Das Leben ist wild!


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Glück ist …

… einen Sonnenuntergang am Meer mit der kleinen glücklichen Familie erleben.20161020_175852

Und einem Gläschen Wein! Okay. Gut. Auch das! :)

 

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Im Urlaub – Kroatien!

Was alles geschah, bevor der Zirkus seine Pforten wieder öffnete. Ein kleiner Rückblick. :) Wie ihr wisst, habe ich gerade über ökologisch vertretbare Urlaube und meine Urlaubsvorbereitungen geschrieben. Was also ist draus geworden?

Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt und absolutem Inputstreik haben wir dann doch beschlossen, in den Urlaub zu fahren. Mit Auto und Wohnwagen hat man alle Zeit der Welt. Nur … wir wechseln uns normalerweise ab, aber jegliche Fortbewegungsmöglichkeiten mit Rad und Einbindung in den Strassenverkehr fallen für mich als Lenkerin durch das Handicap eines nicht funktionsfähigen Gleichgewichtorgans auf unbestimmte Zeit aus.

Wir sind zwei Tage gefahren, um an unser Ziel Kroatien – genauer Istrien – noch genauer Vrsar zu gelangen. Ehrlich? Ich war durch. Das Gute war, dass mir die Autofahrt durch die Bewegung den Schwindel abgenommen hat, der Nachteil allerdings war, dass sofort mit dem Aussteigen mein Körper das Schwindeln potenziert hat. O_o Das brauchte einige Tage, um sich wieder zu normalisieren. Und meine Hauptbeschäftigung im Urlaub war untypischerweise tatsächlich: Nixtun. Im Liegestuhl die Seele baumeln lassen. Schön im Schatten. Täglich ins warme wunderbare Meer hineingehen hat sich als Wohltat für mich herausgestellt.

Allerdings haben wir noch nie – nie – nie so wenig von einem Land kennengelernt wie dieses Mal. Weil wir doch allesamt etwas verpeilt waren vorm Urlaub, ist uns das ein oder andere Essential auch noch zuhause verschluppt gegangen und gar nicht erst mit in den Urlaub. Sodass wir z.B. ohne Reiseführer unterwegs waren (was noch das kleinere Übel war). Kein Peil von Sprache und Umgebung. Na toll. Und das Internet wollten wir bewusst mal Internet sein lassen. So wenig Input wie möglich eben.

Ich fasse mich deshalb auch kurz. Wie wird es werden, auf Plastik zu verzichten im Urlaub und ökologisch einigermaßen im Einklang mit Land und Leuten einzukaufen? Es geht – wenn man das möchte. :) Aber Geduld …

Der Campingplatz „Valkanela“ ist zumindest was nächtliche Ruhe angeht für uns ein Reinfall. Hier ist immer Highlife. Da muss ich schon beim Buchen geistig etwas neben der Spur gewesen sein, dass ich das nicht in den Bewertungen als für so wichtig genommen habe. Aber Tatsache … dieses Manko bedeutet eindeutig das „Aus“ für ein Wiederkommen. Unfassbar … Jede Bar bietet Lifemusik bis Mitternacht (Der Alleinunterhalter hat echt Glück, dass ich ein verträglicher Mensch bin) und ab dann dudelt im Hafen gegenüber oder irgendwo auf dem Meer ein Diskoschiff. Bis fünf Uhr morgens. Aber irgendwann hört man auch das nicht mehr. :( Und als wäre das noch nicht genug für arme ruhesuchende Urlauber:  jede Nacht hatten wir den Gesang der Zwerohreule.

Wiki sagt:“Abgesehen von der Verwechslungsmöglichkeit mit den Rufen der Geburtshelferkröte ist der Gesang der Zwergohreule unverwechselbar. Er ist ein peilsenderartiges, fast immer einsilbiges, etwas nasales und nicht besonders lautes „Djü“, das in Abständen von zwei bis 3,5 Sekunden oft stundenlang wiederholt wird. Zuweilen geht dem Hauptton ein Anlaut voraus, sodass der Ruf zweisilbig erscheint. Die Gesangsaktivität beginnt kurz nach Sonnenuntergang und endet in der Morgendämmerung.“ Da weisste Bescheid.

