Das Leben ist wild!


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Sich im Leben verlieren!

Der Februar ist vorbei. Ich muss sagen: glücklicherweise. Es ist so viel an Leben passiert, dass ich mich glatt ein Stück darin verloren habe. Im zweiten Monat des neuen Jahres muss ich ein wenig mehr als üblich auf mich aufpassen. Ich freue mich über den noch so kleinsten Sonnenstrahl. Hege und pflege meine Seele mit Wärme. Und dennoch … dennoch fällt mir alles schwerer. Herz, Kopf und Bauch verlangen nach Licht. In jedweder Form.

Heute weiss ich, es ist bald geschafft und der Frühling kommt mit all seiner Macht. Er nimmt mich wieder mit auf eine glücklichere Reise. Tja – ich bin ein melancholisches Wintermädchen … im Nebel gehe ich verschluppt.

Vereinfachen

Glücklicherweise ist in unserer kleinen Familie eine Art Routine eingekehrt, denn wir befinden uns immer noch auf dem Weg hin zu einem Weniger. Mein Projekt Schlafzimmer gedeiht. Ich habe mich durch eine Vielzahl an Schlafzimmerblogs (das kann auch schiefgehen … *husthust*) getackert. Irgendwie war viel Killefitz unterwegs. Aber ich habe mir dadurch auch Gedanken machen können, was wir ändern können. Ich sage bewusst wir, denn solche Entscheidungen trifft man am besten immer mit dem Partner. ;) Ergo ist alles rausgeflogen, was nichts im Schlafzimmer zu suchen hat. Das hat Zeit gebraucht. Wäsche, Bügelbrett und Co. werden rigoros hinter den Schrank verbannt (wir haben durch die Dachschräge ein verkleinertes Schlafzimmer, jedoch offenbart sich hinter dem Schrank noch ein begehbarer Aufbewahrungsraum). Der Crosser, den mein Mann vom Sperrmüll gerettet hat, ist in den Saunakeller gewandert.  Um der getragenen Kleider Herr zu werden, die sonst immer auf die Bettumrandung geflogen sind, haben wir hinter der Tür eine Garderobe befestigt. Alles in allem wirkt der Raum leer. Man kann freier atmen. Was jetzt noch fehlt, ist Detailarbeit. Ich möchte gern auf die Fensterbänke kleine Sukkulenten stellen. Dadurch bewahre ich den Platz vor all zu eifrigem Zumüllen.

Mir als Chaot hilft allerdings schon ein in Poppes kneifen und beharrliches Aufräumen. Ich fühl mich wie Sysiphos. Aber welche Mutter tut das nicht … O_o

Leiten

Zu Beginn des Jahres habe ich mir als mentales Leitmotiv gesagt: „ich kaufe nichts, was ich nicht brauche“. Dieser Leitgedanke ist eine enorme Erleichterung im Alltag. Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben vieler Menschen ist davon bestimmt, ihre Vorräte immer und immer und immer groß zu halten. Warum? Wir dürfen umdenken in unserer Überflussgesellschaft. Ich messe mein Leben nicht daran, wie viele Lebens-Mittel in meinem Kühlschrank und so fort lagern. Ob für in drei, vier Wochen schon das nächste Stück Seife parat liegt. Dies war zu Beginn ein gutes Übungsstück. Sich herunterwirtschaften. Nicht sein Leben. Seine D(r)inglichkeiten. „Ich kaufe nichts.“

Leben

Im Februar habe ich nur gelebt. Die Gesundheit stand ganz weit vorn. Mein Körper ist echt grad nicht in vollster Blüte. :( Und die damit einhergehenden Termine sind einfach wochenfüllend. Dann noch ein kleiner fieser grippaler Infekt. Na – da weisste wo der Frosch die Locken hat. Da noch achtsam sein, kann schwer werden. Mein Kopf wollte da eben nicht so viel im Internet herumschwirren, ich war einfach nicht aufnahmefähig. Mein Telefon versuche ich inzwischen oft auszuschalten. Etwas weg von digitalem Leben. Ich kann das grad nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich ziehe große Kreise um mich als Menschlein herum. Je weiter von mir weg, desto besser. Aber dadurch wird das Denken dummerweise ja nicht ausgeschaltet. Wie ihr lesen könnt, gestaltet sich auch dieser Post so … ich ziehe den Kreis enger. Und komme nun erst bei mir an. Bei meinem im Moment desolaten Zustand. Der Frustration, nicht zu gesunden. Der Frustration, nicht abschalten zu können. Und dabei noch alles andere unter einen Hut zu bekommen. Heute nachmittag werde ich mal mit meinem Mann schauen, wie ich mir einen Meditationsschemel bauen kann. Ich hab das bis jetzt nicht hinbekommen. Das Meditieren. Das Zurückziehen ins Ich. Einfach sitzen? Puh. Schwer. Aber ich weiss, ich brauche Ruhe. Innere Gelassenheit, die mir abgeht. Und dabei bin ich so derart müde. Das wird das März-Projekt. Hineinspüren. Herantasten. Das „Ich“ ins Gleichgewicht bringen.  Und vor allen Dingen wieder mehr „ich kann“ sagen. Das ist eine Herausforderung …

