Bilder fasziniert und mit einem glücklichen Gefühl in die Sitzung gehen lassen. Ich weiss gerade nicht, wie ich es gut beschreiben soll. Innere Ruhe vor einem Zivilprozess ist schwer möglich, aber ich bin dem sehr nahe gewesen.

Ich habe leider die Stimmung nicht mit der Kamera vom kleinen Samsung einfangen können, aber wer zufällig in der Nähe wohnt, sollte in die momentane Ausstellung dort gehen. Neugierig wie ich bin, habe ich doch gleich mal googlen müssen, wer diese zauberhaften Bilder gemalt hat.

Impressionen der Ausstellung im AG Wiesbaden. Künstler Tigran Grigorjan

Impressionen der Ausstellung im AG Wiesbaden. Künstler Tigran Grigorjan

Auf dem Foto kommt das Strahlen und Leuchten der Farben leider, leider nicht so rüber. Leider … :(

Aber schlußendlich ist es doch immer so:

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Der Künstler, der mir so gut gefiel, heisst Tigran Grigorjan und stammt aus Armenien. Wer möchte, darf hier reinschnuppern. :)

Und hier der Ausstellungsort! Justizkomplex Wiesbaden. Amtsgericht. 1. Stock! Morgen findet dort um 18.00 h eine Vernissage statt. Wer also noch nichts zu tun weiss an diesem Abend … feel free! :)


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Nichtstun für zwei Minuten!

Es gibt Zeiten, da neige ich zum „Zu viel“ und zum „Zu schnell“. So gehöre ich zum Beispiel als sehr ungeduldiger Mensch zu denjenigen, die schier wahnsinnig werden können, wenn  Befehle von mir an den Rechner nicht sofort – auf der Stelle – am besten vorauseilend  ausgeführt werden. Wenn es dann lädt und lädt und lädt … drücke ich gerne mal den ein oder anderen „Beschleunigunsknopf“. Völliger Irrsinn – es geht ja doch nicht fixer. Aber egal. Frau Ungeduld halt.

Oder ich will mich anstellen – Supermarktkasse. Der Klassiker. Immer, wenn ich es eilig habe, neige ich zu Kurzschlusshandlungen. Am besten mit einem vollen Einkaufswagen – schnell durch die Menge an die kürzeste Kasse. Zeitsparend ist anders. Und nervenschonend auch.

Ich arbeite an mir. Das tue ich. Oftmals atme ich tief durch. Wenn ich einkaufe, dann nicht mehr husch-husch zu Stoßzeiten. Das klappt meist ganz gut. Und da sich mein Einkaufsverhalten sowieso in den letzten Monaten drastisch reduziert hat, bin ich wesentlich entspannter geworden.

Was mich allerdings auf eine harte Probe stellt, ist, mal zwei Minuten einfach nur … nix tun. Ja – das geht schon – am Fenster stehen und mal hinausblicken. Kurz hinsetzen. Aber mal ehrlich. Irgendwas bosselt man doch immer. Mal eben noch schauen, ob jemand geschrieben hat. Ah – ein neuer Blog meiner LieblingsbloggerInnen. Oh eine Einladung zum Ruzzeln. Noch fix die Wäsche reinschmeissen. Kurz das Radio anstellen. Das Buch zur Hand nehmen. Durch die Wohnung laufen. Aufs Klo gehen … etc. etc. etc.

Für all diejenigen von Euch, denen es ebenso geht und die just in diesem Moment per Smartphone oder Rechner irgendwo an den Bildschirm gefesselt sind – hab ich was.

Macht mal nix … für sagen wir zwei Minuten! ;)

Und – wie war es? :)


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Egal wie – Beeilung Frau trix!

Gestern war schon nicht schlecht. Was alles in einem kleinen unpassenden Zeitfenster gleichzeitig eintreffen kann – meine Herren …

Mann in Wien, Kind 1 auf einem Geburtstag, Kind 2 im Theater, trix herself arbeitet, Schwiegermutter trifft in trixtown mit dem Zug ein. Soweit noch gut. Das aber alles so gut wie gleichzeitig passiert … ist eher selten. Ankunft in F des Mannes um 19.55h. Geburtstagsbeginn Kind 1 um 15.00 – Anfkunft abends Kind1 – da nicht anders möglich bei der Lieblingsschwägerin um 19.00h. Beginn Theater Kind 2 auch um 19.00h. trix arbeitet von 16.30-22.30h. Ankunft Schwiegermutter 15.00h. DAS geht so nicht. Also – alle Kinder verteilen, sich auf ein gutes Netzwerk an anderen Eltern verlassen und auf die Lieblingsschwägerin. Delegieren kann man übrigens wunderbar über whatsapp. :’D.  Achja – und hoffen, dass der Flieger von Wien landen darf, weil auch noch dieser unglückselige Xaver über Deutschland fegt.

