Das Leben ist wild!


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Kluge Worte #3

„Und eines Tages fällt Dir auf, dass Du 99 Prozent davon nicht brauchst!“

Silbermond

Silbermond – Leichtes Gepäck


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Die treibende Kraft!

„Ich wollte einmal hoch hinaufsteigen,

um tief in mich

hineinsehen zu können.“

Sagte Reinhold Messner damals, als er 1978 den Mount Everest „by fair means“ hochstieg – also ohne Sauerstoffflasche.

Na gut – der Mount Everest ist es nicht (eher die Annapurna – nicht ganz so hoch, aber technisch wesentlich schwieriger und ganz offensichtlich ziemlich gefährlich), aber ein ganz schöner Angang. Heute morgen war ich schon 20 Minuten auf dem vom Sperrmüll geretteten und vollkommen intakten Crosser. Das zweite Mal infolge nun schon. Gestern habe ich mich an die Vorgabe der drei Mahlzeiten gehalten.

Gleich geht es mit meiner Freundin zum Markt. Das Leben ist anstrengend und schön. :)

Im Moment fliessen alle meine Interessen ein Stückweit zusammen. Wenn ich durch unser Haus gehe – gerade im Wohnbereich – geniesse ich die Weite des Raumes. Es steht nicht viel herum. Die Kinder sind so groß, dass sie ihr „Revier“ primär ins eigene Zimmer legen. Kein Spielkruscht um die Füße. Die kleine Küche atmet, weil einfach nicht mehr viel da ist, was sie daran hindern könnte.

Das Sommerprojekt wird wohl das Familienbad sein – denn nach einem Restaurationspost von Franka von „Kunterbunt“ habe ich beschlossen, den alten Badmöbeln eine Chance zu geben und sie komplett neu zu überholen. Runderneuerung quasi.

Weniger werden – irgendwie ist das wohl das Jahresmotto. In allen Bereichen. Zu sehen, dass es an den verschiedensten Ecken dahingehend entwickelt, ist für mich eine treibende Kraft. Die kleinen „Erfolge“, die Früchte, die meine Bemühungen tragen, motivieren mich.

Für mich steht alles in einem engen Zusammenhang (diese These habe ich schon öfter erläutert). Wenn das Umfeld aufgeräumt ist, dann kann ich mich dem Körper widmen. Ich gehe von außen nach innen. Egal, ob es das Aufräumen oder das Abnehmen ist. Zuerst muß man einen groben Plan haben, diesen angehen und Schritt für Schritt den Kreis immer enger ziehen. Bis man an die kleinste Schublade kommt (oder die hartnäckigste Fettzelle, den schwierigsten Faden, die blödeste Ecke zum Abschleifen … den letzten Meter vorm Ziel).

Im Tun ergibt sich für mich die Motivation, die es braucht, um ein Projekt durchzuziehen. Und durch den Dialog mit Menschen um mich herum. Es regt mich zum Nachdenken an. Manchmal über mehrere Tage. Das war grundlegend etwas, was mir damals geholfen hat bei der großen Abnahme. Der Austausch mit Gleichgesinnten.

Hier wollte ich mich davon freischwimmen. Ich wollte bewusst andere Dinge, die ich interessant finde, erleben und beschreiben. Die Welt hat so Vieles und wirklich Wundervolles zu bieten. Dabei kann man schon mal ein klitzekleinwenig die Orientierung zum Wesentlichen hin verlieren. Aber ich bin wieder auf Kurs.

Kleine Ziele. Es wird sicherlich einen Tag in der Woche geben, an dem ich über die Abnahme berichten werde. Den Weg dahin. Für diese Woche gilt: reinkommen. Dranbleiben. Nicht nach zwei Tagen aufgeben, mich ablenken lassen.

Es wäre schön, diesen „Hauch von Glücksgefühl“ zu spüren … wenn ich angekommen bin (mal wieder). Aber bis dahin wird es wohl noch eine zeitlang dauern.

Also: wappnen wir uns mit dem langen Atem und gehen einfach los. :)


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23!

Dreiundzwanzig Kleiderbügel haben gestern meinen Schrank samt dem dazugehörigen draufhängenden Teil verlassen.

Ausgemustert samt Behang! :)

Ausgemustert samt Behang! :)

Diese und eine ganze Armada an Klamotten. Das hat zu einer kompletten Umstrukturierung im Kleiderschrankinnenleben geführt. Plötzlich habe ich einen Überblick bekommen, wie viel ich von was habe. Bisher war das eher ein Gedanke von: T-Shirts hab ich genug, aber weiss der Bäcker, was da noch alles wohnt.