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Projekt 52#4

Während der vergangenen Woche habe ich eine Rundreise gemacht. :D So schaut es zumindest aus. Reicht von den Örtlichkeiten für mehrere Wochen.

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Rollen wir es von hinten auf … und fangen heute an. Ich wohne in der Rhein-Main-Ebene. Wie der Name schon sagt, vermutet man da heute keinen Schnee. Ist auch so. 9°C und strahlender Sonnenschein. ABER … wenn man nur zwanzig Minuten fährt ist man auf dem höchsten Punkt hier in der Nähe, richtig dicke im Taunus. Und zwar auf dem Großen Feldberg. Und da taucht man in eine Winterwunderlandschaft ein. Heute waren wir zu elft unterwegs. Elf Schneetouristen und 6 Schlitten. :) Der einzige FauxPas war vielleicht, dass wir auf dem Rückweg in den falschen Bus eingestiegen sind. Da es der vorletzte Bus war, der fuhr … schlecht. Er hat uns dann mitten auf dem Feldberg rausgelassen, an einer Bushaltestelle, an der man nur mit wildem Winken den richtigen Bus zum Halten bringen konnte. *puh* Glück gehabt!!! :D

Gestern war ich zum ersten Mal in diesem Jahr im Aroha. Ich mache das seit über einem Jahr und bin froh, eine Sportart gefunden zu haben, die mir so langfristig Spaß macht. Ist eine Mischung aus Aerobic und Kampfsport.

Und das war im Ürigen ein Tag, der nicht ausging, wie er geplant war. Irgendeiner aus der Familie kam auf die Idee „och – lasst uns doch das Wohnzimmer mal umräumen!“ Tüdeldüüüü … Nachdem das kleine Sofa dort in der Ecke stand (das war ursprünglich der Esszimmerbereich mit dem Riesentisch), jammerte mein Mann plötzlich. Wahnsinnsschmerzen. Statt der Fahrt zu IKEA wurde es dann die Fahrt in die Notambulanz. Die Spritze hätte ich nicht haben wollen. O_o Aber nach 13 Stunden Tiefschlaf war am nächsten Morgen wieder alles gut. Zu mir sagte der Arzt: „Und Ihnen geht es sicher gut, oder? Sie sehen so athletisch aus.“  Also – ganz ehrlich, ich bin mit Sicherheit schon mit einigen Attributen belegt worden, aber „athletisch“ war in über 40 Jahren noch nicht dabei. Noch nicht mal in der engeren Auswahl … :’D

Tja – und dann der Vormittag auf dem Amtsgericht. Das Foto fand ich insofern interessant, als dass es dort einen Meditationsraum gibt. Für cholerische Parteien. Oder so. Ich war nur als Zeugin geladen. In einem sehr komplizierten Verfahren; ich bin zwar involviert, aber aufgrund der Versicherungslage kann ich nicht aktiv sein. Ich bin das Auto der Lebensgefährtin meines Schwiegervaters gefahren und mir ist einer reingebrettert, der selbst das Auto seines Schwiegervaters gefahren ist. Und er sagt: „Sie war’s“. Nun klagt die Lebensgefährtin an wie auch der andere Schwiegervater. Einmal bin ich Zeugin, einmal Angeklagte. Verrucht irgendwie. Naja – der Prozess war diesbezüglich interessant, weil der Angeklagte gar nicht erschienen ist. Blödbeutel!!! Doofer!!!

Da kam der Mädelsabend am Freitag genau richtig. Meine Freundin hat uns Christröschen geschenkt. Die gedeihen auch unter widrigsten Bedingungen. Wie wir manchmal. ;) Und genau richtig kamen auch meine neuen Hausschluppis. Ich halte mich immer noch sehr zurück in meinem Einkaufsverhalten. Die alten haben jetzt 8 Jahre gehalten, aber jetzt sind die Löcher am großen Zeh so groß, dass es was luftig wird. Ich weiss gar nicht, wie die da reinkommen, ehrlich gesagt. Meine großen Onkel sind ganz zierlich, wirklich wahr. :D   Ich habe mich trotz dem Preises wieder für Birkenstocks entschieden. Die sind einfach am langlebigsten.