Wir haben beschlossen: wir erholen uns tagsüber.

Ausgiebig. :D

Im Gegensatz zu anderne südlichen Ländern ist hier alles grün. Auch Bourgainvilles wachsen in Hülle und Fülle. :)

Im Gegensatz zu anderne südlichen Ländern ist hier alles grün. Auch Bourgainvilles wachsen in Hülle und Fülle. :)

 

Aufgrund meiner Krankheit und der Ruhe, die ich wirklich brauchte, sind wir lediglich einmal nach Rovinj und einmal nach Pula gefahren. Mit Stop am Limski Fjord. Reichte völlig für mein armes Köpfchen. Wie gerne hätten wir die Naturparks erkundet und wären wandern gegangen. Das machen wir beim nächsten Mal. :D Versprochen.  In Pula sind wir auf einem Flohmarkt gelandet. Das ist wohl hier eher selten. Für mich ein Glücksfall: ich habe zwei kleine Emaille-Schüsseln für den Wohnwagen gekauft. Uuuuunnnndddd: einen Henkelmann!!! Ha! Davon mehr im zweiten Teil des Reiseberichts (das passt nicht alles hier rein).

Das Amphietheater in Pula!

Das Amphietheater in Pula!

Ich glaube fast, für die Kinder waren zweieinhalb Wochen schnorcheln auch nicht die schlechteste Alternative. Unterbrochen von Tretbootausflügen zu den vorgelagerten Inselchen der Bucht. Seespinnen, Seeigel, kleine Sepias und allerlei adriatypische Fischarten sind immer ein Highlight. Okay  – vor den Krebsen hab ich schon ordentlich Respekt. Ich bin nämlich auch geschnorchelt. Ein bessere Physiotherapie kann man sich nicht vorstellen: steiniger unebener Untergrund und schnorcheln! :)

Einfacher Steg ... die Leute hier halten echt wenig Geschiss.

Einfacher Steg … die Leute hier halten echt wenig Geschiss.

Am Geburtstag unseres Großen haben wir eine Piratentour gemacht. Sundown with the Dolphins. Die See war dankenswerterweise flach wie ein Spiegel, sonst wäre das im wahrsten Sinne des Wortes übel für mich ausgegangen, da mir normalerweise schon auf dem Steg schlecht wird.

Sundown ... zauberhaft. Und gleichzeitig ging der Vollmond auf ...

Sundown … zauberhaft. Und gleichzeitig ging der Vollmond auf …

Delphine zu sehen, wie sie in aller Seelenruhe durch das Meer gleiten, war für mich ein Highlight. Schade ist nur, dass dies ein touristisches Angebot ist. Morgens um halb fünf fahren Scharen von Touristen auf kleinen Motorbooten hinaus aufs Meer. Abends nur die Hälfte davon … was auch schon reicht. Die Tiere sind unbeeindruckt und wenn sie nicht mehr wollen, sind sie einfach weg … Die Wahrscheinlichkeit, Delphine zu sehen, ist hoch, aber nicht 100 %. Gut so. ;)

Abgelenkt wurden wir nur kurzzeitig von dem Ausruf eines Mitausflüglers: „Die sind ja alle nackt!“ :’D Also – ich bade ja schon mal nackt ab und an in Holland. Und ich gehe in die Sauna. Und unsere Kinder wachsen ebenfalls recht tolerant auf. Aber das war schon strange. Ein Ausflugsboot mit Nudisten inmitten bekleideter Delphinbeobachter. Delphine?  Äh … wo waren nochmal die Delphine???