Der Reduktionsgedanke beschäftigt mich ja schon lange. Den unbewussten Anschubser hat mir – glaube ich – Meike Winnemuth verpasst, die vor ein paar Jahren ein Jahr lang ein blaues Kleid trug. Ich mag die Frau Winnemuth echt gern. Ihre Neigung zum Selbstversuch kommt mir sehr entgegen. Es zeugt von Mut, manche Dinge durchzuziehen (okay – vielleicht auch von ein wenig Verrücktheit). Sei es eine Weltreise oder (wie der aus der Zeitung gerupfte Artikel, den ich just vor ein paar Tagen beim Aufräumen fand,  von vor 10 Jahren zeigt) Brasilian Waxing. Sie zieht das durch. Und das Beste: es funktioniert. Es ist in jedem Fall eine Bereicherung. So wie jede Erfahrung eine sein sollte. Egal in welche Richtung sie schlussendlich abzielt.

So arbeitete es also in mir. Von kleinen Sätzen („Du bist ja shoppingsüchtig“) über Artikel bis hin zu medialem Input a la „Shopping Queen“. Faszinierend fand ich z.B., dass es Menschen im Showbiz gibt, die einen echt kleinen Kleiderschrank ihr eigen nennen und dann wiederum die Alltagsfrauen (ist nicht böse gemeint), die ganze Ankleidezimmer haben. Zig Prada – Taschen … Highheels bis zum Abwinken. Wann bitte tragen die das??? O_o Ich besitze schon einiges und ich würde meinen ich bin modeaffin, aber ich erlebe mich ganz oft dabei, bitter zu denken: „Und ich soll shoppingsüchtig sein?“. Danke auch an die vielen Blogs, die ich zum Thema „Minimalismus“ oder auch „Shoppingdiät“ lesen durfte. Der große Hammer ist nicht das Schlagwort sondern die leisen Töne zwischen den Zeilen, die mich bewegen und die es in meinem Köpfchen klicken lassen. ;)

Ein weiterer Baustein im Gedankenmosaik ist das Buch „Frauenzimmer“. Ich habe eine Vorliebe für Coffetablebooks. Allerdings nur bestimmte. Wohnbücher von Terence Conran und welche mit grandiosen Bildern der Geheimnisse der Welt. Vom ersten viele – vom zweiten wenige. Aber da ist auch ein Buch dabei – eben dieses „Frauenzimmer“ aus 2001, das ist heute wie damals zeitlos. Sowohl was die Kleidung als auch die Einrichtung der 16 Designerinnen anbelangt, die darin ihre Haustür und ihre Schranktüren öffnen. Im Laufe der Jahre habe ich schon einige gute Impulse daraus mitgenommen. Aber den Fokus habe ich nie auf die Kleidung gelegt – meist auf das Interieur. Da wäre z.B. Catherine Memmi (kannte und kenn ich soweit auch nicht) – ihre Wohnung und ihr Schrank bestechen durch eine unfassbare farbliche Harmonie. Die Palette besteht nur aus weiss, creme, schwarz, beige und marine. Das ist sowas von beruhigend. Egal ob Kleidung oder Wohnzubehör. DAS WILL ICH AUCH.

Will ich. Krieg ich aber nicht hin. Immerhin lebe ich mit drei Männern zusammen. Die einzige Farbneurotikerin hier im Haus bin ich. Aber ich möchte mich auf den Weg machen. Meinen Mann habe ich angesteckt, er hat gestern seinen Kleiderschrank ebenfalls entrümpelt.

Je nachdem, wie sich der Monat weiterentwickelt, reift es in mir, zu sagen: 2014 mit absolut minimiertem Einkauf. Noch trau ich mich nicht, einen Konsumstop einzulegen. Noch … Ich hab so viele Kleiderleichen oder Killefitz um mich herum. Das strengt mich grad wahnsinnig an. Dazu kommt, dass ich echt einiges an Gewicht zugelegt habe, der Sport liegt immer noch auf Eis. Ich könnte brechen. Aber ich bin ja dabei. Ich lass nicht locker. Für 2013 hab ich es weitestgehend gesteckt, in die Wohlfühlzone reinzukommen. Dafür bin ich gerade zu weit weg vom Thema und lebe nach der Maxime: bloss nicht mehr Hüftgold. Aber auch das wird 2014 wieder im Fokus stehen. Ehrlich gesagt bin ich fest davon überzeugt, dass eins das andere bedingt. Hängt irgendwie alles miteinander zusammen.