Mein Favorite-Essen diese Woche: Kürbispommes. Gigantisch lecker, super einfach. Einen Hokkaido in Pommesstreifen schneiden. Mit Pommesgewürz, Meersalz und Paprika sowie ein wenig Olivenöl würzen. 20 Minuten bei 200 – 230°C in Backofen. Na – die Temperatur und Zeit muss man etwas variieren, Hauptsache sie sind schön knusprig. Lecker dazu: Kräuterquark oder auch Hühnchen. :) Taste it.

So – und nun geniesse ich den Abend noch ein wenig. Kommt morgen gut in die neue Woche. Abenteuer warten sicher genug. :)


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Projekt 52#3

Der Alltag hat mich wieder. Seltsam, dass in der ersten Woche gleich alles ausgeschöpft werden muss. Ärzte abklappern, Hausaufgaben ohne Ende, Stress im Job. Es ist doch noch ganz am Anfang des Jahres … wir haben doch Zeit. :)

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Hm. Das Motto der Woche scheint dieses Mal „Retro“ gewesen zu sein. Wobei … das ist nicht retro. Das ist echt. :D Wir haben im Keller eine uralte Nähmaschine stehen. Funktionsfähig. Und mein Sohn hat zu Weihnachten ein Nähset (ein Kistchen voller Stoff, ein Kistchen mit Utensilien) geschenkt bekommen. Das musste gleich ausgenutzt werden. Irgendwie läuft das falsch in dieser Familie – ich kann grad so Knöpfe annähen. Alles weitere wird schon schwierig … Und retro war dann wohl auch das Konzert am Samstag. Ich hatte ganz vergessen, wie unaufgeregt die Simon&Garfunkel-Musik ist. Den Altersschnitt hab ich mit meinen zarten 40 Jahren gesprengt. O_o Irgendwie hab ich da nicht nachgedacht.

Aller guten Dinge sind aber  drei!!! Heute war der erste Besuch bei meiner Mutter. Und irgendwas findet sich da immer. Dieses Mal war es meine allererste Stereoanlage. Ich weiss noch … alle anderen hatten Kompaktanlagen. Der Hit damals. Ich wollte das nicht und hab mich für eine Sanyo-Baustein-Anlage entschieden. Für mehr reichte meine Kohle, die ich zur Konfirmation bekommen hatte nicht aus. 1400 DM kostet die Anlage und ich bin heute wirklich begeistert.  Ausprobiert wurde sie auch gleich. Läuft wie’s Lottchen. Von den Schallplatten waren die Jungs begeistert. Da lief dann in der beschaulichen guten Stube „Paranoid“ von Black Sabbath. Sehr abgefahren. Weiteres Kramen in den Schubladen förderte auch noch die alten Singles von meinen Eltern hervor (Himmel, jetzt hat sie die Schellackplatten entdeckt!). Schön … wirklich sehr amüsant das Ganze!!! Ihr seht auch noch ein Foto mit einem Rezept. Das ist von meiner verstorbenen Oma. Sie hat immer Briefe aus Österreich geschickt – meist mit einem vielleicht etwas offenherzigen Spruch. So wie hier das Rezept für einen Nusskuchen – mit dem Hinweis, nicht zu dick zu werden. Oh Mann … :’D

Abschließend kann ich sagen, dass das Spazierengehen wieder Spaß macht. Der Frühling kommt augenscheinlich. Es stimmt mich allerdings ein wenig traurig, dass es überhaupt kein einziges Mal dicke liegenbleibende Flocken vom Himmel geschneit hat. Schade eigentlich.

Wisst ihr, ich glaube, ich packe die Wintersachen mal noch nicht weg … ich hab da so im Gefühl, dass da noch was geht. Trotz Sonnenschein und erster Hornveilchen … ;)

Neues in der „Buchliste 2014“: „Marina“ und „Anni und Alois“ … und endlich fertig: „Das Lied von Eis und Feuer“ :)


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Der Hut heisst Hut, weil …

… er behütet.

In der Regel passt einer davon auf den normalsterblichen Kopf. Letzten Winter habe ich wie eine Wilde Boshi-Mützen gehäkelt. Sind ein paar schöne Exemplare dabei, die bei der gestrigen Spiegelparade immer noch recht gut aufs hübsche Köpfchen gepasst haben.