Meinen Sohn hat das auch sichtlich beeindruckt. Am nächsten Tag … „Mama, wie heisst nochmal dieser Stamm?“ – „Welcher Stamm???“ – „Na, die Nackten. Wie heissen die noch?“ – „Nudisten!“ Ich fall gleich vom Sitz vor Lachen … „Stamm“ ist gar nicht so schlecht als Eselsbrücke gewählt. Aber wir sind hier eben keinesfalls im Regenwald. „Ah – Nudisten. Stimmt!“

Aber wie war das jetzt mit dem Versuch, Plastik einzusparen und überhaupt?

Dazu mehr morgen, wenn sich der Kreis versprochen enger zieht. :) Lest wieder rein, wenn ihr mögt. :D


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Am Meer!

Schön war es.

Klammheimlich haben wir uns ab durch die Mitte gemacht. ;) Deshalb war hier ein klitzekleinwenig Ruhe angezeigt.

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Wir sind spontan für ein paar Tage in die Niederlande (Noord – Beveland) gefahren. Wer sich verkleinern möchte oder einfach mal ausprobieren, wie es sich mit „wenig“ anfühlt, der ist dort in einem kleinen Ferienhäuschen wunderbar aufgehoben und merkt wahrscheinlich sehr schnell, wie gut das tut.

 

ist das nicht zauberhaft. Diese knatschroten Tulpen und das strahlende Grün? Okay ... hier ist nichts in Unordnung.

 

Schon unter diesem Blickpunkt haben wir nur sehr minimalistisch gepackt. Ein kleiner und ein großer Koffer für vier Personen inkl. Bettwäsche. Und dennoch haben wir den kleinen Koffer ungenutzt wieder mitgenommen. O_o Na gut – da wurden dann auch noch die Spiele reingepackt und ein bißchen Klötterkram. Aber dennoch … manchmal frage ich mich, für wen das „Backup“-Klamotten-Paket denn eigentlich  ist?!

Das kleine Eiland mit seinen gefühlten fünf Dörfern ist sehr ruhig. Die Touristensaison hat noch nicht begonnen. Überall hängen bunte orangefarbene Wimpel. Bald ist Königstag. Und in vielen kleinen Ecken findet man viele kleine Kuriositäten. :)

 

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Wir hatten zauberhaftes Wetter und eine glückseligmachende Ruhe. Unsere Buben sind inzwischen so groß, dass sie lange schlafen, sich selbst beschäftigen und sogar morgens Spaß am Brötchenholen haben (yessss!!!). Da schmeckt der Kaffee im Bett gleich nochmal so gut. Ich habe die Zeit sehr genossen. Lange Spaziergänge am leeren Strand. Und die Seele baumeln lassen.

 

Am Abend hatten die Stiefelchen durchaus ihre Daseinsberechtigung. Tagsüber ... eher nicht.

 

So sehr ich Holland manchmal ob des Wetters auf den Mond schießen könnte, so überrascht es mich doch auch immer wieder mit Sonne und Wärme, wenn man sie gar nicht erwartet. Ich habe sofort ein Zuhausegefühl, wenn ich die kleinen Backsteinhäuschen sehe und die Gärten mit üppiger Blumenpracht. Natürlich. Verwegen. Und irgendwie so gar nicht akkurat (meistens) sondern wie ein alter Bauerngarten, der zum Verweilen einlädt.

 

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Heute hat mich der Alltag wieder. Das Haus fühlt sich sehr groß und voll an. Ich selbst fühle mich voll und rund an. :(

 

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Und wieder einmal hinterfrage ich, warum wir alles immer so anhäufen müssen in unserer Überflussgesellschaft. Wozu dieses und jenes? Eine kleine Auszeit in eine reduzierte Welt kann einem schnell erden und mit kleinen Dingen zufrieden machen.

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Mit dem Drachen fliegen die Sorgen davon. 4m Elliot Sigma.

 

Was braucht der Mensch wirklich um glücklich zu sein? ;)