In diesem Sinne … wo ich gerade dabei bin … hole ich jetzt noch ein, zwei verstaubte Koffer aus dem Keller (die gehen nach Uganda und bleiben dort – meine Freundin fliegt in zwei Wochen dort runter, um ein wenig nach einem Hilfsprojekt zu schauen) und entrümple alte Handtücher und Decken (so vorhanden) für das Tierheim in MZ. Die Igelchen werden sich freuen. :)


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Liebling, wie war die Woche? #11

Jetzt beginnt für mich die schwierige Jahreszeit, denn ich bin ein melancholisches Winterkind. Im Februar geboren und mit einer dunklen Affinität für den Winter. Puh. Aufpassen Frau trix. Alles beginnt zu ruhen. Meine Speisetafel wird von Suppe dominiert und ich bin fast immer mit Schal unterwegs. Und müde bin ich auch …

Getragen:

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Jackenspecial. Ich seh nicht wirklich glücklich aus … mich friert immer. Bunte Farben verschwinden aus dem Repertoire – ich fürchte, jetzt wird es duster. Der letzte Versuch, um den Herbst zurückzuholen, ist durch. Die Tasche links ist übrigens ein Mitbringsel aus Guatemala. Jedes Dorf hat eine eigene Farbe. Der Ursprung ist eigentlich nicht soooo schön. Die Spanier haben nämlich, um die Menschen dort nachhalten und zuordnen zu können, jedem Dorf eine Farbe verpasst.

Gegessen:

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Suppe! Irgendwie muss ich mich ja warmhalten. Kürbissuppe, Bunte Gemüsesuppe, Zucchinicreme … ich ess alle Suppen gerne. :) Und Lachs. :)

Gelesen:

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Zur Abwechslung mal ein Krimi. Ein schwedischer! Die nordischen Krimis mag ich ganz gern, sie haben oft eine durchgängige Spannung und sind nicht so platt blutig geschrieben. Schon blutig … ja – aber da liegt nicht das Hauptaugenmerk drauf. Und bei dem „Mann, der kein Mörder war“ fängt man bei der ersten Seite an und fragt sich, wie so man plötzlich auf seite 237 ist, obwohl man doch gerade eben erst das Buch aufgeschlagen hat. ;)

Gehört:

Nix spezielles irgendwie. Zumindest nichts, was hängengeblieben ist.

Geleert:

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Da sich beim Wort „Schubladendenken“ beim besten Willen kein „G“ an den Anfang setzen lässt, habe ich umswitchen müssen. Geleert trifft es ja auch. ;) Hier ein paar Vergleichsbilder. Die Kommode im Flur ist ein ewiges „Schublade auf, Krempel rein“ – Martyrium. Seit dem rigorosen Aufräumen hält sie sich ganz gut. Auch wenn es für obendrauf noch mancher Ansage bedarf. Die zweite Schublade war die Küchenkruschtelschublade (die vermutlich in jedem normalen Haushalt existiert) – auch hier galt: Eimer auf, Mist rein. Was übrig bleibt, sind höchstessentielle Dinge wie Patronen für die Kinderfüller und Streichhölzer und Briefmarken. :) Gut, oder?!

Gesehen:

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Mit dem Winter ist die Badewannenzeit gleichzusetzen. Es zieht mich mindestens einmal pro Woche in die alles umspülende Wärme. Und deshalb bin ich dazu übergegangen, das sogenannte Bedürfnisbaden einzuführen. Dieses Mal war es das „Bettgeflüster“, weil ich so müdig war. Aber ich habe noch ganz viele andere Sorten entdeckt, die ich bei Bedarf einsetzen kann. „Goldrausch“ oder „Diamantenfieber“ … kleiner Luxus im Alltag. Und schaut Euch mal das Winzi-Nutella an. :) Das hab ich an einem Crepe-Stand entdeckt und musste es gleich mal in die Hand nehmen. Das Bild rechts fand ich sehr kurios. Entdeckt in der Schublade einer Wohngruppe, dort wo ich arbeite. Normalerweise ist es doch andersrum: Schrift wird durch Bild verdeutlicht. Hier mal andersrum. Warum auch immer. Wahrscheinlich, weil man vor lauter bunt nichts mehr zuordnen kann. ;)

Startet gut in die Woche … der Winter ist nun endgültig da. Also – haltet Eure Ohren warm. :D Das Leben ist schön.

PS. ich laufe immer noch mit Schrittzähler – so ca. 7000 – 11000 Schritte täglich. Es tut gut!