Und nun ist der Herbst ganz nah. So langsam schleiche ich um die Schublade mit den Mützen. Draussen färben sich die Blätter langsam in sattes Rot und sanftes Gelb. Es knistert, wenn man durch die Alleen läuft. Ja – es wird Herbst.  Auch vor der Haustür. Die gesammelten Kastanien fanden genau so ihren Platz wie ein Maiskolben, das Sammelsurium an Spazierstöcken, Schnitzhölzern und die Kürbisse. :)

trix hat den Herbst einbestellt ... :)

trix hat den Herbst einbestellt … :)

Zeit, den nächsten Schritt gen Minimalismus zu gehen. Kennt ihr das? Wenn der Herbst und der unsäglich feucht-kalte Winter vorbei ist, kann es nicht schnell genug gehen, um die wärmenden Strickwaren in den diversen Schubladen und Wandschränken zu verstauen. Genau! In beidem. Soviele habe ich davon. Gut, wir sind auch eine vierköpfige Familie … aber … wie war das mit dem obigen zweiten Satz meines Posts? ;) Naja … und so wird es auch im Frühjahr nichts mit Ausmisten, weil man dermaßen die Schnauze voll hat von kruscheligen Haaren, Mützenfrisuren, feuchtem Handschuhgedöns und all diesen Erinnerungen an die kalte Jahreszeit. Aber jetzt!!! Jetzt gerade in diesem Augenblick ist das anders. Heute freue ich mich auf den Herbst. Aufs Einmummeln, Einpacken, Behüten!

Winterwarme Strickwaren!

Winterwarme Strickwaren!

 

Gestern ist dann alles, aber auch alles aus der Abteilung „Winterwarme Strickwaren“ auf den Wohnzimmerboden geflogen. Weihohwei!!! So viel also … ob ich es vielleicht doch besser im Schrank gelassen hätte? O_o

Wohlgemerkt: ich musste mich auf einen Stuhl stellen, um den kompletten Haufen aufs Bild zu kriegen.

 

 

Wisst ihr – ich unterscheide sehr wohl zwischen Minimalismus und karger Zweckdienlichkeit. Ich finde den Sinn nicht in letzterem. Mir wäre bei manchen Dingen nicht wohl dabei … wenn ich nur ein Teil von davon hätte. Neulich las ich in einem Blog so etwas wie (ich weiss nicht mehr ganz genau, es hat mich erschreckt) „wir besitzen drei Teller“ oder lasst es vier sein … das ist schlußendlich egal. Erschreckt hat mich der Nachsatz: wir bekommen nie Besuch. Und da hört für mich der Minimalismus auf. Das ist strange. Wenn ich schon nur meinen Schrank so fülle, dass ich nur vier Teller habe, dann werde ich es auch nicht drauf anlegen, dass ich jemand in mein Haus einlasse zu einem gemütlichen Essen, zu einem Abend mit Wein und gemütlichem Schnack. Wenig ist in Ordnung. Doch ein Glas für meine Freunde und ein Teller Suppe sollte schon möglich sein. :) Und sei es nur für einen Einzigen …

Okay, meine Mützen teile ich nun überhaupt gar nicht, aber auch hier möchte ich doch eine kleine Auswahl haben. Ich bin farbneurotisch und kann (nein!!! Ich kann es wirklich nicht) mit einer braunen Mütze zu einer schwarzen Jacke rumlaufen. Blöd, ich weiss, aber … aber es geht einfach nicht. Da bin ich eigen. Aber ich brauche definitiv keine drei schwarzen Mützen und die ollen Kappen von vor 10 Jahren auch nicht mehr. Warum sammelt sich immer so viel an? *seufz*

PicsArt_1381238229266Rausgeflogen (manchmal leichten, manchmal schweren Herzens): grüne selbstgefilzte Stulpen, die so hart sind, dass ich sie noch nie anhatte. Könnten einen prima Gipsersatz abgeben. Zerfluste Mützen und solche, die irgendwie eh schräg auf dem Kopf aussehen. Ein ganzes lila Ensemble … Mütze, Schal und Stulpen. Schlechte Qualität – durchgenudelt nach nur einem Jahr. Kindermützchen. Handschuhe, mal einzeln, mal kaputt, mal hässlich wie die Nacht. Ach und … Kaputzen zu Jacken, die nicht mehr existent sind und die ich schon Jahre gesucht hatte …

tja … die können jetzt wohl auch weg.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Ergebnis. Der Wandschrank bleibt tatsächlich leer. Alles passt in unsere zwei Schubladen der alten Kommode in unserer Diele. Und das ist nicht schlecht für einen Vier-Personen-Haushalt.

Merke: es wird nichts diesbezüglich neu angeschafft. Nichts. Nada.

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… okay … häkeln geht vielleicht noch. Und die Ergebnisse kann ich ja auch verschenken! Denn irgendwo hin muss die Wolle ja! :D

Und nun? Wie sieht es bei Euch in der Hutschachtel aus?