Zu allem Überfluss werde ich krank. Nein – ich bin es eigentlich schon. Erstaunlicherweise habe ich mich über das Jahr gut gehalten. Ich war das letzte Mal fies krank im Februar. Na egal. Jetzt isses eben wieder soweit. Und weil es ja manchmal so kommt, wie es kommt, habe ich heute abend eine 10köpfige Abendgesellschaft zuhause sitzen. Raclette sei dank können die sich ihre Teller selbst belegen. Dennoch. Ohne Liste geht es heute nicht. Das macht mein Hirn nicht mit. :(

Die „Wie der Nikolaus nicht zum Nikograus wird“ – Liste der Frau trix:

  • Duschen
  • Schmerzmittel einfahren
  • einkaufen für die Gäste
  • Wein kaltlegen
  • gebrannte Mandeln zubereiten als Give away (optional)
  • Mittagessen zaubern
  • Tisch decken und vorbereiten für abends
  • Standdienst auf dem W-Markt für die Grundschule
  • Flötenkonzert vom Kleinen
  • Schmerzmittel einfahren
  • optional Frustpunkt stechen lassen *heul*
  • Umziehen (nochmal duschen? – Nee – das Deo muss es reissen)
  • gut aussehen, gute Laune verbreiten und eine vorbildliche Gastgeberin sein (optional)
  • dem Mann das Abräumen überlassen
  • ins Bett fallen (in Klamotten – optional)

In Anbetracht der Zeit (geduscht hab ich immerhin schon) heisst es jetzt: spute Dich, mein Kind! *aaaaahhhhh*


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Eine Zeit für sich!

Man kann sich dem Phänomen „Weihnachtszeit“ nur schwer entziehen. Es sei denn, man gehört zu den „ich überwintere für 300 Euronen in der Türkei von November bis März all inclusive“ – Best Agern in Frührente. Ihr werdet es an meinem Texten gemerkt haben:  ich gehöre augenscheinlich nicht dazu.

PicsArt_1385578288153Und so kriegt die ganze Story langsam aber sicher Fahrt. Die ersten Spekulatiustüten sind eingekauft. Vergangenen Sonntag wurde die W-Kiste aus dem Keller gekruschtelt (okay, ich geb es zu – DAS war etwas früh), aber ihr mögt es mir verzeihen: ich wollte sie nur ausmisten. Und wo ich schon mal dabei war und ja auch Zeit hatte  … hab ich ein ganz winziklitzekleines Bißchen … dekoriert. Joah – das Mädchengen. :) Ach und einen Kranz für unsere Haustür hab ich  geholt und gleich ein paar Kugeln drangefriemelt. Ich bastle nicht gern. Und Deko fällt bei mir eher sparsam aus, aber trotzdem schön, wie ich finde. Nichts Überladenes.

Naja. Der Countdown läuft. Und dennoch – dennoch rennt mir die Zeit nicht davon. Im Gegenteil. Fest entschlossen, die Ruhe zu bewahren, wird diese Vorweihnachtszeit mit ein wenig Plan angegangen. Zumindest, was die Geschenke angeht. In meiner angeheirateten Familie muss man beizeiten schon mal einen Riegel vorschieben, da das sonst ausartet bei auch noch einem geschiedenen Großelterngespann. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Weihnachten auch schön sein kann für unsere Buben, wenn es etwas weniger ist an buntglitzernden Geschenken von den diversen Nikoläusen und Christkindlein. ;)

PicsArt_1385580340451Heute abend wird der Adventskalender für die Buben schokoladig – liebevoll bestückt. Der Opa bringt am Wochenende Nr. 2. Für nächste Woche ist ein Tag in Frankfurt geplant. Ich kenne kaum eine Stadt, die mich so fasziniert in ihrem Vorweihnachtstrubel. So viel zu schauen, so viel zu erleben. Wunderbar. Wollen wir hoffen, dass die Englein in ihren Werkstätten fleissig waren und ich alles bekomme, was es zu bekommen gilt, um kleine und große Herzenswünsche zu erfüllen.

Was genau erwarte ich mir von der vor mir liegenden Zeit? Sind Erwartungen überhaupt angebracht? Kann man diese intensive Zeit planen? Nun. Meine Erwartungen sind klein und doch so groß: in erster Linie möchte ich glänzende Kinderaugen. Und ruhige Momente – mit heißem Tee, Spekulatius oder selbstgebackenen Plätzchen und einem guten Buch. Lachenmachende Augenblicke nicht zu vergessen. Wenig Ärger. Gesund bleiben. Geben und manchmal sicher auch nehmen. Heißen Äppler und lecker Raclette … na all sowas halt. ;)

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Und kurz vor knapp? Nun – wir entfliegen dem W-Trubel und fahren in die Berge. Ich sehne mich danach. Weihnachten im Schnee. Am Wilden Kaiser. Keinen Finger rühren. Sich verwöhnen lassen. Jeder nach seinem Gusto: schneewandern, skifahren, boarden. Alles dabei. :’D

Es wird dieses Mal kein Projekt geben. Der Dezember spricht für sich. Vielleicht … eine gute Geschichte lesen – jeden Tag. Sich nicht hibbelig machen lassen. Nicht völlen. Gelassenheit in den Alltag lassen.

So der Plan … so der Plan!